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Samsung Galaxy S20 Ultra im Test: Richtig gut und einfach enttäuschend

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Mit dem 100-fachen Zoom habe ich die Uhr des Michels zu mir geholt – in mäßiger Bildqualität.

Das Galaxy S20 Ultra möchte mit innovativen Features überzeugen. Darunter eine 108-Megapixel-Kamera, 8K-Videos, ein 100-facher Zoom und eine Display-Bildwiederholrate von 120 Hertz. Viele der von Samsung beworbenen Features enttäuschen zwar– doch ein gelungenes Flaggschiff-Handy ist das Galaxy S20 Ultra trotzdem.

Design: Brett mit Kamera-Hügel

Das Galaxy S20 Ultra ist ein schweres, dickes Brett von einem Handy. Obendrein ragt ein 2,5 Millimeter dicker Kamerahügel hinten aus dem Gehäuse heraus. Das Display misst gewaltige 6,9 Zoll, ist aber dank 20:9-Format nicht zu breit. Jedenfalls nicht für meine großen Hände – ich kann tatsächlich angenehmer darauf tippen als auf anderen Smartphones. Bis ganz nach oben zu greifen ist allerdings auch für mich nicht mehr angenehm. Ich musste mir Sorgen machen, dass mir das Smartphone dabei aus der Hand rutscht.

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Das Samsung Galaxy S20 Ultra ist groß und schwer – für manche wohl zu viel des Guten.

Während mein Galaxy Note 9 mit seinem 6,4-Zoll-Display noch handlich genug für mich ist, darf sich das Galaxy S20 Ultra als das Handy rühmen, an dem meine Pranken auch nach Spreiz- und Balanceübungen letztlich scheiterten. Die meisten Menschen haben kleinere Hände und sie müssen sich an eine Bedienung mit beiden Händen gewöhnen – oder zu einem kleineren Gerät wie dem regulären Galaxy S20 greifen.

Der Vorzug der monströsen Bauweise ist eine sehr stabile Verarbeitung, die der YouTuber JerryRigEverything bereits zurecht würdigte. Metallrahmen, Metallknöpfe, vorne und hinten das solide Schutzglas namens Gorilla Glass 6 – bei langen Fotosessions zerdrückt Dich eher das 220 Gramm schwere Handy, bevor Du es zerdrückst. Zum Vergleich: Mein ohnehin für seine paar Gramm mehr auf der Hüfte bekanntes Galaxy Note 9 wiegt 201 Gramm.

Das Design gibt sich minimalistisch: Die Vorderseite besteht fast nur aus Display, oben guckt die Selfie-Kamera aus einem Loch hervor. Die Rückseite ist glatt und schwarz. Auf die im letzten Jahr modischen farbigen Spiegelungen hat Samsung hier also verzichtet – tatsächlich erinnert das Galaxy S20 Ultra eher an ein Sony-Smartphone, die unlängst für glatte schwarze Flächen bekannt sind.

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Über zu große Displayränder wird sich niemand beschweren.

Der seriöse Look ist gut für eine wohlhabende Business-Zielgruppe, die wohl zu den Interessenten zählt. Im Gegensatz zum Schriftzug "Space Zoom 100X" auf dem Kamera-Hügel, der etwas protzig wirkt – und albern, wenn man sich die Fotos ansieht, die mit 100-fachem Zoom geknipst wurden. Doch dazu später mehr.

Fazit: Manchen wird das Galaxy S20 Ultra zu groß und schwer sein, der minimalistische Look zieht weniger die Blicke auf sich als etwa die farblich spiegelnde Rückseite des Galaxy S10. Bei der Verarbeitung weiß das Handy zu überzeugen.

Display: Superflüssiger Bombast

Die Größe des Displays wird die Gemüter spalten, die Qualität aber gewiss nicht. Das 6,9 Zoll große Display löst mit scharfen 3.200 x 1.440 Pixeln auf und kann sehr hell werden für den Einsatz draußen. Die AMOLED-Technik sorgt für ein extrem kontrastreiches Bild, jeder Pixel leuchtet von selbst. Nicht zuletzt HDR-Videos sehen auf dem Bildschirm großartig aus, qualitativ besser als auf den meisten Fernsehern – im Grunde Overkill für ein Handy. Wer jedoch gerne Filme und Serien mit HDR-Support von Netflix und Co. auf dem Smartphone ansieht, darf sich freuen.

Noch praktischer als HDR ist unterwegs der 120-Hertz-Modus. Er funktioniert aktuell aber nur in Kombination mit der niedrigeren Full-HD+-Auflösung. Das ist schade, aber sie ist noch scharf genug für die Bildschirmgröße. Das 90-Hertz-Display des OnePlus 7 Pro vom Frühjahr 2019 bot schon einen Vorgeschmack auf mobile Displays mit hohen Bildwiederholraten. Das Galaxy S20 Ultra optimiert nun den Ansatz.

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Der 120-Hertz-Bildschirm ist ein überzeugendes Feature.

Die 120 Bilder in der Sekunde sorgen dafür, dass das Display viel schneller auf Eingaben reagiert, Bewegungen wie Scrollen durch Websites deutlich flüssiger wirken. Das Smartphone lässt sich so flott bedienen, als hätte Samsung einige Prozessor-Generationen übersprungen. Auch für kompatible Action-Spiele müsste sich die hohe Bildwiederholrate gut machen. Gegenüber Android Police bestätigte Samsung die Kompatibilität einer Reihe von Games, namentlich:

Leider ließen sich in "Dead Trigger 2" und "Shadowgun Legends" tatsächlich nur maximal 60 Bilder pro Sekunde auswählen. Bei "Mortal Kombat" und "1945" hatte ich hingegen den Eindruck, dass sie mit 120 Hertz liefen. Auch "Lara Croft: Relic Run" und "Temple Run 2" funktionierten offenbar mit der hohen Bildwiederholrate, allerdings erlebte ich bei diesen Games kaum einen Vorteil. Ganz anders beim Flugaction-Scroller "1945". Er überzeugte durch die scharfe Bewegungsdarstellung und die schnelle Reaktion auf Eingaben – ein echter Vorzug, der das Spiel zu einer umso spaßigeren Adrenalinbombe macht.

Grundsätzlich funktionieren laut der Liste von Android Police einige hundert Games mit 120 FPS. Wie "Dead Trigger 2" und "Shadowgun Legends" zeigen, müssen Samsung oder die Entwickler aber noch mit der Display-Erkennung durch die Spiele nachhelfen.

Fazit: Der AMOLED-Bildschirm weiß wie gewohnt zu beeindrucken. Die 120 Hertz sorgen für eine deutlich flüssigere Darstellung von Bewegungen als bei anderen Handys – davon profitieren vor allem das Scrollen durch Websites und kompatible Actionspiele.

Technik und Ausstattung: Alles drin, alles dran

Technisch bietet das Galaxy S20 Ultra das Neueste vom Neuen. Der rasante Prozessor Exynos 990 wird von 12 GB Arbeitsspeicher unterstützt – gut für das schnelle Multitasking. Schnelles Laden mit bis zu 45 Watt (via Kabel) oder 15 Watt (via Ladepad) füllt den Akku rasant wieder auf. Mitgeliefert wird ein 25-Watt-Netzteil, das 45-Watt-Exemplar ist separat erhältlich.

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Im Inneren des Galaxy S20 Ultra steckt die neueste Handy-Technik.

Kabelloses Aufladen klappt auch umgekehrt – so kannst Du etwa die Galaxy Buds+ auf das Handy legen, um sie zu laden. Der 5.000-Milliampere-Akku hält im 120-Hertz-Modus einen Tag durch, mit 60 Hertz und QHD+-Auflösung sind es ein paar Stunden mehr. Die Laufzeit ist damit zwar kein Highlight, aber vollkommen in Ordnung.

Der interne Speicher beträgt beim "Einsteiger-"Modell 128 GB und lässt sich via microSD-Karte erweitern. Bei einem Preis von 1.350 Euro hätte der Platz auf dem Handy gerne etwas größer ausfallen dürfen –immerhin setzt der Speicher auf den schnellen UFS-3.0-Standard, der für niedrige App-Ladezeiten sorgt. Auch gut: Es gibt das aktuelle ax-WLAN (6. Generation).

Das Smartphone hat eine IP68-Zertifizierung und ist damit eine Weile lang in geringer Tiefe in Süßwasser wasserdicht, ohne Garantie. Der praktische Nutzen liegt hier eher darin, dass das Galaxy S20 Ultra ein Bad im Regenschauer übersteht, ins Schwimmbad solltest Du es nicht mitnehmen.

Die sicherste Methode für die Handy-Entsperrung im Angebot ist der Ultraschall-Fingerabdrucksensor im Display. Ist der Finger erst einmal registriert, klappt die Entsperrung schnell und verlässlich. Wer nicht auswendig weiß, wo sich der Sensor verbirgt, muss gegebenenfalls vorher zweimal auf das Display tippen, damit er angezeigt wird. Trotzdem: Der herkömmliche physische Sensor funktioniert noch verlässlicher, ebenso Apples Face ID.

Fazit: Das Galaxy S20 Ultra bietet modernste Technik vom Prozessor über den schnellen Speicher bis zum Ultraschall-Fingerabdrucksensor. Die Akkulaufzeit ist anständig, aber kein Highlight.

Kameras: Gut, aber die Revolution fällt aus

Die Kameraleistung überzeugt insgesamt für ein Flaggschiff – aber nicht aus den Gründen, die Samsung nennt. Tatsächlich versagt das Galaxy S20 Ultra in fast allen Aspekten, welche die Kamera angeblich zu einer Besonderheit machen. So enttäuschen die 8K-Videos aufgrund eines ununterbrochenen Stotterns – kein Wunder, dass Samsung sie zum Zweck bewirbt, Standbilder daraus zu machen. Die mit dem 100-fachen Zoom geknipsten Fotos sind hässliche Pixelhaufen und tatsächlich ist schon ein 30-facher Zoom der Bildqualität zu stark abträglich.

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8K-Videos sind eine Option – aber keine gute.

Die mit voller 108-Megapixel-Auflösung gemachten Bilder sehen zwar gut aus, aber Du kannst nicht allzu weit in sie hineinzoomen, ohne von einem unscharfen Motiv begrüßt zu werden. Im Grunde kannst Du Dir den Modus ersparen und stattdessen "normale" 12-Megapixel-Fotos machen, für die mehrere Pixel zusammengelegt werden. Dann wäre da noch "Single Take": Du drehst einen bis zu zehn Sekunden langen Videoclip und die Kamera-App macht daraus mehrere Fotos und Videos. Die kannst Du dann gleich einzeln teilen. Ich kann mir vorstellen, dass dies für manche Partys oder Events praktisch ist, aber das Feature wirkt eher wie ein nettes Gimmick und nicht wie eine bedeutende Funktion.

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Du kannst Fotos mit der vollen 108-Megapixel-Auflösung knipsten, aber das hat kaum einen Vorzug.

Abgesehen von einem größeren Problem kannst Du mit dem Galaxy S20 Ultra jenseits dieser zweifelhaften Marketing-Features sehr gute Videos und Fotos machen. Zwar enttäuschen Fotos mit 30- oder 100-fachem Zoom, aber bis hin zu einem 10-fachen Zoom sehen die herangeholten Fotos schärfer aus als mit allen anderen Handys. Das Galaxy S20 Ultra ist also wirklich der neue Zoom-König – nur ohne exzessiven Anspruch. Fotos mit der Hauptkamera wissen tagsüber zu überzeugen, wenn auch nicht mehr als beim Galaxy Note 10. Nur Fotos mit unscharfem Hintergrund (Bokeh-Aufnahmen) gelingen mit dem S20 Ultra außergewöhnlich gut.

Wie bei Handys üblich ist die Ultraweitwinkel-Kamera nicht auf dem Niveau der Hauptkamera, unter ihresgleichen weiß sie aber zu überzeugen. Leider hat sie keinen Autofokus, dafür ist die Verzerrung an den Rändern mit einer entsprechenden Einstellung in der App nur wenig ausgeprägt. Nachtfotos sehen vor allem mit der Hauptkamera gut aus, der Nachtmodus hilft noch einmal deutlich. Leider musst Du dafür acht Sekunden lang das Handy stillhalten.

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Die Hauptkamera knipst bei Tag gute Fotos.
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Fotos mit der Ultraweitwinkelkamera verzichten weitgehend auf Verzerrungen an den Rändern.
Mit bis zu 10-fachem Zoom sehen Fotos noch gut aus ... fullscreen
Mit bis zu 10-fachem Zoom sehen Fotos noch gut aus ...
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... und das sogar bei Nacht.
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Spätestens ab 30-fachem Zoom werden die Bilder unbrauchbar.
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Die Uhr des Michel demonstriert die Unzulänglichkeiten des 100-fachen Zoom.
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Ein Foto in voller 108-Megapixel-Auflösung (links) und eines mit 12 Megapixeln (rechts).
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Der große Sensor macht sich gut bei Fotos mit unscharfem Hintergrund.
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Der Kontrastumfang ist ordentlich, wenn auch nicht herausragend.
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Ein Foto bei wenig Licht in Innenräumen ohne Nachtmodus ...
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... und dasselbe Motiv mit Nachtmodus.
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Selfies erreichen eine sehr hohe Qualität.
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Der schwache Autofokus stellt bei Porträtaufnahmen mit der Hauptkamera gerne auf alles scharf, nicht nicht auf das Motiv.
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Mit einem unbeweglichen Motiv und viel Geduld gelingen gute Porträtfotos.
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Mit bis zu 10-fachem Zoom sehen Fotos noch gut aus ...
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Bei Porträtaufnahmen mit der Hauptkamera fällt ihr großer Makel besonders auf: der Autofokus. Es gelang mir fast nie, im Live-View-Modus (Porträtmodus) das Motiv scharf einzufangen – sofern ich den Fokus nicht manuell festlegte. Wie SamMobile feststellte, liegt dies wohl daran, dass das Galaxy S20 Ultra einen PDAF ("Phase Detection AutoFocus") besitzt anstelle eines viel präziseren "Dual-Pixel-PDAF", der seit Jahren in Flaggschiff-Handys eingesetzt wird. Mit dem PDAF dienen nur fünf Prozent der Sensorpixel zur Fokussierung, mit dem Dual-Pixel-PDAF alle von ihnen. Für ein auf die Kameraleistung spezialisiertes Flaggschiff ist die schwache Autofokus-Leistung schwer zu akzeptieren.

Dafür überzeugen die 4K-Videos. Sie sind scharf, kontrastreich, farbecht, nur der Autofokus bockt hin und wieder. Das Highlight ist jedoch die hervorragende Videostabilisierung, so lässt sich die Kamera durchaus auch als Action-Cam einsetzen. Willkommen ist auch der Profi-Videomodus, der Dir die Festlegung von Belichtung, Weißabgleich und Co. während des Drehs ermöglicht.

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Die Kamera des Galaxy S20 Ultra wirkt besonders auffällig.

Die Selfie-Kamera löst zwar mit 40 Megapixeln auf, aber es ist empfehlenswert, den Modus mit voller Auflösung zu ignorieren und stattdessen mehrere Pixel für ein 10-Megapixel-Selfie zusammenzulegen – nach dem gleichen Prinzip wie bei der 108-Megapixel-Hauptkamera. Die Selfies sehen bei halbwegs gutem Licht dafür hervorragend aus, scharf, detail- und kontrastreich sowie mit realistischen Farben. Auch Selfie-Videos sind schick. Nur bei wenig Licht sind Selfies keine Freude – als "Blitz" dient notfalls das aufgehellte Display, das jedoch für einen heftigen Rotstich sorgt.

Fazit: Die großen Marketingfeatures von 108 Megapixeln bis 8K-Videos und 100-fach-Zoom liefern kaum brauchbare Ergebnisse. Dank großartiger Fotos bis zu 10-fachem Zoom ist das Galaxy S20 Ultra trotzdem das beste Zoom-Handy auf dem Markt. Eine tolle Stabilisierung sorgt zudem für ansehnliche 4K-Clips, leider enttäuscht bei Videos und vor allem Porträts der Autofokus. Ansonsten liegt das Galaxy S20 Ultra ungefähr auf dem Niveau des Galaxy Note 10, was die Kameraleistung angeht.

Audio: Tolle Lautsprecher

Die mitgelieferten USB-C-In-Ears von AKG klingen gut, das wahre Highlight sind aber die Stereo-Lautsprecher des Galaxy S20 Ultra. Einer der Lautsprecher sitzt unten neben dem USB-C-Port, der andere ist der Hörer. Der Stereo-Speaker wird sehr laut, bietet klare Mitten und Höhen und nur beim Bass wäre noch etwas mehr drin. Klar, "Dolby Atmos", also 3D-Sound, bietet er entgegen der Bezeichnung der Klang-Software natürlich nicht, aber immerhin eine breite Stereobühne. Auf einen 3,5-Millimeter-Kopfhöreranschluss müssen die Käufer verzichten.

Fazit: Die Stereo-Lautsprecher sind hervorragend, das mitgelieferten USB-C-Headset gut, nur einen Klinkenanschluss gibt es nicht.

Fazit und Alternativen: Solide, aber kein Überflieger

Galaxy S20 Ultra kaufen
Das Galaxy S20 Ultra kannst Du bei SATURN kaufen.

Samsung wirbt mit einer ganzen Reihe von vermeintlich revolutionären Features. Leider sind nur wenige davon wirklich brauchbar, darunter vor allem der geniale 120-Hertz-Bildschirm. Dieser sorgt für butterweiches, scharfes Scrollen und mehr Spaß in Action-Games. Die Kameraleistung ist insgesamt eines Flaggschiffs würdig und hat ihre Stärken und Schwächen. Zu den Stärken zählt gewiss der großartige Zoom – aber nur bis zu zehnfacher Vergrößerung. Die größte Schwäche ist der Autofokus.

Bleibt der beachtliche Preis von ab 1.350 Euro. Das 5G-Modem, das sich aktuell noch kaum in Deutschland nutzen lässt, trägt sicherlich seinen Teil dazu bei. Einerseits steckt im Galaxy S20 Ultra teure Technik, andererseits kommt nicht ganz die High-End-Leistung beim Nutzer an, die den Preis rechtfertigen würde.

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Insgesamt ist das Galaxy S20 Ultra ein ordentliches Flaggschiff, aber seinen hohen Preis nicht wert.

Wer keinen großen Wert auf die 120 Hertz legt, sollte daher eher zum Galaxy Note 10+ greifen, das obendrein eine Stifteingabe mitbringt. Das Galaxy S20+ ist wahrscheinlich eher sein Geld wert als das Ultra-Modell, aber wir hatten es noch nicht im Test. Schließlich wird auch das Galaxy S10+ mit dem Release der S20-Generation günstiger – und ehrlich gesagt: Es ist nicht viel schlechter als das Galaxy S20 Ultra. Insgesamt wirkt es sogar ausgereifter.

Das hat mir gefallen Das hat mir weniger gefallen
+ Genialer 120-Hertz-Screen

+ Sehr gute Verarbeitung

+ Sehr gute Performance

+ Insgesamt gute Kameras

+ Bestes Zoom-Handy (bis 10-fach)

- Enttäuschender Autofokus

- Mäßige 8K-Videos

- Schlechte Fotos bei mehr als 10-fachem Zoom

- Schlechte Selfies bei wenig Licht

- Unscharfe Porträtfotos

 

Samsung Galaxy S20 Ultra
Samsung Galaxy S20 Ultra
  • Datenblatt
  • Hardware und Software
  • Gerätetyp
    Smartphone
  • Preis (UVP)
    ab 1349 Euro
  • Release
    13. März 2020
  • Farben
    Cosmic Gray, Cosmic Black
  • Lieferumfang
    Smartphone, 25-Watt-Ladeadapter, Datenkabel, Steckplatzwerkzeug, Headset, Kurzanleitung
  • Display-Größe
    6,9 Zoll
  • Display-Auflösung und Display-Typ
    3200 x 1440 Pixel, Super-AMOLED, 120 Hertz
  • Prozessor
    Exynos 990
  • Arbeitsspeicher
    12 GB RAM
  • Speicherkapazität
    128 GB (erweiterbar per MicroSD)
  • Betriebssystem
    Android 10.0 (Stand: März 2020)
  • Kameras
    Frontkamera (40 MP) und Quad-Rückkamera (108 + 48 MP + 12 MP + Tiefe)
  • SIM-Karten-Format
    Nano-SIM, eSIM, Dual-SIM
  • Anschlüsse und Steckplätze
    USB-Typ-C
  • Akkukapazität
    5000 mAh
  • Besondere Merkmale
    108-Megapixel-Kamera, 100-fach-Zoom, 8K-Videos, 120-Hz-Display
TURN ON Score:
4,0von 5
  • Akkuleistung
    4,0
  • Handling
    2,5
  • Preis-Leistung
    2,5
  • Hardware
    4,5
  • Klang
    4,5
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