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Samsung Galaxy S7 & S7 Edge im ersten Kurz-Test

TURN ON durfte das neue Galaxy S7 schon in die Hand nehmen.
TURN ON durfte das neue Galaxy S7 schon in die Hand nehmen. (©TURN ON 2016)

Sie sind da – glänzend, neu und frisch! Und wir hatten sie schon in der Hand: das Samsung Galaxy S7 und das Galaxy S7 Edge. Unsere ersten Eindrücke von einem ersten Test noch vor der offiziellen Enthüllung beim Unpacked-Event in Barcelona präsentieren wir Dir im Hands-On.

Sonntag, 7. Februar 2016, in einem Saturn-Markt in Hamburg:

Heute wird gedreht: ein Werbespot mit Tech-Nick und dem Samsung Galaxy S7. Wir von TURN ON sind ebenfalls vor Ort und haben die einmalige Gelegenheit, das neue Top-Smartphone von Samsung (plus seinen kurvigen Modellbruder) schon zwei Wochen vor der offiziellen Präsentation beim MWC 2016 in Barcelona anzutesten, wenn auch in einer noch nicht ganz finalen Version. Knapp zwei Stunden dürfen wir rumprobieren, Fotos machen, filmen, Fragen stellen. Aufregend! Natürlich gilt im Anschluss: dichthalten! Bis zur Enthüllung durch Samsung darf nichts von unserem Insiderwissen durchsickern...

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Zwei Wochen lang musste absolutes Stillschweigen bewahrt werden! (©TURN ON 2016)

Sonntag, 21. Februar 2016, in einem Kongresszentrum in Barcelona:

Jetzt ist es raus! Mittlerweile hat Samsung seine ersten Smartphone-Flaggschiffe im Jahr 2016 enthüllt: das Galaxy S7 und das etwas größere Galaxy S7 Edge. Endlich dürfen wir also mit der Sprache rausrücken und Dir unsere ersten Eindrücke von den beiden Android-Geräten im Hands-On präsentieren. Und so viel vorab: Die knappe Zeit mit den beiden Modellbrüdern machte wirklich Lust auf mehr. Vor allem der neuen Kamera müssen wir noch einen ausführlicheren Test widmen.

Verschiedene Display-Größen für Galaxy S7 & Galaxy S7 Edge

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Samsung Galaxy S7 Edge 17 fullscreen
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Was beim Auspacken der beiden neuen Samsung-Smartphones aber als Erstes auffiel: Samsung Galaxy S7 und Galaxy S7 Edge sind nicht länger gleich groß. Dieses Gerücht, das sich bereits seit Ende 2015 hartnäckig hielt, stimmt also. Besaßen Galaxy S6 und Galaxy S6 Edge noch beide ein 5,1 Zoll großes Display, bleibt in der neuen Modellgeneration nur das S7 dieser Diagonale treu. Das Galaxy S7 Edge macht hingegen einen Ausreißer nach oben. Mit einem 5,5 Zoll messenden Bildschirm soll es Phablet-Freunden gefallen. Für die im vergangenen Jahr stark angewachsene Galaxy S-Modellfamilie bedeutet das aber auch: Sie wird wieder kleiner. Einen Nachfolger für das anscheinend weniger erfolgreiche Samsung Galaxy S6 Edge Plus wird es in diesem Jahr nicht geben. Wer sich ein größeres Galaxy wünscht, greift zum S7 Edge oder wartet auf das Samsung Galaxy Note 6, das es womöglich endlich wieder nach Deutschland schafft.

Schwarze Seele & sexy Kurven

Das größere Display beim Galaxy S7 Edge ist aber nicht die einzige Designänderung, die auffällt. Insbesondere wenn man das neue Modell gegen die schwarze Farbvariante des Vorgängers hält, wird eine weitere Neuerung offensichtlich: Das Galaxy S7 ist wieder richtig schwarz. Die Farbe des dunklen Galaxy S6 driftete noch deutlich ins Bläuliche ab. Und auch auf die Chromumrandungen von Kamera und Blitz verzichtet Samsung in der aktuellen Generation. Außer in Schwarz wird es das neue Flaggschiff direkt zum Release aber auch in Weiß und Gold geben, einige Zeit später soll noch eine Silbervariante folgen.

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Der erste Griff zum Gerät bestätigte zudem ein weiteres Gerücht: Das Galaxy S7 trägt seine Kanten an der Rückseite ebenso abgerundet wie das Galaxy Note 5. Insgesamt wirkt das neue Modell noch einmal etwas runder als das Galaxy S6 und liegt damit noch besser in der Hand. Allerdings ist es auch minimal dicker geworden. Der Grund dafür ist es aber wert.

Kamera-Buckel fast verschwunden

Das Samsung Galaxy S7 merzt damit nämlich ein kleines Manko seines Vorgängers aus. Nein, der Kamera-Buckel, über den im Vorfeld viel spekuliert wurde, ist nicht ganz verschwunden. Aber Samsung hat es geschafft, die Smartphone-Linse deutlich besser in das edle Smartphone-Gehäuse aus Metall und Glas zu integrieren. Jetzt steht die Kamera nur noch minimal hervor. Dadurch kippelt das Handy nicht mehr so spürbar, wenn man den Touchscreen bedient, während es auf der Rückseite liegt.

Samsung reagiert auf Kritik von Kunden

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Doch nicht nur das störte selbst den einen oder anderen Samsung-Fan am Galaxy S6. Vor allem der verschwundene microSD-Slot, der nicht mehr wechselbare Akku und das nicht mehr wasserdichte Gehäuse bedeuteten in den Augen vieler Kunden Rückschritte im Vergleich zum Galaxy S5. Natürlich kam diese Kritik auch bei Samsung an. Die gute Nachricht: Zwei von drei Kritikpunkten hat der Hersteller erhört und verbessert. Doch vom Gedanken eines austauschbaren Akkus in einem so edlen Metallgehäuse wie dem des Galaxy S7 müssen sich Käufer wohl endgültig verabschieden.

Immerhin bekommen sie aber die Möglichkeit der einfachen und günstigen Speichererweiterung sowie eine IP68-Zertifizierung mit dem neuen Android-Modell zurück. Das bedeutet auch, dass es Galaxy S7 und Galaxy S7 Edge nur noch in einer Speichervariante zu kaufen geben wird: mit 32 GB. Den Rest erledigen dann microSD-Karten.

Aus 16 werden 12 Megapixel

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Externe Speicherkarten könnten vor allem begeisterte Smartphone-Fotografen benötigen. Zwar hat Samsung die Auflösung des Kamerasensors von vorher 16 auf nunmehr 12 Megapixel verringert. Dafür setzt der Hersteller aber auf eine sogenannte Dual Pixel-Technologie, die ihre Stärken insbesondere bei schlechten Lichtverhältnissen ausspielen soll. Die ersten Testfotos, die wir während des kurzen Hands-Ons machen konnten, waren jedenfalls sehr vielversprechend. Knackige Farben, ein schneller Autofokus und die enorme Detailtiefe machen wirklich Lust darauf, die Rückkamera des Samsung Galaxy S7 noch viel ausgiebiger zu testen. So viel lässt sich aber schon jetzt sagen: Einen Rückschritt aufgrund der geringeren Megapixel-Zahl muss niemand befürchten. Videos kann das neue Samsung-Flaggschiff übrigens wie das Vorgängermodell in 4K aufzeichnen.

Galaxy S7 bekommt größeren Akku

Auch sonst hat Samsung einige Verbesserungen an der Hardware vorgenommen. Mit welchem Prozessormodell das Galaxy S7 in Deutschland auf den Markt kommen wird, dem Exynos 8890 oder dem Snapdragon 820, wollte man uns zwei Wochen vor der Präsentation zwar noch nicht verraten. Klar ist aber: Das neue Android-Smartphone wird noch einmal leistungsstärker und schneller. So wird der Chip – zumindest im größeren Samsung Galaxy S7 Edge – nun von 4 GB RAM unterstützt. Vorinstalliert ist Android 6.0.1 Marshmallow, ergänzt um Samsungs (leider nicht spürbar entschlackte) TouchWiz-Oberfläche.

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Neu sind einige Software-Features, unter anderem ein Always-On-Feature für das Display, das bestimmte Informationen ständig auf dem Screen einblendet, ohne den Akku allzu stark zu belasten. Apropos Akku: Auch diesbezüglich hatten die Insider und Leaker recht. Das Samsung Galaxy S7 bekommt einen 3000-mAh-Akku (Galaxy S6: 2550 mAh) und die Kapazität des Energiespeichers im Galaxy S7 Edge wächst sogar auf 3600 mAh (Galaxy S6 Edge: 2600 mAh). Natürlich ist Fast Charge wieder mit an Bord.

Samsung setzt auf Gaming & Virtual Reality

Mit dem Galaxy S7 und dem S7 Edge hält noch ein weiteres neues Software-Feature Einzug: der sogenannte Game Launcher. Dieser bietet nicht nur Shortcuts zu den Lieblingsspielen des Nutzers, sondern überlässt ihm auch die Wahl zwischen verschiedenen Modi – vom extremen Energiesparen bis hin zur maximalen Performance. Dann werden beim Spielen Hintergrundprozesse eingeschränkt, sodass die volle Leistung fürs Mobile Gaming bereitsteht. Hinter den ebenso neuen Game Tools steckt eine schwebende Schaltfläche mit Spielfunktionen. Und Samsung will noch mehr. Zum Zeitpunkt unseres kurzen Tests gab es noch keine handfesten Ergebnisse, aber die Info, dass man mit EA in Verhandlungen bezüglich möglicher Spiele-Kooperationen stehe.

Alex Samsung Gear VR 2 fullscreen
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Doch nicht nur auf dem Smartphone soll künftig mehr gespielt werden. Deshalb schnürt Samsung ein interessantes Bundle. Wer sich zum Vorbestellstart nach der Präsentation in Barcelona verbindlich für das Galaxy S7 oder seinen kurvigen Ableger entscheidet, bekommt zum Release eine Samsung Gear VR kostenlos dazu. Regulär kostet die Endkundenversion der Virtual Reality-Brille immerhin 99 Euro.

Deutschland-Release am 11. März

Beim Smartphone selbst werde man sich preislich am Vorjahresmodell orientieren, verriet uns Samsung schon zwei Wochen vor dem MWC 2016. Das heißt, auch das Galaxy S7 wird mindestens 699 Euro kosten – allerdings fallen alle Speichervarianten neben der 32-GB-Version weg. Das Galaxy S6 Edge startete 2015 preislich bei 849 Euro, im Jahr 2016 lag der Preis für die 32-GB-Variante zuletzt bei 669 Euro. Das neue Edge-Modell liegt zum Start preislich bei 799 Euro. In den Handel werden die beiden neuen Top-Smartphones von Samsung am 11. März kommen.

Das Galaxy S7 ist das Handy, das das S6 hätte sein sollen...

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Mit dem Galaxy S6, vor allem aber mit dem Galaxy S6 Edge, lieferte Samsung im Jahr 2015 zwei Modelle mit echtem Wow-Faktor. Der Schritt vom Plastik-S5 zum edlen S6 war gewaltig, designtechnisch jedenfalls revolutionär. Eine solche Revolution bringt das Samsung Galaxy S7 nicht. Unser erstes Fazit fällt dennoch sehr positiv aus. Das liegt daran, dass Samsung viele Kritikpunkte ausbesserte, die ein nüchterner, nicht von der schicken Optik geblendeter Blick auf das Vorjahresmodell offenbarte: kein microSD-Slot, kein Wechsel-Akku, nicht mehr wasserdicht. Mit dem Galaxy S7 kehren der Speicherkartenslot und die IP-Zertfizierung zurück (sogar IP68!) und der Akku fällt immerhin größer aus. Der Gaming-Ansatz ist interessant und die kostenlose Gear VR für Vorbesteller ist ein nettes Extra. Liefert die Kamera – jetzt ohne den auffälligen Buckel – tatsächlich noch die Fotoqualität ab, die sich im kurzen Hands-On abzeichnete, erwartet uns definitiv eines der Top-Smartphones 2016!

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