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10 Gründe, warum Android derzeit besser ist als iOS

Android bietet derzeit einige Vorteile gegenüber iOS.
Android bietet derzeit einige Vorteile gegenüber iOS. (©Picture Alliance/ dpa Themendienst 2016)

Android und iOS befinden sich in einem ständigen Wettstreit um neue Features. Aktuell gibt es einige Punkte, in denen Android Vorteile gegenüber iOS bietet. Wir zeigen Dir die zehn wichtigsten Gründe, die für das Google- und gegen das Apple-System sprechen.

Nach der Google I/O ist vor der WWDC (Worldwide Developers Conference) von Apple. Am 13. Juni wird der iPhone-Hersteller in San Francisco sein neues Betriebssystem iOS 10 vorstellen. Nach wie vor gibt es aber einige Punkte, in denen iOS von Android lernen kann. Wir zeigen Dir zehn Gründe, warum Android aktuell besser ist als iOS.

1. Android ist flexibler

iOS gibt es für iPhone, iPad und iPod touch. Im Gegensatz dazu hat Android deutlich mehr Geräte erobert. Nach Smartphones kamen Tablets, nach Tablets kamen Smartwatches und Wearables und danach kamen TV-Geräte und Set-Top-Boxen. Und damit ist die Geschichte keineswegs schon zu Ende, denn mit dem auf der Google I/O 2016 angekündigten Daydream-Features soll Android auch zur Plattform für Virtual Reality-Anwendungen werden.

 Android bekommt eine VR-Nutzeroberfläche. fullscreen
Android bekommt eine VR-Nutzeroberfläche. (©Google 2016)

2. Android ist Innovativer

Android wird nicht nur von Google weiterentwickelt, sondern auch von den einzelnen Geräteherstellern wie Samsung, Sony oder Huawei. Diese bringen natürlich eigene Ideen mit und sorgen dafür, dass sich das Betriebssystem oft deutlich schneller weiterentwickelt als iOS. Ein paar Beispiele gefällig? Ein Splitscreen-Feature, wie es Apple seit iOS 9 anbietet, gibt es bereits seit Jahren in den Android-Versionen von Samsung und LG. Auch das Kommunikationsprotokoll NFC (Near Field Communication) wurde zuerst von Android unterstützt und bietet auf Android-Geräten bis heute deutlich mehr Möglichkeiten als unter iOS.

Und selbst beim Fingerabdrucksensor war Apple nicht der Erste. Bereits 2011 hatte Motorola ein Smartphone mit Fingerabdruckscanner im Angebot und musste dafür natürlich eine entsprechende Schnittstelle unter Android schaffen. Ein weiteres Feature, das Android schon bald unterstützen wird, ist, wie schon erwähnt, Virtual Reality.

3. Android ist individualisierbar

Wer ein iPhone kennt, kennt sie eigentlich alle. Die Benutzeroberfläche von iOS sieht auf jedem Smartphone identisch aus. Einzig die Anordnung der Apps und Ordner und die Wahl des Hintergrundbildes obliegt dem Nutzer. Mit Android sieht das schon anders aus, denn hier kann der Nutzer selbst entscheiden, wie die Benutzeroberfläche des Gerätes aussehen soll. Apps lassen sich zum Beispiel komplett vom Homescreen verbannen und in einem App-Drawer bunkern und Widgets können viele App-Funktionen direkt auf dem Hauptbildschirm darstellen und ausführen, ohne dass der Nutzer dazu in die App selbst wechseln muss.

Auch Schriftarten, App-Symbole und Anzeige-Elemente lassen sich editieren. Auf Wunsch können Nutzer mit einem alternativen Launcher sogar das ganze Bedienkonzept des Smartphones auf den Kopf stellen. Insgesamt gibt es damit kaum einen Aspekt an einem Android-Gerät, der sich nicht nach individuellem Geschmack verändern lässt.

 Unter Android lässt sich so ziemlich das komplette Interface anpassen. fullscreen
Unter Android lässt sich so ziemlich das komplette Interface anpassen. (©Screenshot TURN ON 2016)

4. Android gibt Dir Kontrolle über Deine lokalen Dateien

Ein großes Manko von iOS ist nach wie vor die fehlende Möglichkeit des Nutzers, auf das Dateisystem der Geräte zuzugreifen. Wer beispielsweise seine Bilder, Videos und Musik in einer eigenen Ordnerstruktur verwalten möchte, schaut in die Röhre. Hier bietet Android deutlich mehr Möglichkeiten, da es dem User den Zugriff auf das Dateisystem von Smartphones und Tablets gestattet. So lassen sich Dateien beliebig verschieben, löschen, kopieren beziehungsweise Ordner anlegen, umbenennen und löschen – fast wie auf einem PC.

5. Kein Zwang zum App Store

Wer auf dem iPhone eine App nutzen möchte, ist zwingend auf Apples App Store angewiesen. Dieser ist nach wie vor die einzige Quelle, aus der iOS-User neue Anwendungen installieren können. Das bringt natürlich Vorteile bei der Sicherheit, aber Nachteile bei der Auswahl. Zudem sind Nutzer so auf das App-Angebot beschränkt, das Apple ihnen vorsetzt. Unter Android sieht das ganz anders aus. Hier ist es nämlich möglich, Apps aus praktisch jeder beliebigen Quelle zu installieren. Neben dem Google Play Store gibt es gleich mehrere alternative App-Stores, die teilweise bessere Preise oder sogar komplett andere Apps bieten. Zudem lassen sich Apps auch direkt von Websites herunterladen und auf dem Smartphone oder Tablet installieren. Das erhöht zwar die Gefahr, sich mit Malware zu infizieren, bringt aber gleichzeitig deutlich mehr Freiheit für die User.

 In alternativen Stores bekommst Du ebenfalls Android-Apps. fullscreen
In alternativen Stores bekommst Du ebenfalls Android-Apps. (©SlideMe 2016)

6. Hervorragende Google-Integration...

Da Googles Entwickler maßgeblich an der Weiterentwicklung von Android beteiligt sind, werden die meisten Dienste des Internetriesen fest in das Betriebssystem integriert. Beliebte Dienste wie die Suchmaschine, Sprachsuche, Gmail, Google Maps, YouTube, Google Fotos und Google Drive sind bereits als System-Apps auf dem Betriebssystem vorhanden und funktionieren ohne Hürden. Auch iOS bietet ab Werk eine Vielzahl von System-Apps, allerdings sind diese oft mit größeren Kompromissen behaftet.

7. ...aber kein Google-Zwang

Schon mal versucht, ein iPhone ohne Apple-Dienste zu verwenden? Es ist unmöglich. Wie allein schon das Beispiel App Store zeigt, lassen sich iOS-Geräte ohne Apple-Konto überhaupt nicht nutzen. Auch Android ist, wie oben beschrieben, oft eng an das Google-Universum gekoppelt, lässt dem Nutzer aber dennoch die Möglichkeit, einen großen Bogen um den Suchmaschinen-Anbieter zu machen. Über alternative Apps und App Stores lassen sich fast alle Funktionen der Geräte nutzen, ohne dass der User dafür ein Google-Konto nutzen muss.

 Google lässt sich weitgehend aussperren. fullscreen
Google lässt sich weitgehend aussperren. (©Screenshot Google/ TURN ON 2016)

8. Bessere Sprachsuche

Mit Siri hat Apple einen der wohl bekanntesten Sprachassistenten der Welt auf dem iPhone am Start. Doch wirklich effektiv genutzt wird Siri bislang nur von wenigen iOS-Usern. Viele verwenden Siri nach wie vor hauptsächlich, um vorprogrammierte Antworten auf Scherzfragen zu bekommen. Der Grund dafür ist schnell gefunden: Noch immer hat Siri Probleme, die Sprache vieler Nutzer zu erkennen und richtig zu deuten. Hier ist Android mit der eingebauten Google-Sprachsuche aktuell besser aufgestellt. Nicht nur erkennt Google Sprache generell besser als Siri, sondern der Sprachassistent lernt auch die Aussprache seines Nutzers und versteht diesen mit der Zeit immer besser.

Allerdings kann Apple hier nachlegen und auf seiner eigenen Entwicklerkonferenz WWDC 2016 Neuerungen für Siri vorstellen. Eine Verbesserung könnte unter anderem die Integration der Spracherkennungssoftware VocaliQ sein, die Apple im vergangenen Oktober übernommen hat.

9. Viel mehr Geräteauswahl

Wer iOS als Betriebssystem bevorzugt, hat keine andere Wahl als zu einem iPhone zu greifen. Das ist zwar ein hervorragendes Smartphone, aber es ist eben auch ein Gerät, das wenig Individualität ausstrahlt. Derzeit bietet Apple mit iPhone 6s, iPhone 6s Plus und iPhone SE nur drei aktuelle Geräte in unterschiedlichen Farben an. Das Android-Universum ist hingegen viel, viel größer und hält im Prinzip für jeden Geschmack ein passendes Gerät bereit. Ob große Displays, Doppel-Bildschirm, Dual-Kamera, Wechselakku, großer Akku, wasserfestes Gehäuse – für nahezu jedes denkbare Feature gibt es ein eigenes Android-Gerät. User können so das für sie passende Device finden.

 Die Auswahl an Android-Smartphones ist gigentisch. fullscreen
Die Auswahl an Android-Smartphones ist gigentisch. (©TURN ON 2016)

10. Günstigere Geräte

Im Android-Sektor herrscht eine riesige Konkurrenz zwischen den einzelnen Herstellern. Das wirkt sich aus Verbrauchersicht natürlich positiv auf die Preise aus, da die Hersteller mit günstigen Angeboten um die Gunst der Kunden werben. Während die Preise für neue iPhones meist zwischen 500 und 1000 Euro rangieren, ist der Einstieg in die Android-Welt bei vergleichbarer Ausstattung auch schon wesentlich günstiger zu haben.

Apple kann nachlegen

Doch auch wenn Android in einigen Punkten die Nase vorn hat, so gibt es ebenfalls Bereiche, in denen iOS derzeit vorn liegt – man betrachte nur die leidige Update-Problematik bei Android. Zudem steht am 13. Juni die große Apple-Entwicklerkonferenz WWDC 2016 auf dem Plan. Dort wird der iPhone-Hersteller aus Cupertino seine Zukunftsvision für iOS vorstellen und wahrscheinlich auch mit einigen spektakulären Features überraschen.

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