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DJI Mavic 2 Zoom im Test: Alfred Hitchcock lernt fliegen

Die beliebte Mavic Pro hat 2018 endlich einen Nachfolger bekommen – beziehungsweise sogar zwei: die DJI Mavic 2 Pro mit Hasselblad-Kamera und die DJI Mavic 2 Zoom mit zweifach optischem Zoom. Wir haben das Zoom-Modell getestet und uns wie Alfred Hitchcock gefühlt.

Die Mavic-Reihe hat 2018 gleich dreimal Nachwuchs bekommen. Nach der faltbaren Mavic Air, dem Einsteigermodell der Reihe, kamen Anfang November die beiden Mavic-2-Modelle Pro und Zoom. Sie folgen auf die erste Generation der beliebten DJI Mavic Pro und wollen Drohnenfotos und -videos einen aufregenden neuen Look verpassen. Während die Mavic 2 Pro dank Hasselblad-Kamera mit 1-Zoll-Sensor vor allem in Sachen Bildqualität punktet, will die Mavic 2 Zoom besonders flexibel in puncto Bildgestaltung sein. Wir haben uns die Zoom-Version für einen Test geschnappt und ein paar winterliche Flugstunden absolviert.

Lieferumfang: Das steckt im Paket

Die DJI Mavic 2 Zoom ist mit 1249 Euro das günstigere der beiden neuen Modelle. Zu diesem Preis gibt es die Drohne mit Fernsteuerung, einem Akku, Ladegerät für einen Akku und nötigem Zubehör wie Kabeln, Adapter und Gimbalschutz. Auch Ersatzpropeller sind bereits im Lieferumfang enthalten. Vielflieger werden früher oder später aber sicherlich in mindestens einen weiteren Akku investieren. Für den einen oder anderen könnte zudem das 1748 Euro teure Set interessant sein, in dem die DJI Goggles, eine VR-Brille fürs Fliegen aus der First-Person-Perspektive, bereits enthalten sind. Ansonsten enthält auch die Basisversion alles, was Du zum Losfliegen brauchst.

Design: Nicht so schick wie die Mavic Air

Die DJI Mavic 2 Zoom kommt mit Fernsteuerung und Ersatzpropellern. fullscreen
Die DJI Mavic 2 Zoom kommt mit Fernsteuerung und Ersatzpropellern.
Im Vergleich zum Vorgänger ist das neue Modell etwas größer und schwerer. fullscreen
Im Vergleich zum Vorgänger ist das neue Modell etwas größer und schwerer.
Das Design ist dezenter als etwa bei der Mavic Air. fullscreen
Das Design ist dezenter als etwa bei der Mavic Air.
Hier gibt es mattes Grau statt glänzendem Rennwagen-Rot. fullscreen
Hier gibt es mattes Grau statt glänzendem Rennwagen-Rot.
Der Gimbal stabilisiert die Aufnahmen um drei Achsen. fullscreen
Der Gimbal stabilisiert die Aufnahmen um drei Achsen.
Die Propeller lassen sich ganz einfach austauschen. fullscreen
Die Propeller lassen sich ganz einfach austauschen.
Die Kamera der Mavic 2 Zoom hat einen kleineren Bildsensor als die der Mavic 2 Pro. fullscreen
Die Kamera der Mavic 2 Zoom hat einen kleineren Bildsensor als die der Mavic 2 Pro.
Zusätzlich zur Hauptkamera sorgen weitere Kameras und Sensoren für Flugsicherheit. fullscreen
Zusätzlich zur Hauptkamera sorgen weitere Kameras und Sensoren für Flugsicherheit.
Das Gesamtpaket kostet 1249 Euro. fullscreen
Das Gesamtpaket kostet 1249 Euro.
Die DJI Mavic 2 Zoom kommt mit Fernsteuerung und Ersatzpropellern.
Im Vergleich zum Vorgänger ist das neue Modell etwas größer und schwerer.
Das Design ist dezenter als etwa bei der Mavic Air.
Hier gibt es mattes Grau statt glänzendem Rennwagen-Rot.
Der Gimbal stabilisiert die Aufnahmen um drei Achsen.
Die Propeller lassen sich ganz einfach austauschen.
Die Kamera der Mavic 2 Zoom hat einen kleineren Bildsensor als die der Mavic 2 Pro.
Zusätzlich zur Hauptkamera sorgen weitere Kameras und Sensoren für Flugsicherheit.
Das Gesamtpaket kostet 1249 Euro.

Nach dem Test der DJI Mavic Air war ich designtechnisch vielleicht ein bisschen verwöhnt. Den Hochglanz-Look eines edlen Sportwagens bringt die Mavic 2 nicht mit. Sie kommt stattdessen in mattem Grau, ganz wie ihr Vorgänger. Allerdings fallen die neuen Modelle etwas größer und schwerer aus als die Mavic Pro. Auch die Propeller sind größer und haben ein neues Design. Das macht sie besonders geräuscharm. Die Fluggeräusche der Mavic 2 Zoom sind kein Vergleich zu dem lauten Brummen der größeren Phantom-Modelle oder zu dem hohen Surren der DJI Spark.

Praktisch wie eh und je ist die Möglichkeit, die Drohne für den Transport zusammenzufalten. So schrumpfen die Abmessungen von 322 x 242 x 84 Millimetern im entfalteten Zustand auf 214 x 91 x 84 Millimeter im zusammengeklappten Zustand. Dringend empfehlen würde ich dennoch den Kauf einer passenden Transporttasche –denn in ihre Verkaufsverpackung passt die Mavic 2 nur mit abmontierten Propellern.

Handling: So wird die Mavic 2 Zoom startklar

Sind die Propeller montiert und die Beine der Drohne ausgeklappt, kannst Du aber noch nicht direkt starten. Auch am Controller sind noch ein paar Handgriffe nötig. Wie bei der Mavic Air musst Du die abnehmbaren Joysticks der Fernbedienung erst an der dafür vorgesehenen Stelle festschrauben und Dein Smartphone per Kabel mit dem Controller verbinden – Wi-Fi hat die Mavic 2 Zoom nämlich nicht. Der Kabel-Slider an der Fernbedienung ist auch beim neuen Modell etwas fummelig, dafür gibt es anschließend keine Verbindungsprobleme zwischen Smartphone und Drohnen-Controller. Apropos, Kabelchaos: An der Drohne selbst befindet sich ein USB-C-Anschluss zur Datenübertragung, die Fernbedienung hingegen bringt noch einen Micro-USB-Port zum Laden mit – das hätte DJI auch einheitlich halten können.

Flugsicherheit: Auf Anhieb vertraut

Wer schon einmal eine DJI-Drohne geflogen ist, ... fullscreen
Wer schon einmal eine DJI-Drohne geflogen ist, ...
... wird mit der Mavic 2 auf Anhieb zurechtkommen. fullscreen
... wird mit der Mavic 2 auf Anhieb zurechtkommen.
Zahlreiche Sensoren sorgen für sicheres Fliegen. fullscreen
Zahlreiche Sensoren sorgen für sicheres Fliegen.
Die Mavic 2 erkennt Hindernisse vorne, hinten, oben und unten – in zwei Modi sogar auch links und rechts. fullscreen
Die Mavic 2 erkennt Hindernisse vorne, hinten, oben und unten – in zwei Modi sogar auch links und rechts.
Um die Verbindung zum Controller musst Du Dir auch keine Sorgen machen. fullscreen
Um die Verbindung zum Controller musst Du Dir auch keine Sorgen machen.
Die theoretische Reichweite liegt hierzulande bei 5 Kilometern. fullscreen
Die theoretische Reichweite liegt hierzulande bei 5 Kilometern.
Wer schon einmal eine DJI-Drohne geflogen ist, ...
... wird mit der Mavic 2 auf Anhieb zurechtkommen.
Zahlreiche Sensoren sorgen für sicheres Fliegen.
Die Mavic 2 erkennt Hindernisse vorne, hinten, oben und unten – in zwei Modi sogar auch links und rechts.
Um die Verbindung zum Controller musst Du Dir auch keine Sorgen machen.
Die theoretische Reichweite liegt hierzulande bei 5 Kilometern.

Woran es im Test wiederum gar nichts auszusetzen gab, war das Handling der DJI Mavic 2 Zoom in der Luft. Jeder, der schon einmal eine Drohne des chinesischen Herstellers geflogen ist, wird sich sofort zu Hause fühlen. Starten, schweben und nach Hause kommen kann die Mavic 2 natürlich vollkommen autonom. Und im verbesserten ActiveTrack-Modus verfolgt sie ihr Motiv nun auch noch zuverlässiger von allein. In diesem sowie im Stativ-Modus musst Du Dir quasi keine Sorgen mehr um Deinen Quadcopter machen. In diesen beiden Modi ist nämlich die omnidirektionale Hinderniserkennung aktiv, das heißt sie erkennt Hindernisse vorne, hinten, oben, unten sowie links und rechts und weicht diesen aus.

In allen anderen Modi musst Du nur auf die Hinderniserkennung zur Seite verzichten, aber auch dann musst Du die Drohne wirklich absichtlich crashen wollen. Ansonsten liegt sie extrem sicher und stabil in der Luft. Anders als bei kleineren Drohnen wie der Spark konnte ich im Test auch keinen einzigen Verbindungsabbruch zwischen Fernsteuerung und Drohne feststellen. Dank der neuen OcuSync-2.0-Software von DJI hast Du die ganze Zeit über einen stabilen 1080p-Livefeed der Mavic 2 auf Deinem Smartphone-Display.

Flugmodi: Alfred Hitchcock lässt grüßen

Die DJI Mavic 2 Zoom und die DJI Mavic 2 Pro sind wahrscheinlich nicht die typischen Einsteigerdrohnen – auch weil sie deutlich über 1000 Euro kosten. Dennoch könnten Einsteiger beeindruckendes Bildmaterial zustande kriegen. Auch diese semiprofessionellen Modelle bringen noch einige automatische Flugmodi mit, die bestimmte Aufnahmen fast von selbst entstehen lassen. Interessant sind vor allem die neuen Funktionen, die man von der Mavic-Reihe bisher noch nicht kennt, zum Beispiel das Hyperlapse-Feature oder der Dolly-Zoom der Mavic 2 Zoom.

Letzteres ist auch eines der Verkaufsargumente der Zoom-Version. Mit ihrem zweifachen optischen Zoom wird ein Effekt möglich, den Alfred Hitchcocks Film "Vertigo" aus dem Jahre 1958 berühmt gemacht hat: den sogenannten Dolly-Zoom oder auch Vertigo-Effekt. Was in der Filmproduktion bislang nur sehr spärlich eingesetzt wurde, weil es so aufwendig in der Umsetzung war, kann jeder Mavic-2-Zoom-Pilot jetzt per Fingertipp erschaffen. Um den künstlichen Schwindeleffekt zu erzeugen, bei dem der Hintergrund größer zu werden scheint, während das fokussierte Motiv gleich bleibt, fliegt die Drohne rückwärts und zoomt gleichzeitig in das Bild hinein ("dolly out"). Das klappt je nach Motiv erstaunlich gut.

Nicht ganz so gut ist die Umsetzung von sogenannten Hyperlapses, also bewegten Zeitraffern. Dabei kannst Du verschiedene Wegpunkte setzen, welche die Drohne abfliegt, während sie in bestimmten Zeitintervallen Fotos schießt, die anschließend zu einem Zeitraffer zusammengefügt werden. Gerade in windigen Situationen werden die Clips aber ziemlich verwackelt. In diesem Fall könntest Du höchstens die separat gespeicherten RAW-Dateien manuell am PC zusammensetzen und nachträglich stabilisieren.

Mehr QuickShot-Modi

Willst Du noch mehr zu den Einsteiger-Flugmodi wie Dronie, Asteroid und Co. wissen? Dann schau in unsere Tests zu Modellen wie der DJI Mavic Air, der DJI Spark oder auch der kleinen Ryze Tech Tello.

Foto- & Videoqualität: Wer mehr will, braucht die Pro

Dass DJI der Mavic Pro gleich zwei Nachfolger spendiert hat, macht es Drohnen-Fans nicht gerade leicht. Wer sich zwischen der Mavic 2 Pro und der Mavic 2 Zoom entscheiden will, sollte wissen, dass sich die Modelle eigentlich nur hinsichtlich der Kamera unterscheiden. In Sachen Bild- und Videoqualität hat die Mavic 2 Pro die Nase vorn, denn sie besitzt einen 1 Zoll großen Sensor mit 20-Megapixel-Auflösung, der einfach mehr Licht und damit Details einfangen kann als der 1/2.3"-Sensor der Mavic 2 Zoom. Auch das D-log-M-Profil für maximale Bildkontrolle in der Nachbearbeitung bietet nur die Pro-Version, Besitzer der Zoom-Variante müssen sich mit einem Cinelike-Profil zufriedengeben, das nicht ganz so viele Daten liefert.

Die DJI Mavic 2 Zoom besitzt einen 1/2.3"-CMOS-Sensor. fullscreen
Die DJI Mavic 2 Zoom besitzt einen 1/2.3"-CMOS-Sensor.
Damit macht sie 12-Megapixel-Fotos. fullscreen
Damit macht sie 12-Megapixel-Fotos.
Mit einem Trick entstehen aber Super-Resolution-Fotos mit 48 Megapixeln. fullscreen
Mit einem Trick entstehen aber Super-Resolution-Fotos mit 48 Megapixeln.
Dabei macht die Drohne 9 gezoomte Einzelfotos und bastelt daraus ein Panorama. fullscreen
Dabei macht die Drohne 9 gezoomte Einzelfotos und bastelt daraus ein Panorama.
Die Fotoqualität kann sich sehen lassen. fullscreen
Die Fotoqualität kann sich sehen lassen.
Die Bilder wirken scharf und lebendig. fullscreen
Die Bilder wirken scharf und lebendig.
Der Zoom erleichtert die Suche von Motiven. fullscreen
Der Zoom erleichtert die Suche von Motiven.
Die Mavic 2 Zoom kann zweifach optisch... fullscreen
Die Mavic 2 Zoom kann zweifach optisch...
... und bei Full-HD-Auflösung bis zu vierfach verlustfrei zoomen. fullscreen
... und bei Full-HD-Auflösung bis zu vierfach verlustfrei zoomen.
Praktisch ist der Zoom auch, ... fullscreen
Praktisch ist der Zoom auch, ...
... wenn Du nicht nah genug an ein Motiv heranfliegen kannst. fullscreen
... wenn Du nicht nah genug an ein Motiv heranfliegen kannst.
Auch mit schwierigen Lichtverhältnissen kommt die Mavic 2 vergleichsweise gut klar. fullscreen
Auch mit schwierigen Lichtverhältnissen kommt die Mavic 2 vergleichsweise gut klar.
Das liegt an einem neuen HDR-Modus. fullscreen
Das liegt an einem neuen HDR-Modus.
Damit werden auch in Gegenlichtsituationen noch ausreichend Details eingefangen. fullscreen
Damit werden auch in Gegenlichtsituationen noch ausreichend Details eingefangen.
Willst Du noch bessere Fotos, musst Du zur Mavic 2 Pro mit größerem Sensor greifen. fullscreen
Willst Du noch bessere Fotos, musst Du zur Mavic 2 Pro mit größerem Sensor greifen.
Die DJI Mavic 2 Zoom besitzt einen 1/2.3"-CMOS-Sensor.
Damit macht sie 12-Megapixel-Fotos.
Mit einem Trick entstehen aber Super-Resolution-Fotos mit 48 Megapixeln.
Dabei macht die Drohne 9 gezoomte Einzelfotos und bastelt daraus ein Panorama.
Die Fotoqualität kann sich sehen lassen.
Die Bilder wirken scharf und lebendig.
Der Zoom erleichtert die Suche von Motiven.
Die Mavic 2 Zoom kann zweifach optisch...
... und bei Full-HD-Auflösung bis zu vierfach verlustfrei zoomen.
Praktisch ist der Zoom auch, ...
... wenn Du nicht nah genug an ein Motiv heranfliegen kannst.
Auch mit schwierigen Lichtverhältnissen kommt die Mavic 2 vergleichsweise gut klar.
Das liegt an einem neuen HDR-Modus.
Damit werden auch in Gegenlichtsituationen noch ausreichend Details eingefangen.
Willst Du noch bessere Fotos, musst Du zur Mavic 2 Pro mit größerem Sensor greifen.

Dafür bieten beide Drohnen einen HDR-Modus, um Fotos mit größerem Dynamikumfang schießen zu können. Und die höhere Auflösung der Pro-Variante macht die Mavic 2 Zoom zumindest beim Fotografieren mit einem Feature wett, das nur hier an Bord ist: die sogenannten Super-Resolution-Fotos. Dabei nimmt die Kamera neun gezoomte Einzelfotos auf, die am Ende zu einem 48-Megapixel-Bild zusammengesetzt werden. Sofern es nicht zu viel Bewegung im Motiv gibt, kann sich das Ergebnis wirklich sehen lassen. Auch der neue HDR-Modus sorgt für einen sichtbaren Qualitätsgewinn gegenüber DJI-Drohnen mit 1/2.3"-Sensor ohne HDR.

Selbst wenn die Mavic 2 Zoom nicht denselben Dynamikumfang, die Menge an Farbdetails und die Möglichkeiten für Nachbearbeitung bietet wie die Mavic 2 Pro, so kann sie doch locker mit dem Vorgängermodell mithalten und – vor allem in Sachen kreative Möglichkeiten – noch eines draufsetzen. Dass Du mit der Zoom-Version vierfach verlustfrei zoomen kannst (in Full HD), vereinfacht nicht nur das Suchen eines Motivs oder das Filmen von Dingen, an die Du nicht nah heranfliegen kannst/magst.

Der Zoom verleiht Deinen Videos auch einen frischen Look. Denn mit einer Brennweite im Telebereich entsteht bei paralleler Bewegung der sogenannte Parallax-Effekt, wie Du ihn vermutlich aus Kinofilmen kennst. Dabei scheinen sich die Objekte, die näher am Betrachter sind, schneller zu bewegen als weit entfernte Objekte (zum Beispiel Menschen vor einer Landschaft mit Bergen im Hintergrund). Vor dem Test hätte ich jedenfalls nicht gedacht, wie wertvoll so ein Zoom bei einer Drohne sein kann.

Flugzeit & Reichweite: Eine halbe Stunde Flugspaß

Die neuen Mavic-Modelle sind nicht nur ein bisschen größer und leiser als ihre Vorgängerin, sie fliegen auch schneller, weiter und länger. Im Sportmodus schafft die Drohne jetzt bis zu 72 km/h, die Reichweite liegt im europäischen und asiatischen Raum bei bis zu fünf Kilometern, in den USA bei maximal acht Kilometern. Aber nicht vergessen: Rein rechtlich darfst Du Drohnen in Deutschland nur auf Sicht fliegen.

Die Flugzeit wird vom Hersteller mit 31 Minuten unter Idealbedingungen angegeben. In der Praxis wirst Du umso näher an die Halbe-Stunden-Marke herankommen, je mutiger Du bist, was das Leerfliegen des Akkus angeht. Auf jeden Fall reichen die 3850 mAh der Drohne, dass die Finger im Winter ordentlich durchfrieren. Dann geht es aber erst einmal für 45 bis 50 Minuten ins Warme zum Aufladen – es sei denn, Du besitzt mehr als einen Akku. Allerdings gelangt auch der 3950-mAh-Akku der Fernsteuerung nach einigen Flügen an seine Grenzen.

Fazit: Zoom, Zoom, wir brauchen Zoom

DJI Mavic 2 Zoom 16 fullscreen
Nach meinem Test kann ich die DJI Mavic 2 Zoom fast uneingeschränkt empfehlen.

Wer die DJI Mavic 2 Zoom abheben lässt, muss sich wirklich nur noch um eine Sache Sorgen machen: nämlich darum, das schönste Motiv zu finden und einzufangen. Darauf kannst Du Dich bei den Mavic-Modellen auch vollkommen konzentrieren. Denn kaum eine andere Drohne auf dem Markt liegt so sicher und stabil in der Luft und ist dabei so leise und zuverlässig.

Was die Mavic 2 Pro der Zoom in Sachen Bildqualität voraus hat, macht die Zoom-Version mit kreativen Bildmöglichkeiten wieder wett. Neue QuickShot-Funktionen machen es spielend leicht, coole Clips für Social Media zu erstellen. Bewegte Zeitraffer oder Filmeffekte wie der Dolly-Zoom entstehen auf Fingertipp – wenn auch nicht immer ganz perfekt. Dennoch würde ich beide Mavic-2-Modelle als die aktuell besten Allround-Drohnen auf dem Markt bezeichnen. Wer professioneller unterwegs ist und Arbeit in die Nachbearbeitung stecken mag, wählt die Pro – und wer sich einfach kreativ austoben will, zoomt sich glücklich.

Das hat mir gut gefallen Das hat mir weniger gefallen
+ Kreative Möglichkeiten durch den Zoom - Kleinerer Sensor als die Mavic 2 Pro
+ Zuverlässig, sicher und leise in der Luft - Hyperlapse-Videos oft etwas verwackelt
+ Faltbares Design - Akkulaufzeit der Fernsteuerung
+ Große Reichweite
+ Lange Flugzeit

 

DJI Mavic 2 Zoom
DJI Mavic 2 Zoom
  • Datenblatt
  • Hardware und Software
  • Gerätetyp
    Drohne
  • Abmessungen
    214 x 91 x 84 Millimeter (gefaltet), 322 x 242 x 84 Millimeter (entfaltet)
  • Gewicht
    905 Gramm
  • Farben
    Grau
  • Lieferumfang
    DJI Mavic 2 Zoom, Fernsteuerung, Intelligent Flight Battery, Ladegerät, Netzkabel, drei Propeller-Paare, RC-Kabel (Lightning, Micro-USB und USB-C), Gimbalschutz, USB-C-Datenkabel, USB-Adapter, RC-Kabel-Slider (zweimal klein, einmal groß), Ersatzsteuerknüppel
  • Preis (UVP)
    ab 1.249 Euro
  • Kamera-Auflösung
    12 Megapixel (Foto) und 3840 x 2160 (Video)
  • Wiedergabeformate
    JPEG/DNG (RAW), MP4/MOV
  • Konnektivität und Anschlüsse
    USB 3.0 (USB-C)
  • Akkukapazität
    3850 mAh
  • Akkulaufzeit
    31 Minuten Flugzeit (ohne Wind bei 25 km/h)
  • Besondere Merkmale
    Zweifach optischer Zoom (24 bis 48 Millimeter), Sportmodus bis 72 km/h, omnidirektionale Hinderniserkennung, OcuSync 2.0 (Liveansicht in 1080p)
TURN ON Score:
4,6von 5
  • Akkuleistung
    4,5
  • Design
    4,0
  • Handling
    5,0
  • Preis-Leistung
    4,5
  • Hardware
    5,0
  • Ausstattung
    4,5
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