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Webseite nicht mit Smartphone kompatibel? Das sind die Gründe

Nicht immer passen sich Webseiten so gut an das Smartphone an wie in diesem Beispiel.
Nicht immer passen sich Webseiten so gut an das Smartphone an wie in diesem Beispiel. (©TURN ON 2017)

Ärgerst Du Dich auch jedes Mal, wenn eine Webseite nicht mit Deinem Smartphone kompatibel ist? Wenn sie einfach nicht richtig dargestellt wird oder wichtige Funktionen schlichtweg fehlen? Wir klären, warum manche Seiten nicht richtig angezeigt werden – und was Du dagegen tun kannst.

Alte Technik, fehlendes Responsive Design oder mobile Varianten, die wichtige Inhalte oder Funktionen der eigentlichen Webseite gar nicht bieten: Wer sich im Internet mit einem iPhone oder Android-Smartphone bewegt, wird früher oder später auf solche Webpräsenzen treffen. Doch womit hängt das eigentlich zusammen? Was kann man dagegen tun und gibt es überhaupt Alternativen? Wir durchleuchten die derzeitige Sachlage.

Responsive Design: Der Idealfall fürs Smartphone

 Responsive Design ist das Maß aller Dinge: Inhalte passen sich dynamisch an das Endgerät an. fullscreen
Responsive Design ist das Maß aller Dinge: Inhalte passen sich dynamisch an das Endgerät an. (©TURN ON 2015)

Die meisten modernen Webseiten setzen heutzutage auf ein responsives Design – so auch TURN ON. Inhalte wie Bilder und Texte werden so optimal an das jeweilige Endgerät angepasst, ganz automatisch und bestens optimiert. Ganz egal, ob die Seite auf einem 24 Zoll großen Monitor oder auf einem Galaxy S8 mit 5,8 Zoll Displaydiagonale dargestellt wird: Sie sieht im Regelfall immer gut aus. Zwar stellen Smartphones meist auch Webseiten einigermaßen ordentlich da, die nicht über ein Responsive Design verfügen. Doch musst Du auf diesen Seiten oftmals viel zoomen, Bilder werden nicht optimal dargestellt oder Elemente wie Popups lassen sich kaum oder nur mit viel Geschick schließen.

Flash-Seiten: Eine Technologie aus dem letzten Jahrzehnt

Als Apple 2007 das erste iPhone in den Handel brachte, war Flash ein wichtiges Mittel, um Webseiten multimedial und aufregend zu gestalten. Zehn Jahre später spielt die Technologie zwar keine allzu große Rolle mehr, nicht zuletzt, da das iPhone die sicherheitsanfällige Technik ohnehin nie unterstützte. Dennoch wirst Du nach wie vor auf Webseiten mit Flash treffen. Bietet diese Seite dann keine alternative Version an, schaust Du in die Röhre. In diesem Fall bleibt Dir im Grunde nur, die Seite zu ignorieren oder an einem Desktop-Rechner anzusteuern. Android-Besitzer haben zwar mit alternativen Browsern die Möglichkeit, Flash-Inhalte darstellen zu können – ein Vergnügen ist dies in den allermeisten Fällen aber nicht.

 Auf dem iPhone geht Flash gar nicht, auf Android mit Abstrichen. fullscreen
Auf dem iPhone geht Flash gar nicht, auf Android mit Abstrichen. (©TURN ON 2017)

Mobile Versionen: Oft im Funktionsumfang deutlich eingeschränkt

Der Vorläufer eines responsiven Designs ist sozusagen die mobile Variante, die auch heute noch vielfach zum Einsatz kommt. Dabei handelt es sich um eine meist vereinfachte Darstellung der Webseite, die speziell für kleinere Geräte gedacht ist. Diese bekommst Du meistens direkt auf Deinem iPhone oder Android-Smartphone angeboten, mitunter wirst Du auch darauf hingewiesen, dass eine Fassung für Mobilgeräte zur Verfügung steht. Ein großer Nachteil: Der Funktionsumfang ist oftmals sehr eingeschränkt, meist sind nicht alle Features zugänglich, die auf der eigentlichen Seite zur Verfügung stehen.

Für einen kurzen Überblick reichen mobile Ableger meist aus, doch spätestens, wenn es etwas komplexer wird, kommst Du auf Deinem Handy meist nicht weiter. Gut, wenn Du mit einem Tipp die Desktop-Variante aufrufen kannst. Das ist zwar nicht komfortabel, aber zweckmäßig. Unverständlicherweise bevormunden viele Seitenbetreiber oftmals ihre Besucher und tun manchmal alles dafür, dass der Nutzer nur auf der Mobilseite unterwegs sein soll. Ein entsprechender Link für die eigentliche Webseite wird in diesen Fällen nicht angeboten.

So kannst Du die Desktop-Version auf dem iPhone und unter Android anfordern

Glücklicherweise kannst Du sowohl auf dem iPhone in Safari als auch auf dem Android-Smartphone in Chrome die Desktopversion anfordern. Beim Safari-Browser gelingt dies etwa, in dem Du den Reload-Button in der Adressleiste etwas länger gedrückt hältst. Im Auswahlfenster hast Du dann die Möglichkeit, die Desktopseite anzufordern. In Chrome funktioniert es ähnlich: Hier musst Du das Menü aufrufen und die Option Desktop-Version auswählen. In den allermeisten Fällen kannst Du so auf das vollständige Angebot zugreifen. Doch manche Seiten untersagen auch das und liefern einfach weiterhin das mobile Pendant aus: In diesen Fällen musst Du auf den Computer ausweichen.

Zusammenfassung

  1. Seiten mit Flash werden auf dem iPhone und Android-Smartphone nicht angezeigt
  2. Auf Android gibt es Browser mit Flash-Support, aber eingeschränkt
  3. Flash-Seiten am besten auf dem Computer besuchen
  4. Responsive Seiten passend sich an das jeweilige Endgerät an – der Idealfall
  5. Bei mobilen Versionen ist der Funktionsumfang mitunter eingeschränkt
  6. Fordere in diesen Fällen die Desktop-Seite über Safari oder Chrome an

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