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Vor dem PC-Kauf: Diese Intel-Prozessor-Technologien musst Du kennen

Aktuelle Prozessoren von Intel unterstützen eine Reihe zusätzlicher Technologien.
Aktuelle Prozessoren von Intel unterstützen eine Reihe zusätzlicher Technologien.

Computer-Prozessoren definieren sich nicht nur über die Zahl der Kerne und Taktfrequenzen. In seinen aktuellen Prozessoren nutzt Intel mit Thunderbolt 3, Optane und Wi-Fi 6 innovative Technologien, die über die reinen Leistungsdaten hinaus handfeste Vorteile bieten.

Die wahrscheinlich wichtigste Komponente beim Kauf oder Zusammenstellen eines neuen PCs ist der Prozessor. Vor allem für Gamer sind natürlich die nackten Leistungsdaten interessant, zum Beispiel die Anzahl an Kernen und die möglichen Taktfrequenzen. Aber Performance-Benchmarks sind nicht alles, was man bei der Entscheidung für einen Prozessor berücksichtigen sollte.

Neben der reinen Leistung gibt es weitere Prozessor-Features, die für Gamer relevant sind. Es gibt beispielsweise eine Reihe an Technologien, die sich mit den Intel-Prozessoren der aktuellen Generationen nutzen lassen.

Thunderbolt 3 für externe High-End-Grafik

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Thunderbolt 3 ist die schnelle Datenschnittstelle von Intel.

Thunderbolt 3 ist eine Datenschnittstelle von Intel, die auf Basis der aktuellen USB-C-Standards entwickelt wurde. Im Vergleich zu USB-C erlaubt sie das Übertragen von Daten mit einer doppelt so hohen Geschwindigkeit von bis zu 40 GBit/s, also mit bis zu 40.000 Megabit pro Sekunde. Damit lassen sich Daten auf externen Festplatten schneller lesen und schreiben. Für Gamer – speziell solche, die an einem Laptop zocken – bringt Thunderbolt 3 zusätzlich den Vorteil, dass sich darüber auch externe Grafikkarten mit dem Rechner verbinden lassen.

Hersteller wie HP und Razer bieten dazu sogenannte eGPU-Gehäuse an, die sich via Thunderbolt 3 an einen Rechner, der dies unterstützt, anschließen lassen. Die externen Gehäuse können mit handelsüblichen Desktop-Grafikkarten von Nvidia und AMD bestückt werden. Auf diese Weise lässt sich die Grafikleistung der Karten auch an leistungsschwachen Laptops nutzen. Es ist also möglich, mit Thunderbolt 3 an einem Notebook ein Grafikkarten-Upgrade durchzuführen.

Intel Optane: Der Boost für die Festplatte

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Intel Optane beschleunigt den Speicher eines PCs.

Mit Optane bietet Intel eine Speicherlösung an, die gleichermaßen zum Arbeiten und zum Zocken interessant ist. Die Technologie kann klassische Magnetfestplatten auf das Tempo moderner SSDs beschleunigen. Das heißt in der Praxis: Dank Intel Optane werden Anwendungen – ob nun Spiele, Programme oder das Betriebssystem selbst – in einem Tempo gestartet, als ob sie auf einer SSD gespeichert wären.

Die Intel-Optane-Speicher haben die Form von M.2-Modulen und werden in die entsprechenden Slots auf den Intel-Mainboards gesteckt. Auch wenn sie so aussehen, handelt es sich nicht um Festplatten im eigentlichen Sinne. Die Optane-Module funktionieren als eine Art Zwischenspeicher, der Daten von der eigentlichen Festplatte vorlädt und dann mit hoher Geschwindigkeit an den Prozessor weiterleitet.

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Ein Intel-Optane-Modul in einem Laptop.

Optane ähnelt in dieser Eigenschaft also eher dem RAM-Arbeitsspeicher eines PCs als dem Datenspeicher. Anders als beim RAM gehen die Daten bei Optane allerdings beim Herunterfahren des Rechners nicht verloren, sondern bleiben erhalten – etwa um den erneuten Systemstart des Computers zu beschleunigen.

Doch Optane beschleunigt nicht nur HDDs. Auch die häufig verwendeten 2,5-Zoll-SSDs, die über eine SATA-3-Schnittstelle mit dem Mainboard verbunden werden, erhalten in Verbindung mit einem Optane-Modul einen Geschwindigkeits-Boost. In der Praxis kann sich die übliche Lesegeschwindigkeit von 500 bis 600 Megabyte pro Sekunde verdoppeln oder sogar nahezu gar verdreifachen.

Schneller Speicher

Wi-Fi 6: Schnelles WLAN ohne Stabilitätsprobleme

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Mobile Intel-Prozessoren der 9. Generation unterstützen Wi-Fi 6 bereits.

Laptops sind zumeist nicht per Kabel, sondern drahtlos via WLAN im Netz unterwegs. Die Intel-Prozessoren der 9. und 10.  Generation für Laptops und andere mobile Geräte gehören zu den ersten CPUs, die Wi-Fi 6 unterstützen.

Wi-Fi 6 (auch als WLAN ax bezeichnet) ist der neueste Standard zum kabellosen Surfen im Heimnetz. Er erlaubt im Vergleich zum aktuellen Standard Wi-Fi 5 (auch als WLAN ac bekannt) eine etwa 1,5-mal so hohe Übertragungsgeschwindigkeiten von bis zu 9,6 Gigabit pro Sekunde und eine um bis zu 75 Prozent geringere Latenz (Eingabeverzögerung). Zudem sollen Heimnetze dank Wi-Fi 6 weniger störanfällig sein, selbst wenn sie von verschiedenen Geräten wie Laptop, Smartphone und Smart TV parallel genutzt werden.

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Wi-Fi 6 soll WLAN-Netze schneller und stabiler machen.

Wi-Fi 6 unterstützt zur Frequenzvergabe das Verfahren OFDMA (Orthogonal Frequency-Division Multiple Access). Es sorgt dafür, dass sich einzelne Geräte im WLAN-Netz die vorhandene Frequenz-Bandbreite viel besser untereinander aufteilen können. Das verhindert, dass sich einzelne Signale überlagern und es zu Performance-Einbrüchen kommt. Das gilt sowohl für das 2,4-GHz- als auch für das 5-GHz-Band.

Für Gamer bedeutet Wi-Fi 6 im Idealfall kürzere Ladezeiten, weniger Latenz bei Online-Games und beim Cloud-Gaming sowie im Idealfall auch eine stabilere Verbindung beim Zocken. Nutzen lassen sich die Vorteile von Wi-Fi 6 allerdings nur in Verbindung mit einem entsprechenden Wi-Fi-6-Router.

Intel-Laptops mit Wi-Fi 6

Den Herstellern bleibt es überlassen, ob sie Wi-Fi 6 oder einen älteren Standard anbieten. Während die Intel-Prozessoren ab der 9. Generation den neuen Standard unterstützen, kommt er noch nicht in allen aktuellen Laptops zum Einsatz. Hier einige Modelle, die mit Wi-Fi 6 kompatibel sind.

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