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7 aktuelle Technologien, die einmal Science-Fiction waren

Ein Tablet-Computer mit Finger-Bedienung war bereits in "Star Trek: Das nächste Jahrhundert" aus den frühen 1990ern zu sehen.
Ein Tablet-Computer mit Finger-Bedienung war bereits in "Star Trek: Das nächste Jahrhundert" aus den frühen 1990ern zu sehen. (©Paramount Pictures via YouTube / Miracle Justice 2011)

Einst waren Smartwatches, KI-Sprachassistenten und Laserwaffen Stoff aus Science-Fiction-Filmen. Doch heute gibt es sie wirklich. Viele wissen gar nicht, dass zum Beispiel universelle Übersetzer im Ohr und in die Luft projizierte Hologramme bereits Realität sind. Diese sieben aktuellen Technologien waren einmal pure Zukunftsmusik.

1. Smartwatches

Seit 1946 jagt der fiktive Polizist Dick Tracy mithilfe eines Funkgeräts am Handgelenk Verbrecher. 1964 erhielt es ein Upgrade für Videoanrufe. Heute sind Smartwatches Realität, angeführt von der Apple Watch Series 3. Mit ihnen können die Nutzer telefonieren und auch Videotelefonate führen. Jetzt, wo sie da ist, wird aber oftmals der praktische Nutzen der Technologie hinterfragt und Smartwatches konnten sich daher noch nicht durchsetzen. Vielen genügt ein Smartphone.

2. Tablets

Während auch manche Geräte in früheren Science-Fiction-Filmen eine gewisse Ähnlichkeit mit Tablet-Computern aufwiesen, sieht erst das "PADD" ("Personal Access Display Device") aus "Star Trek: Das nächste Jahrhundert" (1987-1994) eindeutig wie ein Tablet aus und lässt sich auch so bedienen. In einer Szene ist sogar ein Bildbearbeitungsprogramm auszumachen, das heutigen Apps ähnelt. Erst 2010 brachte Apple das erste iPad mit Finger-Bedienung auf den Markt. Frühere Tablet-Computer konnten nur mit einem Eingabestift gesteuert werden.

3. KI-Sprachassistenten

Der wohl bekannteste KI-Sprachassistent der Science-Fiction ist HAL 9000 aus "2001: Odysee im Weltraum". Er kann sogar das Raumschiff Jupiter autonom steuern und ist insofern ein fiktiver Vorläufer der autonomen Fahr- und Flugzeuge. Allerdings ähnelt HAL im Verlauf der Handlung zunehmend einem Menschen und tötet schließlich Astronauten, die er als Bedrohung für sich einschätzt. Die KI-Sprachassistenten unserer Zeit wie Alexa und Siri hingegen führen lediglich Smartphone-Funktionen via Sprachsteuerung aus und erkennen dabei die Stimme des Nutzers immer besser.

4. Universeller Übersetzer

Ein Universalübersetzer ist ein Gerät, das andere Sprachen in Echtzeit in die Sprache des Nutzers übersetzt. In Science-Fiction-Filmen dient ein solches Gerät oft als Erklärung (oder Ausrede) dafür, warum Außerirdische Englisch sprechen. In der Novelle "Erster Kontakt", die Murray Leinster 1945 verfasste, kommt ein Universalübersetzer vor, aber auch in "Star Trek", "Doctor Who" und "Per Anhalter durch die Galaxis".

Aus letzterem ist der Babelfisch bekannt. Dieser außerirdische Fisch wird ins Ohr eingesetzt und ernährt sich von den geistigen Frequenzen der Menschen, die mit seinem Wirt sprechen. Die Übersetzung scheidet er direkt ins Gehirn seines Wirtes aus. "Babel Fish" war auch der Name von Yahoos Web-basierten Übersetzerapp von 1997. Ein aktueller Universalübersetzer ist Waverly Pilot. Diese kabellosen Ohrhörer werden mit dem Smartphone gekoppelt und übersetzen in Echtzeit Fremdsprachen – genau wie der Babelfisch.

5. Laserwaffen

Laser- oder Strahlenblaster sind die typische Bewaffnung von Weltraum-Helden wie Han Solo. Selbst James Bond nutzte sie in "Moonraker". Das erste Mal wurde eine "Strahlenwaffe" im Science-Fiction-Roman "The Messiah of the Cylinder" von Victor Rousseau von 1917 erwähnt. Und heute soll es wirklich Laserwaffen geben?

Ja, denn der Waffenhersteller Lockheed Martin hat die Athena-Laserwaffe entwickelt, die zukünftig gegen einen feindlichen Drohnenschwarm eingesetzt werden soll. Außerdem gibt es noch eine Akku-betriebene 200-Watt-Handlaserwaffe, die der YouTuber Styropyro in seinem Hobbykeller entwickelt hat.

6. Hologramme in der Luft

Hologramme gibt es schon länger – aber Hologramme, die einfach in die Luft projiziert werden? Diese sind vor allem aus "Star Wars: Eine neue Hoffnung" bekannt, als Luke Skywalker eine Aufzeichnung der holografischen Prinzessin Leia erhält. Forscher von der Brigham Young University haben nun eine ähnliche Technik entwickelt, wobei Laserlicht auf winzige Papier-Partikel, die durch die Luft fliegen, projiziert wird. Die Partikel werden mit Hilfe eines Traktorstrahls bewegt und von grünen, roten und blauen Lasern beleuchtet. So entstehen dreidimensionale Leucht-Objekte im Raum.

7. Videotelefonie

Videotelefonie ist aus Filmen wie "2001: Eine Odyssee im Weltraum" von 1968 bekannt. Im Jahr 2003 wurde die Videotelefonie mit Skype der breiten Masse zugänglich gemacht, Apples FaceTime folgte später. Videotelefonie ist bequem mit Geräten wie dem Amazon Echo Show oder mit jedem Smartphone möglich. Auch Smartwatches können für die Videotelefonie genutzt werden.

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