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6 Gründe, warum Chromebooks flexibler sind als Du denkst

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Surfen, Filme schauen, Musik hören, zocken und arbeiten: Chromebooks sind ähnlich vielseitig wie leistungsstarke Notebooks. Bild: © TURN ON 2020

Chromebooks sind Googles Antwort auf herkömmliche Laptops. Mit ihrem eigenen Betriebssystem und der einfach zu bedienenden Nutzeroberfläche bieten sie ganz neue Möglichkeiten, etwa die Nutzung von Android-Apps. Wir erklären, warum bereits günstige Chromebooks für so ziemlich jede Aufgabe gerüstet sind.

Chrome OS ist mehr als ein Webbrowser

"Das ist doch nur ein Webbrowser" – dieses Vorurteil gegenüber Chromebooks war lange weit verbreitet, geht aber an der Realität vorbei. Tatsächlich basiert das Betriebssystem Chrome OS auf dem beliebten Chrome-Browser und ist für die Online-Nutzung optimiert. Als Chromebook-Nutzer bewegt man sich deshalb auch größtenteils im Webbrowser und nutzt die zahlreichen Web-Apps und Browser-Erweiterungen aus dem Chrome Web Store.

Mittlerweile ist es auch möglich, Apps aus dem Google Play Store auf einem Chromebook zu installieren und Daten lokal auf dem Gerät – also ohne permanente Internetverbindung – zu verarbeiten und über einen Dateimanager zu verwalten.

Da Chromebooks auf diese schlanke Struktur aus webbasierten Anwendungen und Apps setzen, lassen sich typische PC-Aufgaben ohne den Hardware-Hunger klassischer Laptops bewältigen.

Empfehlenswerte Chromebooks bei SATURN

Chromebooks werden in zahlreichen Ausstattungs-Varianten von mehreren Herstellern wie Acer, Asus, HP und Lenovo angeboten.

Lenovo Chromebook S340

Acer Chromebook R13

HP Chromebook X360

Asus Chromebook Flip C436

Android Apps werten Chromebooks auf

Android Apps aus dem Google Play Store sind heute fester Bestandteil von Chrome OS, sie funktionieren auf beinahe jedem modernen Chromebook. In der Regel sollte der Google Play Store direkt nach der Ersteinrichtung auf dem Gerät zur Verfügung stehen und in der Menüleiste angedockt sein.

Ist das nicht der Fall, lässt sich der Play Store über das "Einstellungen"-Menü des Chromebooks manuell aktivieren.

  1. Scrolle bis zum Eintrag "Apps verwalten".
  2. Suche nach dem Menüpunkt mit dem Eintrag "Apps und Spiele von Google Play auf dem Chromebook installieren".
  3. Klicke auf die Schaltfläche "Aktivieren".
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In den Einstellungen lässt sich der Play Store aktivieren. Bild: © Google/ Screenshot TURN ON 2020
So sieht der Google Play Store auf einem Chromebook aus. fullscreen
So sieht der Google Play Store auf einem Chromebook aus. Bild: © Google/ Screenshot TURN ON 2020
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So sieht der Google Play Store auf einem Chromebook aus.

Nach dem Akzeptieren der Nutzungsbedingungen dauert es etwa eine Minute, bis der Google Play Store auf dem Gerät eingerichtet ist. Er lässt sich danach jederzeit über die App-Übersicht aufrufen. Das Suchen, Installieren und Starten von Apps funktioniert so, wie es Nutzer von Android-Smartphones kennen.

Mit der Integration der Android-Apps in Chromebooks arbeiten immer mehr Entwickler daran, ihre Anwendungen auch für diese Laptops zu optimieren, sodass die Apps im Vollbild und/oder Fenstermodus zur Verfügung stehen oder zumindest in einer vertikalen Fensteransicht, die an ein Smartphone-Display erinnert. Bei den vielen Millionen Apps geschieht dies natürlich nicht über Nacht. Es gibt aber bereits ein großes Angebot, bekannte Apps wie Spotify, Netflix und Adobe Photoshop Express zählen dazu.

Das Office ist immer dabei

Chromebooks lassen sich auch problemlos als Arbeitsgeräte zum Erstellen von Texten, Präsentationen und Tabellenkalkulationen nutzen. Es stehen dafür sogar mehrere Möglichkeiten zur Verfügung.

Google Dokumente, Tabellen und Präsentationen

Die einfachste Möglichkeit, auf einem Chromebook klassische Office-Aufgaben zu erledigen, bieten die Google-Web-Apps Google Dokumente, Google Tabellen und Google Präsentationen. Die Anwendungen sind gratis verfügbar und lassen sich direkt über den Chrome-Browser verwenden. Sämtliche Dokumente werden automatisch mit dem ebenfalls kostenlosen Cloud-Speicher von Google synchronisiert und stehen über die Cloud auch auf anderen Laptops sowie Smartphones und Tablets zur Weiterarbeit zur Verfügung.

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Die Web-App Google Docs wird direkt im Browser ausgeführt. Bild: © Google/ Screenshot TURN ON 2020

Microsoft Office 

Wer über ein Abo für Microsoft 365 verfügt, kann die Office-Programme Word, Excel und Powerpoint auch auf einem Chromebook nutzen. Microsoft bietet Web-Versionen seiner Office-Suite-Apps als Browser-Erweiterung im Chrome Web Store an. Einmal zum Browser hinzugefügt, lässt sich die Erweiterung über ein kleines Icon rechts oben in der Navigationsleiste des Browsers starten. Dokumente werden auch hier in der Cloud gespeichert und sind geräteübergreifend nutzbar, lassen sich zudem als lokale Kopie abspeichern und offline bearbeiten.

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Microsoft Office gibt es als Browser-Erweiterung für Chrome. Bild: © Google/ Screenshot TURN ON 2020
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Über ein Icon sind alle Office-Dienste verfügbar. Bild: © Google/ Screenshot TURN ON 2020
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Die Web-Version von Office bietet das gewohnte Interface. Bild: © Microsoft/ Screenshot TURN ON 2020
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Dokumente lassen sich auf Wunsch auch als lokale Kopie speichern. Bild: © Microsoft/ Screenshot TURN ON 2020
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Office-Apps aus dem Google Play Store

Word, Excel und Powerpoint gibt es alternativ auch als eigenständige Android-Apps im Google Play Store. Weitere Office-Suites wie WPS Office und Polaris Office sind ebenfalls über den Play Store verfügbar. Sie sind teilweise deutlich stärker als die Google- und Microsoft-Programme auf die Offline-Nutzung ausgelegt und speichern Dokumente hauptsächlich lokal auf dem Chromebook selbst.

Chromebooks funktionieren auch offline

Ursprünglich waren Chromebooks als reine Online-Computer konzipiert, mittlerweile lassen sich viele Dinge aber auch offline erledigen. Ähnliche wie Windows-Rechner und Macs verfügen Chromebooks über einen Dateimanager zum lokalen Speichern und Verwalten von Daten.

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Google Docs lassen sich auch offline nutzen. Bild: © Google/ Screenshot TURN ON 2020

Wichtige Web-Apps wie Google Dokumente und Google Tabellen verfügen zudem über einen Offline-Modus. Er erlaubt das Bearbeiten von kürzlich verwendeten Dokumenten sowie das Erstellen neuer Dokumente ohne Internetverbindung. Sobald wieder eine Internetverbindung besteht, werden die Daten dann automatisch mit der Cloud synchronisiert. Aktivieren lässt sich der Offline-Modus in den Einstellungen der jeweiligen Web-App.

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Netflix-Inhalte lassen sich wie auf anderen Geräten auch herunterladen. Bild: © Netflix/ Screenshot TURN ON 2020

Viele Android-Apps erlauben ebenfalls die Offline-Nutzung. Mit der WPS Office Suite beispielsweise lassen sich Dokumente lokal erstellen, bearbeiten und speichern. Mit Photoshop Express und Snapseed ist Bildbearbeitung ganz ohne Internet-Anbindung möglich, und Songs und Filme lassen sich von Spotify und Netflix für die Offline-Nutzung herunterladen. Kurz gesagt: Chromebooks sind längst keinen reinen Online-Computer mehr.

PC- und Konsolenspiele zocken

Viele Nutzer verwenden ihre Laptops auch, um Spiele zu zocken. Diese Option bieten Chromebooks unter anderem über die Anbindung an den Google Play Store. Dort tummeln sich bekanntlich unzählige Spiele aus zahlreichen Genres.

Eine Hürde ist allerdings, dass viele Games auf eine Touchscreen-Bedienung ausgelegt sind, und nicht jedes Chromebook über einen solchen Bildschirm verfügt. In einigen Fällen lassen sich jedoch auch Maus und Tastatur oder ein Gamepad verwenden.

Deutlich verlockender werden Chromebooks als Gaming-Rechner allerdings dank diverser Cloud-Gaming-Dienste. Das naheliegendste Beispiel ist Google Stadia. Der Dienst wird einfach über den Chrome-Browser und den persönlichen Google-Account gestartet und streamt dann zahlreiche aktuelle Blockbuster-Games direkt auf das Chromebook. Stadia ist im Grundpaket übrigens kostenlos, lediglich die Spiele müssen digital gekauft werden.

Beim Cloud-Gaming ist die Hardware des Rechners Nebensache, es kommt vielmehr auf eine nahtlose Unterstützung der dazu erforderlichen Software-Dienste und eine schnelle Internetverbindung an. Ist beides gegeben, laufen selbst aufwendige Games ruckelfrei über den Bildschirm.

Google Stadia lässt sich direkt über den Chrome-Browser starten. fullscreen
Google Stadia lässt sich direkt über den Chrome-Browser starten. Bild: © Google/ Screenshot TURN ON 2020
Der Dienst bietet Zugriff auf Spiele in Konsolen-Qualität. fullscreen
Der Dienst bietet Zugriff auf Spiele in Konsolen-Qualität. Bild: © Google/ Screenshot TURN ON 2020
Google Stadia lässt sich direkt über den Chrome-Browser starten.
Der Dienst bietet Zugriff auf Spiele in Konsolen-Qualität.

Alternativen zu Google Stadia sind der Cloud-Streaming-Dienst Shadow von Blade und GeForce Now von Nvidia. Beide sind als App im Google Play Store verfügbar. Abgesehen von Maus oder Controller erfordern diese Dienste keinerlei zusätzliche Hardware.

Chromebooks lassen sich per Smartphone entsperren

Ein besonders praktisches Feature von Chromebooks ist die Möglichkeit, den Laptop per Smartphone zu entsperren. Das funktioniert über die Funktion Smart Lock in Kombination mit einem Android-Smartphone.

Voraussetzung dafür ist, dass beide Geräte mit dem gleichen Google-Account genutzt werden und via Bluetooth oder WLAN miteinander verbunden sind. Aktivieren lässt sich Smart Lock in den Einstellungen des Chromebooks.

Wähle den Unterpunkt "Verbundene Geräte" und klicke anschließend auf die Schaltfläche "Android Smartphone Einrichten". Wähle nun das Gerät aus, das Du zum Entsperren des Chromebooks verwenden möchtest und klicke auf "Akzeptieren & weiter".

Nutze diesen Pfad, um Dein Android-Smartphone mit dem Chromebook zu verbinden. fullscreen
Nutze diesen Pfad, um Dein Android-Smartphone mit dem Chromebook zu verbinden. Bild: © Google/ Screenshot TURN ON 2020
Wähle in dieser Übersicht das Gerät aus, das Du verbinden möchtest. fullscreen
Wähle in dieser Übersicht das Gerät aus, das Du verbinden möchtest. Bild: © Google/ Screenshot TURN ON 2020
Nutze diesen Pfad, um Dein Android-Smartphone mit dem Chromebook zu verbinden.
Wähle in dieser Übersicht das Gerät aus, das Du verbinden möchtest.

Anschließend wird dir im Bereich "Aktiviert" das verbundene Smartphone angezeigt. Klicke auf den kleinen Pfeil hinter dem Eintrag "Smart Lock" und wähle die Option "Gerät entsperren und mit Google-Konto anmelden" aus.

Smart Lock ist schon aktiv, aber Du solltest noch eine Einstellung ändern. fullscreen
Smart Lock ist schon aktiv, aber Du solltest noch eine Einstellung ändern. Bild: © Google/ Screenshot TURN ON 2020
Aktiviere auch das Einloggen in das Google-Konto via Smart Lock. fullscreen
Aktiviere auch das Einloggen in das Google-Konto via Smart Lock. Bild: © Google/ Screenshot TURN ON 2020
Smart Lock ist schon aktiv, aber Du solltest noch eine Einstellung ändern.
Aktiviere auch das Einloggen in das Google-Konto via Smart Lock.

Wenn Du das Chromebook anschließend neu startest und das Smartphone via Bluetooth eine Verbindung herstellen kann, wird Smart Lock aktiviert. Danach reicht es aus, zum Einloggen in das Chromebook einfach das Smartphone zu entsperren. Der Laptop sollte sich dann automatisch mit entsperren.

Fazit: Chromebooks sind trotz ihrer Einfachheit ziemlich flexibel

  1. Das Betriebssystem Chrome OS nutzt den Chrome-Browser als Basis und erweitert diese um zahlreiche Android-Apps und ein lokales Dateimanagement.
  2. Zahlreiche Apps sind bereits an Chromebooks angepasst und bieten Nutzern von Android-Smartphones die gewohnte Oberfläche.
  3. Office-Dienste von Google, Microsoft und anderen Anbietern ermöglichen das Erledigen von klassischen Büroaufgaben und lassen sich geräteübergreifend nutzen.
  4. Ein Großteil der Dienste und Funktionen steht auch offline zur Verfügung – lokal gespeicherte Daten können jederzeit mit Cloud-Plattformen synchronisiert werden.
  5. Zocken lässt sich am Chromebook über Apps aus dem Google Play Store oder über Cloud-Gaming-Plattformen wie Stadia, Shadow und GeForce Now.
  6. Durch die Anbindung an den Google-Account lassen sich Chromebooks auf Wunsch direkt mit dem Smartphone entsperren.

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