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HTC One A9s im Hands-on: Nur optisch ein iPhone-Klon

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HTC One A9s 3.jpg (©TURN ON 2016)

Neue HTC-Flaggschiffe gibt es nur einmal im Jahr – auf dem MWC im Frühjahr. Zur diesjährigen IFA im Herbst brachte der Hersteller zwar auch ein Smartphone mit. Das HTC One A9s zählt sich jedoch zur Smartphone-Mittelklasse und will mit einem günstigen Einstiegspreis punkten. Wir haben uns das Android-Modell vor Ort im Hands-on angesehen.

Bei Sony gab es auf der IFA 2016 eine riesige Pressekonferenz, bei HTC nur einen kurzen Termin mit einem Vertreter des Herstellers. Die Messe hat für das taiwanische Unternehmen einfach nicht denselben Stellenwert wie der Mobile World Congress (MWC) im Frühjahr. Wenn es ein neues Flaggschiff-Modell gibt, dann wird es dort der Weltöffentlichkeit vorgestellt. Immerhin reiste HTC aber nicht mit leeren Händen zur IFA 2016. Wir hatten die Möglichkeit, uns das neue HTC One A9s in Berlin anzusehen – und mussten sofort an ein anderes Smartphone denken.

HTC One A9s: Name und Design von Apple inspiriert?

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Das Metallgehäuse mit mattem Finish, die Antennenstreifen auf der Rückseite und die abgerundeten Ecken erinnern uns sofort an das iPhone 6s – nicht nur, weil ein Kollege das Apple-Smartphone dabei hat. Die optische Ähnlichkeit ist verblüffend und die Anlehnung an die Konkurrenz aus Cupertino scheint noch weiter zu gehen. Immerhin trägt auch das HTC One A9s ein "s" im Namen, genau wie die aktuellen iOS-Modelle. Allerdings erklärt HTC, dass es sich nicht um einen Nachfolger des HTC One A9 handele, vielmehr soll das Mittelklasse-Smartphone dem HTC 10 als preiswerte Alternative zur Seite stehen.

Mittelklasse-Technik zum attraktiven Preis

Da das One A9s kein Flaggschiff-Material bietet, will HTC es im vierten Quartal 2016 zum Preis von 299 Euro in den Handel bringen. Dafür gibt es dann ein 5 Zoll großes Smartphone, das sich im ersten Hands-on wirklich sehr robust anfühlt – auch wenn sein Metallgehäuse nicht aus einem Guss ist wie beim optischen Vorbild iPhone 6s. Das LC-Display des HTC-Modells löst mit 1280 x 720 Pixeln in HD auf und wirkt im Konferenzraum mit viel Lichteinfall ausreichend hell. Die Pixeldichte von 294 ppi sorgt dafür, dass einzelne Pixel aus einem typischen Betrachtungsabstand gerade so nicht mehr wahrgenommen werden. Bei genauerem Hinsehen ändert sich das.

Im Inneren des HTC One A9s arbeitet der Helio P10-Prozessor von MediaTek, eine Octacore-CPU, die 64 Bit unterstützt. Der deutschen Variante des Mittelklasse-Modells stehen 3 GB Arbeitsspeicher zur Seite, der interne Speicher fasst 32 GB und kann per microSD-Karte erweitert werden. Die Kameras lösen mit 13 beziehungsweise 5 Megapixeln auf und bieten insbesondere bei Mittelklasse-Smartphones beliebte Funktionen wie einen Selfie-Selbstauslöser oder eine Gesichtserkennung. Im kurzen Hands-on auf der IFA machte die Kamera einen für ihre Preisklasse ordentlichen Eindruck, allerdings schien sie Schwierigkeiten mit wechselnden Lichtverhältnissen zu haben. Ein ausführlicher Test würde zudem vermutlich zeigen, dass die One A9s-Cam etwas langsamer arbeitet als die Kamera-Hardware und -Software teurerer Geräte.

Erstes Fazit: Underdog mit Potenzial

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Jeder Mensch hat unterschiedliche Ansprüche an ein Smartphone. Viele Nutzer wünschen sich ein Modell mit High-End-Technik, viele Käufer greifen aber auch zur günstigeren Version. Mit dem neuen One A9s greift HTC in Kürze im Mittelklasse-Segment an und bietet Fans der Marke damit eine aktuelle, aber preiswertere Alternative zum HTC 10. Insbesondere Menschen, die das Design des aktuellen iPhones mögen, aber nur ein kleineres Budget zur Verfügung haben, könnten das HTC-Modell interessant finden. Es bietet alles, was von einem Mittelklasse-Smartphone aktuell zu erwarten ist und sieht dazu teurer aus, als es ist. Sofern HTC noch Android 7.0 Nougat für das One A9s nachliefert und es auch später noch regelmäßig mit Software-Updates versorgt, könnte das Smartphone zur Preis-Leistungs-Empfehlung werden.

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