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Galaxy Watch Active 2 im Hands-on: Upgrade mit digitaler Lünette

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Die Samsung Galaxy Watch Active 2 kommt ein knappes halbes Jahr nach ihrem Vorgänger auf den Markt.

Ein halbes Jahr nach dem Start der Galaxy Watch Active feiert Samsung bereits den Nachfolger: die Galaxy Watch Active 2. Ersetzen soll die neue Smartwatch den Vorgänger nicht. Im Hands-on zeigt sich aber, dass sie es durchaus könnte.

Warum jetzt?

Produktzyklen werden schneller. Das ist nichts Neues. Dass aber nur ein halbes Jahr zwischen Original-Produkt und Modell-Sequel vergeht, ist ungewöhnlich. Samsung erklärt den schnellen Release der Galaxy Watch Active 2 so: Zum einen entwickle sich der Smartwatch-Markt weltweit und auch in Deutschland positiv, Verkaufszahlen und Absätze steigen. Zum anderen wolle man sich verstärkt um weibliche Käuferschichten bemühen, die mit der Galaxy Watch und der Gear S noch nicht erreicht wurden. Die Galaxy Watch Active und die Active 2 werden fortan parallel verkauft. Samsung versteht die neue Uhr also nicht als Ersatz, sondern als Ergänzung. So viel zur Erklärung des Warum. Aber was kann die neue Smartwatch?

Digitale Lünette

Zentrale Neuerung bei der Galaxy Watch Active 2 ist die digitale Lünette. Dabei handelt es sich um einen berührungsempfindlichen Ring um den Touchscreen der Armbanduhr. Fährt man mit einem Finger am Rand entlang, reagiert das Gehäuse mit leichter Vibration, die die Anwahl signalisiert.

Der Vorgänger bietet lediglich Knöpfe am Gehäuserand und einen Touchscreen zur Steuerung an, was nicht bei allen Nutzern auf positive Resonanz stößt. Zumal die Galaxy Watch und die Gear S einen anfassbaren Uhrenring besitzen, der präzise Einstellungen erlaubt. Samsung hat sich daher dafür entschieden, den Ring auch in der Active-Reihe einzuführen – nur eben in digitaler Form, um keine Kompromisse beim schlankeren Design in Kauf zu nehmen.

Im Test funktionierte die digitale Lünette einwandfrei. Speziell das haptische Feedback überzeugte und ermöglichte eine problemlose Navigation durch die Menüs. Fans eines handfesten Uhrenrings werden zwar wahrscheinlich trotzdem die klassische Lünette bevorzugen, aber auszusetzen gibt es an der digitalen Variante nichts. Zur Fingerfreundlichkeit der Bedienung trägt die neue Steuerungsoption einiges bei, genauso wie der größere Bildschirm, der bei der Active 2 zur Verfügung steht.

Design und Verarbeitung

Die Entscheidung für eine digitale anstatt einer klassischen Lünette kommt dem Design definitiv zugute. Dadurch ist nämlich ein grazileres Gehäuse und ein größerer Bildschirm möglich. An der Verarbeitung gibt es nichts auszusetzen. Speziell die Edelstahl-Variante ist sehr wertig. Die Knöpfe wirken robust und am Gehäuse sind weder unsaubere Nähte noch Spalten zu entdecken.

Galaxy Watch Active 2 Sammelbild fullscreen
Eine bunte Auswahl an Armbändern und Farben steht zur Verfügung.

Im Hands-on fällt auf, wie schnell man sich an die Active 2 am Handgelenk gewöhnt. Nach wenigen Minuten habe ich vergessen, dass ich eine Smartwatch am Arm trage und bin dabei, sie wie jede andere Uhr direkt in meinen Alltag einzubauen. Ein gutes Zeichen! Die große Auswahl an Armbändern und Gehäusefarben trägt ihr Übriges dazu bei, dass jeder ein Design finden dürfte, das zu ihm passt.

Mehr Display

Wie bereits erwähnt, ist der Bildschirm der Active 2 größer als beim Vorgänger. Käufer haben die Wahl zwischen einem 1,2- oder 1,4-Zoll-AMOLED-Display, das in einem 40-mm- oder 44-mm-Gehäuse steckt. Im Test wirkte der Screen ausreichend hell und reagierte ohne Verzögerung auf Touch-Eingaben oder ein Drehen an der digitalen Lünette.

Die Active 2 gibt es in einer Bluetooth- und einer LTE-Variante. Darüber hinaus werden unter anderem WLAN, NFC und GPS unterstützt. Als CPU kommt in beiden Samsungs Exynos 9110 zum Einsatz (Dual-Core). Das Bluetooth-Modell bietet 768 MB RAM und 4GB ROM gegenüber 1,5 GB RAM und 4 GB ROM bei dem LTE-Gerät. Das Gehäuse ist bist 5 ATM wasserdicht und daher auch zum Schwimmen geeignet.

Galaxy Watch Active 2 Seitenansicht fullscreen
Mehr Technik als der Vorgänger an Bord, aber trotzdem nicht größer.

Der Akku lässt sich kabellos aufladen und bietet im kleineren Modell eine Kapazität von 247 mAh und im größeren 340 mAh. Im Vergleich zum Vorgängermodell sind bei der Active 2 neue Sensoren mit an Bord, die die Erstellung eines EKG und Sturzerkennung ermöglichen. Im Hands-on waren noch keine Vergleichstests mit anderen Smartwatches möglich. Die Uhr war jedoch reaktionsschnell. Hardware und Software scheinen gut zusammenzuarbeiten. Hier wird aber ein ausführlicher Test sicher tiefere Einblicke bringen.

EKG lässt noch auf sich warten

Samsung macht im Zusammenhang mit der Active 2 Werbung für die neue EKG-Funktion. Der Hersteller positioniert die Uhr damit als Konkurrent zur Apple Watch oder zur Withings Move ECG, die ebenfalls den Herzyrhythmus messen können. Allerdings steht das Gesundheitsfeature zum Start der Smartwach noch nicht zur Verfügung und konnte daher auch beim Hands-on nicht getestet werden. Das EKG wird in naher Zukunft durch ein Update nachgeliefert.

Galaxy Watch Active 2 Pulsmesser fullscreen
Bisher lässt sich nur der Puls mit der Smartwatch messen.

Außerdem gibt die Uhr via Sprachansage Tipps für das persönliche Training. Spornt den Träger beispielsweise zu mehr Leistung an oder sagt, wenn der Betreffende langsamer machen sollte. Zusätzlich sollen sich YouTube-Videos direkt auf dem Bildschirm der Smartwach schauen und auch eine Übersetzungs-App verwenden lassen. Testen konnte ich diese Funktionen noch nicht. Allerdings fallen mir auch keine wirklich sinnvollen Einsatzszenarien für diese Optionen ein.

Nützlich ist, dass sich die Galaxy Watch Active 2 als Kameraauslöser verwenden lässt. Ist die Uhr mit einem Smartphone wie dem Galaxy Note 10 gekoppelt, kann der Nutzer die Kamera von der Uhr aus aktivieren und den Auslöser betätigen. In der Vorführung funktionierte die Kamerasteuerung problemlos, selbst ausprobieren durfte ich die Funktion aber leider nicht.

Galaxy Watch Active 2 Kamerasterung fullscreen
Die Kamerasteuerung funktionierte im Test anstandslos.

Was die Galaxy Watch Active 2 wie ihr Vorgänger nach wie vor nicht bietet, ist Mobile Payment. Da Tizen OS zum Einsatz kommt, ist Google Pay nicht kompatibel. Wann Samsungs eigener Mobile- Payment-Dienst in Deutschland an den Start geht, ist noch ungewiss.

Fazit

Die Galaxy Watch Active 2 bietet viele sinnvolle Ergänzungen zur Vorgänger-Smartwatch. Da einige Gesundheitsfunktionen wie das EKG zum Start nicht zur Verfügung stehen, fragt man sich jedoch –trotz aller Erklärungen – warum Samsung es so eilig mit dem Release hatte. Dies ändert aber nicht daran, dass die Smartwatch einen guten ersten Eindruck hinterlässt und Lust auf einen ausführlichen Testbericht macht.

Die Galaxy Watch Active 2 ist ab dem 6. September in Schwarz, Rosé und Silber erhältlich. Ab dem 27. September geht die LTE-Version an den Start.

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Samsung Galaxy Watch
Samsung Galaxy Watch
  • Datenblatt
  • Hardware und Software
  • Gerätetyp
    Smartwatch
  • Abmessungen
    49 x 46 x 13 Millimeter (46-mm-Version), 45,7 x 41,9 x 12,7 Millimeter (42-mm-Version)
  • Lieferumfang
    Samsung Galaxy Watch, Silikonarmband, Ladestation, Kurzanleitung
  • Preis (UVP)
    ab 309 Euro
  • Display-Größe
    1,3 Zoll (46-mm-Version), 1,2 Zoll (42-mm-Version)
  • Display-Auflösung und Display-Typ
    360 x 360 Pixel, Super AMOLED
  • Prozessor-Taktung
    1,15 GHz
  • Prozessor
    Dual-Core
  • Arbeitsspeicher
    0,75 GB RAM
  • Speicherkapazität
    4 GB
  • Betriebssystem
    Tizen
  • Konnektivität
    Bluetooth 4.2
  • Akkukapazität
    472 mAh (46-mm-Version), 270 mAh (42-mm-Version)
TURN ON Score:
4,5von 5
  • Akkuleistung
    4,5
  • Design
    4,0
  • Handling
    5,0
  • Preis-Leistung
    4,0
  • Hardware
    4,0
  • Ausstattung
    4,5
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