Topliste

6 Dinge, die wir von unseren alten Handys vermissen

Früher war nicht alles besser – aber manche Dinge schon.
Früher war nicht alles besser – aber manche Dinge schon. (©Thinkstock/iStock/Denisapro 2017)

Es war nicht alles schlecht früher: Ganz gleich ob wechselbarer Akku oder vorinstallierte Games-Klassiker wie Snake: Diese sechs Dinge vermissen wir von unseren alten Handys – und lassen uns in Erinnerungen an Nokia und Co. schwelgen.

1. Akku: Eine Woche statt ein Tag

 Gewohntes Bild: Moderne Smartphones müssen im Prinzip täglich an die Steckdose. fullscreen
Gewohntes Bild: Moderne Smartphones müssen im Prinzip täglich an die Steckdose. (©YouTube/ Samsung Newsroom 2017)

Einst Standard, heute eine Rarität: Die Rede ist von einem Akku, der sich im Handumdrehen einfach austauschen lässt. In Zeiten, in denen Powerbanks mit 30.000 mAh noch in weiter Ferne waren, nahm man notfalls einfach einen zweiten Akku mit – wenn dieser überhaupt benötigt wurde. Kulthandys, etwa das Nokia 3310, boten bei normaler Nutzung eine Laufzeit von gleich mehreren Tagen.

Doch spätestens seit dem iPhone, das von Beginn an mit einem fest verbauten Energiespeicher aufwartete, ist der klassische Wechsel-Akku von einst vom Aussterben bedroht. Verschweigen wollen wir an dieser Stelle allerdings auch nicht, dass eine fest verbaute Batterie auch einige Vorteile bietet. So können Smartphones nicht nur dünner, sondern auch wassergeschützt gebaut werden.

2. QWERTZ-Tastatur: Schneller als mit jedem Touchscreen

 Die QWERTZ-Tastatur, hier beim BlackBerry KEYone, ist heute eher die Ausnahme. fullscreen
Die QWERTZ-Tastatur, hier beim BlackBerry KEYone, ist heute eher die Ausnahme. (©CNW Group/TCL Communication 2017)

Ganz im Ernst: Am besten tippt es sich nach wie vor auf einer echten, physischen QWERTZ-Tastatur. Klar, Texte auf dem iPhone 7 oder dem Galaxy S8 lassen sich einigermaßen gut schreiben. Doch wer einmal längere E-Mails auf einem BlackBerry getippt hat, wird einen signifikanten Unterschied bemerken.

Gut, auch heutzutage gibt es noch Smartphones mit einem echten Keyboard, etwa das BlackBerry KEYone. Doch ein echtes Flaggschiff mit High-End-Prozessor und QWERTZ-Tastatur wirst Du nicht finden. Schade, aber es bleibt die Erinnerung an Handys, mit denen wir früher nicht nur schneller, sondern auch deutlich fehlerfreier geschrieben haben.

3. Radioempfang immer und überall – auch ohne Internet

Klar, es gibt Spotify, Juke, TuneIn und andere Apps, mit denen Du jederzeit Musik oder auch Radiosender hören kannst. Aber der gute, alte FM-Transmitter, mit dem Du problemlos Radiosender aus Deiner Region genießen konntest, ist heute kaum noch verbaut beziehungsweise freigeschaltet.

Der größte Vorteil eines FM-Transmitters: Musik konnte gehört werden, ohne stets Internetempfang haben zu müssen. Somit war nicht nur eine weit flexiblere Nutzung möglich, auch teures Datenvolumen wurde durch das UKW-Radio nicht verbrannt. Wer heute auch nur eine Stunde pro Tag Musik auf seinem Smartphone streamt, braucht im Monat schon einen etwas teureren Datentarif.

4. Vorinstallierte Spiele: Snake und Co. – ohne In-App-Käufe

Ja, vorinstallierte Spiele gibt es zwar heute auch noch vereinzelt. Früher waren Built-in-Games aber Standard – und sorgten stets für kurzweilige Unterhaltung. Und: Die Spiele verstopften den internen Speicher nicht, da sie erstens ohnehin nur sehr klein waren, sich zweitens eh nicht löschen ließen und drittens der Platz kaum sinnvoll gefüllt werden konnte.

Und: Von so etwas Neumodischem wie In-App-Käufen blieb man seinerzeit zum Glück auch verschont. Immerhin: Mit der Neuauflage des Klassikers Nokia-3310-Klassikers feiert auch Snake sein Comeback – vorinstalliert, versteht sich.

5. Reparierbarkeit: Früher noch in Eigenregie möglich

 Im Handumdrehen ließen sich alte Handys auseinandernehmen und reparieren. fullscreen
Im Handumdrehen ließen sich alte Handys auseinandernehmen und reparieren. (©CC: flickr/ 24oranges.nl 2016)

Frühere Handys ließen sich viel einfacher reparieren, im Zweifel sogar in Eigenregie. Man musste nicht für jeden Sprung im Display gleich zum Fachhändler oder wegen eines defekten Akkus das ganze Gerät zur Reparatur bringen. Konnten früher die Komponenten relativ problemlos selbst auseinander gebaut werden, so scheitert man heutzutage mitunter schon daran, dass Smartphone überhaupt aufschrauben zu können – von einem Displaytausch ganz zu schweigen.

Selbst die Neuauflage des Nokia 3310 macht es nicht besser: Nicht reparieren, sondern einfach entsorgen, so die Devise des Herstellers. Der Kunde erhält bei Defekten gleich ein neues Handy. So sieht Nachhaltigkeit im Jahr 2017 aus. Smartphones wie das Galaxy Note 7 lassen sich im Grunde überhaupt nicht selbst reparieren. Ein Problem, das sich aber ohnehin auf andere Weise erledigt hat.

6. Einfarbige Displays deutlich besser lesbar bei Sonnenschein

 Ein Display, das man bei Sonnenschein bestens erkennen konnte. fullscreen
Ein Display, das man bei Sonnenschein bestens erkennen konnte. (©YouTube/PFT 2017)

Ja, ein Nokia 3310 stellte seinerzeit keine acht Millionen Pixel dar, wie etwa das neue Sony Xperia XZ Premium, sondern nur etwas mehr als 4000 Bildpunkte. Doch zumindest in einem Punkt waren die einfarbigen Displays den heutigen Bildschirmen etwas voraus: die bessere Ablesbarkeit gerade bei Sonnenstrahlen.

Ganz gleich, ob Galaxy S8 oder iPhone 7: Draußen im Freien, wenn die Sonne mit voller Kraft auf die Erde strahlt, ließen sich Nachrichten der Liebsten auf einem Nokia 3310 einfach besser ablesen. Auf einem glänzenden Display macht das nur bedingt Spaß.

Artikel-Themen

Weitere Artikel zum Thema

close
Bitte Suchbegriff eingeben