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Fujifilm Instax Square SQ10 im Test: Quadratisch, praktisch, gut?

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Die Fujifilm Instax Square SQ10 ist das jüngste Modell der beliebten Sofortbildkamera-Serie des japanischen Herstellers. Als Erste ihrer Art soll die SQ10 Sofortbildcharme mit digitaler Vielseitigkeit kombinieren. Wir haben in einem Test überprüft, ob das tatsächlich so gut funktioniert. 

Die Instax Square SQ10 ist mit ihrem quadratischen Bildformat speziell auf die Maße von Instagram zugeschnitten. Der extra für die Hybridkamera entwickelte Film verfügt über die Maße 62 x 62 Millimeter im 1:1 Seitenverhältnis. Die Fujifilm Instax Square SQ10 selbst hat einen Preis von 289 Euro, die zugehörigen Filme schlagen mit 9,99 Euro je Film (10 Bilder) zu Buche.

Design und Haptik der Instax Square SQ10

Bei der Fujifilm Instax Square SQ10 ist der Name quasi Programm. Die Hybridkamera kommt in symmetrisch viereckigem Design daher und weicht damit vom eher leicht rechteckigen Aufbau der Vorgängermodelle ab. Das Äußere der Sofortbildkamera ist schlicht gehalten und wird durch den großen Linsenring aus gebürstetem Metall auf der Vorderseite und dem 7,6-Zentimeter-LCD-Monitor auf der Rückseite dominiert.

Positiv fällt an dieser Stelle nicht nur die angenehme Haptik des Kunststoffgehäuses auf – die Grifffläche um den Linsenring sorgt für ein regelrechtes Anti-Rutsch-Gefühl – sondern auch der doppelte Auslöser auf der Vorderseite. Dieser kann mit wenigen Clicks sowohl für Rechts- als auch Linkshänder eingestellt werden, sodass jeder Nutzer die für ihn persönlich angenehmste Variante wählen kann.

Die Front der Fujifilm Instax Square SQ10 wird durch den silbernen Linsenring aus gebürstetem Metall dominiert. fullscreen
Die Front der Fujifilm Instax Square SQ10 wird durch den silbernen Linsenring aus gebürstetem Metall dominiert.
Abgesehen davon finden sich auf der Vorderseite zudem zwei Auslöser, die für Links- und Rechtshänder eingestellt werden können. fullscreen
Abgesehen davon finden sich auf der Vorderseite zudem zwei Auslöser, die für Links- und Rechtshänder eingestellt werden können.
Auf der Rückseite ist der große LCD-Screen bestimmend. fullscreen
Auf der Rückseite ist der große LCD-Screen bestimmend.
An den oberen Ecken finden sich die Ösen für Handschlaufe oder Tragegurt. fullscreen
An den oberen Ecken finden sich die Ösen für Handschlaufe oder Tragegurt.
An dieser Stelle werden ganz klassisch die fertigen Polaroids ausgespuckt. fullscreen
An dieser Stelle werden ganz klassisch die fertigen Polaroids ausgespuckt.
Die Front der Fujifilm Instax Square SQ10 wird durch den silbernen Linsenring aus gebürstetem Metall dominiert.
Abgesehen davon finden sich auf der Vorderseite zudem zwei Auslöser, die für Links- und Rechtshänder eingestellt werden können.
Auf der Rückseite ist der große LCD-Screen bestimmend.
An den oberen Ecken finden sich die Ösen für Handschlaufe oder Tragegurt.
An dieser Stelle werden ganz klassisch die fertigen Polaroids ausgespuckt.

Smarter Hybrid: Die Sofortbildkamera, die eine Digitalkamera ist

Der eigentliche Clou an der Fujifilm Instax Square SQ10 ist aber, dass es sich um eine Sofortbildkamera handelt, die gleichzeitig eine Digitalkamera ist. An der linken Seite findet sich ein kleiner Schieberegler, mit dem Nutzer ganz einfach zwischen klassischem Sofortbildmodus (Bilder werden ohne Zwischenschritt sofort belichtet) und Digitalmodus (sprich: Bilder können manuell ausgewählt werden) wechseln können.

Der kleine Regler macht die Fujifilm Instax Square SQ10 auf Wunsch zur reinen Sofortbildkamera – oder eben auch nicht. fullscreen
Der kleine Regler macht die Fujifilm Instax Square SQ10 auf Wunsch zur reinen Sofortbildkamera – oder eben auch nicht.
Die Rückseite kann komplett ausgeklappt werden, um die Filmkassette einzusetzen und auszutauschen. fullscreen
Die Rückseite kann komplett ausgeklappt werden, um die Filmkassette einzusetzen und auszutauschen.
Fotos sind im ersten Moment komplett weiß, doch nach wenigen Augenblicken erscheint das gewünschte Motiv. fullscreen
Fotos sind im ersten Moment komplett weiß, doch nach wenigen Augenblicken erscheint das gewünschte Motiv.
Der kleine Regler macht die Fujifilm Instax Square SQ10 auf Wunsch zur reinen Sofortbildkamera – oder eben auch nicht.
Die Rückseite kann komplett ausgeklappt werden, um die Filmkassette einzusetzen und auszutauschen.
Fotos sind im ersten Moment komplett weiß, doch nach wenigen Augenblicken erscheint das gewünschte Motiv.

Der interne Speicher der SQ10 fasst etwa 50 Bilder, kann aber mit einer regulären microSD-Karte erweitert werden. Im manuellen Modus kann jedes Bild vor dem Belichten nach Belieben bearbeitet werden.

Drei Aufnahmemodi und mehrere Filter sorgen für vielseitigen Spaß

Im Menü der SQ10 kann zwischen Standard-, Bulb-Modus und Doppelbelichtung gewählt werden. Während die Kamera im Standardmodus das tut, was eine Sofortbildkamera eben tun soll, eröffnen sich durch die beiden anderen Optionen einige Möglichkeiten. So sorgt die Bulb-Belichtung für gute Fotos auch bei wenig Licht, denn der Verschluss bleibt so lange geöffnet, wie der Auslöser gedrückt wird. Allerdings sollte hier für einen stabilen Stand der Instax mit einem Stativ gesorgt werden, damit das Bild nicht verwackelt.

Richtig spaßig wird es mit der Doppelbelichtung, da hier ein Bild zweimal belichtet wird. So ist von leicht verschobenen Spaßaufnahmen bis zu echten Kunstwerken beinahe alles möglich. Das Menu der Fujifilm Instax Square SQ10 hält aber noch mehr Überraschungen parat. 10 verschiedene Filter, eine 19-stufige Vignette und eine in ebenso vielen Stufen nachjustierbare Helligkeit zum Beispiel. Dabei ist die Handhabung erfreulich simpel, selbst ohne einen Blick in die Anleitung kommen Nutzer hier eigentlich relativ intuitiv zurecht.

Nur vier der 10 möglichen Filter: Highline, Amber, Luna und Normal (von links nach rechts). fullscreen
Nur vier der 10 möglichen Filter: Highline, Amber, Luna und Normal (von links nach rechts).
Nutzer können zwischen Doppelbelichtung, Bulb- und Standard-Modus wählen. fullscreen
Nutzer können zwischen Doppelbelichtung, Bulb- und Standard-Modus wählen.
Bulb- und Standard-Modus im direkten Vergleich. fullscreen
Bulb- und Standard-Modus im direkten Vergleich.
Doppelbelichtung sorgt selbst bei unserer TURN ON-Büropflanze für einen interessanten Effekt. fullscreen
Doppelbelichtung sorgt selbst bei unserer TURN ON-Büropflanze für einen interessanten Effekt.
Auf dem großen LCD-Screen können Bilder begutachtet und angepasst werden. fullscreen
Auf dem großen LCD-Screen können Bilder begutachtet und angepasst werden.
So sieht dann das Ergebnis aus. fullscreen
So sieht dann das Ergebnis aus.
Nur vier der 10 möglichen Filter: Highline, Amber, Luna und Normal (von links nach rechts).
Nutzer können zwischen Doppelbelichtung, Bulb- und Standard-Modus wählen.
Bulb- und Standard-Modus im direkten Vergleich.
Doppelbelichtung sorgt selbst bei unserer TURN ON-Büropflanze für einen interessanten Effekt.
Auf dem großen LCD-Screen können Bilder begutachtet und angepasst werden.
So sieht dann das Ergebnis aus.

Instagram ist doch nicht ganz so nah

So gut das alles klingen mag, so wenig haben Nutzer von all diesen Effekten, wenn es tatsächlich um eine Verwendung auf Instagram geht. Oder zumindest ist der Weg dahin doch eher beschwerlich. Während die reine Benutzung der SQ10 erfreulich einfach ist, haben die Entwickler die einfache PC-Anbindung nämlich allem Anschein nach völlig vergessen.

Wer seine Bilder tatsächlich für Instagram und Co. verwenden möchte, muss sie dafür zunächst auf der bereits erwähnten optionalen microSD-Karte speichern. Die Karte muss dann aus der Kamera heraus genommen und in einen entsprechenden Adapter eingesetzt werden. Der wiederum kann nun an den PC angeschlossen werden, sodass die Schnappschüsse endlich ihren Weg ins Internet finden. WiFi-, Bluetooth oder auch nur einen USB-Anschluss sucht man bei der neuen Instax leider vergeblich.

Die Bilder einfach noch einmal mit dem Smartphone abzufotografieren, ist zudem ebenfalls keine allzu praktikable Lösung. Und das nicht nur aus den offensichtlichen Gründen. Zusätzlich verlieren die Bilder beim Ausdrucken auf Film auch deutlich an Qualität. Das gehört für viele Nutzer zwar zum Charme der Sofortbildaufnahmen, kann bei Anderen die Freude aber auch trüben.

Fazit

Schon während meiner Schulzeit hatten ich und meine Freundinnen unseren Spaß mit Sofortbildkameras. Das ging angesichts der doch recht teuren Filme aber leider schnell ins Geld. Umso erfreuter war ich von der Aussicht auf eine Hybridkamera, die den Charme der Sofortbildaufnahmen mit digitaler Bequemlichkeit verbindet. Die Filme sind zwar nach wie vor nicht wirklich günstig, aber zumindest kann man vorher auswählen, welche Fotos tatsächlich "auf Film verewigt" werden – dachte ich. Doch die Umsetzung der Idee hinter der Fujifilm Instax Square SQ10 hat mich leider nicht völlig überzeugen können. Zum einen, weil die Bildqualität doch (vor allem nach dem Belichten) eher nicht meinen Erwartungen entspricht, zum anderen aufgrund der nicht vorhandenen direkten Übertragungsmöglichkeit von Bildern auf den PC. Bei einer Kamera, die als speziell auf Instagram zugeschnitten angepriesen wird, eigentlich ein Unding.

Fujifilm Instax Square SQ10
Fujifilm Instax Square SQ10
  • Datenblatt
  • Hardware und Software
  • Gerätetyp
    Hybridkamera
  • Abmessungen
    119 x 47 x 127 Millimeter
  • Gewicht
    450 Gramm (inklusive Akku, Film und Speicherkarte)
  • Farben
    Schwarz, Silber
  • Lieferumfang
    Fujifilm Instax Square SQ10, Akku, Akkuladekabel, Bedienungsanleitung, Handschlaufe
  • Preis (UVP)
    289 Euro
  • Bildsensor-Größe und -Typ
    1/4 Zoll, CMOS mit Primärfarbfilter
  • Maximale Auflösung
    1920 x 1920
  • Brennweite
    Auf 28.5 Millimeter fixiert
  • Lichtempfindlichkeit
    ISO 100 bis 1600
  • Display-Größe und -Typ
    3 Zoll, LCD
  • Bildformate
    Design Rule for Camera File System (DCF), Exif Ver.2.3, JPEG und PIM
  • Speichermedium
    microSD/microSDHC (etwa 1000 Bilder pro 1 Gigabyte), intern
  • Anschlüsse
    Micro-USB (nur zum Laden)
  • Akkulaufzeit
    Rund 160 Bilder (mit LCD an)
  • Besondere Merkmale
    Mit einfachem Schieberegler von automatischem Sofortbildmodus auf manuell umschaltbar
TURN ON Score:
3,8von 5
  • Akkuleistung
    5,0
  • Energieverbrauch
    4,0
  • Design
    5,0
  • Handling
    5,0
  • Preis-Leistung
    3,0
  • Hardware
    4,0
  • Nutzerzufriedenheit
    3,0
  • Ausstattung
    3,0
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