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15 Jahre Blu-ray: 10 spannende Fakten zum DVD-Nachfolger

Vor genau 15 Jahren wurden die Blu-ray-Spezifikationen verabschiedet.
Vor genau 15 Jahren wurden die Blu-ray-Spezifikationen verabschiedet. (©mirceagrau/iStock/Thinkstock 2017)

Vor genau 15 Jahren wurde die Blu-ray als Nachfolger der populären DVD beschlossen, seit mehr als zehn Jahren gibt es Blu-rays im Handel zu kaufen. Doch warum heißt die Blu-ray eigentlich nicht Blue-ray und lautet die Abkürzung BD oder BR? In unseren zehn Fakten zur Blu-ray gehen wir diesen und anderen Fragen auf den Grund.

Filme auf Blu-ray gibt es zwar erst seit etwas mehr als zehn Jahren. Doch der Grundstein für die Blu-ray wurde bereits vor 15 Jahren am 19. Februar 2002 gelegt. Seinerzeit verabschiedeten  Panasonic, Pioneer, Philips, Sony, Thomson, LG Electronics, Hitachi, Sharp und Samsung, als Vertreter der Blu-ray Groupdie Spezifikationen für die Blu-ray. Damit definierten die Mitglieder die technischen Rahmendaten für das Nachfolgeformat der DVD. Erste Blu-ray-Rekorder kamen 2003 in Japan auf den Markt, erste Blu-ray-Player waren Anfang 2006 im Handel erhältlich.

1. Darum heißt die Blu-ray nicht Blue-ray

Die Blu-ray hat ihren Namen dem violetten Lichtstrahl des Lasers zu verdanken. Blue ray bedeutet aus dem Englischen übersetzt "blauer Strahl". Damit eine Markensicherung unter diesem markanten Namen möglich war, verzichtete die Blu-ray Disc Association kurzerhand auf das "e" am Ende von blue.

 Blu-ray, nicht Blue-ray: So konnte ein einprägsamer Markenname registriert werden. fullscreen
Blu-ray, nicht Blue-ray: So konnte ein einprägsamer Markenname registriert werden. (©Blu-ray Disc Association 2017)

2. So wird die Blu-ray korrekt abgekürzt

Schon gewusst? Die offizielle Abkürzung für Blu-ray Disc lautet nicht BR oder BRD, sondern BD.

3. Kapazität: So viele Daten passen auf eine Blu-ray

Verglichen mit der DVD besitzt die Blu-ray eine mehr als fünffach höhere Kapazität. Die Single-Layer-BD fasst 25 GB, die Double-Layer-Variante gar 50 GB – und somit Platz für mehr als neun Stunden hochauflösendes Material. Ein theoretischer Wert, aber unter Laborbedingungen sind sogar gigantische 500 GB möglich. Zum Vergleich: Eine normale DVD bietet Platz für 4,7 GB Daten, eine Double-Layer-DVD 8,5 GB.

4. So viel höher ist die Auflösung im Vergleich zur DVD

Eine Blu-ray liefert Full-HD-Auflösung, sprich 1080p mit 24 Bildern pro Sekunde. Das sind 1920 x 1080 Pixel bei Sekunde. Die DVD hingegen liefert mit maximal 576p PAL-Auflösung, was über viele Jahre hinweg den Standard markierte.

5. Blu-ray setzte sich gegen HD DVD durch

Der Siegeszug der Blu-ray war nicht von Anfang an klar. Mit der HD DVD buhlte ein Konkurrenzformat um die Gunst der Zuschauer, das Firmen wie Toshiba oder auch Microsoft als DVD-Nachfolger durchsetzen wollten. Doch Anfang 2008 ging alles ganz schnell: Zuerst kündigte Time Warner die Unterstützung der HD DVD auf, wenig später folgte Toshiba und kündigte an, die Entwicklung einzustellen – der Sargnagel für das glücklose Format.

6. Blu-ray auch wegen der PS3 ein Erfolg

 Die PS3 war einer der ersten Blu-ray-Player auf dem Markt – und hat maßgeblich zum Erfolg beigetragen. fullscreen
Die PS3 war einer der ersten Blu-ray-Player auf dem Markt – und hat maßgeblich zum Erfolg beigetragen. (©Sony 2015)

Die Ende 2006 veröffentlichte PS3 hatte bereits ein Blu-ray-Laufwerk mit an Bord. Der Blu-ray-Player der PS3 galt einige Zeit lang nicht nur als einer der besten Blu-ray-Player auf dem Markt, er war zumindest zum Release der Konsole auch einer der günstigsten. So hatte die PlayStation 3 gehörigen Anteil am Erfolg des Formats, das mit der rasanten Verbreitung der Konsole schleichend Einzug in viele Millionen Haushalte hielt.

7. Spiele für die PS4 und Xbox One auf Blu-ray

Großer Beliebtheit erfreut sich der Silberling aber nicht nur als Datenträger für Filme, Serien oder andere Videoinhalte, sondern auch für Games. Sowohl die Spiele für die PS4 als auch für die Xbox One werden auf Blu-ray gepresst. Die Xbox One S kann sogar Ultra HD Blu-rays wiedergeben, also Filme und Serien mit 4K-Auflösung von 3840 x 2160 Bildpunkten. Nintendo hingegen zieht einmal mehr nicht mit, die kommende Switch-Konsole setzt ganz klassisch auf Module.

8. DVD auch heute noch beliebter als Blu-ray

 Kaum zu glauben: Auch mehr als 10 Jahre nach dem Blu-ray-Start werden immer noch mehr DVDs gekauft. fullscreen
Kaum zu glauben: Auch mehr als 10 Jahre nach dem Blu-ray-Start werden immer noch mehr DVDs gekauft. (©CC: Flickr/Geoffrey Fairchild 2016)

Zwar hat die Blu-ray technisch gegenüber der DVD klar die Nase vorn, in Sachen Verkaufserfolg behält die DVD weiterhin die Oberhand. So wurden 2015 in Deutschland laut GfK zwar immerhin 28,8 Millionen Blu-rays verkauft, doch mit den 71,5 Millionen verkaufter DVDs kann der Nachfolger nicht mithalten. Zwar lassen DVD-Verkäufe seit Jahren kontinuierlich nach, doch der Blu-ray gelingt es nicht, im gleichen Maße zuzulegen – vor allem auch wegen des immer stärker werdenden Streaming-Markts.

9. Ultra HD Blu-ray ging 2016 an den Start

 Einer der Ultra HD-Blu-ray-Starttitel: "The Amazing Spider-Man 2" fullscreen
Einer der Ultra HD-Blu-ray-Starttitel: "The Amazing Spider-Man 2" (©Sony Pictures Home Entertainment 2016)

Die 2016 eingeführte Ultra HD Blu-ray kann Videos in 4K wiedergeben und fasst bis zu 100 GB Speicherkapazität. Abspielgeräte werden von Herstellern wie Samsung oder Panasonic angeboten, mit der Xbox One S unterstützt auch bereits eine Spielekonsole das neue Format. Der Erfolg des Formats ist aber ungewiss, was primär in der sinkenden Bedeutung optischer Datenträger für Medieninhalte begründet sein dürfte. 3D unterstützt die UHD Blu-ray übrigens nicht mehr.

10. Das waren die ersten Filme

Zu den ersten Filmen, die im Sommer 2006 auf Blu-ray veröffentlicht wurden, zählten unter anderem "Hitch", "Das fünfte Element" oder auch "Terminator".

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