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Sony Xperia Z5: Das Kamera-Monster im Kurz-Test

Das Xperia Z5 wirkt im ersten Moment unspektakulär.
Das Xperia Z5 wirkt im ersten Moment unspektakulär. (©TURN ON 2015)

Geht es nach Sony, dann ist das Xperia Z5 das ultimative Kamera-Smartphone. Wir haben uns das neue Flaggschiff auf der IFA 2015 im Kurz-Test einmal angeschaut. Denn kann das neue Modell den Android-Markt aufmischen?

Zu einem erfolgreichen Messetag gehört manchmal auch Glück. Als großer Glücksfall entpuppte es sich am Mittwoch, dass die TURN ON-Mannschaft abseits des Trubels in der Messehalle 20 auf einem kleinen Außenstand von Sony die Gelegenheit hatte, die neue Xperia Z5-Familie des Herstellers genauer in Augenschein zu nehmen. So konnten wir uns in der warmen Berliner Nachmittagssonne einen ersten Eindruck von den neuen Flaggschiff-Smartphones der Japaner machen, die Sony um 16:15 vorgestellt hat. Das Line-up besteht aus dem Sony Xperia Z5 als neues Flaggschiff, dem etwas kleineren Sony Xperia Z5 Compact sowie dem Sony Xperia Z5 Premium – Letzteres ist das erste Smartphone überhaupt mit 4K-Bildschirm.

Flaggschiff mit biederer Optik

Auf den ersten Blick könnte man das Xperia Z5 durchaus als schlicht, aber schick bezeichnen. Im Wesentlichen bleibt Sony der gewohnten Formensprache der letzten Jahre treu und präsentiert sein neues Smartphone genau so, wie man es von einem Ableger der Xperia Z-Reihe erwarten dürfte. Der Bildschirm des Flaggschiffs misst 5,2 Zoll in der Diagonalen und löst in FullHD auf. Die auffälligste Änderung im Vergleich zum Vorgänger: Der gewohnte Home-Button an der rechten Geräteseite musste einem neuen Button mit Fingerabdruckscanner weichen. Insgesamt wirkt das Smartphone noch etwas kantiger als das Xperia Z3 und das Xperia Z3+, da der Gehäuserand auf der Hinterseite ein klein wenig über die glatte Oberfläche der Rückseite absteht. Beim Greifen wirkt das zunächst ungewohnt aber nicht weiter störend.

Genau das Richtige für flinke Finger

Hardwareseitig gibt es beim neuen Sony-Flaggschiff fast keine Überraschungen, wenn wir das Modell mit anderen aktuellen Top-Smartphones vergleichen. Hinzu kommt: Schon vor der Präsentation gab es zahlreiche, genaue Leaks der Spezifikationen. Im Betrieb gibt sich das Xperia Z5 keine Blöße, was natürlich am leistungsfähigen Octacore-Prozessor Snapdragon 810 und dem Arbeitsspeicher von 3 GB RAM liegt. Ob der Prozessor mit der Zeit genau so heiß wird wie etwa beim HTC One M9 oder dem Sony Xperia Z3+ müssen wir uns mal in Ruhe anschauen. Wirklich schnell arbeitet auch der Fingerabdrucksensor. Einfach den Finger auflegen und schon ist das Gerät entsperrt. Im Hands-On hatte der Scanner zudem eine Treffergenauigkeit von 100 Prozent. Da wir mehrere Geräte zum Testen zur Verfügung hatten, konnten wir auch sicherstellen, dass der Scanner auch wirklich nur den Finger des Kollegen erkannt hat, der das Smartphone gesperrt hat.

Daneben bietet das Sony Xperia Z5 einen internen Speicher von 32 GB, der sich via MicroSD-Karte erweitern lässt. Die Kapazität des Akkus beträgt 2.900 mAh. Wie gut das Smartphone damit im Alltag über die Runden kommt, konnten wir auf der IFA natürlich nicht überprüfen. Solche Erfahrungswerte können wir erst in einem umfangreichen Test sammeln. Als Betriebssystem kommt, wie könnte es mittlerweile auch anders sein, Android 5.1 zum Einsatz.

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Der Star des Sony Xperia Z5 ist die Kamera

Das eigentliche Highlight des Sony Xperia Z5 ist jedoch zweifellos die Kamera, obwohl selbst diese sich äußerlich absolut unauffällig gibt. Die Optik kann mit ihren 23 Megapixeln und ihrem ultraschnellen Fokus tatsächlich auf Anhieb überzeugen. Die geknipsten Bilder wirkten zumindest bei den guten Lichtverhältnissen vor Ort knackscharf. Tatsächlich konnten wir beim nachträglichen Anschauen kaum glauben, dass diese tatsächlich gerade mit einer Smartphone-Kamera geknipst wurden. Die Kamera-App von Sony bietet übrigens zahlreiche Möglichkeiten, die Bildausschnitte schon vor dem Fotografieren mit diversen Filtern zu überdecken und ermöglicht so ganz individuelle Shots. Auch diverse Augmented-Reality-Spielereien, die wir schon vom Xperia Z4 Tablet kennen, sind wieder mit an Bord.

Fazit: Die Kamera macht den Unterschied

Im ersten Hands-on-Test punktet das Xperia Z5 weder optisch noch mit der Hardware: Den Look kennen wir von den Vorgängern, der Prozessor und der Arbeitsspeicher entspricht der Ausstattung anderer Top-Smartphones. Aus der Masse sticht das neue Flaggschiff  jedoch durch seine Kamera heraus, die, das lässt sich bereits nach dem kurzen Hands-On sagen, zu den besten Smartphone-Kameras der Welt gehört. Für ein abschließendes Fazit muss sich das Xperia Z5 jedoch erst noch einem umfassenden Test in der Redaktion unterziehen.

Erscheinen wird das Sony Xperia Z5 Ende September. Der Preis soll ohne Vertrag bei 699 Euro liegen, dafür gibt es das Modell wahlweise in den Farben Graphit-Schwarz, Silber-Weiß, Matt-Gold und Tannen-Grün. Das Sony Xperia Z5 Compact kostet 549 Euro, der Preis für das Xperia Z5 Premium beträgt 799 Euro.

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