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Acer auf der IFA 2015: Wer hat Angst vorm Predator?

Das Predator 8 ist ein GamingTablet im kantigen Look.
Das Predator 8 ist ein GamingTablet im kantigen Look. (©TURN ON 2015)

Cool, cooler, Acer? Wer diese Assoziation bisher noch nicht teilte, der hat wohl noch nie an einem Messestand mit Predator-Line-up Halt gemacht. Was man dort entdecken kann, lässt das Gamer-Herz höherschlagen. Aber auch für alle anderen hat Acer einige Neuheiten mit zur IFA 2015 gebracht – unter anderem eines der ersten Smartphones mit Windows 10 Mobile.

Acer light versus Acer Hardcore

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Wer in der Acer-Halle auf der IFA vorbeischaut, der findet gleich zwei Welten vor. Zum einen diesen hellen, in Weiß und Grün dominierten Bereich mit Acer-Smartphones, -Tablets, Notebooks und Co. Und dann ist da auf der anderen Seite die düstere Predator-Welt, die optisch mehr an UFC-Cagefighting erinnert als an einen Messestand. Hinter den Gittern tummeln sich bereits die ersten Gaming-Fans, um eines der neusten Predator-Produkte zu testen und vor drei Curved-Monitoren in waschechten Rennsitzen zu versinken.

Acer Predator 8 im Hands-On: Gaming to go

Eines der Highlights des neuen Predator-Line-ups kommt aber viel kleiner daher: das Acer Predator 8 Tablet. Mit nur acht Zoll ist es nicht auffallend groß. Optisch ist es dafür umso mehr auf Krawall gebürstet. Insbesondere die vier Lautsprecher an der Vorderseite – einer in jeder Ecke – sprechen eine deutlich aggressivere Sprache als die meisten Tablets.

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Das Predator 8 macht aber nicht nur optisch ordentlich was her, sondern auch haptisch. Erstens liegt das mit 8,7 Millimetern immer noch recht flache und mit 350 Gramm auch nicht allzu schwere Android-Tablet gut in der Hand – was für das ultimative Gaming-Erlebnis natürlich essenziell ist. Zweitens verschwindet es mit seinen acht Zoll Bildschirmdiagonale auch mal schnell in der Jackentasche und eignet sich damit perfekt fürs Spielen unterwegs. Und nicht zuletzt sorgt es auch mit seinem haptischen Feedback dafür, dass es für viele Gamer das Tablet der Wahl werden dürfte. Dieses entstand in Zusammenarbeit mit Gameloft, dem Spieleentwickler, der für Asphalt 8 verantwortlich zeichnet. Das Game ist daher bereits vorinstalliert und lockt mit 320.000 Game Credits im Wert von etwa 45 Euro.

Zu den harten Fakten: Im Inneren des Acer Predator 8 arbeitet ein Intel Atom x7 mit Intel HD Grafik und 2 GB RAM, das Display löst in Full HD auf, als Betriebssystem ist Android 5.1 vorinstalliert. Der interne Speicher beträgt wahlweise 32 oder 64 GB und ist per MicroSD-Karte erweiterbar. Die Preise starten bei 349 Euro für die kleinere Speichervariante. Wir sind nach einem ersten Hands-on jedenfalls begeistert und freuen uns auf den Marktstart im Oktober. Bleibt dann nur noch abzuwarten, ob das Tablet Acers Akkuversprechen von rund 8,5 Stunden im Gaming-Fieber auch halten kann.

Rechner zum Selberbauen: Der Acer Revo Build

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Der Acer Revo Build auf der IFA 2015. (©TURN ON 2015)

Doch auch in der hellen Acer-Welt abseits des düsteren Predator-Bereichs gibt es spannende Neuheiten zu entdecken – etwa den Acer Revo Build, einen modularen Mini-PC. Wer früher Legosteine zusammenbaute, kann dasselbe nun mit Rechnerkomponenten tun. Wir fühlten uns dabei sofort an Project Ara erinnert. Google baut Smartphones modular auf, Acer hingegen PCs.

Der Revo Build bringt ein Basiselement mit, das durch unterschiedliche kleine Module ergänzt werden kann. Und das ganz ohne Kabel, sondern per magnetischer Pogo-Pins. Die einzelnen Blöcke, etwa eine 1-TB-Festplatte, können einfach aufgesteckt oder aber auch in Verbindung mit anderen PCs genutzt werden. Der Mini-PC selbst nimmt mit einer Grundfläche von 125 x 125 Millimetern kaum Platz weg. Der Preis liegt bei 229 Euro, der Release ist für Ende Oktober geplant. Wir finden das Projekt auf jeden Fall ähnlich spannend wie Googles Ara – nicht nur, weil wir uns früher stundenlang mit Lego beschäftigen konnten.

Immer in Bewegung: Neue Fitness-Tracker von Acer

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Acer Liquid Leap Fit und Active 2 (©TURN ON 2015)

Kaum ein Hersteller reist 2015 noch ohne Wearables im Gepäck zur IFA nach Berlin. Und auch Acer hat gleich zwei neue Modelle im Gepäck: das Liquid Leap Active und das Liquid Leap Fit. Beide Fitness-Tracker bringen ein 1-Zoll-Display und einige smarte Funktionen mit. Zusätzlich zum Mitloggen von Fitnessdaten zeigen sie etwa Benachrichtigungen, E-Mails und Anrufe an, die auf dem verbundenen Smartphone eingehen. Beide sind zudem mit Android, iOS und Windows Phone kompatibel. Aber nur das Liquid Leap Fit bringt einen Herzfrequenzmesser und einen Stresssensor mit.

Ein Hands-On war im Falle der neuen Fitness-Tracker leider nicht möglich, denn sie versteckten sich sicher, aber nicht besonders gut in einem Schaukasten aus Glas. Nicht besonders gut, weil die beiden Modelle mit Armbändern in vielen verschiedenen Farben kombinierbar sind – zum Beispiel im violetten Camouflage-Design. Wir warten daher gespannt auf Testgeräte, die spätestens zum Marktstart im September (Acer Liquid Leap Active) beziehungsweise im ersten Quartal 2016 (Acer Liquid Leap Fit) verfügbar sein sollten. Die Preise gibt Acer mit 69 beziehungsweise 129 Euro an.

Low-End-Smartphone mit Windows 10: Das Acer Liquid M330

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Das Acer Liquid M330 läuft mit Windows 10 Mobile. (©TURN ON 2015)

Zugegeben: Das Acer Liquid M330 würden wir normalerweise links liegen lassen angesichts der Specs und der durchaus besser ausgestatteten Smartphone-Konkurrenz hier auf der IFA. Allerdings ist es das erste Smartphone mit Windows 10 Mobile, das uns vor die Linse gelaufen ist und somit doch etwas Besonderes ist.

Das Liquid M330 ist baugleich mit dem Z330, seinem Modellbruder mit Android 5.1, und kann auf dem Datenblatt nur mäßig beeindrucken: Ein Snapdragon 210 mit 1 GB RAM trifft auf 8 GB Flash-Speicher, der immerhin per MicroSD-Karte erweiterbar ist. Eine 5-Megapixel-Kamera dominiert die Rückseite und ein nicht gerade gehäusefüllendes 4,5-Zoll-Display die Vorderseite. Dafür verlangt Acer allerdings auch nur 129 Euro für das ab Dezember verfügbare Liquid M330. Um Windows 10 Mobile ausgiebig zu testen, warten wir dann aber doch lieber auf die nächsten High-End-Modelle.

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