Test

Gatekeeper & Smart Key: Schlaue Gadgets für den Schlüsselbund

Smart Key und Gatekeeper passen perfekt an den Schlüsselbund.
Smart Key und Gatekeeper passen perfekt an den Schlüsselbund. (©TURN ON 2015)

Smarte Gadgets sollen das Leben leichter machen und sind für beinahe jede Anwendungsmöglichkeit verfügbar. Wir haben uns mit dem Elgato Smart Key und dem Gatekeeper zwei Gadgets für den Schlüsselbund für einen Test näher angeschaut.

Elgato Smart Key: Nie mehr die Schlüssel verlieren

Der Elgato Smart Key ist ein kleines Gadget, das an Schlüsselbund oder Handtasche geheftet wird und dafür sorgt, dass diese Utensilien nie wieder verloren gehen. Im Prinzip handelt es sich um einen einfachen Bluetooth-Sender, der mit einem iPhone verbunden wird. Geht der Schlüssel verloren, sendet das Smartphone ein Signal und informiert den Besitzer, dass der Schlüssel abhanden gekommen ist.

Der Elgato Smart Key wird vom iPhone aus überwacht. fullscreen
Der Elgato Smart Key wird vom iPhone aus überwacht. (©TURN ON 2015)
Das Gadget verfügt nur über einen einzigen Button für das Pairing mit dem Smartphone. fullscreen
Das Gadget verfügt nur über einen einzigen Button für das Pairing mit dem Smartphone. (©TURN ON 2015)
Ansonsten handelt es sich um ein simples Kunststoff-Tool. fullscreen
Ansonsten handelt es sich um ein simples Kunststoff-Tool. (©TURN ON 2015)

In unserem Test offenbarte sich der Smart Key als vollkommen unkompliziertes Gadget. Geliefert wird praktisch ein kleiner Chip, der sich über eine Schlaufe am Schlüsselbund befestigen lässt.In der Mitte des schwarzen Plastikgehäuses befindet sich ein gummierter Button, der zum Aufbau der Bluetooth-Verbindung dient.

Eingerichtet ist der Key in Windeseile. Dafür muss lediglich die App Elgato Smart Key für das iPhone oder iPad aus dem App Store heruntergeladen und installiert werden. Apps für Android oder Windows Phone bietet Elgato bislang leider nicht an. Nachdem die Bluetooth-Verbindung am iPhone aktiviert und die App gestartet wurde, verbindet sich das Smartphone auch direkt mit dem Smart Key. Anschließend bleibt dem Nutzer eigentlich nichts weiter zu tun.

Die Einrichtung des Smart Key funktioniert in Windeseile per App. fullscreen
Die Einrichtung des Smart Key funktioniert in Windeseile per App. (©Screenshot Elgato/ TURN ON 2015)
Anschließend zeigt die App an, wann der mobile Sender verbunden ist. fullscreen
Anschließend zeigt die App an, wann der mobile Sender verbunden ist. (©Screenshot Elgato/ TURN ON 2015)

Solange beide Geräte gepairt sind und sich demnach in einem maximalen Abstand von etwa zehn Metern zueinander befinden, passiert nämlich rein gar nichts. Wird das iPhone jedoch zu weit vom Sender entfernt, geht die Bluetooth-Verbindung natürlich verloren. Dann senden sowohl iPhone als auch der Smart Key eine Mitteilung, mit welcher der Besitzer auf den Verlust seines Schlüsselbunds hingewiesen wird. Doch nicht nur das: In der Elgato Smart Key-App für iOS bekommt der Besitzer des iPhones nun eine Karte angezeigt, auf der die letzte bekannte Position des Smart Key – und damit vermutlich auch des Schlüsselbundes – vermerkt ist.

Wenn die Verbindung verloren geht, schlägt die App Alarm. fullscreen
Wenn die Verbindung verloren geht, schlägt die App Alarm. (©Screenshot Elgato/ TURN ON 2015)
Auf einer Karte wird die letzte bekannte Position vermerkt. fullscreen
Auf einer Karte wird die letzte bekannte Position vermerkt. (©Screenshot Elgato/ TURN ON 2015)

In der Praxis lässt sich der Smart Key natürlich nicht nur mit dem Schlüsselbund verbinden oder in der Handtasche verstecken. Im Prinzip kann das Gadget mit so ziemlich jedem anderen Gegenstand verwendet werden. Ein Einsatzszenario besteht beispielsweise darin, den SmartKey auf einem großen Parkplatz im Auto zu lassen, um den Wagen später ohne Probleme wieder zu finden.

Gatekeeper: Den Computer sicher machen

Gatekeeper funktioniert wie eine mobile Verschlüsselung für den Computer. Genau genommen besteht das Mini-Gadget aus einem kleinen USB-Dongle, der in einen freien Slot am Rechner gesteckt wird und aus einem Sender, der sich vorzugsweise am Schlüsselbund befestigen lässt. Sobald sich der Sender mehrere Meter vom Dongle entfernt, wird der Rechner automatisch gesperrt. Kehrt der Sender anschließend wieder zum PC zurück, so entsperrt sich dieser wieder.

 Der komplette Gatekeeper besteht aus USB-Dongle und Sensor. fullscreen
Der komplette Gatekeeper besteht aus USB-Dongle und Sensor. (©TURN ON 2015)

Das Ganze folgt einer relativ simplen Funktionsweise. Um die Verschlüsselung einzurichten, muss zunächst die Gatekeeper-Software für PC oder Mac heruntergeladen werden. Diese koppelt den Gatekeeper mit der normalen Verschlüsselung des Computers. Dafür ist es nötig, bei der Einrichtung der Software den Nutzeraccount und das zugehörige Passwort anzugeben. Zusätzlich lässt sich einstellen, bei welcher Mindestentfernung zwischen Dongle und Sender der PC gesperrt werden soll. Die untere Grenze liegt bei etwa drei Metern.

 Der Rechner sperrt sich automatisch, wenn der Sensor vom Dongle wegbewegt wird. fullscreen
Der Rechner sperrt sich automatisch, wenn der Sensor vom Dongle wegbewegt wird. (©TURN ON 2015)

Nach dem Einrichten der Software – der Dongle sollte dabei schon in einem USB-Port des Rechners stecken – gibt es im Prinzip nichts weiter zu tun. In unserem Test war die Verschlüsselung dann bereits aktiv. Beim Entfernen des Senders vom Computer wurde dieser automatisch gesperrt. Allerdings funktionierte dies immer mit einer minimalen Verzögerung von einigen Sekunden. Ein wirkliches Problem ist das aber nicht, da in dieser kurzen Zeitspanne quasi kein unbefugter Nutzer die Möglichkeit hat, etwas am PC zu machen. Sobald der Computer gesperrt ist, weil sich der Sender nicht in Reichweite befindet, hilft es übrigens auch nicht, den USB-Dongle zu entfernen. Der Rechner entsperrt sich auch dann nicht automatisch, sondern verlangt die Eingabe des Kennworts.

 Nach dem Sperren wechselt der PC zum Standard-Sperrbildschirm. fullscreen
Nach dem Sperren wechselt der PC zum Standard-Sperrbildschirm. (©TURN ON 2015)

Geeignet ist diese Art der Verschlüsselung natürlich vor allem für Büroarbeitsplätze, wo man sich als Nutzer öfter von seinem PC entfernt, dabei aber kaum die Zeit hat, sich erst aus seinem Konto auszuloggen. Mit dem Gatekeeper am Schlüsselbund sperrt sich der Computer dann vollkommen automatisch und entsperrt sich auch wieder, sobald man an den Arbeitsplatz zurückkehrt. Im privaten Bereich dürfte sich der Nutzen einer solchen Sicherheitslösung jedoch eher in Grenzen halten.

Fazit: Smarte Gadgets für besondere Einsätze

Der Elgato Smart Key und der Gatekeeper sind zwei smarte Gadgets, die im Test sehr unkompliziert funktioniert haben. Damit erfüllen sie zumindest schon mal eine wichtige Voraussetzung für eine leicht verständliche Nutzung. Dadurch dass die Gadgets direkt am Schlüsselbund getragen werden und nach einmaligem Einrichten praktisch ohne weiteres Zutun des Nutzers funktionieren, sind sie zudem sehr praktisch.

Trotzdem stellt sich natürlich die Frage nach dem Sinn der kleinen Tools. Der Smart Key ist vor allem für die Nutzer interessant, die ihre Schlüssel gern mal verlegen. In geringerem Maße lässt sich das smarte Gadget auch umgekehrt verwenden, da der Smart Key ein kurzes Signal aussendet, wenn die Verbindung zum Smartphone gekappt wurde. Davon abgesehen verstärkt das Tool natürlich vor allem das Gefühl von Sicherheit. Wer Angst hat, seine Schlüssel zu verlieren, dürfte sich mit dem Smart Key wesentlich wohler fühlen.

Der Gatekeeper eignet sich vor allem für Büroarbeitsplätze. Wer verhindern will, dass sich andere in Abwesenheit am PC zu schaffen machen, kann diesen mithilfe des Gadgets sehr effizient sperren. Zu Hause ist das natürlich eher weniger sinnvoll und wenn man unterwegs ist, sollte man den Computer am besten sowieso nicht irgendwo stehen lassen.

Artikel-Themen

Neueste Artikel zum Thema

close
Bitte Suchbegriff eingeben