Ratgeber

Smartwatch reinigen: Sechs Schritte zur sauberen Uhr

Damit Deine Smartwatch so schön sauber bleibt, musst Du sie regelmäßig reinigen.
Damit Deine Smartwatch so schön sauber bleibt, musst Du sie regelmäßig reinigen. (©TURN ON 2014)

Wenn Du eine Smartwatch besitzt, ist diese vermutlich Dein täglicher Begleiter und muss so einiges mitmachen. Daher ist es wichtig, dass Du sie richtig pflegst. Wir zeigen Dir, wie Du Deine intelligente Uhr richtig reinigst.

Wann und wie häufig sollte ich meine Smartwatch reinigen?

Zunächst stellt sich die Frage, ob Du überhaupt Deine Smartwatch reinigen musst. Klar, wenn Du sie gerade wortwörtlich durch den Kakao gezogen hast, dann solltest Du sofort ans Werk gehen. Eine echte Regel gibt es allerdings nicht. Unser Tipp: Etwa einmal im Monat solltest Du Deine Smartwatch reinigen – und bei der Gelegenheit vielleicht auch gleich Dein Smartphone.

 1. Vorbereitung ist das A und O

Bevor es zur Sache geht, solltest Du sichergehen, dass Du gut vorbereitet bist. Schließlich ist das bereits die halbe Miete. Zunächst das Equipment. Folgendes solltest Du zur Hand haben:

  • Mikrofasertuch (oder alternativ ein gutes Brillenputztuch oder einen unbenutzten Kaffeefilter)
  • Wattestäbchen
  • Zahnbürste
  • Seife, Geschirrspülmittel oder Essig
  • Spiritus oder Reinigungsalkohol
  • Backpulver
  • Olivenöl
  • Wasser

Darüber hinaus sollte Deine Putzfläche sauber und gut beleuchtet sein. Am besten eignet sich natürlich der Schreibtisch mit eingeschalteter Lampe. Zu guter Letzt bist Du hoffentlich mit Dir selbst im Reinen – heißt: Deine Hände sind gewaschen.

2. Ran ans Uhrwerk: Smartwatch zerteilen

Die Smartwatch besteht aus verschiedensten Komponenten, die jeweils unterschiedliche Pflege benötigen. Deshalb solltest Du sie auseinanderbauen, also das Armband vom eigentlich Gerät trennen. Das kann je nach Smartwatch mal einfacher, mal schwieriger sein. Aber Vorsicht: Öffne nie das Gehäuse selbst! Dadurch kann nicht nur Deine Garantie verfallen, sondern Deine Uhr auch dauerhafte Schäden davontragen.

3. Voll Fett: Bildschirm reinigen

fullscreen
Die tägliche Bedienung kann fettige Spuren hinterlassen. (©CC: Flickr/Kārlis Dambrāns 2015)

Der Smartwatch-Screen hat eigentlich die gleichen Probleme, wie der des Smartphones: Durch die tägliche Nutzung sammeln sich insbesondere unschöne Fettflecken. Um den Bildschirm zu reinigen, nimmst Du ein Mikrofasertuch und reibst Schmutz und Co. einfach weg. Notfalls kannst Du den Screen etwas anhauchen. Sollte Deine Smartwatch wasserdicht (oder zumindest wasserfest oder -abweisend) sein, kannst Du das Tuch auch in lauwarmes Wasser tränken. Das darf auch etwas Spülmittel oder Seife enthalten. Sollte Dein Screen total verdreckt sein, und das Wassergemisch nicht helfen, kannst Du es auch mit Essig probieren.

Aber Vorsicht, denn dieser kann ziemlich aggressiv sein. Deshalb gut verdünnen und sparsam einsetzen. Statt eines Mikrofasertuchs kannst Du auch ein Brillenputztuch oder sogar einen unbenutzten Kaffeefilter verwenden. Letzterer hilft dabei sogar ganz gut. Küchenrolle, Taschentücher oder Klopapier funktionieren hingegen nicht so gut, da sie meist kleine Fetzen auf dem Bildschirm hinterlassen.

 4. Bis in die letzte Ritze: Krone und andere Amaturen

fullscreen
Gerade die digitale Krone der Apple Watch bedarf äußerster Vorsicht. (©YouTube/Apple 2015)

Nun besteht die Smartwatch ja nicht immer nur aus einem in sich geschlossenen Gehäuse. So wie die Apple Watch haben viele andere Smartwatches auch oft eine Krone oder zumindest Knöpfe, die es zu säubern gilt. Auch hier gilt: Ist Deine Smartwatch wasserfest, kannst Du sie einfach kurz unter lauwarmes Wasser halten und die Amaturen mit den Fingernägeln säubern. Andernfalls nimmst Du ein Wattestäbchen, tunkst es kurz in Dein Seife- oder Essig-Wasser-Gemisch und fängst an zu schrubben. Fast noch besser funktioniert das mit Alkohol – der desinfiziert die Knöpfe auch gleich. Perfektionisten können auch mit einer Zahnbürste ans Werk gehen. Dort solltest Du allerdings auf weiche Borsten achten, da andernfalls der Lack beschädigt werden könnte.

 5. Besser arm dran, als Arm ab: So reinigst Du das Armband

fullscreen
Andere Smartwatch, anderes Armband: Je nach Material musst Du unterschiedlich vorgehen. (©CC: Flickr/TechStage 2015)

Smartwatch-Armbänder gibt es nicht nur in vielen verschiedenen Formen und nahezu allen Farben, sondern auch aus unterschiedlichen Materialien. Deshalb musst Du je nach Armband-Material auch anders ans Putzen gehen.

  • Silikon: Ist eigentlich am einfachsten zu reinigen. Einfach in das lauwarme Seifenwasser halten und schrubben – entweder mit den Fingern oder einem weichen Tuch. Sollte Dein Armband schon ernsthafte Verfärbungen haben, kannst Du auch Spiritus mit Wasser verdünnen. Achtung: Finger weg von sogenannten Silikonreinigern. Sie sind nicht dazu da, um das Silikon zu säubern, sondern um Silikonreste – beispielsweise bei der Renovierung – zu entfernen und können Dein Armband schrottreif machen.
  • Leder: Ein Lederarmband wirkt hochwertig – und so soll es auch bleiben. Deshalb gebührt auch ihm gute Pflege. Zur Reinigung nimmst du zunächst ein feuchtes Tuch und wischst das Armband ab. Bei stärkeren Schäden kannst Du einen Lederreiniger benutzen – oder als Hausmittel: Backpulver und Wasser 1:1 mischen. Die Paste sollte etwa eine Stunde einwirken, dann kannst du sie wieder abwaschen und das Band über Nacht trocknen lassen. Anschließend solltest Du das Leder mit speziellem Lederspray, -fett oder –milch einschmieren. Alternativ tut es sonst auch ein Pinsel mit etwas Olivenöl.
  • Metall: Die Königsdisziplin. Aufgrund ihrer komplexen Bauform sind Metall-Armbänder am schwierigsten zu reinigen. Dabei ist es gar nicht so kompliziert: Lauwarmes Seifenwasser oder das Backpulver-Wasser-Gemisch und Zahnbürste sind alles, was du brauchst. Knifflig ist es lediglich, auch in die kleinsten Ecken zu kommen. Auch ein Mikrofasertuch kann helfen. Sollte das Armband aus Edelstahl oder gar Silber sein sein, kannst Du auch mal Deine Mutter oder Freundin fragen: Ultraschallreiningungsgeräte gehen technischer an die Reinigung.

6. Last, but not least: Trocknen und zusammenbauen

Bevor die Uhr wieder an den Arm wandert, solltest Du alle Komponenten – am besten über Nacht – trocknen lassen. Anschließend noch einmal mit dem Mikrofasertuch über alles drüberwischen und die Uhr wieder zusammenbauen. Zum Polieren taugt ebenfalls das Mikrofaser- oder Brillenputztuch. Et voilà: Die Smartwatch ist fast wie neu!

 Zusammenfassung

  1. Besorg Dir das richtige Equipment: Insbesondere Mikrofasertuch, Wasser und Seife oder Geschirrspülmittel sind wichtig
  2. Bevor es los geht, musst Du die Smartwatch auseinanderbauen
  3. Mit einem Tuch bekommst Du Bildschirm und Gehäuse sauber
  4. Bei Krone und anderen Amaturen hilft ein in Alkohol getränktes Wattestäbchen
  5. Wie Du das Armband reinigst, hängt vom Material ab
  6. Bevor Du die Smartwatch wieder zusammenbaust, gehe sicher, dass sie vollständig getrocknet ist
Artikel-Themen

Weitere Artikel zum Thema

close
Bitte Suchbegriff eingeben