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10 Jahre iPhone: So viel hat sich in einem Jahrzehnt verändert

In 10 Jahren gab es insgesamt 15 unterschiedliche iPhone-Modelle.
In 10 Jahren gab es insgesamt 15 unterschiedliche iPhone-Modelle. (©YouTube/Austin Evans 2017)

Heute vor genau einem Jahrzehnt enthüllte Steve Jobs das erste iPhone – und revolutionierte damit den Markt für Mobiltelefone. Vom ersten Modell aus dem Jahr 2007 bis hin zum iPhone 7: So sehr hat sich das Smartphone von Apple in 10 Jahren verändert.

1. iPhone 2G (2007): Der Beginn einer neuen Ära

Am 9. Januar 2007 war es endlich so weit: Apple-Chef Steve Jobs enthüllte auf der Macworld Conference & Expo in San Francisco das erste iPhone der Kalifornier. Anders als heute war die Präsentation eine echte Überraschung. Zwar erwartete man bereits 2007 im Vorfeld ein Handy von Apple, doch genaue Details zur Ausstattung oder gar geleakte Bilder vorab gab es vor 10 Jahren nicht. Jobs pries 2007 vor allem das innovative Bedienkonzept an: Alles sollte einfach und leicht bedienbar per Wisch auf dem Touchscreen funktionieren. Mailen, surfen und Musik hören – und das alles mit nur einem Gerät.

Dafür musste seinerzeit jedoch tief in die Tasche gegriffen werden: Satte 599 US-Dollar verlangte Apple 2007 zum Release, zuzüglich zu einem Mobilfunkvertrag, versteht sich. Übrigens: Das erste iPhone hatte keinen App Store, dieser wurde erst später per Update hinzugefügt.

2. iPhone 3G (2008): Schneller 3G-Standard und App Store

Im Juni 2008 folgte das iPhone 3G. Schon der Name macht deutlich: Endlich wurde der schnelle 3G-Standard unterstützt, das erste iPhone bot lediglich lahme Edge-Verbindungen. Optisch setzte das iPhone 3G auf eine Rückseite aus Kunststoff, Prozessor, Arbeitsspeicher und Kamera blieben unverändert. Zusammen mit dem iPhone 3G wurde iOS 2.0 veröffentlicht und somit auch der App Store, der den Siegeszug des iPhones nach Ansicht vieler Beobachter überhaupt erst ermöglichte. Steve Jobs zog ein in sich geschlossenes System vor, musste aber dem Druck nachgeben und auch Apps von Drittanbietern zulassen. Im Nachhinein betrachtet: ein Segen.

3. iPhone 3GS (2009): "S" für "Speed"

Ein Jahr später wurde im Rahmen der WWDC 2009 das iPhone 3GS präsentiert. Allerdings nicht von Steve Jobs, der aus gesundheitlichen Gründen fehlte. Optisch blieb alles beim Alten, dafür wurde die Leistung ordentlich verbessert – nicht zuletzt erkennbar am "S", das für "Speed" steht. Die Kamera wurde leicht verbessert, erstmals konnten mit einem iPhone auch Videos aufgenommen und bearbeitet werden.

4. iPhone 4 (2010): Neues Design aus Aluminium und Glas

Das iPhone 4, das auf der WWDC 2010 gezeigt wurde, überraschte mit einem radikalen neuen Design: Der Mix aus Aluminium und edler Glasrückseite hat auch heutzutage noch viele Fans. Doch Apple hatte nicht nur am Design gewerkelt, sondern auch an den inneren Werten. Hier ist vor allem die Einführung des Retina-Displays zu nennen, das im Vergleich zum Vorgänger mit einer vierfachen Auflösung punktete. Die Kamera wurde deutlich optimiert, erstmalig waren FaceTime-Videoanrufe möglich.

5. iPhone 4s (2011): Siris Geburt

Das iPhone 4s wurde am 4. Oktober 2011, ein Tag vor dem Tod des Apple-Gründers Steve Jobs, von Tim Cook vorgestellt. Designmäßig blieb, bis auf kleinste Details wie Einkerbungen, alles wie gewohnt. Neben einem stärkeren Prozessor verfügt das iPhone 4s über eine bessere Kamera, außerdem war es das erste iPhone mit bis zu 64 GB Speicher. Die größte Neuerung aber war die Einführung der digitalen Sprachassistentin Siri, wofür das "s", das Anfangs noch großgeschrieben wurde, angeblich stehen sollte.

6. iPhone 5 (2012): 4 statt 3,5 Zoll und Lightning statt 30 Pin

Das im September 2012 enthüllte iPhone 5 war das erste iPhone, das nicht mehr 3,5 Zoll Bildschirmdiagonale besaß, sondern 4 Zoll. Die Rückseite bestand nicht mehr aus Glas, sondern aus Aluminium. Außerdem wurde der bisherige 30-Pin-Connector durch den noch heute aktuellen Lightning-Anschluss ersetzt.

7. iPhone 5s und iPhone 5c (2013): Touch ID und Plastik

Optisch blieb sich Apple mit dem iPhone 5s im September 2013 weitestgehend treu, das bisherige Quadrat auf dem Home-Button wurde allerdings verbannt. Dafür wurde der Sensor Touch ID eingeführt, der eine unkomplizierte Entsperrung per Fingerabdruck ermöglicht. Das vorinstallierte iOS 7 wartete mit einem modernen und minimalistischen Design auf, das im Grundsatz bis heute Bestand hat.

Auf der Keynote präsentierte Apple erstmalig mit dem iPhone 5c gleich zwei neue Smartphones. Das deutlich abgespeckte iPhone war nicht nur in gleich mehreren knallbunten Farben erhältlich, sondern bestand zudem aus Plastik. Dafür wurde das iPhone 5c etwas günstiger angeboten.

8. iPhone 6 und iPhone 6 Plus (2014): Groß und größer

Im September 2014 stellte Apple mit dem iPhone 6 und dem iPhone 6 Plus mit 4,7 und 5,5 Zoll deutlich größere Smartphones als bislang vor. Zudem kehrten die Kalifornier mit dem iPhone 6 zu den abgerundeten Ecken zurück, auch die Dicke wurde im Vergleich zum Vorgänger deutlich verringert. Neben stark verbesserter Leistung und der neuen iSight-Kamera konnte das iPhone 6 sogar mit bis zu 128 GB internem Speicher gekauft werden.

9. iPhone 6s und iPhone 6s Plus (2015): 3D Touch

Als das iPhone 6s und das iPhone 6s Plus im September 2015 vorgestellt wurden, gab es vergleichsweise wenig Neuerungen. Das Design blieb völlig unverändert, dafür integrierte Apple 3D Touch. Erstmals konnte ein iPhone so unterschiedlich starken Druck auf dem Display erkennen und so erweitere Bedienungsmöglichkeiten anbieten.

10. iPhone SE (2016): Kleine Diagonale, starke Technik

Im März 2016 präsentierte Apple erstmalig seit dem iPhone 5s mit dem iPhone SE wieder ein 4-Zoll-Smartphone. Optisch gleicht es dem iPhone 5s, die verbaute Technik entspricht größtenteils dem einige Monate zuvor veröffentlichtem iPhone 6s (ohne 3D Touch). Es soll insbesondere Einsteiger ansprechen und vor allem für Käufer in Schwellenländern interessant sein.

11. iPhone 7 und iPhone 7 Plus (2016): Die Klinke hat ausgedient

Wer auf der Keynote im September 2016 auf ein neues Design hoffte, dürfte mit der Vorstellung des iPhone 7 und des iPhone 7 Plus enttäuscht worden sein. Hier hat sich kaum etwas getan, allerdings hat Apple den klassischen Klinkenanschluss entfernt. Kopfhörer können stattdessen an den Lightning-Port angeschlossen oder per Bluetooth gekoppelt werden. Dafür haben die Kalifornier einen zweiten Lautsprecher für Stereosound integriert und den Home-Button mit einer Taptic Engine ausgestattet. Mit der Dual-Kamera für das iPhone 7 Plus verbaute Apple erstmals gleich zwei Objektive in einem Smartphone. Als maximale Speicherkapazität stehen 256 GB zur Auswahl.

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