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Windows 10 komprimieren: So lässt sich Speicherplatz sparen

Mehr Speicherplatz durch Windows 10 Komprimierung: So geht's.
Mehr Speicherplatz durch Windows 10 Komprimierung: So geht's. (©Microsoft 2016)

Wer kennt das nicht: Trotz großer Festplatte geht irgendwann der Speicherplatz zur Neige. Auch wer damit äußerst sparsam umgeht und regelmäßig alte Dateien löscht, stößt irgendwann an die Grenzen seines Datenträgers. Durch das Komprimieren der Systemdateien kann man unter Windows 10 aber wertvollen Speicher freischaufeln. So geht's ...

Das Betriebssystem Windows 10 ist auch ohne weitere Software ein dicker Brocken: Mindestens 9 Gigabyte, bei einer Upgrade-Version sogar fast 20 Gigabyte, sind auf der Festplatte allein durch Windows 10 belegt. Allerdings kann man das System komprimieren – so werden lediglich die benötigten Teile des Betriebssystems in den Speicher geladen, alles andere wird vom versteckten System-Feature CompactOS zu einem kompakten Datenpaket geschnürt, welches weitaus weniger Platz auf der Festplatte belegt.

Die Einsparung ist nicht unerheblich: Auf 32-Bit-Systemen werden dadurch ganze 1,5 Gigabyte freigegeben, bei 64-Bit-Installationen sogar 2,6 Gigabyte. Um die Daten bei Bedarf schnell zur Verfügung stellen zu können, wird zwar einiges an Systemleistung beansprucht, die meisten gängigen Computer sollten mit der Komprimierung allerdings gut zurechtkommen. Wenn durch das Komprimieren im Hintergrund Performance-Probleme auftreten, lässt sich die Funktion selbstverständlich auch deaktivieren.

Status der Komprimierung überprüfen

Überprüfen wir zuerst, ob das Feature von Windows 10 vielleicht schon aktiv ist: Hierzu ist lediglich ein Rechtsklick auf das Windows-Symbol in der linken, unteren Ecke des Bildschirms nötig. Hier wählen wir den Punkt "Eingabeaufforderung (Administrator)" und bestätigen die folgende Sicherheitsmeldung. Nun erscheint die Texteingabe, in der wir den Befehl "compact /q" eingeben und mit Return bestätigen. Es wird angezeigt, wie viele der Systemdateien bereits komprimiert wurden.

Komprimierung durch CompactOS aktivieren

Wollen wir nun die Systemdateien komprimieren, genügt der Befehl "compact /CompactOS:always". Nach einiger Zeit verrät uns die Erfolgsmeldung, wie viel Speicherplatz durch den Vorgang freigegeben werden konnte.

Komprimierung rückgängig machen und abschalten

Sollte die Komprimierung von Windows 10 das System merkbar verlangsamen, liegt das daran, dass benötigte Dateien erst aus dem komprimierten Archiv heraus geladen werden müssen, bevor sie verwendet werden können. Je nach Prozessorleistung und Menge des Arbeitsspeichers kann sich die Performance von Windows 10 dadurch merkbar verschlechtern. In diesem Fall lässt sich die Komprimierung auch abschalten, beziehungsweise rückgängig machen. Hierzu genügt in der Eingabeaufforderung der Befehl "compact /CompactOS:never". Weitere Tipps zum Verbessern der Geschwindigkeit von Windows 10 haben wir auch parat.

Zusammenfassung

  1. Das Feature CompactOS komprimiert Systemdateien unter Windows 10 und spart dadurch Festplattenspeicher
  2. Da benötigte Dateien jeweils dekomprimiert werden müssen, kann das Feature Arbeitsspeicher und Prozessor belasten und so die System-Performance belasten
  3. Die Steuerung erfolgt über die "Eingabeaufforderung (Administrator)", welche über einen Rechtsklick auf das Windows-Symbol erreicht werden kann
  4. Den aktuellen Status der Komprimierung lässt man mit dem Text-Befehl "compact /q" anzeigen
  5. Die Komprimierung wird über den Befehl "compact /CompactOS:always" aktiviert, die Ausführung kann einige Minuten dauern
  6. Um den Vorgang rückgängig zu machen oder abzuschalten wird der Text-Befehl "compact /CompactOS:never" eingegeben
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