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Allo, Duo, Hangouts & Co.: 5 Google-Messenger erklärt

Duo ist eine neue Video-Messenger-App von Google.
Duo ist eine neue Video-Messenger-App von Google. (©YouTube/Google 2016)

Auf der Google I/O 2016 hat der Konzerngigant aus Mountain View gleich zwei neue Messenger vorgestellt: Allo und Duo. Das sind aber nicht die ersten Versuche, Diensten wie WhatsApp, Skype, FaceTime oder dem Facebook Messenger den Rang abzulaufen. Wir präsentieren Dir 5 aktuelle Messaging-Services von Google und erklären die Unterschiede.

Echte Hardware-Highlights gab es auf der diesjährigen Entwicklerkonferenz von Google im kalifornischen Mountain View kaum zu bestaunen. Umso mehr Aufmerksamkeit bekam die neu vorgestellte Google-Software, darunter die Dienste Allo und Duo. Ja, der Suchmaschinenriese bringt zusätzlich zu Hangouts, Messenger & Co. noch weitere Apps heraus, um im Revier von WhatsApp, Facebook Messenger und Skype zu wildern.

1. Google Allo: Der WhatsApp-Rivale

 Allo bietet sogar Smart Replys auf Fotos – und erkennt die abgebildete Hunderasse... fullscreen
Allo bietet sogar Smart Replys auf Fotos – und erkennt die abgebildete Hunderasse... (©YouTube/Google Developers 2016)

Braucht die Welt noch eine Messenger-App? Google meint: Ja – und bringt im Sommer Allo in den Play Store sowie in Apples App Store. Um sich von WhatsApp & Co. abzugrenzen, setzen die Allo-Entwickler auf einige smarte Features. Die Mobile-App für iOS und Android wird ähnlich wie Gmail eine Smart Reply-Funktion mitbringen, die dem Nutzer passende Antworten – sogar inklusive Emojis – vorschlagen soll. Selbst auf Fotos liefert die App intelligente Antwortvorschläge, wie Google auf der I/O 2016 eindrucksvoll anhand eines Fotos mit Berner Sennenhund demonstrierte. Das soll vor allem Zeit sparen. Anders als bei WhatsApp wird es zudem die Möglichkeit geben, unterschiedlich große Nachrichten zu verschicken, um Flüstern oder Schreien zu simulieren, und Bilder direkt in der App bearbeiten zu können.

Ohne die Allo-App verlassen zu müssen, wird man auch auf den neuen Google-Assistenten zurückgreifen können. Diese Weiterentwicklung von Google Now bringt die Google-Suche, aber auch Dienste wie Maps oder YouTube direkt in Chats und Gruppenkonversationen. Wer einen gemeinsamen Kinobesuch plant, kann die Tickets einfach vom Assistenten buchen lassen, ohne eine andere App aufrufen zu müssen.

2. Google Duo: Die FaceTime-Alternative

Schneller erklärt ist der neue Google-Messenger Duo, denn er bringt weitaus weniger Funktionen mit als die Chat-App Allo. Duo ist lediglich als Begleit-App gedacht und bietet eine ganz einfache Möglichkeit für Videokonferenzen zwischen zwei Teilnehmern. Im Gegensatz zu Apples FaceTime wird Googles Duo ab Sommer sowohl für iOS als auch für Android erhältlich sein – dafür aber nur als Mobil-App, nicht als Desktop-Anwendung. Die Benutzung soll denkbar einfach sein: App starten, Kontakt auswählen und per "Knock Knock"-Funktion anrufen. Dabei solltest Du aber am besten schon freundlich in die Front-Cam lächeln, denn der Video-Messenger überträgt die Vorschau auch an den Angerufenen.

3. Google Spaces: Inhalte teilen & diskutieren

 Google Spaces lässt Dich Gruppen zu speziellen Themen erstellen und Freunde einladen. fullscreen
Google Spaces lässt Dich Gruppen zu speziellen Themen erstellen und Freunde einladen. (©Google 2016)

Schon kurz vor dem Beginn der Google I/O hat der Konzern aus Kalifornien einen weiteren Dienst vorgestellt: Google Spaces. Dieser Messenger soll unübersichtliche Gruppenchats in anderen Apps überflüssig machen. Ähnlich wie bei Allo ist das Totschlagargument für Spaces, dass man Inhalte wie Artikel, Videos oder Bilder mit bestimmten Gruppen teilen kann, ohne die App zu verlassen. Denn auch Spaces hat die Google-Suche, YouTube und Chrome integriert. Der Messenger ist sowohl für iOS als auch für Android erhältlich und lässt Dich Gruppen zu bestimmten Themen erstellen. Dann können Freunde eingeladen und interessante Inhalte mit der Gruppe geteilt werden. Für das spätere Wiederfinden von Fotos, Videos und Co. hat Google eine praktische Suchfunktion integriert.

4. Google Hangouts: Auch für Desktop-PCs

Eigentlich sollte Hangouts die vorherigen Messenger-Dienste von Google unter einem Hut bündeln. Dass der Konzern nun aber in so kurzer Zeit gleich drei neue Apps vorgestellt hat, lässt darauf schließen, dass Hangouts bald an Bedeutung verlieren dürfte. Eigentlich klingt das Konzept gut: Der Dienst kann sowohl über eine eigene Webseite als auch über Gmail, Inbox oder Google Plus sowie per iOS- oder Android-App aufgerufen werden. Die Chats und Videokonferenzen mit bis zu zehn Personen lassen sich daher auf verschiedensten Geräten ausführen. Fotos, Karten, Emojis, Sticker oder GIFs können ebenfalls integriert werden. Allerdings kann der 2013 gestartete Messenger-Dienst nicht mit den neuen Features der neuen Apps punkten – beim Chatten gibt es keinen Assistenten wie in Allo, bei Videokonferenzen keine Vorschau wie bei Duo und bei Gruppenkonversationen keine integrierte Google-Suche wie bei Spaces.

5. Google Messenger: Mobile-App für SMS & MMS

 Der Google Messenger versendet SMS, MMS und Gruppen-SMS. fullscreen
Der Google Messenger versendet SMS, MMS und Gruppen-SMS. (©Google Play/Google Inc. 2016)

Der Google Messenger ist im Gegensatz zu allen zuvor beschriebenen Apps nur für Android verfügbar – und dürfte zudem ein Auslaufmodell sein. Statt Nachrichten über mobile Datenverbindungen zu senden, ist der Messenger für SMS, MMS und Gruppen-SMS gedacht. Immerhin lassen sich auch hierbei Bilder, Videos oder Audionachrichten einbinden. Der Google Messenger kann nämlich auf die Kamera sowie die Fotogalerie zugreifen und funktioniert auf Smartphones mit Android 4.1 Jelly Bean oder neuer.

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