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Babyliss C1000E Curl Secret im Test: Locken im Handumdrehen

Der Babyliss C100E Secret Curl verwandelt glattes in lockiges Haar.
Der Babyliss C100E Secret Curl verwandelt glattes in lockiges Haar. (©TURN ON 2015)

Es ist so eine Sache mit den Frauen: Diejenigen mit glattem Haar wünschen sich Locken – und umgekehrt. Der Babyliss C1000E Curl Secret macht zumindest Ersteres möglich. Was ihn von einem klassischen Lockenstab unterscheidet und wie kompliziert die Anwendung ist, haben wir in einem Test ausprobieren können.

Babyliss C1000E Curl Secret: Kein klassischer Lockenstab

Wer selber keine Locken hat, sich aber manchmal welche wünscht, griff in der Vergangenheit meist zu Lockenwicklern oder zum Lockenstab. In jüngster Zeit hat sich aber eine weitere Geräteart etabliert, die Locken zaubert. In diese Kategorie fällt auch der Babyliss C1000E. Es handelt sich dabei um einen automatischen Lockendreher – quasi eine Mischung aus Heißwicklern und Lockenstab. Denn die Nutzerin hält das an den Strom angeschlossene und aufgeheizte Gerät in der Hand und legt einzelne Haarsträhnen ein. Ein kleiner Motor im Lockendreher zieht diese ein und wickelt sie um eine heiße, keramikbeschichtete Rolle. Nach wenigen Sekunden ist die Locke fertig. Die Nächste dreht der Curl Secret dann in die andere Richtung, damit das Ergebnis natürlicher ausfällt. Klingt nach Arbeit? Das dachten wir auch und haben es im Test einmal ausprobiert.

Design und Material: Haarschonende Keramikbeschichtung

Erst einmal müssen wir den Babyliss C1000E Curl Secret dafür auspacken. Der Lieferumfang ist sehr übersichtlich. Außer dem Gerät ist die Bedienungsanleitung sowie ein Reinigungswerkzeug zum Entfernen von Styling-Rückständen dabei. Der Lockendreher ist passend zur Zielgruppe in einem schicken Violett gehalten, wirkt insgesamt aber etwas klobig. Mit rund einem Kilogramm Gewicht ist der Curl Secret auch spürbar schwerer als viele Lockenstäbe.

Babyliss Curl Secret fullscreen
Babyliss Curl Secret fullscreen

Dass der Lockendreher im vorderen Bereich so klobig ausfällt, ist der Eindrehautomatik geschuldet. Motor und Keramikzylinder kommen hier unter. Die Keramikbeschichtung ist nicht nur besonders haltbar, sie soll laut Hersteller auch das Haar schonen. Denn Keramik bietet eine besonders glatte Oberfläche. So wird das Haar zwar der Hitze ausgesetzt, es entsteht aber weniger Reibung als bei anderen Materialien.

Handhabung: Sehr viel einfacher als gedacht

Doch genug der grauen Theorie: Wir wollten wissen, wie einfach oder kompliziert die Anwendung des Babyliss C1000E Curl Secret ist und haben Hand angelegt. Wer sich damit Locken machen möchte, hat die Wahl zwischen zwei verschiedenen Temperaturstufen und drei unterschiedlichen Zeiteinstellungen. Während Frauen mit dünnem Haar auf Hitzestufe I (210 Grad Celsius) und nach acht Sekunden ein tolles Ergebnis erwarten dürfen, sollten Personen mit dickerem Haar und Wunsch nach festen Locken eventuell die zweite Temperaturstufe (230 Grad Celsius) und eine Wickeldauer von zehn oder zwölf Sekunden wählen.

Babyliss Curl Secret fullscreen
Babyliss Curl Secret fullscreen

Pluspunkt: Der Curl Secret ist schnell einsatzbereit. Auf die niedrigste Temperatureinstellung hat der Lockendreher nach rund einer Minute vorgeheizt. Dann kann es losgehen. Was auf der Abbildung in der Anleitung leider nicht ganz deutlich zu sehen ist, ist dafür im zugehörigen Text gut beschrieben. Hat man einmal den Dreh raus, ist das Einlegen der Haarsträhnen ganz einfach. Wann die einzelne Haarpartie fertig ist, verrät das Gerät mittels dezenter Pieptöne. Das funktioniert gut und so ist ruckzuck das ganze Haar bearbeitet. Da dies vergleichsweise schnell geht, fällt auch das Gewicht des Babyliss C1000E Curl Secret nicht sonderlich negativ auf. Etwas Vorsicht ist dafür immer aufgrund der Hitzeentwicklung geboten. Wer den Lockendreher zu dicht am Haaransatz ansetzt, wird das merken. Im Gegensatz zum klassischen Lockenstab ist die Verbrennungsgefahr allerdings vergleichsweise gering.

Ergebnis: Schnelle Locken, aber nicht sehr variabel

Das Ergebnis überzeugt: Selbst auf der niedrigeren Temperaturstufe und der kürzesten Zeiteinstellung entstehen im Handumdrehen schöne und lange haltende Locken – ein Styling-Finish mit Haarspray vorausgesetzt. Ob der Durchmesser der Locken gefällt, ist Geschmackssache. Bei kürzerem Haar wirkt das natürlich auch ganz anders als bei einer langen Mähne. Ein Nachteil des Curl Secret ist, dass der Durchmesser der Locken nicht variiert werden kann – schließlich wickelt das Gerät sie um eine Rolle mit konstantem Durchmesser. Etwas mehr Variabilität, wie sie nach vorne spitz zulaufende Lockenstäbe oder Heißwickler in unterschiedlichen Größen bieten, wäre wünschenswert.

Fazit: Besser nur für besondere Anlässe

Der Babyliss C1000E Curl Secret macht das, was er machen soll: schöne Locken. Und das geht wirklich erstaunlich schnell und einfach. Lediglich für den Hinterkopf benötigt der eine oder andere vielleicht eine helfende Hand. Mit einem Spiegel von drei Seiten geht das aber auch alleine ganz gut. Mit einem Preis von 119 Euro ist der Curl Secret kein Schnäppchen. Dafür ist er auf Langlebigkeit ausgelegt, der Motor soll laut Hersteller 5000 Betriebsstunden überleben. Dennoch sollte das Bearbeiten aller Haare mit Hitze nur gelegentlich erfolgen – egal, ob mit Lockenstab, Lockendreher oder Glätteisen. Denn Keramikbeschichtung hin oder her: Hitze schädigt das Haar. Das können auch Hitzesprays oder sonstige Styling-Produkte nicht vollkommen verhindern.

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