Test

Wacom Bamboo Spark im Test: Das Notizbuch der Zukunft

Das Wacom Bamboo Spark digitalisiert Skizzen und Notizen.
Das Wacom Bamboo Spark digitalisiert Skizzen und Notizen. (©TURN ON 2015)

Papier ist in vielen Büros längst out, heutzutage wird alles in den PC oder ein Mobilgerät eingetippt. Der japanische Hersteller Wacom sagt diesem Trend mit dem Smart Folio Bamboo Spark jedoch den Kampf an. Wir überprüfen im Test, was das digitale Notizbuch mit Cloud-Anbindung wirklich kann.

Der japanische Grafiktablet-Hersteller Wacom bezeichnet das Bamboo Spark auch als Smart Folio – dahinter verbirgt sich im Endeffekt nichts anderes als ein Notizblock, der handschriftliche Aufzeichnungen digitalisieren kann. Was sich im ersten Moment etwas unspektakulär anhört, eröffnet tatsächlich ungeahnte Möglichkeiten: So musst Du mit dem Bamboo Spark in einem Meeting nicht mehr alles schnell in ein MacBook eintippen, sondern kannst ganz einfach per Hand mitschreiben und die Notizen später am Rechner oder Tablet nachbearbeiten. Oder Du nutzt das Wacom-Gerät, um schnell ein paar Skizzen zu erstellen und mit Kollegen oder Kunden zu teilen.

Wacom Bamboo Spark fullscreen
Wacom Bamboo Spark fullscreen
Wacom Bamboo Spark fullscreen
Wacom Bamboo Spark fullscreen

Bedienung und Handling: Sehr genaue Schrifterkennung

Die Bedienung des Wacom Bamboo Spark ist denkbar einfach und das Digitalisieren von Handschriften absolut kein Hexenwerk. Nach dem ersten Auspacken muss zur Einrichtung zunächst die passende App Bamboo Spark heruntergeladen werden, die für iOS und Android zur Verfügung steht und nach der Installation die weiteren Schritte erklärt. Anschließend muss noch ein kostenloser Account beim Online-Speicherdienst Wacom Cloud angelegt werden. Hier stehen anschließend 5 GB Speicherplatz zur Verfügung. Dann wird das Bamboo Spark via Bluetooth mit dem Mobilgerät verbunden – dafür muss der Knopf in der Mitte des Smart Folio ungefähr fünf Sekunden lang gedrückt werden. Bamboo Spark und Smartphone oder Tablet sind anschließend gepairt und schon kannst Du mit dem Schreiben loslegen – ein Notizblock und ein Stift sind im Lieferumfang nämlich schon inbegriffen.

Bist Du mit der Notiz zufrieden, wird die Niederschrift per Knopfdruck mit der Wacom Cloud synchronisiert und taucht wenige Sekunden später in der App Bamboo Spark auf. Die Schrifterkennung des Bamboo Spark funktionierte im Test erstaunlich präzise. Selbst kleine Punkte und dünnere Linien wurden von dem Gerät anstandslos erkannt und waren auch in der Cloud-Version noch gut sichtbar. Natürlich sollte man es mit den Details aber nicht übertreiben – das Wacom-Gerät ist eher für grobe Skizzen und schnelle Notizen als für Kugelschreiber-Kunst gedacht.

In der Bamboo Spark-App kann die Notiz dann noch weiter bearbeitet oder direkt als PDF oder Bild geteilt werden. Zum Teilen können auch andere Cloud-Dienste wie Dropbox oder Google Drive genutzt werden. Als Bearbeitungsfunktion steht unter anderem ein Timeline-Feature bereit, mit dem die Notiz quasi "zurückgespult" werden kann. Eine Umwandlung der handschriftlichen Notiz in Maschinenschrift beherrscht das Wacom Bamboo Spark aber leider nicht.

Bamboo Spark App fullscreen
Bamboo Spark App fullscreen
Bamboo Spark App fullscreen
Bamboo Spark App fullscreen
Bamboo Spark App fullscreen
Bamboo Spark App fullscreen

Lieferumfang: Austausch-Patronen mit dabei

Falls das dem Wacom Bamboo Spark beigelegte Papier alle sein sollte, kann auch jedes andere Papier verwendet werden. Der Stift des Spark muss hingegen zwingend benutzt werden, da er eine besondere Spitze hat. Falls die Tinte zur Neige gehen sollte, kann allerdings eine der mitgelieferten neuen Patronen eingesetzt werden. Praktisch: Unsere Test-Version des Bamboo Spark besaß eine Tasche, in der ein kleines Tablet Platz findet. Alternativ gibt es auch noch eine Version mit Gadget-Pocket fürs Smartphone, für Visitenkarten oder zusätzliches Papier sowie eine Snap-Fit-Variante speziell für das iPad Air 2.

Fazit: Praktischer Alltagshelfer – mit ein paar Einschränkungen

Das Smart Folio Bamboo Spark eignet sich hervorragend für Situationen, in denen man einfach nur schnell eine Notiz anfertigen und diese an sich selbst oder mehrere Personen weiterleiten will. Auch für kleine Mindmaps und erste Skizzen ist das Gerät sehr brauchbar. Wer jedoch erwartet, dass das Bamboo Spark sämtliche handschriftlichen Notizen in Dokumente in Maschinenschrift umwandelt, wird enttäuscht werden – diese Funktion beherrscht das Spark nämlich nicht. Unter dem Strich bleibt somit ein praktischer Alltagshelfer mit ein paar entscheidenden Einschränkungen – und einem knackigen Preis von rund 160 Euro.

Artikel-Themen

Weitere Artikel zum Thema

close
Bitte Suchbegriff eingeben