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Offene Fragen zu Apple Pay: Was ist mit Volksbank und Co.?

Apple Pay ist da – viele offene Fragen auch.
Apple Pay ist da – viele offene Fragen auch.

Apple Pay ist erfolgreich in Deutschland angelaufen, doch viele Fragen bleiben weiter offen. Wir klären den aktuellen Stand der Dinge in Sachen Apple Pay.

Zum Start im Dezember 2018 war Apple Pay in Deutschland nur mit ausgewählten Banken kompatibel, darunter der Deutschen Bank, N26 oder auch der HypoVereinsbank. Im Laufe des Jahres 2019  zogen große Namen wie die DKB nach – und im Dezember 2019 endlich auch die Sparkassen.

Apple Pay & Sparkasse: Das ist der aktuelle Stand

Nach Monaten des Wartens war es am 10. Dezember 2019 endlich so weit: Apple Pay startete auch bei den Sparkassen. Allerdings sind nicht alle Sparkassen bei Apple Pay dabei. So sind 371 von 379 Sparkassen am Start. Nicht beteiligt sind:

  • Sparkasse Wittenberg
  • Kreissparkasse Anhalt-Bitterfeld
  • Sparkasse Spree-Neiße
  • Sparkasse Sonneberg
  • Sparkasse Niederlausitz
  • Kreissparkasse Hildburghausen
  • Stadtsparkasse Schwedt
  • Müritz-Sparkasse
  • Sparkasse Uecker-Randow

Laut Twitter-Account der Sparkasse entscheidet jede Sparkasse unabhängig und für ihr Geschäftsgebiet, ob sie Apple Pay anbietet. Ob Deine Sparkasse sich beteiligt, musst Du im Zweifel daher bei der Bank selbst nachfragen.

Es fehlen allerdings noch ein paar große Banken wie die Postbank, die DZ Bank oder auch dieVolksbanken und Raiffeisenbanken unterstützen Apple Pay ebenfalls (noch) nicht, wenngleich die Volksbanken einen Start für 2020 angekündigt haben.

Funktioniert PayPal mit Apple Pay?

Nein, auch PayPal funktioniert nicht mit Apple Pay. Während Du bei Google Pay auf Android-Smartphones auch PayPal als Zahlungsquelle hinterlegen kannst, ist dies bei Apple Pay nicht möglich. Ob und wann sich das künftig ändern wird, ist nicht bekannt.

So sieht es bei Commerzbank, Postbank, Targobank und Co. aus

Bank Stand
Commerzbank Apple Pay im Dezember 2019 gestartet
Deutsche Volksbanken und Raiffeisenbanken Start von Apple Pay wegen technischer Probleme auf 2020 verschoben.
Norisbank Apple Pay im Dezember 2019 gestartet
Postbank Beobachten weiterhin die Marktentwicklung.
Santander Wir sind noch dabei, die notwendigen Voraussetzungen für die Einführung von Apple Pay zu schaffen.
Targobank Wir prüfen aktuell sämtliche Möglichkeiten.

Kann ich Apple Pay nutzen, auch wenn meine Bank nicht unterstützt wird?

Ist Deine Hausbank kein Partner von Apple Pay, bleibt Dir nur noch der Umweg über alternative Anbieter. Dienste wie N26, Bunq oder auch VimPay versprechen die schnelle und kostenlose Kontoeröffnung komplett online und innerhalb wenigen Minuten. Wenn Du also unbedingt Apples Bezahlsystem nutzen möchtest, kannst Du einfach ein neues Konto bei einer unterstützenden Bank einrichten, was in den genannten Fällen schnell und unkompliziert gelingt. Das Konto bei Deiner Hausbank kannst Du natürlich ganz normal weiterhin und parallel führen.

Funktioniert Apple Pay auch mit EC-Karten (Girocard)?

Nein, anders als etwa beim Mobile Payment der Sparkasse, akzeptiert Apple Pay derzeit nur Kreditkarten. Dabei muss es sich nicht zwingend um eine echte Kreditkarte mit Hochprägung und eigenem Verfügungsrahmen handeln, auch sogenannte Prepaid-Kreditkarten auf Guthaben-Basis sind ebenso möglich wie Debitkarten. Ob sich das irgendwann ändern wird, ist nicht bekannt.

Immerhin: Die Sparkasse hat auf Twitter mitgeteilt, dass auch Girocards 2020 bei Apple Pay unterstützt werden sollen.

Apple Pay fullscreen
Mit klassischen EC-Karten funktioniert Apple Pay derzeit nicht.

Erfährt meine Bank, dass ich Apple Pay eingerichtet habe?

Ja, schließlich muss jede hinzugefügte Karte einen Verifizierungsprozess durchlaufen. Dabei werden nicht nur Informationen über das verwendete iPhone übertragen, etwa Geräte-ID, Name oder Telefonnummer. Aber auch Kartennummer, Rechnungsadresse der Apple ID sowie iTunes- und App-Store-Daten können übertragen werden. Auch kann es vorkommen, dass Deine Bank weitere Informationen bei Dir einholt, bevor Deine Karte tatsächlich in Apple Pay hinterlegt werden kann.

Was hat es mit dem 25-Euro-Limit auf sich?

Falls Du schon öfter kontaktlos mit einer Kredit- oder auch EC-Karte gezahlt hast, wird es Dir womöglich schon aufgefallen sein. Manchmal funktioniert der Bezahlvorgang einfach so, manchmal ist aber auch die Eingabe einer PIN erforderlich. Grundsätzlich gilt: Bei Beträgen unter 25 Euro musst Du in Deutschland keine PIN eingeben, bei Beträgen darüber allerdings schon. Bei Apple Pay verhält es sich genauso. Die Summe ist nicht in Stein gemeißelt, gilt in den meisten Fällen aber als magische Grenze.

Ist Apple Pay kostenlos?

Ja, bei der Zahlung mit Apple Pay fallen für Dich keine weiteren Gebühren an. Das gilt ebenso für Kleinstbeträge, Viele kleinere Händler haben jedoch eigene Limits, ab wann eine Zahlung mit Karte, und somit auch mit Apple Pay, erlaubt ist. Diese liegt häufig bei 5 oder auch 10 Euro.

Kann ich mit Apple Pay Geld an Freunde überweisen?

Apple Pay Cash fullscreen
Wann Apple Pay Cash nach Deutschland kommen wird, ist nicht bekannt.

Grundsätzlich ja, in Deutschland aber noch nicht. Das Feature, mit dem Du Geldbeträge an andere iPhone-Besitzer senden kannst, nennt sich Apple Pay Cash. Die Option ist direkt in iMessage integriert und erlaubt es Dir, Geld mit Apple Pay zu senden. Wann das hierzulande möglich sein wird, ist nicht überliefert.

Ist Apple Pay sicher?

Wenn Menschen an das mobile Bezahlen mit dem Smartphone denken, sorgen sie sich meist auch darum, ob das System überhaupt sicher ist. Apple selbst verspricht eine hohe Sicherheit und Privatsphäre. Zahlst Du mit Apple Pay, wird etwa nie Deine Kreditkartennummer übermittelt, sondern stets nur eine gerätespezifische Nummer sowie ein einzigartiger Code speziell für diese eine Transaktion. Deine Kartennummer wird keinem Händler mitgeteilt, die Nummer selbst wird ebenfalls nicht auf Apple-Servern oder Deinem iPhone gespeichert – nicht einmal in der sogenannten Secure Enclave.

Apple speichert ferner keine Transaktionsdaten, womit Einkäufe nicht auf Dich zurückgeführt werden können. Für zusätzliche Sicherheit sorgen biometrische Entsperrmethoden wie Touch ID und Face ID, alternativ ist die Eingabe des Entsperrcodes möglich. Selbst im Falle eines iPhone-Verlustes kann niemand damit bezahlen – anders als es etwa bei gewöhnlichen Kontaktlos-Kreditkarten bei Beträgen unter 25 Euro der Fall wäre.

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