Ratgeber

Sensor der DSLR reinigen: Eine Schritt-für-Schritt-Anleitung

Die Schritt-für-Schritt-Anleitung erläutert die Reinigung des DSLR-Sensors.
Die Schritt-für-Schritt-Anleitung erläutert die Reinigung des DSLR-Sensors. (©thinkstock.com/Mario Guti 2015)

Der Sensor einer Spiegelreflexkamera muss von Zeit zu Zeit gereinigt werden. Spätestens, wenn auf den Bildern schon Sensorflecken auftauchen, sollte die DSLR gründlich geputzt werden. In den meisten Fällen ist eine Reinigung durch den Fachhändler nicht zwingend erforderlich. In unserer Schritt-für-Schritt-Anleitung erläutern wir, wie der Nutzer den Sensor reinigen sollte.

Manchmal reicht schon ein simpler Objektivwechsel und schon ist es passiert: Auf den mit der Spiegelreflexkamera geschossenen Bildern sind Sensorflecken auszumachen. Das kann schnell passieren, denn mit jedem Wechsel des Objektivs besteht die reale Gefahr, dass Staub in die Spiegelreflexkamera gerät. Der Fachhändler kann da helfen – oder Du nimmst es selbst in die Hand. Den Sensor reinigen ist schließlich gar nicht so kompliziert. Wie das funktioniert und welche Hilfsmittel sich dafür anbieten, das erklären wir in diesem Ratgeber.

1. Ein Testbild mit der Spiegelreflexkamera anfertigen

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Für ein Testbild empfiehlt sich ein kontrastarmes Motiv. (©CC: Flickr/Michael Radtke 2015)

Zu Beginn empfiehlt es sich, mit der DSLR ein Testbild zu machen. Damit lassen sich Verschmutzungen auf dem Sensor ausfindig machen. Als Testbild eignet sich ein kontrastarmes Motiv – ein wolkenloser Himmel oder ein weißes Blatt Papier bieten sich als Testbild an. Die ISO-Werte sollten möglichst niedrig sein, um ein Rauschen zu vermeiden. Eine hohe Blendenzahl durch den Einsatz einer kleinen Blende wird ebenfalls empfohlen. Anschließend muss das Bild horizontal gespiegelt werden, damit die Verschmutzungen an den betroffenden Stellen ausgemacht werden können.

2. Die integrierte Reinigungsautomatik der Spiegelreflexkamera nutzen

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Moderne Spiegelreflexkameras wie die Canon EOS 5DS haben natürlich eine Reinigungsautomatik. (©Canon 2015)

Eine sogenannte Reinigungsautomatik besitzen heutzutage schon viele der modernen Spiegelreflexkameras. Das Programm kann bequem über das Menü der digitalen Spiegelreflexkamera aufgerufen und abgespielt werden. Der Sensor wird anschließend geschüttelt, lose Staubpartikel werden somit entfernt. Es kann durchaus sinnvoll sein, das Reinigungsprogramm der DSLR nach jedem Objektivwechsel einmal durchlaufen zu lassen. Manche Spiegelreflexkameras erledigen das ohnehin schon automatisch. Ein wirklicher Ersatz für eine richtige und gründliche Sensorreinigung sind die automatischen Programme der Hersteller indes nicht. Des Öfteren verbleiben die aufgeschüttelten Staubpartikel nämlich einfach im Gehäuse. Dann sollte man auf jeden Fall manuell den Sensor reinigen.

3. Eine manuelle Sensorreinigung durchführen

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Bei der manuellen Reinigung des Sensors sollte vorsichtig vorgegangen werden. (©Canon 2015)

Oftmals muss der Sensor der DSLR deshalb noch manuell gereinigt werden. Dafür muss das aufgesetzte Objektiv abgenommen und die Spiegelreflexkamera eingeschaltet sein. Anschließend muss der Spiegel hochgeklappt sein, um freie Sicht auf den Sensor zu haben. Im Menü muss dann eine erneute Reinigung angestoßen werden – die genaue Bezeichnung schwankt allerdings oftmals je nach Hersteller. Ein Blick in das Handbuch hilft dahin gehend weiter.

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Oftmals genügt für die Entfernung kleinerer Fussel oder Staub ein Blasebalg. (©thinkstock.com/Jevtic 2015)

Die manuelle Sensorreinigung sollte nur bei vollem Akku oder im Netzbetrieb durchgeführt werden. Andernfalls könnte der Spiegel Schaden nehmen, falls er mangels Strom einfach herunterklappt. Für die Entfernung kleinerer Fussel oder Staub genügt oftmals ein kleiner Blasebalg. Damit der angefallene Schmutz einfach aus der Spiegelreflexkamera fallen kann, muss die Objektivöffnung einfach nach unten gehalten werden.

Im Fachhandel gibt es reichlich Spezialmittel zum Sensor reinigen. Schon für etwa 10 Euro erhält man ordentliche Produkte. Von Bedeutung ist ein talkumfreier Blasebalg. Bei minderwertigen Produkten kann es im Blasebalg möglicherweise zu Gummiabrieb kommen. Die Folge: Es wird mehr Schmutz in die DSLR gepumpt, als überhaupt entfernt werden kann. Doch Vorsicht: Die Plastikdüse des Blasebalgs darf nicht in die Spiegelreflexkamera eingeführt werden. Der Erfolg kann mithilfe einer Speziallupe mit LED-Leuchten kontrolliert werden. Ein abschließender Blick auf das Testbild genügt dann.

4. Spezielle Reinigungs-Swabs erleichtern die DSLR-Reinigung

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Spezielle Reinigungs-Swabs sind im Fachhandel erhältlich. (©Visibledust 2015)

Für wirklich hartnäckige Sensor-Verunreinigungen empfehlen sich auch sogenannte Reinigungs-Swabs. Dank dieser speziellen Reinigungsstäbchen – erhältlich in unterschiedlicher Qualität und Größe – lässt sich der Kamerasensor der DSLR feucht oder trocken abziehen. Oftmals reicht es dann, an den Ecken und in der Mitte des Stäbchens drei Tropfen Reinigungsflüssigkeit aufzutragen, um den Schmutz mit einem Wisch den Garaus zu machen. Beim Kauf der Swabs sollte allerdings auf die passende Größe geachtet werden. Ob die Reinigung schlussendich erfolgreich war, kann mit einer Lupe überprüft werden. Zuvor kann das Objektiv wieder angebracht und der Reinigungsmodus der DSLR verlassen werden. Für die schlussendliche Gewissheit sorgt dann ein erneutes Testbild.

Zusammenfassung

  1. Bei Verdacht auf unsauberen Sensor: Testbild von einem kontrastarmen Motiv anfertigen
  2. Bei leichten Verschmutzungen der Spiegelreflexkamera hilft der integrierte Reinigungsmodus der DSLR
  3. Manuelle Sensorreinigung nur mit vollem Akku oder per Stromversorgung durchführen
  4. Ein im Handel erhältlicher Blasebalg entfernt Staubreste
  5. Für hartnäckige Verunreinigungen empfehlen sich sogenannte Reinigungs-Swabs
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