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Kino für unterwegs: Was kann der Mini-Beamer fürs iPhone 6s?

Der iPhone 6s-Beamer Aiptek i60 ist kompakt und bietet ein scharfes Bild.
Der iPhone 6s-Beamer Aiptek i60 ist kompakt und bietet ein scharfes Bild. (©TURN ON 2016)

Auf der CeBIT 2016 zeigte die Firma Aiptek aus Taiwan einen Mini-Beamer fürs iPhone 6s. Das Apple-Smartphone wird einfach in das kleine Gerät gesteckt und dann kann der Bildschirm an die Wand projiziert werden. Aber was taugt ein Bild mit 70 Lumen?

Der kleine Beamer ist schon praktisch. Am Stand von Aiptek auf der CeBIT 2016 demonstrierte Benjamin Hill, wie einfach man den Mobile Cinema i60 unters iPhone 6 oder iPhone 6s klemmen und dann das Bild an die Wand werfen kann. Der Displayinhalt kann mit einer Diagonale von bis zu 150 Zoll an die Wand projiziert werden.

Zusatz-Power pur: Akku fasst 3.000 mAh

Eingebaut im Gerät ist ein DLP-Chip, der laut Hersteller auch in großen Kinoprojektoren zum Einsatz kommt, und der dafür sorgen soll, dass die Darstellung der Bilder besonders scharf und farbintensiv wird. Das Gerät kann dank des Akkus mit 3.000 mAh auch als Energiespeicher für stromdurstige iPhones verwendet werden. Damit sollte das Gerät im Beamer-Betrieb etwa 90 Minuten locker durchhalten können.

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Der Mini-Beamer Aiptek i60 kann das iPhone auch aufladen. (©TURN ON 2016)

Neben iPhone 6 und iPhone 6s können über einen Adapter auch weitere Apple-Geräte angeschlossen, aber natürlich nicht ins Gerät gesteckt werden. Dazu gehören etwa das iPhone 5 und iPhone 5s, das iPad 4 und andere Modelle, die per Lightning-Digital AV-Adapter angeschlossen werden können. Stichwort Adapter: Der wird nicht mitgeliefert, man muss ihn von Apple dazu kaufen. Derzeit kostet das kleine Anschlusskabel etwa 50 Euro. Das hört sich teuer an, aber drinnen steckt komplizierte Adaptertechnik mit Chips und sogar Arbeitsspeicher, weil es offensichtlich nicht so einfach ist, ein HDMI-Signal halbwegs vernünftig aus dem Lightning-Port herauszubekommen. Wer übrigens noch ältere Apple-Modelle und einen entsprechenden HDMI-Adapter hat oder andere Geräte, kann diese natürlich auch an den HDMI-Anschluss des kleinen Strahlemanns andocken.

Der Zusammenbau ist fix, das Bild etwas flau

Aiptek i60 fullscreen
Aiptek i60 fullscreen
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Und wie ist nun die Qualität? Der Zusammenbau und der Start gehen fix von der Hand. Am Beamer ist ein Haltebügel angebracht, der gleichzeitig auch als Ständer dienen kann. Das Bild in der Auflösung von 640 x 480 Pixeln ist scharf, wirkte von der Lichtstärke in der recht hellen Messehalle auf der CeBIT 2016 aber natürlich etwas flau. Erst bei einem Abstand zur Wand von etwa einem Meter wurden die Farben satter. Für den Einsatz bei Tageslicht ist der kleine Projektor definitiv nicht geeignet. Je dunkler die Umgebung aber ist, desto besser und farbintensiver wird das Bild an der Wand. Wer die maximale Abbildungsgröße nutzen will, braucht dazu definitiv einen dunklen Raum, sonst kann man weder auf Präsentationen etwas erkennen, noch mit Genuss Filme sehen oder zocken.

Der Aiptek Mobile Cinema i60 ist kaum größer als ein iPhone selber und mit 30 Millimetern natürlich sehr viel dicker. Er wiegt nur 155 Gramm und mitgeliefert werden neben einer Tasche auch ein USB-Kabel. Der Preis des kleinen Beamers: 279 Euro. Auf der CeBIT 2016 ist das Gerät neben anderen Neuheiten noch bis zum 18. März im Fachbesucher-Bereich Planet Reseller zu sehen.

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