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Windows 10: Was ist der Unterschied zwischen 64 und 32 Bit?

Netbooks wie das IdeaPad 100S werden noch mit einem 32 Bit-Windows ausgeliefert.
Netbooks wie das IdeaPad 100S werden noch mit einem 32 Bit-Windows ausgeliefert. (©YouTube / Andrew Tran 2017)

Was ist der Unterschied zwischen der 32 Bit- und der 64 Bit-Version von Windows 10? Mit dem Snapdragon 835 unterstützt schließlich ein mobiler Chip für Smartphones Windows-Programme mit 32 Bit. Viele Windows-Tablets und -Netbooks setzen auch noch auf das 32 Bit-Betriebssystem. Hat das Nachteile?

Fast alle Notebooks und Desktop-PCs werden inzwischen mit einer 64 Bit-Version von Windows 10 ausgeliefert. Trotzdem ist die 32 Bit-Version für Windows-Tablets und -Netbooks noch relevant. Die Bedeutung des 32 Bit-Windows könnte mit dem kommenden mobilen Chip Qualcomm Snapdragon 835 für Smartphones sogar wieder zunehmen. Dieser unterstützt nämlich Windows-Programme mit 32 Bit, jedenfalls theoretisch. Ob es Windows-Programme wirklich auf ein Smartphone schaffen, hängt wiederum von Microsoft ab.

Was ist der Unterschied?

32 Bit oder 64 Bit beschreibt die Art der Informationsverarbeitung des Prozessors. Unterstützt der Prozessor 64 Bit und sind mehr als 4 GB Arbeitsspeicher auf Deinem PC vorhanden, solltest Du eine 64 Bit-Version von Windows 10 einsetzen. Diese kann größere Mengen Arbeitsspeicher ab 4 GB nämlich effizienter einsetzen. In der Praxis ist ein 64 Bit-System unter Umständen reaktionsschneller, wenn mehrere Programme zugleich im Einsatz sind und wenn Du häufig zwischen diesen wechselst. 32-Bit-Software kann pro Programm nur zwei GB Speicher ansprechen, wobei diese Grenze für 64-Bit-Software nicht gilt. In der Regel laufen 64 Bit-Programme also etwas flüssiger als ihre 32 Bit-Gegenstücke.

Welches System hast Du?

Um herauszufinden, ob Du ein 32 Bit- oder ein 64 Bit-System hast, gehst Du auf ""Systemsteuerung > System und Sicherheit > System". Dort sollte bei einem 64 Bit-System unter "Systemtyp" folgendes zu lesen sein: "64-Bit-Betriebssystem, x64-basierter Prozessor". Im Eintrag darüber erfährst Du die Größe Deines Arbeitsspeichers (RAM). Die meisten 32 Bit-Programme laufen auch auf 64 Bit-Systemen. Vor allem bei Gerätetreibern und Antiviren-Programmen funktioniert das aber nicht unbedingt. 64 Bit-Programme laufen derweil gar nicht auf 32 Bit-Systemen.

 Unser Arbeits-PC hat nicht viel Leistung, aber sogar er hat ein 64-Bit-System. fullscreen
Unser Arbeits-PC hat nicht viel Leistung, aber sogar er hat ein 64-Bit-System. (©Screenshot TURN ON / Microsoft 2017)

Immerhin gibt es die meisten Windows-Programme grundsätzlich als 32 Bit-Versionen. Darum darf man Smartphones mit dem Snapdragon 835 und Windows 10 als Betriebssystem gespannt entgegensehen. Wahrscheinlich wird man die Smartphones mit einem Microsoft Continuum-ähnlichen Adapter mit Monitor, Tastatur und co. verbinden und sie so als PC einsetzen können. Denkbar sind auch Notebook-Docks für die Smartphones, die ihre Leistung dann vom Smartphone erhalten.

Zusammenfassung

  1. 32 Bit oder 64 Bit beschreibt die Art der Informationsverarbeitung des Prozessors
  2. Ein 64 Bit-System kann Arbeitsspeicher ab 4 GB effizienter einsetzen
  3. 32 Bit-Software kann pro Programm nur 2 GB Speicher ansprechen
  4. Ein 64 Bit-System ist unter Umständen reaktionsschneller, wenn mehrere Programme zugleich im Einsatz sind und wenn Du häufig zwischen diesen wechselst
  5. Um herauszufinden, ob Du ein 32 Bit- oder ein 64 Bit-System hast, gehst Du auf "Systemsteuerung > System und Sicherheit > System"
  6. Wenn unter "Systemtyp" die Information "64-Bit-Betriebssystem, x64-basierter Prozessor" zu lesen ist, hast Du ein 64 Bit-System
  7. Dank des mobilen Chips Snapdragon 835 könnten 32 Bit-Windows-Programme bald auch auf Smartphones laufen

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