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Das Gigaset ME im Test: Der Smartphone-Debütant

Wir klären, wie sich das Gigaset ME im Test schlägt.
Wir klären, wie sich das Gigaset ME im Test schlägt. (©TURN ON 2015)

Das erste Smartphone von Gigaset ist da: Doch lohnt sich der Kauf des Gigaset ME? Das Android-Gerät will mit edler Verarbeitung und ordentlicher Hardware punkten. Wie der etablierte Telefon-Hersteller sich bei seinem Debüt im Mobiltelefon-Bereich schlägt, klärt unser Test des Gigaset ME.

Packt man das Gigaset ME zum ersten Mal aus, fällt sofort die hochwertige Verarbeitung ins Auge. Der Edelstahlrahmen und die geschlossene Glasfront sind ein optischer Hingucker, mit einem Gewicht von 160 Gramm liegt das Smartphone gerade noch angenehm in der Hand. So schön die Glasoberfläche auch wirken mag, beim Halten muss man mitunter aufpassen, dass einem das Gerät nicht aus der Hand rutscht. Ansonsten ist die Verarbeitung tadellos, Spaltmaße sucht man vergebens.

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Fingerabdrucksensor funktioniert gut und zuverlässig

Auf der Rückseite hat Gigaset dem Smartphone einen Fingerabdrucksensor direkt unter der 16 Megapixel-Kamera spendiert. Die Einrichtung funktioniert schnell, der Fingerabdruck selbst wird ebenfalls recht zügig identifiziert – geht allerdings nicht so schnell vonstatten wie beim iPhone 6s. Die Frage der Platzierung des Sensors mag Geschmacksache sein, eine Positionierung direkt unter dem Display oder auch an der Gehäuseseite hat jedoch unbestritten Vorteile. So aber muss man das Gerät stets in die Hand nehmen, will man es per Fingerabdruck entsperren.

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Gigaset ME bietet ordentliche Performance für den Alltag

Das Gigaset ME verfügt über einen Bildschirm mit 5 Zoll Diagonale, die Auflösung beträgt Full HD, was eine sehr gute Pixeldichte von 443 ppi ergibt. Einzelne Pixel lassen sich nicht ausmachen, die Darstellung auf dem Screen ist knackig scharf, der Kontrast geht in Ordnung. Videos sehen auf dem Bildschirm ausgezeichnet aus. Leistungsmäßig muss sich das Gigaset-Smartphone ebenfalls nicht verstecken. Als Prozessor dient der Snapdragon 810, unterstützt von 3 GB RAM. Das garantiert eine sehr ordentliche Performance, Benchmark-Bestwerte schafft das Gerät aber nicht. Bedenkzeit genehmigte sich das Modell im Alltagsgebrauch aber auch nicht.

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Android 5.1.1 Lollipop – Android 6.0 Marshmallow geplant

In Sachen Software vertraut der deutsche Hersteller auf Android 5.1.1 Lollipop, ein Update auf Android 6.0 Marshmallow soll aber folgen. Einen App-Drawer sucht man vergebens, stattdessen findet man einen eigenen Android-Launcher vor. Die Apps werden somit alle auf dem Home-Screen abgelegt. Erfreulicherweise verzichtet Gigaset auf allzu viel Bloatware, lediglich einige wenige solcher Apps sind bereits bei der Ersteinrichtung vorhanden. Das Interface selbst wirkt optisch sehr gefällig und punktet mit einem recht minimalistischen und eleganten Design.

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16 Megapixel-Kamera mit schnellem Autofokus liefert gute Bilder

Die Hauptkamera schießt Fotos in 16 Megapixeln Auflösung und verfügt über einen schnellen Autofokus – dieser erfasst das gewünschte Motiv in 0,16 Sekunden. Damit reicht man zwar nicht an den superschnellen Autofokus heran, der beispielsweise im Xperia Z5 werkelt, aber im Alltag ist der Unterschied ohnehin kaum spürbar. Im Test konnten die Bildaufnahmen überzeugen, die Fotos sind sowohl scharf als auch detailreich. Der Makromodus verrichtet seinen Dienst recht ordentlich, wenngleich man einige Versuche benötigt, um ein zufriedenstellendes Ergebnis zu erzielen. Auslösen kann man übrigens auch, in dem man seinen Finger auf den rückwärtigen Sensor auflegt. Praktikabel ist das allerdings eher im Hoch- als im Querformat.

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Die Videoaufnahme ist qualitätsmäßig kaum zu bestanden, einzig und allein der fehlende Bildstabilisator lässt die Aufzeichnung etwas unruhig wirken. Die Aufnahmen der Selfiecam sind okay, aber keinesfalls überragend, ein leichtes Bildrauschen ist meist zu erkennen. Das Menü der Kamera wirkt aufgeräumt und sehr übersichtlich, viele Einstellungen lassen sich ohnehin nicht vornehmen. Immerhin: Die ISO-Werte lassen sich verändern und auch der Weißabgleich kann reguliert werden.

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Erweiterbarer Speicher und Quick-Charge-Technologie

Der interne Speicher des Gigaset ME hat eine Kapazität von 32 GB, womit genügend Platz für Bilder und Videos vorhanden sein dürfte. Allerdings benötigt das System schon gute 8,5 Gigabyte, sodass der eine oder andere Besitzer sicher dazu geneigt sein dürfte, die Kapazität via microSD zu erweitern. Die Akkukapazität beträgt 3000 mAh, was den Tag bei normaler Nutzung gut überstehen lässt. Das Gerät muss dennoch jeden Abend wieder an die Steckdose.

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Der Ladevorgang selbst geht dank Quick-Charge-Technologie von Qualcomm sehr zügig voran. Bereits nach fünf Minuten an der Stormversorgung kann das Gigaset ME wieder für bis zu zwei Stunden Sprechzeit (3G) genutzt werden. Das Smartphone ist mit dem neuen USB-Anschluss Typ-C ausgestattet, das Ladekabel kann somit nicht mehr falsch herum eingestöpselt werden.

Fazit: Smartphone-Debüt von Gigaset geglückt

Gelungenes Smartphone-Debüt von Gigaset. Das Gigaset ME weiß mit ordentlicher Verarbeitung zu überzeugen, auch die technische Ausstattung stimmt. Die Glasoberfläche ist edel, bisweilen muss man allerdings aufpassen, dass einem das Gerät nicht aus der Hand rutscht. Die Kamera ist für gute Aufnahmen zu gebrauchen, die Akkulaufzeit ist solider Durchschnitt. Für 469 Euro gibt es das Gigaset ME zu kaufen, das Preis-Leistungs-Verhältnis passt.

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