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Canon EOS 200D im Test: Nicht nur für DSLR-Einsteiger

Die Canon EOS 200D ist die kleinste DSLR mit dreh- und schwenkbarem Display.
Die Canon EOS 200D ist die kleinste DSLR mit dreh- und schwenkbarem Display.

Du willst professioneller fotografieren als mit dem Smartphone? Eine DSLR muss endlich her? Dann könnte die Canon EOS 200D die richtige Wahl für Dich sein. Aber nicht nur Einsteiger oder Umsteiger vom Smartphone können sich mit der kompakten Spiegelreflexkamera auf Anhieb wohlfühlen, wie unser Test zeigt.

Ende Juni hat Canon die Katze aus dem Sack gelassen – und die EOS 6D Mark II präsentiert. Während sich die große Spiegelreflexkamera mit Vollformatsensor und einem Einstiegspreis von 2099 Euro aber eher nicht an Fotografie-Neulinge richtet, sieht das beim zeitgleich präsentierten Modell schon anders aus.

Zugegeben, mit ihren 630 Euro ist auch die Canon EOS 200D kein Schnäppchen. Gewisse Ambitionen für die DSLR-Fotografie sollten also schon vorhanden sein. Der Preis ist jedoch in etwa vergleichbar mit dem eines Oberklasse-Smartphones. Warum also nicht beim Smartphone Abstriche machen und dafür in eine richtig gute Kamera investieren? Wie gut und einsteigerfreundlich die EOS 200D wirklich ist, haben wir im Test unter die Lupe genommen.

Design & Handling: Die kleinste DSLR von Canon

Im Vergleich zur Vorgängerin, der EOS 100D, ist sie etwas gewachsen. Und dennoch: Auch die EOS 200D zählt noch zu den kompaktesten und leichtesten DSLR-Modellen auf dem Markt. Mit Abmessungen von 122,4 x 92,6 x 69,8 Millimetern könnte sie fast noch als Systemkamera durchgehen. Gesamtmaße und Gesamtgewicht hängen dann natürlich stark von dem Objektiv ab, das man verwendet. Passend sind mehr als 80 EF- und EF-S-Wechselobjektive. Im Test stand uns das Kit mit EF-S 18-55mm 1:4-5,6 IS STM zur Verfügung. Doch auch mit dem Objektiv liegt die Canon-Kamera noch sehr gut in der Hand. Das ist dem neuen und jetzt etwas größer ausfallenden Griff zu verdanken.

Die EOS 200D ist minimal größer und schwerer als die Vorgängerin. fullscreen
Die EOS 200D ist minimal größer und schwerer als die Vorgängerin.
Mit dem optimierten Griff liegt sie dennoch besser in der Hand. fullscreen
Mit dem optimierten Griff liegt sie dennoch besser in der Hand.
Die Bildstabilisierung ist bei Canon vom Objektiv abhängig. fullscreen
Die Bildstabilisierung ist bei Canon vom Objektiv abhängig.
Im Test stand das EF-S 18-55mm 1:4-5,6 IS STM zur Verfügung. fullscreen
Im Test stand das EF-S 18-55mm 1:4-5,6 IS STM zur Verfügung.
Es gibt sowohl einen integrierten Blitz als auch einen Blitzschuh. fullscreen
Es gibt sowohl einen integrierten Blitz als auch einen Blitzschuh.
Für eine DSLR ist die EOS 200D mit gut 450 Gramm sehr leicht. fullscreen
Für eine DSLR ist die EOS 200D mit gut 450 Gramm sehr leicht.
Die EOS 200D ist minimal größer und schwerer als die Vorgängerin.
Mit dem optimierten Griff liegt sie dennoch besser in der Hand.
Die Bildstabilisierung ist bei Canon vom Objektiv abhängig.
Im Test stand das EF-S 18-55mm 1:4-5,6 IS STM zur Verfügung.
Es gibt sowohl einen integrierten Blitz als auch einen Blitzschuh.
Für eine DSLR ist die EOS 200D mit gut 450 Gramm sehr leicht.

Im Gegensatz zu Canons Profi-Modellen fühlt sich das Gehäuse zwar nicht ganz so hochwertig an. Dank ihres Chassis aus einer Aluminiumlegierung und einer Glasfaserverstärkung für die Kunststoffparts sollte aber auch die EOS 200D robust genug für den regelmäßigen Outdoor-Einsatz sein. Die Bedienelemente hinterlassen ebenso einen guten Eindruck, die Rädchen lassen sich einwandfrei drehen und die Knöpfe haben einen klaren Druckpunkt. Nichts wackelt oder klappert. Auch das dreh- und schwenkbare Display – eine weitere Neuerung gegenüber der EOS 100D – sitzt fest und rastet klar spürbar in bestimmten Positionen ein. Übrigens: Die Canon EOS 200D ist die weltweit leichteste Spiegelreflexkamera mit einem Display, das sich drehen und schwenken lässt.

Display: Dreh- & schwenkbarer Touchscreen fürs Smartphone-Feeling

Damit sammelt die kleine DSLR natürlich Pluspunkte in Sachen Handling. Wer gerne frei aus der Hand heraus fotografiert – und das auch manchmal aus ungewöhnlichen Perspektiven, der wird sicher viel Freude an diesem Feature haben. Das 3 Zoll große Display mit 100 Prozent Bildfeldabdeckung ist zudem als Touchscreen ausgelegt und macht DSLR-Einsteigern den Übergang von der Smartphone-Fotografie damit besonders einfach. Das Tippen aufs Display kann nicht nur zum Fokussieren, sondern auf Wunsch auch direkt zum Auslösen genutzt werden. Dabei ist die EOS 200D sogar erstaunlich schnell für eine Spiegelreflexkamera. Im Live-View-Modus nutzt die DSLR das bekannte Dual-Pixel-CMOS-AF-System von Canon zum Scharfstellen, laut Hersteller das schnellste Live-View-Autofokussystem.

Für die Fans klassischer Fotografie ist aber auch ein optischer Sucher an Bord. Dieser bietet rund 95-prozentige Bildfeldabdeckung, Dioptrienausgleich und einen 9-Punkt-Autofokus, wovon nur das mittlere Messfeld als Kreuzsensor ausgelegt ist. Im Sucher werden die wichtigsten Informationen wie AF-Messpunkte, Belichtungs- und Blitzdaten angezeigt.

Bedienung: Einfache & intuitive Menüführung

Mit ihren Features richtet sich die Canon EOS 200D also sowohl an Profis, die etwa eine zweite kompakte DSLR suchen, als auch an Einsteiger, die sich ihre erste Spiegelreflexkamera kaufen. Das ist auch der Menüführung der Kamera anzumerken. Während Canon-Kenner sich sofort zurechtfinden dürften, gibt es für Anfänger hilfreiche Erklärungen in den Kameramenüs. Diese wirken nicht nicht überladen und halten dafür nützliche Hilfestellungen bereit, mit denen der richtige Modus und die richtige Einstellung für die jeweilige Fotosituation gefunden werden kann.

Neu ist der dreh- und schwenkbare Touchscreen. fullscreen
Neu ist der dreh- und schwenkbare Touchscreen.
Damit gewinnt der Fotograf etwas Flexibilität. fullscreen
Damit gewinnt der Fotograf etwas Flexibilität.
Ansonsten ist die Bedienung typisch Canon. fullscreen
Ansonsten ist die Bedienung typisch Canon.
Zusätzlich zu den zwei Wählrädern gibt es einige Knöpfe und ein Steuerkreuz. fullscreen
Zusätzlich zu den zwei Wählrädern gibt es einige Knöpfe und ein Steuerkreuz.
Die Funktion der Buttons ist durch Symbole oder Beschriftung kenntlich gemacht. fullscreen
Die Funktion der Buttons ist durch Symbole oder Beschriftung kenntlich gemacht.
Beim Drücken auf den WLAN-Knopf macht die Kamera ein eigenes Netzwerk auf, mit dem sich Smartphones verbinden können. fullscreen
Beim Drücken auf den WLAN-Knopf macht die Kamera ein eigenes Netzwerk auf, mit dem sich Smartphones verbinden können.
Neu ist der dreh- und schwenkbare Touchscreen.
Damit gewinnt der Fotograf etwas Flexibilität.
Ansonsten ist die Bedienung typisch Canon.
Zusätzlich zu den zwei Wählrädern gibt es einige Knöpfe und ein Steuerkreuz.
Die Funktion der Buttons ist durch Symbole oder Beschriftung kenntlich gemacht.
Beim Drücken auf den WLAN-Knopf macht die Kamera ein eigenes Netzwerk auf, mit dem sich Smartphones verbinden können.

Hauptbedienelement ist das Modus-Wahlrad, das die Auswahl zwischen verschiedenen automatischen, halbautomatischen manuellen und Szeneprogrammen bietet. Darüber hinaus steht eine Reihe unterschiedlicher Kreativfilter zur Auswahl, etwa für Porträts mit Hintergrundunschärfe, Fotos vom Essen, Miniatureffekte oder verschiedene HDR-Modi. Im Falle der letztgenannten werden jeweils drei Bilder mit unterschiedlichen Belichtungseinstellungen aufgenommen und übereinandergelegt. Den Videomodus findest du als zusätzlichen Punkt auf dem An-/Aus-Schalter.

Das Innenleben: Neuer Sensor, neuer Prozessor

Neu ist nicht nur das dreh- und schwenkbare Display der Canon EOS 200D. Zu den Neuerungen gegenüber der EOS 100D zählen auch der 24,2-Megapixel-CMOS-Sensor im APS-C-Format sowie der aus teureren EOS-Modellen wie der 800D bekannte DIGIC-7-Bildprozessor. Dieser ermöglicht jetzt Reihenaufnahmen von fünf Bildern pro Sekunde, die Vorgängerin konnte nur vier. Die Neuerungen versprechen nicht nur ein Plus an Schnelligkeit, sondern auch Fortschritte in Sachen Bildqualität. Die Lichtempfindlichkeit der Einsteiger-DSLR reicht von ISO 100 bis ISO 25.600, beim Filmen bis ISO 12.800. Die Verschlusszeiten reichen von 1/4000 Sekunde bis hin zur 30-Sekunden-Langzeitbelichtung.

Bildqualität: Kleine DSLR für große Momente

Die Bilder der Canon EOS 200D können sich sprichwörtlich sehen lassen. Die kompakte DSLR muss sich aufgrund ihres Technik-Updates nicht hinter teureren und größeren Modellen wieder EOS 77D oder EOS 800D verstecken. Mit dem Automatikmodus können auch absolute Foto-Laien eindrucksvolle, detailreiche Bilder mit hohem Dynamikumfang schießen. Mit den Szeneprogrammen stehen dann gleich die passenden Einstellungen für Sportaufnahmen, Gegenlichtszenarien oder Porträts zur Verfügung. Die EOS 200D fotografiert dann automatisch etwa mit Hintergrundunschärfe und zeichnet die Haut weicher.

Die Canon EOS 200D liefert eine hervorragende Bildqualität. fullscreen
Die Canon EOS 200D liefert eine hervorragende Bildqualität.
Insbesondere bei Tageslicht ist das Fotografieren ein Kinderspiel. fullscreen
Insbesondere bei Tageslicht ist das Fotografieren ein Kinderspiel.
Der Bildstabilisator sorgt für wackelfreie Aufnahmen. fullscreen
Der Bildstabilisator sorgt für wackelfreie Aufnahmen.
Etwas Wind beim Fotografieren stellt daher kein Problem dar. fullscreen
Etwas Wind beim Fotografieren stellt daher kein Problem dar.
Farben und Detailtreue überzeugen. fullscreen
Farben und Detailtreue überzeugen.
Auch Makroaufnahmen sind für das getestete Objektiv kein Problem. fullscreen
Auch Makroaufnahmen sind für das getestete Objektiv kein Problem.
Fokussiert wird einfach per Tipp auf das Display... fullscreen
Fokussiert wird einfach per Tipp auf das Display...
... oder manuell am Objektivring. fullscreen
... oder manuell am Objektivring.
Anfänger sind in der Regel mit dem Automatikmodus gut beraten. fullscreen
Anfänger sind in der Regel mit dem Automatikmodus gut beraten.
Allerdings gibt es hier keine Möglichkeit, Bilder heller oder dunkler zu regeln. fullscreen
Allerdings gibt es hier keine Möglichkeit, Bilder heller oder dunkler zu regeln.
Das gelingt dafür beispielsweise mit der Programmautomatik (P). fullscreen
Das gelingt dafür beispielsweise mit der Programmautomatik (P).
Das kann insbesondere bei schwierigen Lichtverhältnissen nützlich sein. fullscreen
Das kann insbesondere bei schwierigen Lichtverhältnissen nützlich sein.
Im Automatikmodus passt die Kamera die Belichtung an den fokussierten Bereich an. fullscreen
Im Automatikmodus passt die Kamera die Belichtung an den fokussierten Bereich an.
Das funktioniert genauso einfach wie beim Smartphone. fullscreen
Das funktioniert genauso einfach wie beim Smartphone.
Die Verschlusszeiten reichen von 1/4000 Sekunde... fullscreen
Die Verschlusszeiten reichen von 1/4000 Sekunde...
... bis hin zu 30 Sekunden, zum Beispiel für Nachtaufnahmen. fullscreen
... bis hin zu 30 Sekunden, zum Beispiel für Nachtaufnahmen.
In diesem Fall sollte aber ein Stativ verwendet werden. fullscreen
In diesem Fall sollte aber ein Stativ verwendet werden.
Zusätzlich zum Automatikmodus und der Programmautomatik... fullscreen
Zusätzlich zum Automatikmodus und der Programmautomatik...
... gibt es natürlich auch Zeit- (Av) und Blendenautomatik (Tv)... fullscreen
... gibt es natürlich auch Zeit- (Av) und Blendenautomatik (Tv)...
... sowie einen manuellen Modus. fullscreen
... sowie einen manuellen Modus.
Der ISO-Wert ist über einen separaten Button auswählbar. fullscreen
Der ISO-Wert ist über einen separaten Button auswählbar.
Zusätzlich gibt es zahlreiche Szene- und Kreativprogramme. fullscreen
Zusätzlich gibt es zahlreiche Szene- und Kreativprogramme.
Zum Beispiel einen Modus für Porträts. fullscreen
Zum Beispiel einen Modus für Porträts.
Dieser sorgt nicht nur für Hintergrundunschärfe, ... fullscreen
Dieser sorgt nicht nur für Hintergrundunschärfe, ...
... sondern zeichnet auch die Haut etwas weicher. fullscreen
... sondern zeichnet auch die Haut etwas weicher.
Porträts im Tageslicht sind damit kein Hexenwerk. fullscreen
Porträts im Tageslicht sind damit kein Hexenwerk.
Der Hautfilter wirkt nicht künstlich. fullscreen
Der Hautfilter wirkt nicht künstlich.
Selbst bei schwierigen Lichtverhältnissen enstehen noch vorzeigbare Porträts. fullscreen
Selbst bei schwierigen Lichtverhältnissen enstehen noch vorzeigbare Porträts.
Die Canon EOS 200D liefert eine hervorragende Bildqualität.
Insbesondere bei Tageslicht ist das Fotografieren ein Kinderspiel.
Der Bildstabilisator sorgt für wackelfreie Aufnahmen.
Etwas Wind beim Fotografieren stellt daher kein Problem dar.
Farben und Detailtreue überzeugen.
Auch Makroaufnahmen sind für das getestete Objektiv kein Problem.
Fokussiert wird einfach per Tipp auf das Display...
... oder manuell am Objektivring.
Anfänger sind in der Regel mit dem Automatikmodus gut beraten.
Allerdings gibt es hier keine Möglichkeit, Bilder heller oder dunkler zu regeln.
Das gelingt dafür beispielsweise mit der Programmautomatik (P).
Das kann insbesondere bei schwierigen Lichtverhältnissen nützlich sein.
Im Automatikmodus passt die Kamera die Belichtung an den fokussierten Bereich an.
Das funktioniert genauso einfach wie beim Smartphone.
Die Verschlusszeiten reichen von 1/4000 Sekunde...
... bis hin zu 30 Sekunden, zum Beispiel für Nachtaufnahmen.
In diesem Fall sollte aber ein Stativ verwendet werden.
Zusätzlich zum Automatikmodus und der Programmautomatik...
... gibt es natürlich auch Zeit- (Av) und Blendenautomatik (Tv)...
... sowie einen manuellen Modus.
Der ISO-Wert ist über einen separaten Button auswählbar.
Zusätzlich gibt es zahlreiche Szene- und Kreativprogramme.
Zum Beispiel einen Modus für Porträts.
Dieser sorgt nicht nur für Hintergrundunschärfe, ...
... sondern zeichnet auch die Haut etwas weicher.
Porträts im Tageslicht sind damit kein Hexenwerk.
Der Hautfilter wirkt nicht künstlich.
Selbst bei schwierigen Lichtverhältnissen enstehen noch vorzeigbare Porträts.

Ambitioniertere Fotografen können sich hingegen mit den halbautomatischen oder dem manuellen Modus austoben und etwa manuell am Objektiv fokussieren. Der optische Bildstabilisator steckt bei Canon übrigens auch im Objektiv, daher gibt es eine Vorschau der Stabilisierung bereits beim Blick durch den Sucher.

Austoben kann man sich auch mit den zahlreichen Kreativfiltern der Kamera. fullscreen
Austoben kann man sich auch mit den zahlreichen Kreativfiltern der Kamera.
So gibt es etwa einen Modus für Miniatureffekte, ... fullscreen
So gibt es etwa einen Modus für Miniatureffekte, ...
... einen S/W-Filter, der Körnigkeit simuliert ... fullscreen
... einen S/W-Filter, der Körnigkeit simuliert ...
... oder einen Filter für den Fisheye-Look ... fullscreen
... oder einen Filter für den Fisheye-Look ...
Zusätzlich stehen vier verschiedene HDR-Modi zur Auswahl. fullscreen
Zusätzlich stehen vier verschiedene HDR-Modi zur Auswahl.
Dabei werden drei Bilder mit unterschiedlicher Belichtung gemacht ... fullscreen
Dabei werden drei Bilder mit unterschiedlicher Belichtung gemacht ...
... und von der Kamera übereinandergelegt. fullscreen
... und von der Kamera übereinandergelegt.
Im HDR-gesättigt-Modus werden zudem die Farben kräftiger dargestellt. fullscreen
Im HDR-gesättigt-Modus werden zudem die Farben kräftiger dargestellt.
Das sorgt für tolle Kontraste in der Natur. fullscreen
Das sorgt für tolle Kontraste in der Natur.
Austoben kann man sich auch mit den zahlreichen Kreativfiltern der Kamera.
So gibt es etwa einen Modus für Miniatureffekte, ...
... einen S/W-Filter, der Körnigkeit simuliert ...
... oder einen Filter für den Fisheye-Look ...
Zusätzlich stehen vier verschiedene HDR-Modi zur Auswahl.
Dabei werden drei Bilder mit unterschiedlicher Belichtung gemacht ...
... und von der Kamera übereinandergelegt.
Im HDR-gesättigt-Modus werden zudem die Farben kräftiger dargestellt.
Das sorgt für tolle Kontraste in der Natur.

Im Test überzeugte die Canon EOS 200D in den unterschiedlichsten Situationen – sowohl bei Gegenlicht als auch unter schwierigen Lichtverhältnissen. Bis ISO 1600 ist die Qualität völlig in Ordnung, ab ISO 3200 tritt deutliches Bildrauschen auf. Die Kreativfilter sind eine nette Spielerei, die zum Beispiel Social-Media-Freunden Spaß machen könnten. Was sie allerdings vermissen dürften, ist die Möglichkeit, das Seitenverhältnis vor der Aufnahme zu ändern. Zwar stehen mehrere Bildqualitäten zur Auswahl. Dabei handelt es sich jedoch ausschließlich um 3:2-Formate, in 16:9 oder dem Instagram-typischen 1:1-Format lässt sich nicht fotografieren.

Videoqualität: Tolle Aufnahmen in Full HD

Filmen kann die EOS 200D maximal in Full-HD-Auflösung bei bis zu 60 fps. 4K gibt es nicht, aber das hat ja nicht einmal die zeitgleich angekündigte Profi-Cam EOS 6D Mark II bekommen. Während an der Bildqualität der Videos nichts auszusetzen ist, tut sich der AI-Servo-Modus, der berührte Objekte automatisch mitverfolgen soll, beim Filmen etwas schwer. Am besten funktioniert das, wenn sich die Objekte klar vom Hintergrund abheben und sich in vorhersehbaren Mustern bewegen. Mit der im Test gefilmten kleinen Drohne etwa hatte der Autofokus so seine Probleme. In so einem Fall sollte dann ein anderer Modus zum Fokussieren verwendet werden.

Schnell geteilt: Smartphone-Anbindung per Bluetooth, WLAN, NFC

Fotografiert wird mit der DSLR, gepostet dann aber doch oft übers Handy. Und damit das auch schnell und reibungslos passt, hat die EOS 200D Bluetooth, WLAN und NFC an Bord. Um Bilder schnell ans Smartphone zu schicken und von dort aus zu teilen oder das Handy als Fernbedienung für die Kamera zu nutzen, musst Du Dir die kostenlose Canon-Camera-Connect-App aus Deinem App-Store herunterladen. Das erstmalige Pairing mit einem Galaxy S7 klappte im Test am schnellsten per NFC. Um die Geräte später miteinander zu verbinden, drückst Du einfach den WLAN-Knopf oben links an der Kamera und verbindest Dein Smartphone mit dem EOS-Netzwerk. Das Herunterladen der Bilder klappt erstaunlich schnell, dem fixen Teilen via Facebook oder Instagram steht also nichts im Wege.

Akkulaufzeit: Realistische Herstellerangaben

Über die Akkulaufzeit können wir nicht meckern. Im Test entstanden mit regelmäßigem An- und Ausschalten der Kamera rund 230 Fotos, fast überwiegend im Live-View-Modus und etwas mehr als zehn Videoclips mit einer Akkuladung. Das entspricht in etwa dem, was Canon verspricht. Laut Datenblatt sind bis zu 260 Aufnahmen im Live-View-Modus und bis zu 650 Aufnahmen mit dem Sucher möglich. Geladen ist der Akku im mitgelieferten Ladegerät dann auch recht schnell wieder voll. Zudem lassen sich natürlich zahlreiche Einstellungen in der Kamera zum Energiesparen vornehmen.

Fazit: Für Anfänger, für Hobbyfotografen & für Profis

Ja, so ziemlich jeder kann wohl Gefallen an der Canon EOS 200D finden. Die von Canon vordergründig für DSLR-Einsteiger konzipierte Kamera könnte ebenso ambitionierteren Fotografen zusagen. Während die zahlreichen Erklärungen in den Einstellungsmenüs vor allem Anfängern helfen sollen, können Hobbyfotografen einfach auf die manuellen Modi zurückgreifen. Professionelle Fotografen könnten die 200D aufgrund ihrer kompakten Maße und des geringen Gewichts als Zweitkamera interessant finden. Zumal sie einfach mit den vielleicht schon vorhandenen EF-/EF-S-Objektiven kompatibel ist.

Die Canon EOS 200D richtet sich vornehmlich an Einsteiger. fullscreen
Die Canon EOS 200D richtet sich vornehmlich an Einsteiger.
Aber auch als Zweitkamera für Profis könnte sie interessant sein. fullscreen
Aber auch als Zweitkamera für Profis könnte sie interessant sein.
Die Akkulaufzeit entspricht in etwa den Herstellerangaben. fullscreen
Die Akkulaufzeit entspricht in etwa den Herstellerangaben.
Die UVP für den Body liegt bei 629,99 Euro. fullscreen
Die UVP für den Body liegt bei 629,99 Euro.
Die Canon EOS 200D richtet sich vornehmlich an Einsteiger.
Aber auch als Zweitkamera für Profis könnte sie interessant sein.
Die Akkulaufzeit entspricht in etwa den Herstellerangaben.
Die UVP für den Body liegt bei 629,99 Euro.

Und noch eine Zielgruppe könnte die Einsteiger-DSLR zu schätzen wissen: Social-Media-Aktive. Nicht nur Influencer, sondern auch Otto-Normalposter, die ihren Kanälen einen professionelleren Look verpassen wollen. Zwar lassen sich Fotos mit der EOS 200D nicht direkt im 1:1-Format, dafür aber mit zahlreichen Kreativfiltern aufnehmen. Zudem geht das Senden ans Smartphone via WLAN wirklich schnell. Und dass Smartphone-Fotos und Videos qualitativ nicht an die Aufnahmen der Canon-Spiegelreflex herankommen, müssen wir nicht extra noch erwähnen, oder? So gesehen sind die 629,99 für den Body oder die 739,99 Euro für das Kit mit dem getesteten Objektiv gut angelegt.

Canon EOS 200D
Canon EOS 200D
  • Datenblatt
  • Hardware und Software
  • Gerätetyp
    Digitale Spiegelreflexkamera
  • Abmessungen
    122,4 x 92,6 x 69,8 Millimeter
  • Gewicht
    je nach Farbe 453 bis 456 Gramm (Gehäuse mit Akku und Speicherkarte)
  • Farben
    Schwarz, Weiß, Silber
  • Lieferumfang
    Canon EOS 200D Gehäuse, Akku, Akkuladegerät, Netzkabel, Gehäusedeckel, Trageriemen, Augenmuschel
  • Preis (UVP)
    629,99 Euro
  • Bildsensor-Größe und -Typ
    22,3 x 14,9 Millimeter (APS-C), CMOS
  • Maximale Auflösung
    24,2 Megapixel
  • Belichtungszeiten
    30s bis 1/4000s
  • Serienbilder pro Sekunde
    5,0 Bilder pro Sekunde
  • Objektivanschluss
    EF- und EF-S-Objektive
  • Lichtempfindlichkeit
    ISO 100 bis 25.600
  • Display-Größe und -Typ
    3,0 Zoll großer Touchscreen, dreh- und schwenkbar
  • Suchertyp
    Pentaspiegel mit circa 95% Bildfeldabdeckung
  • Bildformate
    JPEG, RAW
  • Speichermedium
    SD, SDHC, SDXC
  • Maximale Videoauflösung
    1920 x 1080 Pixel
  • Video-Frequenz
    60 Vollbilder pro Sekunde
  • Anschlüsse
    Mini-HDMI, Videoausgang (PAL/NTSC), USB, externes Mikrofon (Miniklinke)
  • Akkulaufzeit
    Bis zu 650 Fotos mit Sucher, bis zu 260 Fotos im Live-View-Modus
  • Besondere Merkmale
    Touchscreen, WLAN, NFC, Bluetooth, zahlreiche Kreativprogramme und Filter
TURN ON Score:
4,5von 5
  • Akkuleistung
    4,0
  • Design
    5,0
  • Handling
    5,0
  • Preis-Leistung
    4,5
  • Hardware
    3,5
  • Ausstattung
    4,0
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