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Rückfahrkamera nachrüsten: Diese Möglichkeiten hast Du

Eine Rückfahrkamera ist praktisch – und lässt sich nachrüsten, wenn nicht vorhanden.
Eine Rückfahrkamera ist praktisch – und lässt sich nachrüsten, wenn nicht vorhanden.

Einparken zählt nicht zu Deiner Lieblingsdisziplin? Zum Glück gibt es heute zahlreiche Parkassistenten. Natürlich lässt sich auch bei älteren Autos eine Rückfahrkamera nachrüsten. Wir erklären Dir, welche Möglichkeiten Du hast und wie viel Aufwand dahinter steckt.

Einen Parkplatz zu finden ist eine Sache – schnell und sicher einzuparken, wieder eine ganz andere. Was manch einem leicht von der Hand geht, treibt wiederum anderen Schweißperlen auf die Stirn. Doch zum Glück gibt es einige technische Helferlein, die das Einparken erleichtern. Diese sind jedoch nicht immer ab Werk dabei. Wer sich keinen Neuwagen mit jedem gesetzten Kreuzchen in der Aufpreisliste leisten kann/will, muss aber trotzdem nicht leer ausgehen. Eine Rückfahrkamera beispielsweise lässt sich auch nachrüsten. Und das muss nicht einmal teuer sein.

Zwei Wege zur Einparkhilfe: Kabelgebunden oder Funk?

Die wohl bequemste Möglichkeit ist, eine Rückfahrkamera vom Fachmann in der Werkstatt nachrüsten zu lassen. Dann musst Du jedoch zusätzlich zum Kaufpreis des Systems ein bis zwei Arbeitsstunden in der Werkstatt bezahlen, was nicht ganz günstig ist. Günstiger ist natürlich der Eigeneinbau. Dann musst Du nur die Rückfahrkamera kaufen, die es – je nach Ausführung – schon für weniger als 100 Euro gibt.

Bereits beim Kauf solltest Du unbedingt darauf achten, wie das System arbeitet: kabelgebunden oder per Funk. Muss ein Kabel vom Heck des Fahrzeugs bis nach vorne zum Monitor verlegt werden, ist der Arbeitsaufwand deutlich höher. Dafür sind solche Systeme häufig günstiger in der Anschaffung. Einfacher wird das Nachrüsten einer Rückfahrkamera mit Funk. In diesem Fall muss kein Kabel mehr nach vorne verlegt werden.

So oder so solltest Du einen Blick auf den Lieferumfang der Sets zum Nachrüsten werfen. Hat Dein Auto bereits einen Monitor, den Du auch für die Rückfahrkamera nutzen willst, musst Du vorab klären, ob das eingebaute Modell die jeweilige Kamera unterstützt. Ansonsten wird ein zweiter Bildschirm nötig.

Rückfahrkamera nachrüsten: Die günstige Variante

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Das Verlegen des Kabels im Innenraum kann ganz schön fummelig werden. Oft hilft ein Draht dabei, das Kabel durch Hohlräume zu führen.

Entscheidest Du Dich für die aufwendigere, aber kostengünstigere Variante, solltest Du mit etwa zwei bis drei Stunden Arbeitszeit rechnen. Kabelgebundene Rückfahrkameras gibt es in vielen verschiedenen Ausführungen – am besten vergleichst Du die Bewertungen unterschiedlicher Modelle, auch um einen Eindruck von Schwierigkeit und Dauer des Einbaus zu bekommen. Je nach System sind zum Beispiel verschiedene Bildschirme dabei. Einige werden etwa auf den Kunststoffflächen vor der Frontscheibe befestigt, andere kannst Du vor den Rückspiegel klemmen.

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Mit einem Voltmeter wird geprüft, wo Plus und Minus vom Rückfahrscheinwerfer liegen, um das Kabel der Rückfahrkamera anschließen zu können.

Für den Einbau einer kabelgebundenen Rückkamera sind dann schließlich folgende Schritte notwendig:

  1. Das Kabel der Rückfahrkamera am Heck in den Innenraum führen. Dazu kann es nötig sein, ein Loch ins Blech zu bohren. Bei einigen Automodellen kannst Du das Kabel durch die Kennzeichenbeleuchtung in den Innenraum führen, bei anderen findest Du bereits Löcher hinter einer Kunststoffblende am Kofferraum, die Du nutzen kannst. Wichtig: Eventuell angefertigte Löcher ordentlich mit Dichtmasse verschließen, damit kein Wasser eindringen kann.
  2. Die Rückfahrkamera am Heck anbringen, zum Beispiel am Kennzeichenhalter oder einer Kunststoffblende. Wichtig: Sie darf das Nummernschild nicht verdecken.
  3. Das Kabel der Kamera mit dem Kabel Richtung Cockpit verbinden und ordentlich sichern, zum Beispiel mit Kabelbindern.
  4. Das Signalkabel zum Rücklicht mit der Kamera verdrahten, damit die Kamera später immer dann aktiv wird, wenn der Rückwärtsgang eingelegt wird.
  5. Jetzt alle Verkleidungen lösen, hinter denen das Kabel nach vorne ins Cockpit verlegt werden soll und das Kabel möglichst nicht an scharfen Kanten entlang verlegen.
  6. Kabel mit dem Monitor verbinden und den Monitor mit Strom versorgen. Viele günstige Modelle werden einfach in den Zigarettenanzünder gesteckt. Du kannst aber auch an den Sicherungskasten gehen und den Bildschirm an Zündungsplus sowie Masse anschließen.
  7. Den Monitor an der gewünschten Stelle sauber im Cockpit platzieren.

Rückfahrkamera mit Funk nachrüsten: Die einfache Version

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Die kabellose Garmin-BC40-Rückfahrkamera überträgt das Bild per WLAN bis zu 8 Meter weit und wird einfach im Kennzeichenhalter (im Lieferumfang) befestigt.

Schneller und deutlich einfacher geht's mit einer Rückfahrkamera, die ihr Signal kabellos an den Monitor im Cockpit überträgt. Die ersten Arbeitsschritte bleiben zwar dieselben – denn auch hierbei wird das Kabel der Kamera zunächst durchs Heck in den Innenraum geführt, um mit dem Signalkabel des Rückfahrscheinwerfers verdrahtet zu werden. Allerdings wird das Kamerakabel hier mit einem Sender verbunden, der das Bild der Cam später per Funk an einen Empfänger im Cockpit schickt. Das mühselige Kabelverlegen hinter der Verkleidung fällt also weg. Es gibt sogar schon Modelle, die auch ohne externen Sender auskommen und das Signal direkt per WLAN nach vorne zum Fahrer schicken.

Ist die Kamera befestigt und verdrahtet, muss nur noch der Monitor mit Strom versorgt werden und an den gewünschten Platz im Cockpit wandern. Tipp: Einen Arbeitsschritt kannst Du Dir noch sparen, wenn Du Dich für eine Rückfahrkamera entscheidest, die im Kennzeichenhalter befestigt wird und diesen gleich im Lieferumfang mitbringt. Dann musst Du anschließend nur noch eines: die passende Parklücke finden.

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