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PC reinigen: So machst Du Deinen Computer wieder sauber

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Du solltest Deinen PC regelmäßig reinigen, damit Optik und Performance stimmen. Bild: © kelly marken - stock.adobe.com 2020

Regelmäßig den PC zu reinigen sollte für jeden Nutzer selbstverständlich sein. Wir verraten Dir, worauf es dabei ankommt und welche Fehler es zu vermeiden gilt.

Warum den PC reinigen?

Abgesehen davon, dass ein dreckiger Computer kein schöner Anblick ist, kann zu viel Staub im Inneren des Gerätes die Leistungsfähigkeit beeinträchtigen. PCs mit starken Prozessoren und vor allem Grafikkarten laufen im Betrieb unweigerlich heiß und müssen daher aktiv gekühlt werden. Das passiert in den allermeisten Fällen durch das Zuführen von Luft, und die bringt üblicherweise auch Staub mit sich, der sich im Inneren des Computers ablagert.

Staub, der sich auf sensiblen Bauteilen oder an Lüftern ablagert, kann dann die Luftzufuhr erschweren und sogar die Wärmeentwicklung verstärken. Die Folge ist ein früheres Drosseln von Prozessor- oder Grafikleistung aufgrund zu hoher Temperaturen. Zudem können dauerhaft sehr hohe Temperaturen die Lebensdauer einzelner Komponenten verkürzen.

PC-Gehäuse und Staubfilter reinigen

Fangen wir beim Gehäuse an. Ein verstaubtes und verdrecktes Äußeres ist nicht schön anzusehen. Deshalb empfiehlt es sich, regelmäßig mit dem Staublappen über das Case zu gehen und auch die Rückseite nicht zu vergessen. Dort befinden sich in der Regel die meisten Anschlüsse und diverse Lüftungsausgänge, an denen sich schnell Staub sammelt, der von den Lüftern durch das Gehäuse und wieder hinausgeblasen wird.

Viele PC-Gehäuse verfügen über Staubfilter an Stellen, an denen Frischluft von den Lüftern ins Chassis hineingesogen wird. Diese dienen logischerweise dazu, den Großteil des Staubs abzufangen, damit er gar nicht erst ins Innere gelangt. Das hat allerdings zur Folge, dass sich die Staubfilter schnell zusetzen und regelmäßig gereinigt werden müssen, da sie ansonsten nicht mehr genug Luft durchlassen. Am besten eignet sich dafür ein Druckluftspray, ein Staublappen oder das Absaugen mit dem Staubsauger samt Bürstenaufsatz.

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Wenn der Staubfilter am PC so aussieht, ist es definitiv Zeit für eine Reinigung. Bild: © Viacheslav - stock.adobe.com 2020

Falls sich die Staubfilter unkompliziert ausbauen lassen, kannst Du sie sogar mit Wasser reinigen. Achte nur darauf, dass sie vollkommen trocken sind, bevor Du sie erneut einsetzt.

PC-Innenraum und Lüfter reinigen

Kommen wir zum Inneren des PCs. Bevor Du den Rechner öffnest, musst Du ihn auf jeden Fall vom Strom trennen. Dich selbst solltest Du einmal erden, indem Du beispielsweise mit der Hand an ein unlackiertes Stück Heizungsrohr fasst. Alternativ kannst Du Dir Gummihandschuhe anziehen oder die ganze Arbeit auf einer gummierten Unterlage durchführen.

An welchen Stellen sich in Deinem PC wie viel Staub abgesetzt hat, hängt davon ab, wann Du ihn zuletzt gereinigt hast und wie die Komponenten angeordnet sind. Der meiste Staub setzt sich erfahrungsgemäß an den Lüfterblättern ab – und zwar direkt an den Gehäuselüftern, dem Prozessor-Kühler und den Lüftungseinlässen der Grafikkarte. Auch das Netzteil hat häufig einen Lufteinlass, an dem sich Staub ablagert.

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An Lüftern sammelt sich besonders viel Staub an. Bild: © kelly marken - stock.adobe.com 2020

Für die grobe Reinigung kannst Du erneut einen Staubsauger mit Bürstenaufsatz nutzen, stelle das Gerät allerdings auf eine niedrige Saugstufe ein. Hartnäckigen Staub entfernst Du mit Druckluftspray, für die stark verschmutzten Bereiche kannst Du Wattestäbchen oder eine unbenutzte Zahnbürste verwenden. Achte aber darauf, dass du den Staub wirklich entfernst und ihn nicht weiter im Gehäuse verteilst. Verwende pro Lüfterblatt ein bis zwei Wattestäbchen.

Lüfter ausbauen

Wenn die Lüfter im Inneren des Computers zu stark verschmutzt sind, solltest Du sie ausbauen und intensiv säubern. Beim Entfernen des Prozessor-Kühlkörpers ist darauf zu achten, dass hinterher neue Wärmeleitpaste auf dem Prozessor verteilt werden muss. Das Wiedereinsetzen sollte mit möglichst gleichmäßigem Druck erfolgen, da sonst die empfindlichen Pins auf der Unterseite des Prozessors verbiegen können.

Für Staub, der sich auf dem Mainboard und anderen sensiblen Komponenten absetzt, verbieten sich Wattestäbchen und Zahnbürste. Hier solltest Du nur mit Druckluftspray arbeiten, um den Schmutz wegzublasen.

Da Du eh gerade im Inneren des PCs zugange bist, solltest Du auch die Kabel checken. Vor allem wenn die sich mitten im Luftstrom befinden, lagert sich auch an ihnen Staub ab. Mit einem Staublappen kannst du ihn einfach abwischen. Im Idealfall hast Du die Kabel im Rechner aber so verlegt, dass sie nicht im Luftstrom zwischen Ein- und Ausgangslüfter liegen.

Maus und Tastatur reinigen

Zum PC gehören in der Regel auch zwei Zubehörteile, die wir ständig in der Hand haben: Maus und Tastatur. Beide lassen sich zum Glück problemlos mit Feuchttüchern säubern. Hin und wieder bietet sich sogar Wasser oder zumindest ein feuchter Lappen an, entgegen landläufiger Meinung sind viele Mäuse und Tastaturen nämlich sehr wohl wasserfest. Sie sollten für die Reinigung nur abgesteckt beziehungsweise von Akkus befreit und nach der Säuberung vollständig getrocknet werden. Um die Tastenzwischenräume der Tastatur von Staub und Schmutz zu befreien, empfiehlt sich wiederum Druckluftspray.

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Die PC-Tastatur sollte regelmäßig gesäubert werden. Bild: © LIGHTFIELD STUDIOS - stock.adobe.com 2020

Maus und Tastatur solltest Du etwa alle zwei bis vier Wochen reinigen – allerspätestens jedoch, wenn sich sichtbar Schmutz daran absetzt.

Monitor reinigen

Das Reinigen des Monitors gehört zu den schwierigsten Aufgaben beim PC-Putz. Gegen Staub hilft hier ein Mikrofasertuch. Aber sobald es um festsitzende Flecken oder Spritzer geht, wird es komplizierter. Auf jeden Fall solltest Du den Monitor vor der Reinigung vom Strom trennen und verschmutzte Stellen dann mit Feuchttüchern oder einem speziellen Reinigungsset für LC-Displays vorsichtig reinigen. Klassische Glasreiniger bringen hingegen nicht viel und sorgen nur für hässliche Schlieren auf der Kunststoffabdeckung des Monitors.

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Der Monitor lässt sich am besten mit einem feuchten Tuch reinigen. Bild: © Andrey Popov - stock.adobe.com 2020

Auf keinen Fall sollte Flüssigkeit unter die Abdeckung des Displays laufen, da dann das Panel beschädigt werden kann. Zu viel Druck kann ebenfalls zu Beschädigungen am Bildschirm führen.

Wie oft sollte der PC gereinigt werden?

Wenn der PC dauerhaft zuverlässig laufen soll, empfiehlt sich mindestens einmal im Jahr eine Reinigung des Innenraums. Nach dieser Zeit sollten die Komponenten noch nicht übermäßig verschmutzt sein, sodass die Säuberung nicht allzu aufwendig ausfallen dürfte. Von Außen empfiehlt sich regelmäßiges Staubwischen im Zuge des allgemeinen Hausputzes.

Maus und Tastatur solltest Du ungefähr alle zwei bis vier reinigen, da sich hier die meisten Keime und Bakterien sammeln. Beim Monitor kommt es darauf an, wie verschmutzt er ist. Sichtbare Flecken wirken schnell störend und sind ein gutes Indiz dafür, dass es mal wieder für einen Bildschirmputz ist.

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