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Android-Smartphone entsperren: 8 smarte Möglichkeiten

Android-Smartphones bieten eine Reihe von Möglichkeiten für das Entsperren des Geräts. Passwort, Muster und Fingerabdruckscanner gehören inzwischen zu den Klassikern. Weitere Möglichkeiten wie der Irisscanner sind bei manchen Geräten hinzugekommen. Hier stellen wir acht Optionen vor, wie Du ein Android-Smartphone entsperren kannst – und sagen Dir, wie sicher sie sind.

1. Passwort

Ein Passwort musst Du so oder so zunächst eingeben, um Dein Smartphone zu sperren. Es wird im Anschluss außerdem als Alternative für das Entsperren eingesetzt, falls Du etwa das Muster oder die PIN vergisst. Und dafür gibt es einen Grund: Ein gutes Passwort ist sicherer als ein Muster oder eine PIN, weil diese kürzer und einfacher gestaltet sind und somit leichter erraten werden können. Sichere Passwörter bestehen aus einer Kombination aus Buchstaben, Zahlen und Sonderzeichen.

2. Muster

Ein Muster ist weniger sicher als ein gutes Passwort. Du zeichnest auf dem Display eine geometrische Figur nach, etwa eine Spirale. Dabei werden nacheinander bestimmte Punkte aktiviert. Die mögliche Komplexität der Muster erreicht aber nicht das Niveau eines Passworts mit unzähligen Kombinationsmöglichkeiten verschiedener Zeichen.

 Ein komplexes Muster kann nicht ohne Weiteres erraten werden. fullscreen
Ein komplexes Muster kann nicht ohne Weiteres erraten werden. (©Screenshot TURN ON / LG, Google 2017)

3. PIN

Ein PIN-Code aus vier Ziffern ist schneller eingetippt und leichter zu merken als ein Passwort. Allerdings hilft das nicht nur Dir, sondern auch Dieben, die Dein Smartphone entschlüsseln möchten. Ein Passwort ist daher sicherer als ein PIN-Code.

4. Fingerabdruck

Fingerabdruckscanner erfassen den bei jedem Menschen individuell unterschiedlichen Fingerabdruck. Die erfasste Informationsmenge ist zwar sehr hoch, aber das Problem besteht darin, dass sich Fingerabdruckscanner mit Nachbildungen Deines Fingerabdrucks austricksen lassen. Kapazitive Fingerabdruckscanner wie etwa Apples Touch ID sind weit sicherer als die alten optischen Fingerabdruckscanner, die selbst mit einem Foto überlistet werden können.

 Die Erfassung von Fingerabdrücken auf Smartphones ist deutlich genauer und sicherer geworden, aber die Scanner können noch immer überlistet werden. fullscreen
Die Erfassung von Fingerabdrücken auf Smartphones ist deutlich genauer und sicherer geworden, aber die Scanner können noch immer überlistet werden. (©Screenshot TURN ON / Samsung 2017)

Um die Nutzer nicht zu nerven, erlauben die Fingerabdruckscanner auf Smartphones oft eine ungenaue Platzierung des Fingers, wodurch nur ein Ausschnitt erfasst wird. Außerdem gehen Smartphones großzügig mit Abweichungen um, damit die Geduld der Nutzer nicht strapaziert wird. Immerhin werden die Fingerabdrücke nur noch verschlüsselt auf den Smartphones gespeichert und können nicht mehr so leicht vom Gerät durch einen Hack entnommen werden. Die Technologie wird zwar immer besser und genauer, aber Passwörter haben bei der Sicherheit noch immer die Nase vorn.

5. Irisscanner

Das Galaxy S8 bietet die Möglichkeit, das Smartphone mit einem Irisscanner zu entsperren. Dabei wird das individuelle Muster auf der Regenbogenhaut des Auges mithilfe einer speziellen Kamera und einer Infrarot-LED erfasst. Die Information wird daraufhin verschlüsselt auf dem Smartphone gespeichert.

 Der Irisscanner des Galaxy S8 hat Potenzial und wird sich nun beweisen müssen. fullscreen
Der Irisscanner des Galaxy S8 hat Potenzial und wird sich nun beweisen müssen. (©Samsung 2017)

Scannt der Nutzer erneut seine Iris, wird ein neuer Code erstellt und mit dem alten verglichen. Sind die Codes identisch, wird das Smartphone entsperrt. Theoretisch müsste der Irisscanner sicherer sein als der Fingerabdruckscanner und je nachdem, ob er überlistet werden kann, auch als das Passwort. Mit der Zeit wird sich der Irisscanner aber erst einmal bewähren und einfallsreiche Versuche von Nutzern überstehen müssen, ihn zu überlisten.

6. Gesichtsscanner

Der Gesichtsscanner des Galaxy S8 erfasst das Gesicht des Nutzers mithilfe der Selfie-Cam. Blickt derselbe Nutzer in die Kamera, wird das Smartphone entsperrt. Das Problem: Der Gesichtsscanner kann mit einem Foto des Nutzers überlistet werden. Sicher geht anders.

 Der Gesichtsscanner lässt sich leider einfach mit einem Nutzerfoto überlisten fullscreen
Der Gesichtsscanner lässt sich leider einfach mit einem Nutzerfoto überlisten (©Samsung 2017)

7. Stimme

Viele neuere Android-Smartphones können auch mit dem Befehl "OK Google" entsperrt werden, wenn Du das Feature "Trusted Voice" in den Einstellungen einrichtest. Die Sicherheit des Features nimmt zu, je häufiger Du Googles Sprachassistenten verwendest und er Gelegenheit erhält, Deine Stimme und Sprechweise kennenzulernen. Wer eine ähnliche Stimme hat wie Du und ähnlich spricht, kann "Trusted Voice" in der Regel jedoch überlisten.

 Trusted Voice kann durch die Nachahmung Deiner Stimme leicht überlistet werden. fullscreen
Trusted Voice kann durch die Nachahmung Deiner Stimme leicht überlistet werden. (©YouTube / AAA Dev 2017)

8. Smartes Entsperren

Dank der Smart Lock-Einstellungen entsperrt sich Dein Smartphone unter bestimmten Bedingungen auf Wunsch selbst. Beispielsweise, wenn sich Dein Gerät an einem bestimmten Ort wie Zuhause befindet, wenn Du es aus der Tasche nimmst oder wenn es ein vertrauenswürdiges Gerät ("Trusted Device") in der Nähe erkennt. Das funktioniert grundsätzlich gut, allerdings müssen dann auch die Menschen in der Nähe des vertrauenswürdigen Geräts vertrauenswürdig sein.

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