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5 Features von iOS 12, die Apple woanders abgeschaut hat

Nicht alle neuen Features von iOS 12 sind auch tatsächlich neu.
Nicht alle neuen Features von iOS 12 sind auch tatsächlich neu. (©YouTube/MacRumors 2018)

Siri-Shortcuts, Memojis oder auch Screen Time sind neu in iOS 12 – kommt Dir bekannt vor? Kein Wunder: Einige der neuen Features und Apps sind nicht gänzlich neu, sondern bereits so oder in ähnlicher Form längst vorhanden. Hier sind fünf Features von iOS 12, die Apple woanders abgeschaut hat.

1. Memojis

Eigene Avatare mit Memojis: So richtig neu ist das Feature aber nicht. (© 2018 Apple)

Im Grunde genommen sind Memojis die logische Weiterentwicklung der mit dem iPhone X eingeführten Animojis. Mit der neuen Funktion kannst Du Dein Gesicht in Avatar-form nachbauen und dieses für Messaging oder Videoanrufe nutzen. Zugleich ist die neue Option als direkte Antwort auf die wachsende Zahl an digitalen Avataren, etwa Snapchats Bitmoji, Samsungs AR-Emojis und nicht zuletzt die Gaming-Avatare von Konsolen wie der Xbox.

Einer der bekanntesten Vertreter dürfte aber vor allem Bitmoji sein: Die App bietet aber deutlich mehr Individualisierungsmöglichkeiten als Apples Memojis und ist vor allem auch dank einer eigenen Bitmoji-Tastatur so populär. Somit können Bitmojis problemlos auch in iMessage und Co. genutzt werden. Dass Apple einen ähnlichen Weg gehen wird, ist kaum anzunehmen. Ob die Memojis so eine breite Fanbasis für sich gewinnen werden, bleibt abzuwarten. Fest steht nur: Mit Memojis hat Apple nicht vorgelegt, sondern nur auf die allgemeine Entwicklung reagiert.

Abgeschaut von: Samsung AR-Emoji

2. Screen Time

Apple mag es am schönsten aufbereiten, doch seine Smartphone-Nutzung kann man längst mit anderen Apps kontrollieren. (© 2018 Apple)

Immer mehr achten Tech-Unternehmen auf einen bewussteren Umgang ihrer Kunden mit den eigenen Diensten und integrieren entsprechende Statistiken, mit denen sich das Nutzungsverhalten kontrollieren lässt. Mit iOS 12 und der neuen Funktion namens Screen Time zieht auch Apple nach. Nutzer eines iPhones werden mithilfe von täglichen und wöchentlichen Aktivitätsberichten über ihren Smartphone-Konsum informiert. Zudem kann die Nutzung per App-Limits auf ein verantwortungsvolleres Maß festgelegt werden.

Doch neu ist das Feature keineswegs: Zahlreiche Drittanbieter-Apps bieten derlei Funktionen schon seit langer Zeit, etwa auch Amazon mit dessen FreeTime-App für Kindle-Tablets. Doch der prominenteste Vertreter ist wohl die App Moment, die grundsätzlich kostenlos ist, lediglich für einige Funktion wird ein Aufpreis fällig. Da Apple Screen Time kostenlos anbietet, dürften für Moment alsbald schwierige Zeiten anbrechen. Es wäre nicht die erste App, die Apple durch einen eigenen Dienst überflüssig machen würde.

Abgeschaut von: Moment

3. FaceTime

FaceTime erlaubt jetzt Gruppenanrufe mit 32 Teilnehmern. (© 2016 Apple)

Unabhängig davon, ob FaceTime-Gruppenanrufe mit bis zu 32 Teilnehmern sinnvoll sind oder nicht: Eine bahnbrechende Neuerung ist diese Option sicher nicht. Schon lange wurde über sie spekuliert, mit iOS 12 wird sie eingeführt. Dennoch stehen sowohl für iOS als auch für Android zahlreiche Apps zur Verfügung, die Gruppenanrufe mit vielen Nutzern schon lange beherrschen. Zu nennen ist etwa die populäre App Houseparty. Im Prinzip bietet Apple eigentlich nur das, was eigentlich längst Standard ist.

Abgeschaut von: Houseparty

4. Measure

Erst machte Apple Taschenlampen-Apps mit einem Schlag überflüssig, jetzt droht diversen Apps zum Messen von Flächen oder Objekten das gleiche Schicksal. Für Apple ist Mesaure natürlich eine willkommene Gelegenheit, seine Nutzer an Augmented Reality heranzuführen. Dabei handelt es sich um ein absolutes Basis-Feature, das von den Leuten sicher wohlwollend angenommen wird. Die direkte Integration in iOS 12 verspricht eine besonders einfache Handhabung. Gleichwohl brechen für zahlreiche Anbieter solcher Mess-Apps düstere Zeiten an.

Abgeschaut von: Zahlreiche Maßband-Apps

5. Siri Shortcuts

Siri Shortcuts greift eigentlich nur bereits Vorhandenes auf. (© 2018 Apple)

Klar: Siri Shortcuts bietet in dieser Form kein anderer Hersteller – schließlich gibt es Siri nur fürs iPhone. Doch das Grundprinzip, das jetzt mit Siri Shortcuts einzieht, besteht schon seit langer Zeit. Dafür bedienen sich die Kalifornier bei den Features der Workflow-App, mit deren Hilfe sich auch komplexere Abläufe und Aufgaben automatisieren lassen – mittlerweile gehört die Workflow-App sogar zu Apple.

Ein anderer Baustein ist IFTTT, das im Gegensatz zu Workflow allerdings webbasiert funktioniert. Mit Siri Shortcuts in iOS 12 kannst Du so Sprachkommandos hinterlegen, die bestimmte Abläufe starten. Entwickler von Drittanbieter-Apps können Siri Shortcuts in ihre Apps integrieren, womit der Funktionsumfang mit der Zeit deutlich wachsen dürfte.

Abgeschaut von: Workflow und IFTTT

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