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Toshiba Satellite Radius 14: Schicker 2-in-1-Laptop im Test

Der Toshiba Satellite Radius 14 ist ein schickes Convertible.
Der Toshiba Satellite Radius 14 ist ein schickes Convertible. (©TURN ON 2015)

Convertibles sind in: Auch Toshiba setzt mit der schicken Satellite Radius 14-Serie auf das Konzept hybrider Computer. Im Test haben wir das neueste Modell L40W-C-10X auf seine Tauglichkeit als Laptop und Tablet getestet.

Die Satellite Radius 14-Geräte von Toshiba wurden auf der IFA 2015 vorgestellt. Nun legt der Hersteller noch einmal nach und bringt weitere Modelle der mobilen Convertible-Serie auf den Markt. Unter ihnen befindet sich mit dem Radius 14 L40W-C-10X auch ein Gerät, das sich in puncto Ausstattung und Leistung an die Spitze der Modellreihe setzt. Wir haben uns das 2-in1-Gerät für einen Test genauer angeschaut.

Beim Design hat Toshiba genau wie andere PC-Hersteller einiges von Apple gelernt. Zwar gibt es am Satellite Radius 14 nach wie vor viele Kunststoff-Teile, dennoch dominieren vor allem im ausgeklappten Zustand Aluminium und Glas und verleihen dem Gerät eine edle und wertige Optik. Doch selbst die Außenhaut aus Kunststoff braucht sich nicht zu verstecken. Hier beweisen die Japaner, das Plastik keineswegs billig wirken muss.

Anschlüsse und Schnittstellen

Alle Anschlüsse sind beim Radius 14 rechts und links am Gehäuse angebracht. Zu bieten hat das Convertible einen SD-Kartenleser, zwei USB 3.0-Anschlüsse (davon einer mit Sleep & Charge-Funktion), einen USB 2.0-Port, einen HDMI-Ausgang und eine Kopfhörer-Buchse. Einen Ethernet-Port gibt es nicht. Dieser würde jedoch auch nicht zu einem ultramobilen Gerät passen. Stattdessen verbindet sich der Laptop per WLAN mit dem Internet, wobei alle aktuellen Standards unterstützt werden. Zusätzlich gibt es natürlich Bluetooth 4.0 und eine HD-Webcam, die erstaunlich gute Aufnahmen macht.

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Die Anschlüsse befinden sich an den Seiten des Radius 14. (©TURN ON 2015)

Mobil als Laptop, etwas sperrig als Tablet

Apropos mobil: Mit einem Gewicht von rund 2 Kilogramm bewegt sich der Radius 14 bereits hart an der Grenze, die für wirklich mobile Laptops noch erträglich sind. Das liegt natürlich auch an der Größe von 14 Zoll. Damit ordnet sich das Toshiba-Gerät ebenfalls ein wenig oberhalb der meisten anderen Convertibles ein, die oft Displaygrößen zwischen 10 und 13 Zoll bieten. Trotzdem wirkt der Satellite Radius 14 im Laptop-Modus nicht zu wuchtig oder unhandlich. Etwas anders sieht das schon aus, wenn die Tastatur umgeklappt und auf Tablet-Betrieb umgestellt wird. Dann ist das Gewicht deutlich zu hoch, um das Gerät länger in der Hand zu halten. Besser ist es, die Tastatur im Tabletmodus als Tischstand zu benutzen.

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Windows 10: Das Betriebssystem für 2-in-1-Geräte

Für hybride Geräte wie den Radius 14 gibt es seit dem Sommer endlich ein perfektes Betriebssystem und so verwundert es auch nicht, dass das Convertible ab Werk mit Windows 10 daherkommt. Neben der Standard-Software von Microsoft findet sich erfreulich wenig Bloatware auf dem Laptop, sodass uns nach der Einrichtung noch 196 GB der 226-GB-großen SSD-Festplatte zur Verfügung standen.

Display, Touchpad und Tastatur

Das Display kann in puncto Auflösung und Farbdarstellung nicht mit der absoluten Oberklasse mithalten, enttäuscht jedoch im Gegenzug auch nicht. Bei Touch-Eingaben reagierte der Screen im Test zudem fehlerlos. Sehr gut weiß auch das Touchpad zu gefallen, das sich sehr angenehm anfühlt und ein schnelles Scrollen zulässt. Wer gern und viel schreibt, wird sich außerdem gut mit der Tastatur anfreunden können, die einen ordentlichen Druckpunkt und ausreichend Raum zwischen den einzelnen Tasten bietet. Als etwas störend könnte sich beim Tippen unter Umständen der leichte Kunststoffrand um das Gehäuse erweisen, da dieser eine relativ scharfe Kante hat.

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Neu ist bei Toshiba die Cortana-Taste, mit der sich die virtuelle Suchassistentin von Windows 10 direkt aktivieren lässt. Diese ist durch eine Lupe gekennzeichnet und befindet sich direkt neben dem Escape-Button. Wenn Cortana deaktiviert ist, kann die Taste übrigens trotzdem für den Schnellzugriff auf das Suchfenster genutzt werden.

Viel Power in einem kompakten Gerät

Für ein ultramobiles Gerät unterhalb von 1000 Euro ist der Satellite Radius 14 durchaus gut ausgestattet. In unserer Testversion werkelte ein Intel Core i5-6200 auf Basis der neuen Skylake-Architektur, die als besonders leistungsfähig und energieeffizient gilt. Die vier Rechenkerne takten jeweils mit 2,3 GHz. Als GPU dient eine integrierte Intel HD Graphics 520, eine dedizierte Grafikeinheit gibt es nicht. Auch der Arbeitsspeicher fällt mit 8 GB DDR3 RAM sehr ordentlich aus. Er lässt übrigens sogar auf bis zu 16 GB RAM erweitern, was eher ungewöhnlich für ein derart mobiles Gerät ist.

Ist Test leistete sich der Radius 14 in Sachen Performance erwartungsgemäß keine Schwächen. Legt man das normale Nutzungsszenario für ein Gerät dieser Klasse zugrunde – also Schreiben, Surfen und Präsentationen – dann ist das L40W-C-10X schon mehr als ordentlich ausgestattet. Zudem sind noch ausreichend Reserven für ein paar aufwendigere Programme vorhanden. Zieht man ein Surface Pro 4 oder ein iPad Pro zum Vergleich heran, dann gibt es dort für vergleichbares Geld nicht annähernd so viel Power. Selbst die Akkulaufzeit geht mit knapp zehn Stunden im normalen Betrieb absolut in Ordnung.

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Die Lautsprecher stammen von Harman/Kardon. (©TURN ON 2015)

Erwähnt werden sollten noch die Lautsprecher. Für die Tonausgabe setzt Toshiba auf das Profi-Know-how von Harman/Kardon. Das Ergebnis enttäuscht nicht. Für ein derart flaches Gerät liefert das Radius 14 einen recht voluminösen Sound.

Fazit: Guter Laptop, durchschnittliches Tablet

Als mobiler Laptop konnte der Satellite Radius 14 L40W-C-10X im Test überzeugen. Verarbeitung und Ausstattung befinden sich auf einem guten bis sehr guten Niveau und rechtfertigen die UVP von 999 Euro. Für ein vergleichbares Setup bei ähnlicher Größe muss man bei anderen Herstellern wesentlich mehr bezahlen. Allerdings ist das Gerät mit rund 2 Kilogramm dann doch einigermaßen schwer. Mancher Nutzer könnte sich daran stören und gerade als Tablet lässt sich der Radius 14 dadurch eigentlich nicht mehr vernünftig verwenden.

Der Tabletmodus ist somit eher eine nette Dreingabe. In einigen Anwendungsszenarien kann es durchaus sinnvoll sein, das Gerät als Zelt oder Stand zu nutzen, in den meisten Fällen werden User jedoch den Laptop-Betrieb vorziehen. Hier sollte sich am besten jeder selbst im Vorfeld überlegen, welche Art von Gerät er wirklich sucht.

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