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Was ist Bitcoin? Ein Einsteiger-Guide für die Kryptowährung

Bitcoin? Schon mal gehört! Wir erklären, was hinter dem Phänomen steckt.
Bitcoin? Schon mal gehört! Wir erklären, was hinter dem Phänomen steckt. (©thinkstock/eyjafjallajokull 2017)

Was ist Bitcoin und wie funktionieren digitale Währungen eigentlich? Wir klären auf!

Kryptowährungen wurden noch vor wenigen Jahren müde belächelt und als aussichtslose Internettrends abgetan. Ein rasantes Kurswachstum in den letzten Monaten hat allerdings dazu geführt, dass sich viele Menschen jetzt ernsthafter mit Kryptowährungen beschäftigen. Die Börsen sind im Bitcoin-Fieber und Tech-Interessierte fasziniert von dem Blockchain-System, das dahintersteckt. Wir geben Antworten auf die wichtigsten Einsteiger-Fragen.

Wie funktioniert Bitcoin?

Bitcoin und ähnliche Kryptowährungen zeichnen sich dadurch aus, dass sie digital und dezentral sind. Das bedeutet, dass sie ausschließlich elektronisch gehandelt werden können, und zwar direkt: ohne Bank, Staat oder anderen Mittelsmann. So gibt es weniger Gebühren und keine internationalen Hürden beim Geldtransfer mehr. Alles läuft nachvollziehbar, schnell und direkt. Zudem müssen sich Nutzer etwa in einem totalitären Regime keine Sorgen machen, dass ihr Vermögen eingefroren oder eingezogen wird. Möglich gemacht wird all dies durch die Blockchain-Technologie.

Was ist die Blockchain?

Das Blockchain-Prinzip wurde erstmals 2009 in dem Bitcoin-Whitepaper des anonymen Autors Satoshi Nakamoto beschrieben. Dabei wird jede Bitcoin-Transaktion mit Zeitstempel in einem Dateiblock gespeichert. Einzelne Blöcke sind durch spezielle Algorithmen aneinandergekoppelt, die so entstandene Kette wird bei jeder Transaktion verlängert und kopiert. Niemand kann einen Block hacken und sich beispielsweise selbst Geld zuschreiben. In diesem Fall würde die gefälschte Kette nicht mehr mit den anderen Kopien übereinstimmen und ungültig werden. Die Blockchain ist eine Kryptowährung-Liste, die jeder stets downloaden und einsehen kann. Das Vertrauen in den korrekten Geldtransfer wird beim Blockchain-Prinzip nicht durch eine Institution wie eine Bank gewährleistet, sondern durch Transparenz.

 Das Prinzip der Blockchain wurde 2009 von Satoshi Nakamoto erdacht. fullscreen
Das Prinzip der Blockchain wurde 2009 von Satoshi Nakamoto erdacht. (©thinkstock/peshkov 2017)

Was geschieht beim Bitcoin-Mining?

Im Gegensatz zu bisherigen Währungen können Bitcoins nicht einfach unendlich von Zentralbanken gedruckt werden. Es steht nämlich eine fixe Zahl an Bitcoins fest, die nicht erweitert werden kann: exakt 21 Millionen. Diese sind allerdings nicht gleich auf dem Markt, sondern müssen erst digital freigebuddelt – gemint – werden. Jeder Computer kann eine Mining-Software laufen lassen und mit Prozessorpower an einem komplexen Rechenspiel arbeiten. Wer das Rechenproblem löst, erhält den Bitcoin. Damit die Bitcoins nicht alle auf einmal in Umlauf gelangen, erhöht sich die Schwierigkeit der Rechenprobleme stetig. Der haushaltsübliche Laptop hat inzwischen keine Chance mehr, die nötige Leistung aufzubringen – dazu werden heute ganze Rechnerfarmen eingesetzt.

Bitcoin verdienen – wie geht das?

Bitcoins lassen sich über verschiedene Wege verdienen. Der einfachste Weg führt über Bitcoin-Börsen wie Bitcoin.de, auf denen sich private und professionelle Händler tummeln. Hier können Einsteiger Bitcoins per Online-Überweisung zum jeweils aktuellen Kurs kaufen. Voraussetzung dafür ist ein Bitcoin-Wallet, eine Software ähnlich einer Banking App. Besitzer eines Bitcoin-Wallets bekommen eine persönliche Bitcoin-Adresse, auf die andere Ihnen Geld überweisen können.

Händler können ganz einfach Bitcoins verdienen, indem sie sie als Zahlungsoption im eigenen E-Shop angeben. Ein Link auf die eigene Bitcoin-Adresse reicht. Weniger sicher und seriös sind diverse Onlineangebote, bei denen sich Kryptowährungen durch Glücksspiele oder Seitenbesuche verdienen lassen. Hier ist Vorsicht und gute Recherche geboten, bevor man auf sowas eingeht.

 Bitcoin-Kurse können oftmals stark schwanken. fullscreen
Bitcoin-Kurse können oftmals stark schwanken. (©thinkstock/cosinart 2017)

Soll ich in Bitcoin investieren?

Diese Frage muss jeder für sich selbst entscheiden. Der Bitcoin-Kurs ist berüchtigt dafür, extremen Schwankungen zu unterliegen. Ob und welche Kryptowährungs-Kurse sich jemals stabilisieren, kann heute niemand sagen. Das Verlustrisiko ist vorhanden, genauso wie die Chance auf den großen Wurf.

Fakt ist, dass die Technologie der Blockchain großes Zukunftspotenzial hat, ob mit Bitcoin oder nicht. Erst, wer richtig einsteigt, kann die Mechanismen, die dahinterstecken, vollständig verstehen. Wer an spannenden digitalen Technologien oder an Trends in der Finanzwelt interessiert ist, kann die Augen vor Kryptowährungen wie Bitcoin nicht verschließen. Oder wie Bill Gates es kürzlich auf den Punkt brachte: "Nobody can stop Bitcoin!"

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