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Samsung Galaxy Book im Hands-On: Von Microsoft gelernt

Das neue Galaxy Book 12 soll als Windows 10-Hybrid überzeugen.
Das neue Galaxy Book 12 soll als Windows 10-Hybrid überzeugen. (©TURN ON 2017)

Mit dem Galaxy Book wagt Samsung einen zweiten Anlauf im Bereich der 2-in-1-Geräte mit Windows 10. Der neue Hybrid aus Tablet und Laptop soll die Fehler des Vorgängers ausbügeln und endlich auf ganzer Linie überzeugen. Wir haben uns das Gerät auf der Samsung Roadshow im Hands-On-Test einmal näher angeschaut.

Rund drei Jahre hat Microsoft gebraucht, bevor das hauseigene Tablet Surface wirklich allen Ansprüchen genügen und sich zu einem Verkaufserfolg entwickeln konnte. Bei Samsung soll all das etwas schneller gehen. Nachdem der Hersteller im letzten Jahr mit dem Galaxy TabPro S einen ersten Gehversuch im Bereich der Tablet-Laptop-Hybriden mit Windows 10 unternommen hatte, soll in diesem Jahr der Großangriff mit dem Samsung Galaxy Book erfolgen.

Zwei Hybriden gegen Microsoft

Genau wie Microsoft wollen die Südkoreaner dabei zweigleisig fahren und bringen äquivalent zu Surface und Surface Pro 4 ein kleines Galaxy Book mit 10,6-Zoll- und ein großes mit 12-Zoll-Display auf den Markt. Im Rahmen der Samsung Roadshow hatten wir Gelegenheit, uns beide Geräte einmal näher anzuschauen.

 Galaxy Book 10 und 12 nebeneinander. fullscreen
Galaxy Book 10 und 12 nebeneinander. (©TURN ON 2017)

Das kleinere Galaxy Book 10 ist wie schon erwähnt mit einem 10,6-Zoll-IPS-Panell ausgestattet, das mit 1920 x 1080 Pixeln auflöst. Farbdarstellung und Blickwinkelstabilität machen durchaus einen guten ersten Eindruck im Hands-On. Im Inneren werkelt ein Intel Core m3-Prozessor der aktuellen Kabylake-Generation, der mit 2,6 Ghz getaktet ist. Unterstützt wird der Chip von 4 GB RAM. Beim internen Speicher möchte Samsung verschiedene Ausstattungsvarianten mit 64 und 128 GB anbieten.

Das Galaxy Book 12 legt in vielen Bereichen noch ein paar Schippen drauf. Neben dem sehr satten und farbintensiven 12-Zoll-AMOLED-Display mit HDR-Unterstützung gibt es im Inneren einen aktuellen Intel Core i5-Prozessor mit einem Takt von 3,1 GHz sowie wahlweise 4 GB RAM und 128 GB internen Speicher oder 8 GB RAM und 256 GB intern an.

Anschlüsse, Tastatur und Stift

Beide Modelle des Galaxy Book kommen in einem schicken Aluminium-Body und liegen dank des geringen Gewichts von 650 beziehungsweise 754 Gramm angenehm in der Hand. Das Book 12 besitzt aufgrund des deutlich stärkeren Prozessors natürlich auch einige Lüfter mehr. Spätestens bei den Anschlüssen wird klar, dass Samsung aus den Fehlern des Galaxy TabPro S gelernt hat. So gibt es in beiden Modellen neben Kopfhörer-Anschluss und einen Slot für MicroSD-Karten sowie einen (Galaxy Book 10) beziehungsweise zwei (Galaxy Book 12) USB-Type-C-Anschlüsse. Das ist zwar auch nicht üppig, aber immerhin schon mehr als manches hochpreisige Notebook dieser Tage bietet.

 Die Tastatur kann endlich überzeugen. fullscreen
Die Tastatur kann endlich überzeugen. (©TURN ON 2017)

Dazugelernt hat Samsung auch beim mitgelieferten Tastatur-Cover. Das fällt beim Galaxy Book deutlich größer und stabiler aus als beim Galaxy Tab S Pro und die Tasten besitzen nun endlich einen angenehmen Druckpunkt. Auch das Trackpad wusste beim Ausprobieren durchaus zu überzeugen und erlaubte ein präzises Steuern des Mauszeigers. Insgesamt scheint Samsung also eine brauchbare Unterwegs-Tastatur gelungen zu sein, die sich durchaus mit jener des Surface Pro 4 messen kann. Schade ist, dass nur die Tastatur des Samsung Galaxy Book 12 auch über eine eingebaute Hintergrundbeleuchtung verfügt.

Schön ist, dass Samsung beide Varianten mit einem S Pen ausliefert, der wie auch bei den Note-Smartphones über 4096 Druckstufen verfügt und damit sehr genaue Eingaben auf dem Display erlaubt. Im Vergleich zum Galaxy TabPro S ist auch das ein klarer Fortschritt. Der S Pen wird bei beiden Modellen im Standardumfang mitgeliefert. Leider gibt es keine Möglichkeit, diesen im Gerät selbst zu verstauen oder ihn magnetisch am Gehäuse zu befestigen.

 Im zweiten Anlauf will Samsung alles richtig machen. fullscreen
Im zweiten Anlauf will Samsung alles richtig machen. (©TURN ON 2017)

Aus alten Fehlern gelernt

Von Microsoft lernen, heißt in dem Fall wohl, siegen lernen: Bei Galaxy Book 10 und Galaxy Book 12 scheint Samsung stark aus den Fehlern des Galaxy Tab S Pro gelernt zu haben. Endlich gibt es eine Tastatur, auf der das Schreiben auch Spaß macht und auch die zusätzlichen Anschlüsse machen aus den Tablet-Laptop-Hybriden endlich so etwas wie vollwertige Arbeitsgeräte. Ob die 2-in-1-Geräte auch im Alltag überzeugen können, wird jedoch erst ein finaler Test wirklich zeigen können.

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