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Smartwatch reloaded: Die neue Moto 360 im Hands-on-Test

Die neue Moto 360 setzt ganz auf Individualisierung.
Die neue Moto 360 setzt ganz auf Individualisierung. (©TURN ON 2015)

Die Zeiten, in denen nur klassische Armbanduhren modische Statements setzten, sind vorbei. Die neue Moto 360 zeigt: Auch bei Smartwatches stehen die Zeichen ganz auf Individualisierung. Wir waren bei der offiziellen IFA-Präsentation dabei und hatten im Anschluss noch Gelegenheit, das neue Android Wear-Modell kurz anzutesten.

Motorola hat im Vorwege der IFA 2015 ein großes Geheimnis aus der neuen Moto 360 gemacht. Zwar tauchten seit Wochen immer neue Leak-Bilder zur zweiten Generation der Smartwatch im Netz auf. Eine offizielle Ankündigung, wann die Smartwatch vorgestellt und in den Handel gebracht wird, blieb uns Motorola aber lange schuldig. Am 2. September war es dann endlich soweit. Beim abendlichen Lenovo-Presseevent gab es zunächst neue Gaming-PCs, Business-Notebooks, und Yoga-Tablets des Mutterkonzerns Lenovo zu sehen – und um kurz vor neun Uhr abends erblickte sie das Licht der Welt: die neue Moto 360.

Design und Haptik: Schlanker, schicker, persönlicher

Zwar hat Motorola mit der zweiten Generation das Rad beziehungsweise die Uhr nicht neu erfunden – das Wearable kommt nach wie vor im eher klassischen Design mit dem typischen "Flat tire" am unteren Rand daher. Der Hersteller tut jedoch einiges dafür, neue Zielgruppen für sich zu erschließen. Deshalb bietet Motorola die Moto 360 in zwei Größen an: wahlweise mit 42 oder 46 Millimetern Gehäusedurchmesser. Eine spezielle Women's Collection soll zudem die Frauenherzen höherschlagen lassen.

Beim ersten Hands-on-Test fällt auf: Die zweite Moto 360 ist etwas schlanker als ihre Vorgängerin, die Verarbeitung erscheint hochwertig. Nichts wackelt, Uhr und Armband schmiegen sich gut ans Handgelenk. Die Krone der Uhr, die als Home-Button fungiert, ist beim neuen Modell an die 2-Uhr-Position gewandert und dürfte daher auch beim Abknicken des Handgelenks nicht unangenehm drücken. Und noch etwas ist neu: Die Aufnahmen für das Armband sitzen jetzt außerhalb des Gehäuses – so wie man es von den meisten Armbanduhren kennt. Das hat auch einen guten Grund. Die Smartwatch soll auf diese Weise vielfältig individualisierbar sein.

Mehr Individualität: Die Moto 360 online konfigurieren

Auf dem immer stärker wachsenden Smartwatch-Markt scheint Motorola voll und ganz auf Personalisierung zu setzen. Wie die Apple Watch gibt es die neue Moto 360 in unterschiedlichen Größen, für Männer und Frauen, in einer speziellen Sportvariante, in mehreren Gehäusefarben sowie mit vielen verschiedenen Armbändern aus unterschiedlichen Materialien. Selbst die Lünette steht in mehreren Farben und Designs zur Auswahl. Damit jeder Käufer seine Smartwatch ganz nach dem eigenen Geschmack designen kann, hat Motorola zeitgleich mit der Präsentation den Moto Maker für die Moto 360 2 unter moto360.com gelauncht.

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Was in unseren Augen allerdings weniger Sinn macht: Sogar das Zifferblatt lässt sich bei der Bestellung vorab auswählen. Doch auch die neue Moto 360 läuft unter Android Wear, das heißt die Watch Faces sind in den Einstellungen jederzeit änderbar. Im Google Play Store dürften zudem weitere Zifferblatt-Designs zur Auswahl angeboten werden.

Bedienung: Nicht viel neu macht Android Wear

Wo wir schon beim Thema Android Wear sind: Der erste Hands-On-Test der Moto 360 liefert nicht viel Überraschendes. Die Bedienung ist soweit bekannt. Per Wischen und Tippen lässt sich durch die Menüs navigieren, alternativ ist auch eine Sprachsteuerung via "OK Google" möglich. Im ersten Test reagiert die Smartwatch flott und führt Befehle ohne Verzögerung aus. Verantwortlich für die Rechenprozesse ist ein Qualcomm 400 mit vier Kernen und einer Taktfrequenz von 1,2 GHz. Unterstützt wird dieser von 512 MB RAM. Das Display löst mit 360 x 325 Pixeln auf und ist aus verschiedenen Blickwinkeln gut ablesbar.

Marktstart und Preise für Europa

Spannend bleibt, was erste ausführliche Tests der Moto 360 in Sachen Akkulaufzeit offenbaren werden. Motorola bietet nämlich nur das 46-Millimeter-Modell sowie die Sportversion mit größerem 400-mAh-Akku an. Das kleinere Modell muss sich mit 300 mAh begnügen, soll laut Hersteller aber dennoch bis zu zwei Tage durchhalten. Der Europa-Release wird laut Motorola im Oktober erfolgen. In den USA startet das neue Smartwatch-Erlebnis bei 299 US-Dollar.

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