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6 Produkte & Erfindungen, denen Apple erst zum Durchbruch verhalf

Das iPhone ist zwar das bekannteste Produkt von Apple, doch auch mit zahlreichen anderen Erfindungen konnte der Hersteller punkten.
Das iPhone ist zwar das bekannteste Produkt von Apple, doch auch mit zahlreichen anderen Erfindungen konnte der Hersteller punkten. (©picture alliance 2017)

Mit dem iPhone revolutionierte Apple den Smartphone-Markt, mit dem iPad die Tablet-Sparte. Doch was die Kalifornier mit dem Erfolg des USB-Anschlusses zu tun haben, dürften nur wenige wissen. Hier sind sechs Produkte, die erst durch Apple so richtig etabliert wurden.

1. iPod und iTunes: Ein Segen für die Plattenindustrie

Als Apple im Jahr 2001 den iPod auf den Markt brachte, war dies selbstredend nicht der erste MP3-Player. Aber sicher hinterließ der iPod den größten Eindruck. Nicht das vergleichsweise überschaubare Fassungsvermögen von rund 1000 Tracks machte Apples Musikplayer groß, sondern seine leichte Bedienung mit dem innovativen Drehrad und das zeitlose Design. Und natürlich das Zusammenspiel mit Apples iTunes-Software, ein Gespann, das eine perfekte Symbiose bildete.

Wenngleich der iPod heutzutage im Portfolio der Kalifornier nur noch eine untergeordnete Rolle spielt, so bleiben Apples Verdienste in diesem Bereich unvergessen. Nicht zuletzt stärkte Apple mit dem iPod den Markt für legale Musikdownloads, den in der Hochphase der Piraterie nur wenige Beobachter für möglich hielten.

2. Grafische Benutzeroberfläche: Der Macintosh machte sie salonfähig

Auch die grafische Benutzeroberfläche hat Apple nicht als Erstes für sich entdeckt, dafür aber salonfähig gemacht. Im Jahr 1983 veröffentlichte das Unternehmen aus Cupertino mit Lisa einen der ersten Rechner, der über eine grafische Benutzeroberfläche verfügte. Das Modell entwickelte sich zwar zu einem Flop und wurde gleich im nächsten Jahr eingestellt.

Doch 1984 baute der Macintosh auf diesem Konzept auf, der zu einem großen Erfolg für Apple wurde. Für das Interface ließ sich Apple-Boss Steve Jobs seinerzeit von Xerox inspirieren, erweiterte die ursprüngliche Erfindung aber um einige Details und weitere Feinheiten. Xerox zog später zwar wegen eines vermeintlichen Ideenklaus vor Gericht, scheiterte aber wegen einer abgelaufenen Klagefrist.

3. iPhone: Das einflussreichste Gadget aller Zeiten

Smartphones gab es auch schon vor dem iPhone. Doch erst Apple gelang es, eine leichte Bedienung per Touchscreen mit einem eleganten Design zu kombinieren. Der wahre Durchbruch gelang aber erst einige Monate später, als Apple den App Store einführte. Fortan konnten iPhone-Besitzer Apps einfach auf ihr Smartphone herunterladen und aus einer riesigen Zahl an Programmen wählen. Auch wenn sich Steve Jobs anfänglich gegen einen App Store gesträubt haben soll, so gilt diese Entwicklung als Glücksfall. Das iPhone und vor allem die Apps verhalfen dem Smartphone endgültig zum Durchbruch. Für das renommierte Time-Magazin gar das "einflussreichste Gadget aller Zeiten".

4. iPad: Der letzte Coup von Steve Jobs

Tablets gab es auch schon vor dem iPad, doch diese fristeten ein Nischendasein. Erst das 2010 veröffentlichte iPad mit seinem großen Display und erstklassiger Multitouch-Bedienung sorgte für den Durchbruch der Tablet-Computer. Zahlreiche Nachahmer sprangen anschließend auf das Konzept auf, heute gibt es neben dem iPad unzählige Modelle mit Android oder auch Windows.

Wenngleich Beobachter zum Start des iPads skeptisch waren, ob Apple den Erfolg des iPhones noch einmal wiederholen konnte, so ist das Apple-Tablet auch heute noch fester Bestandteil des Portfolios der Kalifornier. Seinen Zenit hat das iPad aber etwas überschritten, was auch dem allgemein rückläufigen Tablet-Markt geschuldet sein dürfte.

5. Touch ID: Fingerabdruckerkennung heute Standard

Als erster namhafter Smartphone-Hersteller verbaute Apple in seinen iPhones den Fingerabdrucksensor Touch ID – und verhalf dieser Technik im Handumdrehen zum Durchbruch. Allen Sicherheitsbedenken zum Trotz entwickelte sich die Fingerabdruckerkennung des iPhone 5s zu einem Erfolgsmodell. Die einfache und schnelle Entsperrung mit dem Finger ging zügig in Fleisch und Blut über und ist heute nicht mehr wegzudenken. Heutzutage ist der Fingerabdrucksensor bei besseren Modellen längst Standard und auch immer mehr Geräte aus der unteren Mittelklasse besitzen diesen Sensor.

6. USB: Apples Radikalität machte den Anschluss groß

Nein, USB hat Apple nicht erfunden, wohl aber zu einem Erfolgsmodell gemacht. In Zeiten, als PCs oftmals noch keinen USB-Anschluss an Bord hatten, verzichtete Apple mit dem Release des iMac im Jahr 1998 auf sämtliche Schnittstellen – mit Ausnahme von USB 1.2. Bis zu diesem Zeitpunkt gab es nur wenig Zubehör, das per USB angeschlossen werden konnte.

Schließlich sahen sich die Hardware-Hersteller nicht in der Not, da alle Computer weiterhin parallele und serielle Anschlüsse verbauten. Erst Apple setzte ausschließlich auf USB, sodass der USB-Standard sich nach und nach durchsetzen konnte. Und: Die Hersteller mussten nicht mehr für zwei Systeme unterschiedliche Modelle anbieten, sondern konnten sich auf eine gemeinsame Schnittstelle konzentrieren.

Von der damaligen Radikalität hat Apple auch heute nichts verloren: Die neuen MacBook Pro-Modelle haben ebenfalls Schluss mit alten Anschlüssen gemacht, stattdessen kommen ausschließlich moderne Thunderbolt-Anschlüsse (kompatibel zu USB-C) zum Einsatz. Ob Apple damit abermals einen verbesserten Standard etablieren wird, bleibt aber abzuwarten.

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