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Galaxy Note 5 im Hands-On: Bitte auch in Europa, Samsung!

Das Galaxy Note 5 zählt zu den Stars der IFA – auch ohne Europa-Release.
Das Galaxy Note 5 zählt zu den Stars der IFA – auch ohne Europa-Release. (©TURN ON 2015)

Schon komisch, wenn einer der IFA-Stars gar nicht nach Europa kommt – zumindest nicht in den Verkauf. Anzusehen und anzutesten gab es das Samsung Galaxy Note 5 in Berlin dennoch. Und wir finden: ganz schön fies, Samsung! Der erste Hands-On-Test mit dem neuen Stylus-Phablet machte nämlich Lust auf mehr...

Design: Bye bye, Plastikleder!

Schon an Pressetag zwei der IFA 2015 war für mich klar: Das Samsung Galaxy Note 5 zählt zu meinen persönlichen Highlights der Messe. Endlich mal ein Smartphone, das auf Anhieb zu gefallen weiß. Das Design ist dabei gar nicht mal so ausschlaggebend – wenn auch ein enormer Schritt nach vorne, denkt man an den Plastikvorgänger mit Lederoptik. Das neue Note-Phablet präsentiert sich deutlich wertiger, die geschwungene hintere Seitenkante setzt die Designsprache des Galaxy S6 Edge fort. Mit seinem Aluminium und dem Gorilla Glass 4 ist das Phablet aber nicht nur schick, sondern auch noch erstaunlich leicht.

Handling: Schön schlank und gar nicht so riesig

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Das Samsung Galaxy Note 5 bringt ein 5,7-Zoll-QHD-Display mit. Dennoch: Mit seinen extrem schlanken Rändern links und rechts wirkt das Phablet überhaupt nicht riesig oder gar klobig. Vermutlich auch dank seines kurvigen Designs liegt das Note 5 erstaunlich gut in der Hand. Das AMOLED-Display überzeugt mit ordentlichen 518 ppi und einer vernünftigen Helligkeit, die den Ersteindruck vom Note 4-Nachfolger zumindest am hellen Messestand nicht trübt.

S Pen: Keine Skandale auf der IFA 2015

Für die Bedienung des Android-Smartphones ist der integrierte S Pen zwar nicht essenziell. Bei keinem bisherigen Note-Modell von Samsung – seien es Smartphones oder Tablets mit Stylus – hat mir das Note-Feature aber auf Anhieb so gut gefallen. Eines der Highlights ist die Möglichkeit, handschriftliche Notizen auch auf dem ausgeschalteten Display anfertigen zu können. Dazu einfach den Stift rausnehmen und losschreiben. Post-its könnten damit im Jahr 2015 endlich ausgedient haben.

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Übrigens: Zum S Pen-Debakel äußerte sich Samsung auf der IFA 2015 nicht. Und versehentlichen oder nicht ganz so unbeabsichtigten Missgeschicken am Messestand beugte der südkoreanische Hersteller durch eine Sicherung des S Pens vor. Mit dem angeschlossenen Sicherungskabel konnte der Stylus weder richtig- noch falsch herum in Gänze in das Galaxy Note 5 gesteckt werden.

Es bleibt dabei: Kein Galaxy Note 5 für Europa

Hardwareseitig unterscheidet sich das Galaxy Note 5 nicht vom zeitgleich vorgestellten Galaxy S6 Edge+. In beiden Samsung-Phablets arbeitet ein Exynos 7422 mit 4 GB RAM. Dass wir das Ausstellungsstück im ersten Hands-On-Test nicht zum Ruckeln gebracht haben, dürfte daher wenig überraschend sein. Die Testbilder der 16-Megapixel-Cam zeigen aufs Neue, dass Samsung mit seiner Note-Reihe technisch immer ganz vorne mitspielt.

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Doch der größte Wermutstropfen bleibt: Das Samsung Galaxy Note 5 wird nicht nach Europa kommen. Das bestätigten uns Produktmanager des Herstellers in Gesprächen abseits des IFA-Messestandes. Als Grund nennt Samsung, dass der Stift von den meisten Note-Käufern in Europa einfach nicht genutzt wurde. In Deutschland wird daher lediglich das nahezu identische Galaxy S6 Edge+ angeboten. Nicht einmal Testgeräte des Note 5 werden es wohl nach Europa schaffen, denn es existiert keine europäische Software-Version der Firmware. Wir verlassen den Samsung-Messestand auf der IFA 2015 daher mit vielen Eindrücken von einem wirklich beeindruckenden neuen Smartphone und einer dicken Krokodilsträne im Auge.

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