Support-Ende von Windows 7 2020 – und was das für Dich bedeutet

Anfang 2020 ist endgültig Schluss: Dann wird Windows 7 keine Sicherheitsupdates mehr erhalten.
Anfang 2020 ist endgültig Schluss: Dann wird Windows 7 keine Sicherheitsupdates mehr erhalten. (©Microsoft 2018)
Alexander Mundt Wartet weiterhin sehnsüchtig auf die ersten erschwinglichen OLED-TVs mit 65 Zoll aufwärts.

Am 14. Januar 2020 ist endgültig Schluss: Nachdem das eigentliche Support-Ende von Windows 7 schon 2015 erfolgte, liefert Microsoft weiterhin Updates gegen kritische Sicherheitslücken für das alte Betriebssystem. Wir verraten, was Du tun musst, wenn Du noch Windows 7 auf Deinem Rechner verwendest.

Neue Features, Verbesserungen und sonstige Updates für Windows 7 gibt es schon lange nicht mehr. Anfang 2020 will Microsoft aber auch mit Sicherheitsupdates für Windows 7 endgültig Schluss machen: Ab diesem Stichtag musst Du damit rechnen, dass Angreifer Schwachstellen im System ausnutzen – und Microsoft nichts mehr dagegen tun wird.

Damit reiht sich Windows 7 in die Gesellschaft von Windows XP und Windows Vista ein, die ebenfalls keine Sicherheitsupdates mehr erhalten. Eine Ausnahme machte Microsoft im Jahr 2017, als ein Sicherheitsupdate für das nicht mehr unterstützte Windows XP veröffentlicht wurde. Der Grund: Regierungen sollen gravierende Sicherheitslücken in Windows XP für Cyber-Attacken ausgenutzt haben. Dass Microsoft nach dem Support-Ende für Windows 7 nochmals so eine Ausnahme machen sollte, darauf sollte niemand spekulieren.

Nach dem Support-Ende von Windows 7 bist Du auf Dich allein gestellt

Möchtest Du nach dem Ende der Unterstützung weiterhin an Windows 7 festhalten, wovon dringend abzuraten ist, bist Du auf Dich allein gestellt. Du kannst Dich dann mit diversen Antivirus-Programmen und sonstiger Software versuchen zu schützen – doch 100-prozentigen Schutz bietet keine Anwendung der Welt. Anders als große Unternehmen, die gegen Zahlung eines Entgelts für einen bestimmten Zeitraum weiterhin Sicherheitsaktualisierungen bekommen können, hast Du als Privatanwender keine Möglichkeit, weiterhin Sicherheitspatches zu erhalten.

Nach und nach werden auch Soft- und Hardware-Hersteller den Support beenden

Das Support-Ende von Windows 7 durch Microsoft ist zugleich auch als Signal an andere Hersteller von Soft- und Hardware zu verstehen. Das mag nicht immer in zeitlichem Einklang passieren, aber früher oder später werden auch Programme keine Updates mehr erhalten, Drucker und andere Peripherie keine neuen Treiber mehr bekommen. Trotz Support-Ende von Windows XP im Jahr 2014 unterstützte Google mit Chrome das Betriebssystem noch zwei Jahre weiter, Firefox sogar vier Jahre. Die Plattform Steam stellt die Unterstützung für Windows XP sogar erst am 1. Januar 2019 ein. Verlassen kannst Du Dich aber nicht darauf, dass auch Windows 7 noch längere Zeiten von bestimmten Software-Anbietern unterstützt wird.

Windows 10 Treiber herausfinden
Das Support-Ende von Windows 7 wird auch Treiber-Probleme verursachen.

Neue Hardware wird nicht mehr funktionieren

Weitere Probleme stellen sich meist ein, wenn Du neue Hardware oder Zubehör an Deinen Windows-7-Rechner anschließen möchtest. Ohne Treiber werden die Geräte nicht funktionieren, und viele Hersteller stellen für ihre neuen Produkten keine Treiber für Windows 7 mehr bereit. Die neuen Intel-Prozessoren unterstützen Windows 7 gar nicht mehr. Wer also sein System in puncto CPU auf dem neuesten Stand halten möchte, kommt um ein Upgrade auf Windows 10 nicht herum.

Kostenloses Update auf Windows 10 immer noch möglich

Kurzum: Das Support-Ende von Windows 7 kommt beileibe nicht überraschend. Microsoft kommuniziert solche Schritte lange Zeit im Voraus, anders als übrigens Apple, und verfolgt dabei ein sehr klares Muster. Noch hast Du genügend Zeit, um Dich auf das Unvermeidliche vorzubereiten. Ein Betriebssystem, das nicht länger unterstützt wird, solltest Du keinesfalls im produktiven Einsatz weiter betreiben – es ist schlichtweg nicht sicher. Das kostenlose Update von Windows 7 auf Windows 10 ist über einen kleinen Umweg immer noch möglich. Danach bist Du über viele Jahre hinweg auf der sicheren Seite.

Zusammenfassung

  1. Der erweiterte Support von Windows 7 endet am 14. Januar 2020
  2. Ab diesem Datum werden keine Sicherheitspatches mehr für Windows 7 bereitgestellt
  3. Auch Hersteller von Soft- und Hardware dürften ihre Unterstützung nach und nach einstellen
  4. Ein Einsatz im produktiven Umfeld ist dann nicht mehr empfehlenswert
  5. Das Update auf Windows 10 sollte rechtzeitig vor dem Support-Ende durchgeführt werden
Kommentar schreiben
Relevante Themen:

Beliebteste Artikel bei Tech

  • Letzte 7 Tage
  • Letzte 30 Tage
  • Alle
close
Bitte Suchbegriff eingeben