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AMD-Prozessoren-Liste: Alle Chips im Überblick

Wir bringen Übersicht in den Dschungel an AMD-Prozessoren.
Wir bringen Übersicht in den Dschungel an AMD-Prozessoren. Bild: © AMD 2019

Dank unserer AMD-Prozessor-Liste kannst Du die Leistung der Chips schnell einordnen. Wir verraten Dir, welcher Chip sich für welchen Zweck eignet.

Lange Zeit stand AMD mit seinen Computer-Prozessoren im Schatten von Intel. Doch vor mit seiner Ryzen-Architektur ist der Hersteller mittlerweile wieder ein ernst zunehmender Konkurrent. Hier findest Du eine Übersicht über alte und neue AMD-Prozessoren.

AMD FX-Serie: Die Speerspitze vergangener Zeiten

Es ist noch nicht lange her, da markierten die Prozessoren der FX-Serie die Speerspitze von AMD und wurden unter anderem in Workstations und Gaming-Rechnern eingesetzt. Es handelt sich entweder um Vier- oder Achtkernprozessoren verschiedener Leistungsklassen. Die letzten Modelle der FX-Reihe konnten mit einem Basistakt von 4,0 GHz und Turbo-Taktraten von bis zu 4,3 GHz aufwarten.

Obwohl die Weiterentwicklung der FX-Serie nach 2015 eingestellt wurde, sind Prozessoren dieser Baureihen teilweise immer noch erhältlich – und dabei oft recht günstig. Vor allem die Spitzenmodelle wie der AMD FX8370 liefern immer noch eine ordentliche Performance, können jedoch nicht mehr mit aktuellen Ryzen-Chips oder Intel-Core-Prozessoren mithalten. Zudem ist die Leistungsaufnahme der FX-Prozessoren vergleichsweise hoch.

AMD A-Serie: Für Einsteiger und Notebooks

Prozessoren der A-Serie von AMD kommen vor allem in kostengünstigen Notebooks zum Einsatz, sind aber auch für preiswerte Desktop-PCs erhältlich. Leistungstechnisch bewegen sich die Chips der Modellreihen A4 bis A12 zwischen Einstiegs- und Mittelklasse. Eine Besonderheit der A-Serie ist, dass diese Prozessoren über eine integrierte Grafikeinheit verfügen und somit nicht auf eine dedizierte Grafikkarte angewiesen sind.

Ähnlich wie die FX-Serie basiert auch die A-Serie auf einer mittlerweile veralteten Architektur und wird nicht mehr weiterentwickelt. Prozessoren dieser Serie sind jedoch teilweise noch günstig erhältlich. Insgesamt ist die A-Serie jedoch nicht mehr zu empfehlen, da neuere Prozessoren von Intel oder AMD deutlich bessere Leistungsdaten zu vertretbaren Preisen liefern.

AMD Ryzen 3: Die moderne Mittelklasse

Mit der Ryzen-Serie hat AMD seine gesamte Prozessor-Entwicklung 2017 quasi neu gestartet. Den Einstieg ins Leistungsspektrum der Ryzen-Welt markiert die Ryzen-3-Reihe. Dabei handelt es sich um Vier-Kern-Prozessoren mit Basis-Taktraten zwischen 3,0 und 3,6 GHz.

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Mit seinen Ryzen-CPUs ist AMD wieder ein echter Konkurrent für Intel. Bild: © AMD 2019

Vergleichbar ist die Ryzen-3-Serie ungefähr mit der Core-i3-Reihe von Intel – sowohl was Leistung als auch Einsatzzweck angeht. Vom Laptop über den Bürorechner bis hin zum Gaming-PC für Einsteiger finden die 3er-Modelle überall Verwendung.

AMD Ryzen 5: Das Arbeitstier für alles

Die Prozessoren der Ryzen-5-Familie sind für AMD mittlerweile das, was der Core i5 für Intel ist: Die perfekte Allzweckwaffe. Die Vier- und Sechs-Kern-CPUs kommen in so ziemlich allen Arten von Rechnern zum Einsatz und treiben vom flachen Ultrabook bis zum fetten Gaming-Rechner alles an.

Die aktuell stärksten Ryzen-5-Prozessoren kommen mit sechs Kernen und 12 Threads daher und rechnen mit einem Basistakt von 3,8 GHz sowie einem Turbo-Modus von 4,4 GHz.

AMD Ryzen 7: Endlich wieder eine AMD-Oberklasse

Mit der Ryzen-7-Reihe hat AMD seit 2017 endlich wieder eine Prozessor-Familie, die sich auch in der Oberklasse mit Intel messen kann. Acht Kerne und bis zu 16 Threads sorgen dafür, dass sich die Ryzen-7-Prozessoren sowohl mit aufwändigen Arbeitsprozessen als auch mit High-End-Games wohl fühlen.

Bei der Single-Core-Leistung haben aktuelle Intel-Core-i7-Chips die Nase leicht vorn. Im Multi-Thread-Vergleich rechnen die Ryzen-7-Prozessoren jedoch ein wenig schneller als die Konkurrenz. Somit gehört die 7er-Reihe von AMD definitiv in die engere Auswahl, wenn es darum geht, eine Oberklasse-CPU zu finden.

AMD Ryzen 9: High-End für Power-User

Wer es besonders schnell braucht, greift entweder zu einem Intel Core i9 oder neuerdings auch zu einem AMD Ryzen 9. Diese recht kleine Prozessor-Familie bestehend aus dem Ryzen 9 3900X und dem Ryzen 9 3950X wartet mit zwölf bzw. 16 Kernen und 24 bzw. 32 Threads auf.

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Die Ryzen-9-CPUs sind für High-End-Anwendungen gedacht. Bild: © AMD 2019

Damit sind die Ryzen-9-CPUs die geborenen Multitasker, denen selbst bei zahlreichen parallel laufenden Operationen nicht so schnell die Puste ausgeht. Vor allem der 3950X gehört aktuell mit zum besten, was der Markt zu bieten hat.

AMD Ryzen Threadripper: Für professionelle Anwendungen

Die Threadripper-Prozessoren richten sich nicht an Privatanwender, sondern vor allem an Profis und Business-Kunden mit besonders ausgefallenen Wünschen. Diese Prozessoren bieten bis zu 32 Rechenkerne und 64 Threads und kosten allein mehr als die meisten PCs. Auch die Leistungsaufnahme von bis zu 280 Watt sprengt den Rahmen, der für Heimanwender sinnvoll ist, bei weitem.

Welche Prozessor-Generationen von AMD gibt es?

Die Ryzen-Prozessoren befinden sich aktuell in der dritten Generation. Unterscheiden lassen sich die 2017er, 2018er und 2019er Modelle jeweils anhand der ersten Zahl in der jeweiligen Modellbezeichnung. So beginnen CPUs aus 2017 jeweils mit der Ziffer 1, wie etwa der Ryzen 7 1700x. Dessen Nachfolger aus 2018 heißt demzufolge Ryzen 7 2700X und das aktuelle 2019er-Modell hört auf die Bezeichnung Ryzen 7 3700X.

Was bedeuten die Buchstaben U,H, E und X?

Hinter der Prozessor-Familie und der Typenbezeichung findet sich in den Produktnamen von AMD oft noch ein Buchstabe wie "U" oder "E". Dieser bezeichnet meist einen bestimmten Einsatzzweck des Prozessors.

  • U = energieeffizient für Laptops
  • H = leistungsstärkere Laptop-CPUs
  • E = energiesparender Desktop-Prozessor
  • X = Prozessor mit besonders hoher Leistung

AMD-Prozessoren ohne Buchstaben-Kennzeichnung ordnen sich bei Leistung und Energieverbrauch zwischen den Klassen E und X ein.

Zusammenfassung

Aktuelle AMD-Prozessoren gehören alle zur 2017 eingeführten Ryzen-Serie. Ältere CPUs der FX- und A-Serie sind teilweise ebenfalls noch erhältlich, aber können bei Leistung und Energieverbrauch nicht mit aktuellen Modellen mithalten. Als Arbeitstier hat sich vor allem die Ryzen-5-Serie etabliert, während Ryzen-7- und Ryzen-9-Prozessoren vor allem bei Gamern und Profi-Anwendern beliebt sind.

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