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Qivicon: Das kann die Smart-Home-Plattform der Telekom

Die Smart-Home-Plattform Qivicon arbeitet mit vielen Geräten anderer Hersteller zusammen.
Die Smart-Home-Plattform Qivicon arbeitet mit vielen Geräten anderer Hersteller zusammen. (©Telekom 2018)

Die Deutsche Telekom hat mit Qivicon eine eigene Smart-Home-Plattform ins Leben gerufen, die auch mit Geräten anderer Hersteller zusammenarbeit und als Plattform offen gestaltet wurde. Was Telekom Qivicon alles bietet, erläutern wir in der folgenden Übersicht.

Gegründet wurde Qivicon von der Telekom zusammen mit eQ-3, EnBW, Samsung sowie Miele. Die Smart-Home-Plattform ist bereits seit 2013 am Markt und will vor allem mit einfacher Bedienung punkten. Als Zentrale dient dabei die Qivicon Home Base, die nicht nur von der Telekom, sondern auch von EnBW oder eQ-3 bezogen werden kann. In puncto Hardware unterscheiden sich die Zentralen der einzelnen Hersteller nicht, wohl aber in der Auswahl der Apps. Sprich: Entscheidest Du Dich für das Paket der Telekom, kannst Du später nicht einfach die Smart-Home-App von EnBW nutzen – trotz eigentlich identischer Plattform. Deswegen solltest Du Dich schon zum Start auf einen Anbieter festlegen.

Einfache Einrichtung und Zugriff von unterwegs

Flexibler bist Du hingegen, wenn es um die Einbindung verschiedener Geräte in das Smart Home geht. Zwar ist die Plattform längst noch nicht so offen, wie es wünschenswert wäre, dennoch kommen stetig neue Produkte hinzu, die mit Qivicon zusammenarbeiten. Die Zentrale selbst ist mit dem Internet verbunden, womit ein Zugriff von unterwegs problemlos möglich ist.  Die Basis präsentiert sich als schlichter weißer Kasten mit einem zweckmäßigen Design. Die Home Base wartet mit vier USB-Anschlüssen auf, über die weitere Funkstandards nachgerüstet werden können, etwa der offene ZigBee-Standard, auf den auch Philips setzt.

Dabei richtet sich Qivicon mit seiner einfachen Einrichtung auch an Einsteiger. Nach dem Aufstellen und dem Anschließen an das Internet nimmt Dich ein Einrichtungsassistent an die Hand und führt Dich Schritt für Schritt durch die erforderlichen Schritte – angefangen mit der Registrierung über das Einbinden von Smart-Home-Geräten bis hin zur Installation von Apps. Die Steuerung erfolgt anschließend einfach über eine Smartphone-App oder auch direkt am Computer.

 DIe Basis dient als zentrale Steuereinheit für alle eingebundenen Smart-Home-Geräte. fullscreen
DIe Basis dient als zentrale Steuereinheit für alle eingebundenen Smart-Home-Geräte. (©Telekom 2018)

Smart-Home-Geräte von Philips, Miele, Netatmo und Co. kompatibel

Die Home Base 2.0 kann an jeden handelsüblichen Router angeschlossen werden, der über einen Internetzugang verfügt. Die Smart-Home-Geräte werden kabellos per verschlüsselter Funkverbindung eingebunden, womit aufwendige Installationen entfallen. Herkömmliche Geräte, etwa Kaffeemaschinen, Ventilatoren und Co., lassen sich ebenfalls unkompliziert in das Heimnetz einbinden. Passende Zwischenstecker sorgen dafür, dass auch diese Geräte ins Smart Home gebracht werden. Die Sprachassistentin Alexa wird ebenso unterstützt. Wer also einen Amazon Echo sein Eigen nennt, kann Lampen, Thermostate und andere Geräte bequem per Sprachbefehl steuern.

An kompatiblen Geräten für Qivicon mangelt es übrigens nicht. Produkte namhafter Hersteller lassen sich einbinden, etwa von Philips, Osram, Netatmo oder sogar Sonos. Alle wichtigen Felder aus den Bereichen Sicherheit, Heizung oder auch Licht werden ebenfalls unterstützt. Welche Geräte mittlerweile mit Qivicon kompatibel sind, hat der Hersteller auf seiner Webseite aufgelistet. Generell lobenswert ist die Tatsache, dass die Telekom sich gegen ein proprietäres System entschieden hat und stattdessen offene Standards wie ZigBee oder auch Homematic nutzt. Ärgerlich ist, dass die Nutzung nur mit einer Magenta SmartHome App-Lizenz möglich ist, die wie ein Vertrag monatliche Kosten verursacht.

Zusammenfassung

  1. Bei Qivicon handelt es sich um eine Smart-Home-Plattform, die auf offene Standards setzt
  2. Hinter der Plattform stehen Unternehmen wie die Telekom, EnBW, Samsung oder auch Miele
  3. Qivicon Home Base 2.0 dient als zentrale Steuereinheit für das Smart Home
  4. Die Einrichtung erfolgt per Assistenten, der Schritt für Schritt alle wichtigen Punkte durchgeht
  5. Kompatible Smart-Home-Produkte lassen sich per drahtloser Funkverbindung einbinden
  6. Sprachsteuerung per Amazon Alexa möglich
  7. Nutzung nur mit Magenta SmartHome-Lizenz möglich (monatliche Kosten)
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