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Alle iOS-Versionen im Überblick: Von iOS 1 bis iOS 11

In mehr als 10 Jahren hat sich iOS nicht nur optisch gehörig verändert.
In mehr als 10 Jahren hat sich iOS nicht nur optisch gehörig verändert. (©Apple 2017)

Mittlerweile läuft auf aktuellen iPhones iOS 11. Doch seit der ersten iOS-Veröffentlichung im Jahr 2007 hat sich in puncto Features einiges getan. In unserer kleinen Zeitreise schauen wir uns alle iOS-Versionen im Überblick an – und welche Entwicklung Apples Betriebssystem über die Jahre durchlaufen ist.

iOS 1.0 "Alpine": 

Die allererste iOS-Version 1.0 wurde am 9. Januar 2007 fertiggestellt, aber nie veröffentlicht. Vermutlich diente die Software lediglich für die Vorstellung des ersten iPhones.

iOS 1.1.0 "Heavenly"

 Der App Store auf dem ersten iPhone wurde erst mit einem späteren Update eingeführt. fullscreen
Der App Store auf dem ersten iPhone wurde erst mit einem späteren Update eingeführt. (©YouTube / EverythingApplePro 2017)

Erschien am 29. Juni 2007 zusammen mit dem ersten iPhone. Vorinstalliert waren System-Apps wie Nachrichten, Kalender oder auch Mail. Weitere kleinere Funktionen folgten in weiteren Versionen. Mit iOS 1.1.1 wurde überhaupt erst der iTunes Store eingeführt. Einen App Store gab es zum damaligen Zeitpunkt noch gar nicht.

iOS 2 "Big Bear"

Mit iOS 2 veröffentlichte Apple das erste Major-Update. Die wichtigste Neuerung: Die Einführung des App Stores, die den Grundstein für den Erfolg des iPhones legte. Erst mit dessen Einführung begann das iPhone seinen Siegeszug und festigte seinen heutigen Status im Smartphone-Bereich. Die ersten Emojis wurden sogar erst ein paar Monate später im November mit iOS 2.2 eingeführt.

iOS 3 "Kirkwood"

Kaum zu glauben, aber wahr: Erst mit iOS 3 im Juni 2009 führte Apple die Möglichkeit ein, Texte kopieren und ausschneiden zu können. Ebenso neu: Die Unterstützung für MMS und Tethering, das heute als WLAN-Hotspot bekannt ist. Mit Spotlight wurde eine Systemsuche integriert, außerdem waren erstmalig In-App-Käufe möglich. Zudem war es mit "Find My iPhone" möglich, den Standort des iPhones aufzuzeichnen.

 Mit iOS 3 wurde etwa die MMS-Unterstützung eingeführt. fullscreen
Mit iOS 3 wurde etwa die MMS-Unterstützung eingeführt. (©Apple 2018)

iOS 4 "Apex"

Im Juni 2010 führte Apple mit iOS 4 Multitasking ein – zuvor musste das iPhone bei jedem Wechsel die App neu starten. Neu integriert wurde auch die Videotelefonie-App FaceTime, außerdem konnten Nutzer erstmals Ordner auf ihrem Homescreen anlegen, was für deutlich mehr Übersichtlichkeit sorgte. Und: Erst mit iOS 4 wurde die alte Bezeichnung "iPhone OS" tatsächlich aufgegeben. In einem späteren Update feierten AirPlay für die kabellose Übertragung von Inhalten und AirPrint für das einfache kabellose Drucken ihre Premiere.

iOS 5 "Telluride"

 Sprachassistent Siri wurde mit iOS 5 eingeführt, zu Beginn jedoch exklusiv für das iPhone 4s. fullscreen
Sprachassistent Siri wurde mit iOS 5 eingeführt, zu Beginn jedoch exklusiv für das iPhone 4s. (©Apple 2018)

Im Oktober 2011 stellte Apple mit iOS 5 ein wahrlich umfangreiches Update zum Download bereit. Neu war unter anderem der Nachrichtendienst iMessage, die Mitteilungszentrale oder auch der mittlerweile wieder eingestellte Zeitungskiosk. Sprachassistentin Siri erblickte außerdem das Licht der Welt, zum Start jedoch ausschließlich exklusiv auf dem iPhone 4s. Wichtiger Bestandteil von iOS  5 war die iCloud-Anbindung, durch die seitdem Fotos, Dokumente, Backups und andere Daten in der Cloud gespeichert werden können.

iOS 6 "Sundance"

iOS 6, das im September 2012 veröffentlicht wurde, bleibt vor allem aufgrund einer Entscheidung etwas unrühmlich in Erinnerung. Seinerzeit integrierte Apple seine eigene Karten-App, die das etablierte und ausgereifte Google Maps ersetzte. Das Problem dabei: Apple Karten war nicht einmal ansatzweise ausgereift und zeigte Straßen, Gebäude und Co. einfach falsch an. Neben allgemeinen Verbesserungen wurde auch die System-App Passbook eingeführt, die heute unter der Bezeichnung Wallet bekannt ist. Die Anwendung dient als zentrale Stelle für Kinokarten, Flugtickets und Co.

Welche iOS-Version habe ich?

Wenn Du Dir nicht sicher bist, welche iOS-Version genau auf Deinem Apple-Gerät installiert ist, kannst Du unter "Einstellungen > Allgemein > Info" beim Punkt "Version" nachschauen.

iOS 7 "Innsbruck"

 Seit iOS 7 setzt Apple auf ein minimalistisches Design, das mit kleineren Anpassungen auch heute noch zum Einsatz kommt. fullscreen
Seit iOS 7 setzt Apple auf ein minimalistisches Design, das mit kleineren Anpassungen auch heute noch zum Einsatz kommt. (©Apple 2018)

Auffälligste Neuerung von iOS 7 war ausnahmsweise keine neue App oder ein spezielles Feature, sondern schlichtweg der neue Look – der so auch heute noch Bestand hat. Verantwortlich dafür zeichnete Apples Chef-Designer Jony Ive, der voll und ganz auf eine klare und aufgeräumte Optik und minimalistische App-Icons setzte. Neu war auch das Kontrollzentrum, das jüngst mit iOS 11 deutlich flexibler gestaltet wurde, und AirDrop, das eine schnelle Datenübertragung zwischen Personen in unmittelbarer Nähe ermöglicht.

iOS 8 "Okemo"

Im September 2014 beschränkte sich Apple mit iOS 8 hauptsächlich auf kleinere Verbesserungen und wenige neue große Features. Einzig die Einführung der Health-App bleibt als größere Neuerungen in Erinnerung. Außerdem gaben die QuickType-Tastatur und die Tipps-App ihr Debüt. In Summe ein vergleichsweise unspektakuläres Softwareupdate. Zu einem späteren Zeitpunkt integrierte der Hersteller den kostenpflichtigen Streamingdienst Apple Music.

 Apple Music wurde im Laufe von iOS 8 per Update hinzugefügt. fullscreen
Apple Music wurde im Laufe von iOS 8 per Update hinzugefügt. (©YouTube/Apple 2015)

iOS 9 "Monarch"

Sensationelle neue Features waren auch in iOS 9 Fehlanzeige. Immerhin wurde die News-App eingeführt, die aber auch mehr als zwei Jahre nach dem Release offiziell nicht in Deutschland verfügbar ist. Mit einem späteren Update wurde dann der Nachtmodus Night Shift eingeführt, der ein augenschonendes Lesen bei Dunkelheit ermöglicht.

iOS 10 "Butler"

Nach zwei eher kleineren Major-Updates veröffentlichte Apple im September 2016 das bis dato umfangreichste Update. So wurde die Nachrichten-App iMessage gehörig aufpoliert und um zahlreiche Spielereien erweitert, etwa durch Effekte wie Nachrichtenblasen oder Animationen. Zudem verfügt iMessage seit iOS 10 über einen eigenen App Store. Die Fotos-App wurde optimiert und kann dank künstlicher Intelligenz Gesichter unterscheiden und diese sinnvoll eingruppieren. Zudem werden automatisch Alben zu Reisen oder anderen Themen erstellt. Und: Siri wurde für Entwickler von Drittanbieter-Apps geöffnet, womit der Funktionsumfang deutlich erweitert wurde. Das iPhone 7 Plus bekam exklusiv den Porträtmodus spendiert, der sich anfangs in der Beta-Phase befand.

iOS 11 "Tigris"

iOS 11 aus dem September 2017 ist das derzeit aktuelle mobile Betriebssystem von Apple – und brachte zahlreiche Verbesserungen vor allem für das iPad. So profitiert das Tablet von einem neuen Dock, einem besseren Multitasking und von Drag and Drop. Zudem wurde das Zusammenspiel mit dem Apple Pencil verbessert.

Die größte Frischzellenkur spendierte Apple dem in die Jahre gekommenen App Store, der sich in iOS 11 rundum erneuert präsentiert – mit Videos, neuem Heute-Tab und vielem mehr. Den Fokus legten die Entwickler klar auf das spielend leichte Entdecken neuer Apps und Spiele. Zusätzlich wurde ein spezielles Entwicklerkit für Augmented Reality integriert, womit Spiele und Anwendungen in der erweiterten Realität genutzt werden können.

 Das aktuelle iOS 11 brachte vor allem zahlreiche Verbesserungen für das iPad. fullscreen
Das aktuelle iOS 11 brachte vor allem zahlreiche Verbesserungen für das iPad. (©YouTube/EverthingApplePro 2017)

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