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Was tun, wenn das Smartphone ins Wasser gefallen ist?

Ein Albtraum: Das geliebte Handy ist ins Wasser gefallen. Doch keine Panik! Wir zeigen, welche Rettungsmaßnahmen nach einem Wasserbad helfen.
Ein Albtraum: Das Smartphone ist ins Wasser gefallen.
Ein Albtraum: Das Smartphone ist ins Wasser gefallen. (©picture alliance / dpa Themendienst 2014)

Ein Albtraum: Dein Smartphone ist in einem unachtsamen Moment ins Wasser gefallen. Doch keine Panik! Wenn Du schnell handelst, gibt es noch Hoffnung für das Handy.

Die Gefahren für Dein Smartphone lauern überall im Alltag: Sei es die Badewanne, die man gerade für die kleine Tochter eingelassen hat, oder das Waschbecken, über das man sich nur für einen kurzen Moment beugt. Wenn Dein Handy ins Wasser gefallen ist, solltest Du die folgenden vier Schritte befolgen.

1. Handy aus dem Wasser holen

Wenn Dein Smartphone tatsächlich ins Wasser gefallen ist, dann solltest Du es natürlich so schnell wie möglich herausfischen. Denn die Zeit drängt. Je länger das kostbare Telefon im Wasser liegt, desto geringer ist die Chance auf eine Rettung. Mit jeder Sekunde durchdringt das Wasser allmählich das gesamte Gehäuse und erschwert dadurch die weiteren Rettungsmaßnahmen.

2. Ausschalten

Sollte das Smartphone nach dem Wasserbad doch noch funktionieren, gab es offensichtlich noch keinen Kurzschluss. Das Handy sollte jetzt sofort ausgeschaltet werden. Dabei solltest Du es tunlichst vermeiden, irgendeine Taste zu drücken, um die Funktionsfähigkeit zu testen. Die Gefahr eines technischen Kurzschlusses ist nämlich jetzt besonders groß. Und: Wer jetzt wild auf der Tastatur tippt, riskiert weiteres und tieferes Eindringen von Feuchtigkeit in das Gerät.

3. Akku und SIM-Karte entfernen

Ist das Handy erst einmal abgeschaltet, empfiehlt es sich, sowohl den Akku als auch die SIM-Karte zu entfernen. Dazu öffnest Du das Gehäuse, um an das Innenleben des Geräts zu gelangen. Grundsätzlich hilft es, alle nicht fest verbauten Teile so schnell wie möglich aus dem Gerät zu entfernen. Das erleichtert die spätere Trocknung. Der Akku ist als Stromquelle übrigens auch im ausgeschalteten Gerät problematisch, weil immer noch die Gefahr eines Kurzschlusses besteht. Wer ein Telefon mit fest verbautem Akku besitzt, wie es beispielsweise beim iPhone 6 der Fall ist, der hat erst einmal schlechte Karten.

4. Richtig trocknen, aber wie?

Wem das teure Smartphone in Salzwasser gefallen ist, der sollte vor der Trocknung des Gerätes eine vorsichtige Spülung mit destilliertem Wasser versuchen. Salze und Metalle begünstigen nämlich Korrosion im Gerät und verringern die Lebenserwartung drastisch.

  • Mit einem fusselfreien Tuch oder Papier tupfst Du das Gerät so trocken wie möglich.
  • Dann gilt es, Geduld zu zeigen. Wer das Handy für ein paar Tage bei Zimmertemperatur trocknen lässt, der ist auf der sicheren Seite. Eine beschleunigte Trocknung auf der Heizung, im Backofen, in der Mikrowelle oder mit dem Föhn ist riskant. Temperaturen ab 40 Grad können Bauteile zerstören.
  • Beliebt ist die Trocknung mit ungekochtem Reis. Hierbei ist es wichtig, dass Du das Handy in einem Beutel oder Gefäß verschließt, den Du zuvor mit Reis befüllt hast. Der Reis wird die Feuchtigkeit aufnehmen. Ein bis zwei Tage Zeit solltest Du ruhig warten, bevor das Gerät zusammengebaut und eingeschaltet wird.
  • Wer Silica-Beutel besitzt, kann das Smartphone in eine Schale mit den Tütchen oder Kügelchen legen – die praktischen Beutel wirken nämlich stark hygroskopisch.

Was tun, wenn das Handy nicht mehr funktioniert?

Wenn sich das Smartphone nach der Trocknung nicht mehr einschalten lässt, sieht es leider schlecht aus. Auf eine Herstellergarantie wirst Du Dich kaum berufen können, weil Wasserschäden grundsätzlich ausgeschlossen sind. Eine Reparatur beim Fachhändler ist sicherlich eine Option, vor allem bei neuen und sehr teuren Smartphones. Dabei ist es jedoch ratsam, sich vorab einen Kostenvoranschlag schriftlich geben zu lassen. Denn möglicherweise ist die Investition in ein neues Smartphone doch die sinnvollere Alternative.

Zusammenfassung

  1. Jede Sekunde zählt: Wenn Dein Smartphone ins Wasser gefallen ist, solltest Du es so schnell wie möglich wieder herausfischen
  2. Sollte das Handy nach dem unfreiwilligen Bad noch funktionieren, solltest Du es sofort ausschalten, um einen Kurzschluss zu vermeiden
  3. Anschließend sollten sämtliche nicht fest verbauten Teile zur Trocknung aus dem Handy entfernt werden
  4. Bei einem Salzwasserbad sollte das Smartphone vorsichtig mit destillierten Wasser abgespült werden - ansonsten droht Korrosion
  5. Ein beliebter Trick für die Trocknung ist die Lagerung auf ungekochtem Reis für mehrere Tage
  6. Silicia-Beutel erweisen sich ebenfalls als probates Hilfsmittel
  7. Falls das Handy nicht mehr funktioniert, hilft wahrscheinlich nur noch eine Reparatur
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