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Samsung Galaxy Fold: Alle Infos zum faltbaren Smartphone

Samsung Galaxy Fold
Das faltbare Smartphone kommt auch nach Deutschland.

Das Galaxy Fold ist Samsungs erstes faltbares Smartphone. Was das Smartphone alles kann, wie viel es kostet und wann es erscheint, erläutert diese Übersicht.

Im Rahmen eines Unpacked Events im Februar zauberte Samsung zum ersten Mal das faltbare Smartphone aus dem Hut. Zusammengeklappt funktioniert das Galaxy Fold wie ein gewöhnliches Smartphone. Aufgeklappt hingegen hat es die Größe eines Tablets. Ein bis dato einzigartiges Konzept!

Auf den furiosen Start folgte jedoch Ernüchterung. Erste Testberichte enthüllten in kürzester Zeit die Schwachstellen des Geräts, dokumentierten Displayfehler und weitere Konstruktionsprobleme. Im April zog Samsung das Galaxy Fold zurück. Der Hersteller verspricht eine umfangreiche Überarbeitung und hat inzwischen veröffentlicht, was sich alles geändert hat. Alle bekannten Einzelheiten zu Hardware, Release und Preis, verrät Dir der nachfolgende Text.

Samsung Galaxy Fold fullscreen
Im ausgeklappten Zustand lässt sich das Galaxy Fold wie ein Tablet nutzen.

Ein Smartphone mit zwei Bildschirmen

Das faltbare Smartphone besteht aus zwei Bildschirmen: Das Display im Smartphone-Modus besitzt eine Bildschirmdiagonale von 4,58 Zoll. Bei einem 21:9-Seitenverhältnis beträgt die Auflösung 840 x 1.960 Pixel. Im entfalteten Zustand erreicht das Gerät eine Bildschirmdiagonale von 7,3 Zoll bei einem Seitenverhältnis von 4.2:3 und löst mit 1.536 x 2.152 Bildpunkten auf. In beiden Fällen erreicht das sogenannte Infinity Flex Display eine Pixeldichte von 420 ppi.

Eigens für das Galaxy Fold hat Samsung eine neue Polymerschicht erfunden: Das Display konnte somit rund 50 Prozent flacher als herkömmliche Bildschirme gebaut werden. Das neue Material zeichnet sich durch eine flexible und widerstandsfähige Nutzung aus, die somit eine lange Lebensdauer garantieren soll.

Samsung Galaxy Fold komplette Größe fullscreen
Im aufgeklappten Zustand erreicht das Galaxy Fold eine Bildschirmdiagonale von 7,3 Zoll.

Der große Bildschirm kann in drei Bereiche unterteilt werden: Neben der klassischen Anzeige einer App in Vollbildansicht kannst Du auch zwei oder sogar drei Apps gleichzeitig darstellen – das Feature nennt sich "Multi-Active Window".

Laut Samsung lässt sich das Galaxy Fold sanft wie ein Buch öffnen, während es mit einem "zufriedenstellenden Klick" geschlossen werde. Damit das problemlos gelingt, hat Samsung ein Scharnier mit mehreren ineinandergreifenden Zahnrädern entwickelt. Beeinträchtigungen im Design hat Samsung vermieden, da der Faltmechanismus komplett im Gehäuse versteckt wurde.

In Reaktion auf die Displayprobleme, die erste Tests enthüllten, hat Samsung inzwischen den Bildschirm noch einmal durch Metallschichten im Gehäuse verstärkt. Außerdem wurde das Scharnier durch zusätzliche Schutzkappen an den Rändern vor eintretendem Schmutz geschützt. Der Abstand zwischen Gehäuse und Scharnier fällt in der neuen Version des Galaxy Fold zudem kleiner aus als beim Original aus dem Februar.

Infinity Flex Display für Samsung Galaxy Fold fullscreen
Der Multifunktionsbildschirm des Galaxy Fold ist das Herzstück des neuen Konzepts.

Leistung satt: 7-nm-Chipsatz & 12 GB RAM

Das Galaxy Fold ist ein wahrer Kraftprotz: Welcher Chipsatz genau im Smartphone verbaut ist, verriet Samsung zwar noch nicht. Allerdings ist klar, dass es sich um einen Octa-Core-Chipsatz handelt, der im 7-nm-Verfahren hergestellt wird. Damit nicht genug: Dieser erhält tatkräftige Unterstützung von satten 12 GB Arbeitsspeicher. Um etwaige Leistungsreserven musst Du Dich beim faltbaren Smartphone von Samsung gewiss nicht sorgen.

Auch der interne Speicher ist mehr als üppig bemessen: Hier hat Samsung 512 GB Speicher auf Basis des schnellen UFS-3.0-Standards integriert. Dieser hat eine annähernd doppelt so hohe Lesegeschwindigkeit, als dies bei Smartphones mit älterem UFS-2.1-Speicher der Fall ist. Ungewöhnliche Bauweisen erfordern ungewöhnliche Maßnahmen: Aus diesem Grund sind gleich zwei Akkus im Inneren verbaut, die zusammen eine Kapazität von 4.380 mAh erreichen.

Gleich sechs Kameras an Bord

Das Galaxy Fold punktet nicht nur mit zwei Bildschirmen, sondern vor allem mit gleich sechs Kameras. Dabei handelt es sich um eine Triple-Kamera, die sich aus 16-MP-Weitwinkel und zwei 12-MP-Standard- und Teleobjektiven zusammensetzt, die auch über einen optischen Bildstabilisator verfügen. Für Selfies stehen die Cover Camera mit zehn Megapixeln und die Front-Dualkamera mit 10-MP-Selfie- und 8-MP-Tiefensensor bereit. Da das Galaxy Fold für Multitasking prädestiniert ist, kannst Du ein Videogespräch führen und parallel andere Apps auf Deinem Smartphone nutzen.

Samsung Galaxy Fold Rückansicht fullscreen
Das Galaxy Fold besitzt eine Triple-Kamera auf der Rückseite.

Software in enger Zusammenarbeit mit Google entwickelt

Für die Software arbeitet Samsung eng mit Android-Entwickler Google zusammen, um ein nahtloses Benutzererlebnis zu ermöglichen, das speziell die besondere Form des faltbaren Smartphones berücksichtigt. Nutzt Du etwa im Smartphone-Modus eine App und wechselst in den Tablet-Modus, kannst Du die App an genau derselben Stelle ohne Unterbrechung weiternutzen.

Damit das auch funktioniert, müssen Entwickler ihre Apps speziell für faltbare Smartphones anpassen. Google hat anlässlich des neuen Geräts auch offiziell die Unterstützung von Android für faltbare Smartphone bestätigt. Zum Start stellt Google App-Entwicklern eine eigene Schnittstelle (API) zur Verfügung, mit denen sich die Größe der Anwendung automatisch ändert, wenn das Gerät gefaltet oder entfaltet wird. Die nahtlose und unterbrechungsfreie Nutzung von Apps auf zwei Bildschirmen nennen Google und Samsung "App-Kontinuität".

Anhand der News-App Flipboard wurde etwa demonstriert, wie das in der Praxis aussehen könnte: Der Wechsel vom Smartphone-Modus in den Tablet-Modus gelingt nahtlos, Inhalte wie Bilder und Texte passen sich einfach an den größeren Bildschirm an – eine explizite Bestätigung oder dergleichen ist nicht erforderlich, alles erfolgt automatisch. Neben der Unterstützung von Android für faltbare Smartphones hat Samsung extra für das Galaxy Fold eine eigene Benutzeroberfläche mit dem Namen UX entworfen.

Release im Herbst für rund 2.000 Euro

Erwartungsgemäß wird das Galaxy Fold kein Schnäppchen: In den USA soll das Smartphone 1.980 US-Dollar kosten. Käufer in Deutschland müssen mit einem Preis von rund 2.000 Euro rechnen. Nachdem der erste Verkaufsstart im April von Samsung verschoben wurde, kommt das Galaxy Fold nun am 6. September in Südkorea auf den Markt. In Deutschland wird das Smartphone ab dem 18. September zu haben sein – auch in einer 5G-Variante. Verkauft wird das High-End-Smartphone in den Farben Space Silver, Cosmos Black, Martian Green und Astro Blue.

Zusammenfassung

  • Display: im Smartphone-Modus 4,58 Zoll; im Tablet-Modus 7,3 Zoll (420 ppi)
  • Prozessor: Octa-Core-Chipsatz
  • RAM: 12 GB
  • ROM: 512 GB
  • Akku: 4.380 mAh
  • Kameras: auf Rückseite 16-MP-Weitwinkel, 12-MP-Standard mit Teleobjektiv; auf Cover 10-MP-Standard und 8-MP-Tiefensensor
  • Software: Android und Samsungs UX-UI
  • Release: September 2019
  • Preis: voraussichtlich rund 2.000 Euro
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