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Asus ROG Phone 3 im Test: Das Nonplusultra-Gaming-Smartphone

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Genau so muss ein Gaming-Smartphone aussehen. Bild: © TURN ON 2020

Mit dem ROG Phone 3 schickt Asus bereits die dritte Generation seines Gaming-Smartphones ins Rennen. Neben starker Hardware hat sich der Hersteller auch darum bemüht, an den Gaming-Features des Smartphones zu feilen. Wie sich das ROG Phone 3 im Test schlägt, verrate ich Dir jetzt.

Design: So muss ein Gaming-Smartphone aussehen

Dass es sich bei dem Asus ROG Phone 3 um ein Gaming-Smartphone handelt, macht schon die Verpackung deutlich. Das Handy kommt in einer schwarzen, Prisma-förmigen Verpackung. Würde beim Öffnen noch Nebel aus der Box strömen, könnte man auf die Idee kommen, dass das Smartphone direkt aus der Zukunft stammt.

In der Schachtel wartet ein nicht weniger beeindruckendes Handy. Schon auf den ersten Blick wirkt das Gerät hochwertig: schlankes schwarzes Gehäuse, matter Aluminiumrahmen und verglaste Rückseite, auf der sich das Licht mit einem Regenbogeneffekt bricht. In der Mitte befindet sich das ROG-Logo, das in verschiedenen Farben und Zyklen leuchten kann. Oben links steckt das Kameramodul im verspielten Design.

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Verglaste Rückseite, Aluminiumrahmen, schickes Kameramodul – das Design überzeugt. Bild: © TURN ON 2020

Das Asus ROG Phone 3 sieht nicht nur hochwertig aus, sondern fühlt sich auch so an. Mit 240 Gramm wiegt es deutlich mehr als andere Geräte, was beim Zocken jedoch kaum auffällt. Die Kippschalter zur Lautstärkeregelung und der Power-Button sind ebenfalls aus Aluminium und machen einen stabilen Eindruck. Alle Ports können mit Gummiabdeckungen verschlossen werden, um das Eindringen von Staub zu verhindern. Eine IP-Zertifizierung hat das Smartphone allerdings nicht.

Auf der Vorderseite erwartet uns ein breites Display mit zwei größeren schwarzen Balken. Dort sind die länglichen Stereo-Lautsprecher und die Selfie-Kamera untergebracht.

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Display: Alles, was das Gaming-Herz begehrt

Das Display des Asus ROG Phone 3 zählt zu den Highlights des Smartphones. Das breite 19,5:9-Format eignet sich perfekt zum Zocken von Games und zum Schauen von Videos. Da es sich um ein AMOLED-Display handelt, sind die Schwarzwerte sehr gut. Der Bildschirm hat eine Diagonale von 6,6 Zoll und verfügt über eine Auflösung von 2.340 x 1.080 Pixeln. Daraus resultiert eine Pixeldichte von 391 ppi. Das ist ganz ordentlich, aber es gibt einige Smartphones mit deutlich schärferen Bildschirmen wie beispielsweise das Sony Xperia 1 II (hier im Test), das eine Pixeldichte von 643 ppi bietet.

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Das AMOLED-Display mit hoher Bildwiederholrate ist ein Traum für Gamer. Bild: © TURN ON 2020

Wesentlich interessanter dürfte für Zocker die Bildwiederholrate des Smartphones sein – und hier trumpft das Asus ROG Phone 3 richtig auf. Das Display unterstützt eine maximale Bildwiederholrate von 144 Hertz. Das ist die gleiche Wiederholrate, die auch viele Gaming-Bildschirme für den PC bieten. Nutzer können die Bildwiederholrate entweder vom Smartphone automatisch anpassen lassen oder zwischen den festen Optionen 144, 120, 90 und 60 Hz wählen. Bei der Aktualisierungsfrequenz von 144 Hz sehen Spiele besonders flüssig aus, sofern sie diese hohe Bildwiederholrate unterstützen. Die Menüanimationen im Betriebssystem und das Scrollen sind mit 144 Hz ebenfalls deutlich weicher als mit 60 Hz. Allerdings saugen die höheren Frequenzen den Akku des Smartphones auch deutlicher schneller leer.

Weiterhin bietet das Display eine sehr schnelle Reaktionszeit von nur einer Millisekunde und eine Abtastrate von 270 Hertz. Die maximale Helligkeit liegt bei 1.000 Nits, das Display lässt sich auch bei direkter Sonneneinstrahlung noch gut ablesen. HDR10 und HDR10+ werden ebenfalls unterstützt, darüber hinaus befindet sich im Display ein Fingerabdrucksensor.

Technik & Ausstattung: Mehr geht nicht

Das Asus ROG Phone 3 sieht nicht nur schick aus, es hat auch technisch einiges zu bieten. Das Smartphone ist in drei Ausführungen erhältlich: Die Strix-Edition, die günstigste Variante des Smartphones, die wir für unseren Test zur Verfügung bekommen haben, kommt mit einem Snapdragon 865 in Kombination mit 8 GB Arbeitsspeicher und 256 GB UFS-3.1-Speicher. In den beiden anderen Modelle ist ein Snapdragon 865+ verbaut, der derzeit schnellste für Android-Smartphones verfügbare Prozessor. Weiterhin besitzen die Geräte 12 beziehungsweise 16 GB RAM und jeweils 512 GB UFS-3.1-Speicher. Weitere Unterschiede zwischen den Modellen gibt es nicht. Der interne Speicher ist bei keiner Ausführung per microSD-Karte erweiterbar.

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Das Anbringen des externen Lüfters ist kinderleicht: einfach ans Smartphone clippen ... Bild: © TURN ON 2020
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... und direkt loszocken. Bild: © TURN ON 2020
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So starke Hardware auf engsten Raum muss natürlich gut gekühlt werden, das Smartphone verfügt deshalb über eine 3D Vapor Chamber und einen extra großen Kühlkörper. Beide Elemente sind in der Nähe von Hitze-Hotspots angebracht. Asus will die Effektivität des Kühlsystems gegenüber dem Vorgänger um 14 Prozent gesteigert haben. Und sollte die passive Kühlung bei besonders anspruchsvollen Games nicht ausreichen, kannst Du den im Lieferumfang enthaltenen externen Lüfter AeroActive Cooler 3 ganz leicht an das Smartphone clippen. Der Lüfter soll die Oberflächentemperatur des ROG Phone 3 um bis zu 4 Grad kühler machen. Ob es genau 4 Grad sind, habe ich bei meinem Test nicht nachgeprüft, mit dem externen Lüfter hat sich das Smartphone aber tatsächlich ein wenig kühler angefühlt.

Der Sound des ROG Phone 3 hat mich besonders beeindruckt. Die schmalen Lautsprecher machen einen unscheinbaren Eindruck, aber in ihnen steckt Power. Tiefen, Höhen und Bässe hören sich richtig gut an, die Lautsprecher fangen auch bei hoher Lautstärke nicht an zu krächzen. Filme zu schauen und zu zocken macht bei solch einem genialen Sound doppelt Spaß. Und wer beim Spielen häufig per Sprach-Chat kommuniziert, freut sich über die insgesamt vier Mikrofone. Egal, wie das Smartphone gehalten wird, mindestens ein Mikro bleibt unverdeckt.

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Ich hätte wirklich nicht gedacht, dass in so kleinen Lautsprechern so viel Power steckt. Bild: © TURN ON 2020

Am Akku gibt es ebenfalls wenig auszusetzen. Er besitzt eine Kapazität von 6.000 mAh und hält auch im stromhungrigen Gaming-Modus (dazu später mehr) und bei hohen Bildwiederholrate problemlos mehrere Stunden durch. Bei alltäglicher Nutzung schafft der Akku bei reduzierter Bildwiederholrate, niedriger Helligkeit und ausgeschaltetem Gaming-Modus sogar bis zu eineinhalb Tage – je nach Nutzung. Mit dem mitgelieferten 30-Watt-Netzteil lässt sich das ROG Phone 3 recht schnell wieder aufladen. Das Aufladen von 0 auf 100 Prozent hat bei mir 90 Minuten gedauert. Sicherlich wären hier mit mehr Watt auch kürze Zeiten möglich, das würde den Akku aber auch stärker belasten. Gut finde ich außerdem die verschiedenen Stromspar-Optionen im "Power Master"-Kontrollzentrum. Dort können beispielsweise Autostart-Apps festgelegt und Stromsparmodi aktiviert werden. Wireless Charging bietet das Smartphone nicht.

Kommen wir zu den Themen Konnektivität und Anschlüsse. Das Smartphone unterstützt alle verfügbaren WiFi-Protokolle inklusive dem schnellen WiFi 6. Die vier verbauten WLAN-Antennen sorgen dafür, dass stets eine stabile Verbindung besteht. Natürlich beherrscht das ROG Phone 3 auch 5G, weiterhin sind Bluetooth 5.1 und NFC an Bord. Es gibt zwar nicht viele Ports, aber neben dem SIM-Kartensteckplatz verfügt das Smartphone über gleich zwei USB-C-Anschlüsse: einen an der Unterseite und einen am linken Rand, der auch vom externen Lüfter verwendet wird. Der Port an der linken Seite ist praktisch, wenn Du das Smartphone beim Zocken laden willst. Denn dort stört das Kabel nicht, wenn Du das Gerät horizontal hältst. Einen Klinkenanschluss besitzt das Smartphone nicht. Kopfhörer mit Klinkenstecker lassen sich jedoch über zwei Adapter ans Gerät anschließen: per mitgeliefertem Adapterkabel oder über den Klinkenadapter, der sich im externen Lüfter befindet.

Als Betriebssystem kommt Android 10 mit der angepassten Oberfläche ROG UI zum Einsatz. Da das Smartphone ein aktuelles Modell ist, erhält es zu einem späteren Zeitpunkt sehr wahrscheinlich auch ein Update auf Android 11.

Gaming-Features: Die AirTrigger sind ein Traum

Neben der starken Hardware bietet das Asus ROG Phone 3 eine Reihe von Software-Features, die speziell auf Gaming zugeschnitten sind. In der App Armory Crate findest Du alle Einstellungen zum Thema Gaming auf einen Blick. Dort gibt es auch eine Spielebibliothek, in der alle installierten Games angezeigt werden. Weiterhin kannst Du spezielle Szenarien für die Spiele festlegen, beispielsweise mit welcher Bildwiederholfrequenz sie laufen. Im Bereich Konsole kannst Du allgemeine Gaming-Einstellungen festlegen und den sogenannten X-Modus aktivieren.

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Der X-Modus holt noch mehr Leistung aus dem Smartphone heraus. Bild: © TURN ON 2020
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Beim Zocken will ich nicht gestört werden. Eingehende Nachrichten und Anrufe kann ich über das Game Genie mit einem Klick blockieren. Bild: © TURN ON 2020
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Der X-Modus holt beim Zocken noch einmal mehr Leistung aus CPU und GPU heraus, es sind drei Stufen wählbar. Die erste Stufe empfiehlt sich für anspruchsvollere 2D-Games, die zweite für 3D-Spiele. Wer noch mehr Leistung benötigt, kann die dritte Stufe aktivieren, die sich allerdings nur in Kombination mit dem externen Kühler starten lässt. Neben der Leistung nehmen mit zunehmender Stufe auch Stromverbrauch und Hitzeentwicklung zu. Ob derzeit ein Mobile Game existiert, das die komplette Leistung auf der dritten Stufe des X-Modus nutzen kann, ist aber fraglich.

Sehr gut gefällt mir auch das Game Genie. Es handelt sich um ausklappbare Quick Settings, in denen Gaming-relevante Optionen an- und ausgeschaltet werden können. Hier lassen sich zum Beispiel Nachrichten und eingehende Anrufe während des Zockens blockieren, oder Du bekommst Echtzeit-Infos zur Hardware angezeigt. Das kannst Du alles auch vorher in der Konsole einstellen, aber wenn Du schnell etwas ändern möchtest, ist das Game Genie echt praktisch.

Nicht neu, aber noch besser als beim Vorgänger sind die AirTrigger 3. Die Ultraschall-Touch-Sensoren, die die Schultertasten eines Controllers simulieren, können praktisch für jede Touch-Geste in Games konfiguriert werden. Besonders gut eignen sich die Sensoren zum Schießen in Shootern sowie zur Beschleunigung und zum Bremsen in Rennspielen. Cool finde ich auch, dass Asus den AirTriggern im ROG Phone 3 zusätzliche Funktionen spendiert hat. Die virtuellen Schultertasten lassen sich nun auch in L1/L2 beziehungsweise R1/R2 aufteilen und erkennen Swipe-Gesten.

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Wie konnte ich Shooter jemals ohne AirTrigger auf dem Smartphone zocken? Bild: © TURN ON 2020
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Die AirTrigger lassen sich auch in zwei Buttons aufteilen. Bild: © TURN ON 2020
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Kameras: Für ein Gaming-Smartphone überraschend gut

Die Kameras dürften für Käufer des ROG Phone 3 Nebensache sein, ich möchte aber dennoch kurz auf sie eingehen. Auf der Rückseite des Smartphones befinden sich drei Kameras. Bei dem Hauptsensor handelt es sich um den IMX 686 von Sony, der eine Auflösung von 64 Megapixel bietet. Außerdem gibt es eine 13-Megapixel-Ultraweitwinkelkamera und einen 5-Megapixel-Makro-Sensor. Ein Teleobjektiv bietet das Gerät nicht.

Standardmäßig knipst die Hauptkamera Fotos im 4:3-Format mit 16 Megapixeln. Die Quad-Bayer-Technologie sorgt dafür, dass vier Pixel zu einem einzigen Pixel verschmelzen, aus 64 Megapixel werden also 16 Megapixel. Die Vorteile dieser Technik sind eine höhere Bildqualität bei Aufnahmen mit schlechten Lichtverhältnissen und weniger Bildrauschen. Wer möchte, kann allerdings auch Fotos mit 64 Megapixeln schießen. Die Bilder sind dann deutlich schärfer, allerdings sollten gute Lichtverhältnisse vorliegen.

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Die Qualität der 16-Megapixel-Aufnahmen ist ordentlich. Bild: © TURN ON 2020
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Bei vollen 64 Megapixeln werden die Bilder noch schärfer. Bild: © TURN ON 2020
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Hier ein Foto im 16:9-Format. Bild: © TURN ON 2020
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Mit der Makrokamera lassen sich auch kleinste Details einfangen. Bild: © TURN ON 2020
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Dank der Quad-Bayer-Technologie sind auch gute Bilder bei schlechten Lichtverhältnissen möglich. Bild: © TURN ON 2020
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Das ROG Phone 3 verfügt leider nicht über ein Teleobjektiv und beherrscht nur digitalen Zoom. Bild: © TURN ON 2020
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Der zweifache Zoom ist noch ganz ordentlich. Bild: © TURN ON 2020
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Bei fünffachem Zoom gehen schon Details verloren. Die Baumkronen sehen sehr verwaschen aus. Bild: © TURN ON 2020
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Fotos mit achtfachem Zoom, der maximalen Stufe, sind kaum zu gebrauchen. Bild: © TURN ON 2020
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Der Nachtmodus der Kamera funktioniert gut. Hier war es schon deutlich dunkler, als es das Foto vermuten lässt. Bild: © TURN ON 2020
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Wer die richtige Distanz ausgelotet hat, bekommt auch schicke Selfies hin. Bild: © TURN ON 2020
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Hier noch ein Selfie im Porträtmodus. Bild: © TURN ON 2020
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Die Bilder mit der Hauptkamera gehen qualitativ in Ordnung. Das Smartphone kann sich keinesfalls mit Fotowundern wie dem Xiaomi Mi 10 Ultra, Huawei P40 Pro oder Samsung Galaxy S20 Ultra messen lassen, aber für ein Gaming-Handy sind die Resultate nicht schlecht. Die Bilder der Ultraweitwinkelkamera können qualitativ nicht mit denen der Hauptkamera mithalten. Wer Fotos im Breitbildformat schießen möchte, muss Einbußen bei Schärfe und Details in Kauf nehmen. Die 5-Megapixel-Makrokamera hat für die meisten Anwender wahrscheinlich keinen wirklichen Nutzen, die Nahaufnahmen von kleinen Objekten können sich jedoch sehen lassen.

Die 24-Megapixel-Selfie-Cam auf der Vorderseite macht ebenfalls ordentliche Aufnahmen, wenn Du die richtige Distanz für Selfies herausgefunden hast. Einen Autofokus bietet die Frontkamera nämlich nicht.

Das ROG Phone 3 beherrscht zudem folgende Videoformate:

  • 8K-UHD mit 30 FPS mit dem Hauptsensor
  • 4K-UHD mit 30 oder 60 FPS mit dem Hauptsensor (30 FPS mit der Ultraweitwinkelkamera)
  • 1080p mit 30 oder 60 FPS
  • 720p mit 30 FPS
  • Zeitraffer (4K-UHD)
  • Slow-Motion-Video (4K mit 120 FPS, 1080p mit 240 oder 120 FPS, 720p mit 480 FPS)

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Fazit: Geiles Gaming-Smartphone, aber ...

Das Asus ROG Phone 3 hat bei mir einen sehr guten Eindruck hinterlassen. Es hat ein schickes Design, besitzt ein tolles Display, der Sound ist fantastisch, und die Hardware so übertrieben stark, dass ich weder beim Zocken noch bei sonstigen Aktivitäten Slowdowns feststellen konnte. Die zusätzlichen Gaming-Features sind sinnvolle und nützliche Ergänzungen, und die AirTrigger möchte ich nicht mehr missen. Physische Tasten sind beim Zocken einfach so viel besser als Touch-Gesten auf dem Display.

Wer häufig mobil spielt und keine Lust hat, zusätzliches Equipment wie einen Controller mit Clip mit sich herumzuschleppen, bekommt derzeit kein besseres Gaming-Smartphone als das Asus ROG Phone 3. Allerdings bezweifle ich, dass sich das Gerät wirklich lohnt. Das liegt aber weniger an dem Smartphone als an Mobile Gaming selbst.

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Mir hat das Zocken auf dem ROG Phone 3 richtig Laune gemacht. Bild: © TURN ON 2020

Da wäre zum Beispiel die enorm hohe Leistung des Smartphones. Die wird meiner Meinung nach bisher von zu wenigen Mobile Games ausgeschöpft. Klar, für 144-Hertz-Gaming ist viel Power nötig, aber was bringt es mir, "Candy Crush" auf höchsten Einstellungen zu zocken, um es mal überspitzt auszudrücken. Das ROG Phone 3 ist für viele aktuelle Spiele überdimensioniert.

Und hier sehe ich direkt das nächste Problem: Aufgrund der immer beliebter werdenden Cloud-Gaming-Dienste besteht für Mobile-Entwickler eigentlich kein Anreiz mehr, grafisch aufwendige Games für Smartphones zu entwickeln. Wer anspruchsvolle Spiele zocken will, entscheidet sich für einen Cloud-Dienst und streamt PC- und Konsolen-Games einfach auf sein Handy. Starke Hardware im Smartphone ist dann nicht nötig, die Leistung kommt aus den Rechenzentren der Cloud-Gaming-Anbieter.

Ein weiter Knackpunkt ist der relativ hohe Preis. Je nach Ausstattung werden für das ROG Phone 800 bis 1.100 Euro fällig. Für den Preis des stärksten Modells könnten sich Nutzer auch die beiden Next-Gen-Konsolen PS5 und Xbox Series X leisten – nur mal so als Vergleich.

Das Asus ROG Phone 3 ist definitiv ein geniales Smartphone, aber seiner Zeit zu weit voraus. Aber was nicht ist, kann vielleicht ja noch werden.

Alternativen zum ROG Phone 3 bei SATURN
Das hat mir gut gefallen Das hat mir weniger gefallen
+ Schickes Design - Kein erweiterbarer Speicher
+ Gutes OLED-Display mit 144 Hertz - Display könnte ein wenig schärfer sein
+ Genialer Sound - Kein Wireless Charging
+ Ausdauernder Akku -Je nach Ausstattung recht teuer
+ Sinnvolle Gaming-Features
+ Starker Prozessor

 

Asus ROG Phone 3
Asus ROG Phone 3
  • Datenblatt
  • Hardware und Software
  • Gerätetyp
    Smartphone
  • Preis (UVP)
    ab 799 Euro
  • Release
    Juli 2020
  • Farben
    Schwarz
  • Lieferumfang
    ROG Phone 3, 30-Watt-Ladegerät, USB-C-zu-USB-C-Kabel, AeroActive Cooler 3, Aero Case, Adapter Klinkenstecker auf USB-C, Gummiverschlüsse, Schnellstartanleitung
  • Display-Größe
    6,6 Zoll
  • Display-Auflösung und Display-Typ
    2.340 x 1.080 Pixel, AMOLED
  • Prozessor
    Qualcomm Snapdragon 865/865+
  • Arbeitsspeicher
    8 GB, 12 GB, 16 GB
  • Speicherkapazität
    256 GB, 512 GB, nicht erweiterbar
  • Betriebssystem
    Android 10 (Stand: September 2020)
  • Kameras
    Frontkamera (24 MP) und Rückkameras (64 MP + 13 MP Ultraweitwinkel + 5 MP Makro)
  • SIM-Karten-Format
    Dual-Nano-SIM
  • Anschlüsse und Steckplätze
    2 x USB-Typ-C
  • Konnektivität
    LTE, 5G, WiFi 6, Bluetooth 5.1, NFC
  • Akkukapazität
    6.000 mAh
  • Besondere Merkmale
    144-Hz-Display, 8K-Videoaufnahme, Stereo-Lautsprecher, Quick Charge, AirTrigger, LED-Beleuchtung
TURN ON Score:
4,6von 5
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