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Synology & Co. ganz einfach: NAS-Server einrichten und einbinden

Mit einem Synology-NAS kannst Du prima Daten speichern.
Mit einem Synology-NAS kannst Du prima Daten speichern. (©Synology 2017)

Ein heimischer NAS-Server, auf dem besonders große Dateien wie Filme oder auch Musikdateien und Fotos gespeichert werden, kann gegenüber der Cloud Vorteile haben. So sind etwa die Daten immer im Haus, aber auch im Internet verfügbar. Wie Du einen NAS-Server einrichten und einbinden kannst, erfährst Du hier.

Ein so genannter Netzwerkspeicher, ein Network Attached Storage oder NAS, ist sehr gut im Heimnetzwerk oder für kleine Büros geeignet, um darauf wichtige Daten zu sichern. Wer in seinem heimischen Netzwerk mehrere PCs, Laptops oder andere Geräte verwendet, kann von diesen bequem auf gemeinsame Dokumente und Dateien auf dem NAS zugreifen. Sozusagen eine kleine private Cloud. Bekannte Hersteller von NAS-Geräten sind etwa

  • Synology
  • Qnap
  • Buffalo
  • Western Digital
  • Seagate

Es gibt NAS-Geräte mit einer und andere mit mehreren Festplatten, deren Kapazität zusammengefasst wird. Gebräuchlich und sinnvoll sind zwei oder vier. Diese Platten können so geschaltet werden, dass ein Datenverlust auch dann nicht eintritt, wenn eine der Platten ausfällt. In einem solchen Fall wird der Nutzer gewarnt und kann die defekte Festplatte teilweise sogar während des Betriebs austauschen.

So geht die erste Einrichtung eines NAS

Um einen NAS-Server einzurichten und einzubinden, muss nach der Montage das Gerät per Netzwerkkabel mit dem Router verbunden werden. Danach wird das Stromkabel angeschlossen und das NAS gestartet. Wir erklären die folgenden Schritte anhand eines Synology-NAS, bei anderen Herstellern funktionieren die Schritte aber sehr ähnlich.

  1. Die Einrichtungssoftware Synology Assistant auf dem PC installieren. Diese Software liegt dem NAS bei oder kann aus dem Internet heruntergeladen werden. Bei anderen Herstellern gibt es zum Einrichten des NAS-Servers vergleichbare Programme.
  2. Wenn der Synology-Server läuft, startest Du den Synology Assistant und tippst auf die Schaltfläche "Suchen". Wenn Du alles richtig gemacht hast, findet die Software jetzt alle am Netzwerk angeschlossenen Netzwerkspeicher.
  3. Mit dem Synology Assistant wird dann die erste und grundsätzliche Konfiguration des NAS vorgenommen. Wichtige Schritte macht der Assistant von alleine, aber viele der jetzt eingegebenen Daten lassen sich theoretisch später noch ändern – teilweise aber nur mit Datenverlust. Vor allem betrifft das die eingebauten Festplatten, die gemäß Deiner Vorgaben formatiert und eingerichtet werden. Hast Du mehrere Festplatten in deinem NAS, bieten sich folgende RAID-Level an, die sich bei der Installation festlegen lassen:
    • Raid 1: Für zwei bis vier Festplatten, schreibt identische Daten gleichzeitig auf alle Festplatten, weshalb ein guter Datenschutz besteht.
    • Raid 5: Daten werden auf die eingebauten Platten verteilt, maximal eine Platte darf ausfallen.
    • Raid 6: Wie Raid 5, maximal zwei Platten dürfen ausfallen
    • SHR: Außerdem gibt es bei Synology noch die hauseigene Methode SHR, die ebenfalls Ausfallsicherheit gewährleistet und laut Hersteller für Anfänger geeignet ist.
  4. Wenn Du Dich für eine Festplatten-Methode entschieden hast, kannst Du diese später nur wieder ändern, wenn Du die Daten alle löschen willst.
  5. Bei den Daten für Deinen Account auf dem NAS – Benutzername und Passwort – solltest Du deine Windows-Daten verwenden. Dann nämlich kannst Du Dich auf dam NAS immer ganz leicht ohne das Passwort einzugeben anmelden. Starte danach den Einrichtungsprozess.
  6. Ist das erledigt, erscheinen danach alle Festplatten in Deinem NAS wie eine einzige, der Fachmann nennt das "Volume". Die Kapazität dieser virtuellen Festplatte ist aber bei den verschiedenen RAID-Methoden geringer als die Summer der einzelnen Platten, da zusätzlich Verwaltungsinformationen gespeichert werden müssen.
 Eine Synology-Diskstation kannst Du beispielsweise mit zwei Festplatten bestücken. fullscreen
Eine Synology-Diskstation kannst Du beispielsweise mit zwei Festplatten bestücken. (©Synology 2017)

NAS in das heimische Netzwerk einbinden

Jetzt musst Du noch Dein NAS in das Heimnetzwerk einbinden. Auch das ist nicht besonders schwer. In jedem Fall solltest Du vor dem Einbinden nach der Installation einmal sowohl das NAS wie auch Deinen Windows-PC neu starten.

  1. Unter Windows 10 machst Du beispielsweise einen Klick mit der rechten Maustaste auf "Dieser PC" und wählst dann im Menü "Netzlaufwerk verbinden" aus.
  2. Mit einem Klick auf "Durchsuchen" sollte auch das NAS jetzt in der Liste erscheinen. Jetzt kannst Du dich durch die Ordner auf dem NAS zum gewünschten Zielordner, beispielsweise "/photo", klicken, und diesen als Laufwerk in Dein System einbinden. Dieses Laufwerk kannst Du so verwenden wie eine in den PC fest eingebaute Platte oder auch einen USB-Stick.
  3. Um die Einrichtung abzuschließen, klickst Du auf "Fertig stellen".

Wenn Du von anderen Geräten auf das NAS zugreifen willst, musst Du auch dort nach dem entsprechenden Netzwerk-Volume suchen. Je nach Gerätetyp funktioniert das immer etwas anders. Um auf Daten zugreifen zu können, muss der NAS-Benutzer natürlich über entsprechende Zugriffsberechtigungen verfügen. Diese können in den NAS-Einstellungen geändert werden.

Zusammenfassung:

  • Auf einem NAS können viele und große Dateien bequem so gespeichert werden, dass von allen Geräten im Netzwerk darauf der Zugriff möglich ist
  • Nach dem Zusammenbau muss das Gerät per Kabel mit dem Router verbunden werden
  • Die Einrichtung geschieht mit der entsprechenden Software, etwa mit dem Synology Assistant
  • Bei der Einrichtung musst Du Dich für eine Methode entscheiden, wie die Festplatten zusammengefasst werden, wenn Du mehrere Platten hast
  • Du solltest als Nutzername und Passwort für Dein NAS-Konto die Windows-Daten verwenden
  • Das NAS wird als Netzwerkfestplatte etwa in Windows 10 eingebunden

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