Welches MacBook ist das richtige für Dich? Eine Kaufberatung

Apple hat verschiedene MacBooks im Angebot – doch welches ist das Passende für Dich?
Apple hat verschiedene MacBooks im Angebot – doch welches ist das Passende für Dich? (©YouTube/AppleInsider 2018)
Alexander Mundt Wartet weiterhin sehnsüchtig auf die ersten erschwinglichen OLED-TVs mit 65 Zoll aufwärts.

MacBook, MacBook Air oder doch das MacBook Pro – welches MacBook passt zu mir? Wer einen neuen Apple-Laptop kaufen möchte, steht genau vor dieser Frage. Wir verraten, welches Gerät für Dich passen könnte.

MacBook Air: Für Einsteiger

Macbook Air
Das letzte echte MacBook-Air-Upgrade ist schon länger her.

Das MacBook Air ist das günstige Einsteigermodell von Apple – das letzte echte Upgrade liegt allerdings schon ein paar Jahre zurück und datiert aus 2015. Seitdem wird das MacBook Air im Prinzip unverändert von Apple verkauft, von einem minimalen Prozessor-Upgrade in 2017 einmal abgesehen.

Angeboten wird das MacBook Air mit einer Bildschirmdiagonale von 13 Zoll. Als einziges Modell innerhalb des MacBook-Line-ups verfügt die Air-Variante nicht über ein hochauflösendes Retina-Display. Zum Einsatz kommt stattdessen ein gewöhnlicher Bildschirm mit einer Auflösung von gerade einmal 1440 x 900 Pixeln – heutzutage kaum noch zeitgemäß. In den Versionen sind Intel Core i5- und i7-Prozessoren der 5. Generation (Broadwell) verbaut, was ebenfalls nicht mehr dem aktuellen Stand der Technik darstellt. Das Design ist ebenfalls seit vielen Jahren unverändert.

Damit schließt sich auch schon der Kreis, wenn es darum geht, für welche Zielgruppe sich das MacBook Air überhaupt eignet. Zu nennen sind hier vor allem preissensible Nutzer wie Studenten, für die vergleichsweise geringe Kosten wichtiger sind als eine leistungsstarke Ausstattung. Und: Für gewöhnliche Office-Arbeiten, das Checken von Mails oder das Surfen im Netz reicht das MacBook Air allemal. Für aufwendigere Bild- oder gar Videobearbeitungen ist das MacBook Air, zumindest in der aktuellen Form, aber nicht geeignet. Dafür punktet das Gerät mit einer ordentlichen Akkulaufzeit von bis zu 12 Stunden.

Mehr als 8 GB Arbeitsspeicher sind ebenfalls nicht möglich, immerhin kannst Du zwischen Festplattenkapazitäten zwischen 128 und 512 GB wählen, allesamt in Form einer SSD. Seit längerer Zeit wird über ein Upgrade für das MacBook Air spekuliert. Ob sich das Warten darauf lohnt, lässt sich schwer sagen. Zeitlich wäre eine deutliche Verbesserung des MacBook Air an der Reihe. Ob sich der Kauf eines eigentlich drei Jahre alten Laptops zu Preisen von mehr als 1000 Euro lohnt, musst Du letztendlich für Dich selbst entscheiden.

Preis: Ab 1099 Euro

MacBook: Für Anspruchsvolle

Du magst es noch etwas kompakter als beim MacBook Air? Dann solltest Du zum MacBook mit 12 Zoll Displaydiagonale greifen. Damit ist es zugleich das kompakteste Modell, das derzeit von Apple verkauft wird. Noch dazu bietet das IPS-Panel eine Auflösung von 2304 x 1440 Pixeln, womit Inhalte äußerst scharf dargestellt werden. In 2017 hat Apple dem MacBook ein kleines Prozessor-Upgrade spendiert und die Chips von Skylake auf Kaby Lake aktualisiert. In der günstigsten Variante haben die Kalifornier einen Intel Core m3 verbaut, während optional auch i5- und i7-Prozessoren der siebten Generation während der Konfiguration gewählt werden können.

Die Prozessoren bieten im Vergleich zum Vorgänger eine um 20 Prozent höhere Leistung. Aufgrund der lüfterlosen Architektur kann es bisweilen aber zu Einschränkungen in der Performance kommen, wenn das System an seine Grenzen kommt. Bei normaler Nutzung stört das allerdings nicht. Lediglich, wenn das MacBook längere Zeit unter Höchstlast arbeiten muss, kann sich der fehlende aktive Lüfter negativ bemerkbar machen. Was sich auf jeden Fall negativ bemerkbar macht, sind die Anschlüsse – gerade mal ein USB-C-Port steht zur Verfügung. Ohne Adapter wirst Du kaum produktiv mit dem MacBook arbeiten können. Immerhin kannst Du das Gerät bei normaler Nutzung bis zu zehn Stunden mit nur einer einzigen Ladung nutzen.

Dennoch eignet sich das MacBook auch für anspruchsvollere Aufgaben, etwa aufwendigere Bildbearbeitungen oder einfachere Videoschnitte. Im Vergleich zum MacBook Air punktet das 12-Zoll-Modell mit kompakteren Maßen, einem edleren Design und vor allem einem deutlich besseren Bildschirm. Aber: Wer stets die höchste Leistung benötigt, sollte lieber zum MacBook Pro greifen. Suchst Du eine äußerst kompakte Arbeitsmaschine für den Einsatz unterwegs, kannst Du aber ohne Bedenken zum MacBook 12 Zoll greifen.

Preis: Ab 1499 Euro

MacBook Pro: Für Profis

Maximale Leistung bietet nur das MacBook Pro.

Wie schon der Name erahnen lässt, will Apple mit dem MacBook Pro gezielt professionelle Nutzer ansprechen, etwa aus den Bereichen Fotografie oder auch Videobearbeitung. Dabei sind die Pro-Modelle die leistungsstärksten Geräte im MacBook-Portfolio. Und: Wer ein großes Display benötigt, kommt um den Kauf eines MacBook Pro nicht herum.

Während es die anderen Apple-Notebooks nur mit 13 und 12 Zoll gibt, wird die Pro-Variante auch mit 15 Zoll Bildschirmdiagonale angeboten. Wenngleich die 13-Zoll-Version auch ohne Touch Bar – eine berührungsempfindliche und individualisierbare OLED-Leiste direkt über der Tastatur – angeboten wird, gibt es das MacBook Pro mit 15 Zoll ausschließlich mit Touch Bar.

Im Juli 2018 hat Apple sein aktuelles Pro-Line-up aktualisiert und verbaut unter anderem Intel-Core-Prozessoren der 8. Generation (Coffee Lake). Im 13-Zoll-Modell sind standardmäßig 8 GB Arbeitsspeicher integriert, in der größeren Variante 16 GB. Wer will, kann während der Konfiguration sogar auf 32 GB RAM aufstocken und sogar eine SSD mit 4 TB Speicherkapazität wählen. Alle 2018er-Modelle besitzen gleich vier schnelle Thunderbolt-3-Anschlüsse. Aber: Selbst der Anschluss eines iPhones gelingt nicht ohne entsprechenden Adapter.

Nachdem Apple sich viel Kritik aufgrund eklatanter Sicherheitsmängel bei vorherigen Modellen gefallen lassen musste, hat man bei den neuen Modellen auch in dieser Hinsicht aufgerüstet. Dafür wurde der Apple T2 Chip entwickelt, der die Sicherheit des MacBooks erhöhen soll. Für einen sicheren Bootvorgang und einen verschlüsselten Speicher sorgt der Secure Enclave Coprozessor. Zudem kann Sprachassistent Siri jetzt stets auf Zuruf aktiviert werden.

3D-Rendering, Videobearbeitung mit vielen Spuren oder hochwertige Musikerstellung – das MacBook Pro ist für viele professionelle Einsatzgebiete bestens gerüstet. So viel Leistung hat aber ihren Preis: Die aktuellen Modelle starten bei rund 2000 Euro, nach oben hin gibt es fast keine Grenze. Das MacBook Pro mit allerbester Ausstattung schlägt mit fast 8000 Euro zu Buche. Wer allerdings nicht auf 4 TB SSD-Speicher angewiesen ist, bekommt es auch deutlich günstiger. Wer in puncto Leistung keine Kompromisse eingehen will, greift also zum MacBook Pro.

Preis: Ab 1999 Euro

Zusammenfassung: Welches MacBook kaufen?

  1. MacBook Air hat schon seit längerer Zeit kein echtes Upgrade mehr bekommen
  2. Geeignet für Einsteiger und preissensible Kunden, für Office, Surfen im Netz, Mails und Co. ausreichend
  3. Wer mehr will, greift zum MacBook mit 12 Zoll, das sogar kompakter als das MacBook Air ist
  4. Leistung auf gutem Niveau, bei andauernder Höchstlast kann die Performance aufgrund der lüfterlosen Architektur ins Straucheln kommen
  5. Ideal auch für Nutzer, die einfachere Videobearbeitungen zu erledigen haben
  6. MacBook Pro in 13 und 15 Zoll erhältlich, außerdem mit individualisierbarer Touch Bar
  7. Bietet die größte Leistung im MacBook-Line-up und richtet sich an professionelle Nutzer
  8. Auch aufwendige Aufgaben, etwa 3D-Renderings, gelingen mühelos

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