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Android 11: Die 13 wichtigsten neuen Features in der Übersicht

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Android 11 fokussiert sich vor allem auf Datenschutz und Sicherheit. Bild: © Google 2020

Inzwischen hat Google die erste Beta-Version von Android 11 veröffentlicht. Wir stellen die spannendsten neuen Features darin vor.

1. Chatblasen: Jederzeit eine Unterhaltung weiterführen

Messaging-Apps werden in Android 11 Chatblasen verwenden können. Diese sind bereits vom Facebook Messenger bekannt. Es handelt sich um Kreise am Rand des Handy-Displays, die Du antippst, um eine Unterhaltung fortzusetzen. So kannst Du auch, wenn Du mit etwas anderem beschäftigt bist, stets eine Konversation wieder aufnehmen – ohne erst die ganze Chat-App öffnen zu müssen.

2. Konversationsbereich in den Benachrichtigungen

Die Kommunikation rückt mit Android 11 bei Mobiltelefonen wieder stärker in den Vordergrund. Dazu dienen nicht nur die oben erwähnten Chatblasen, sondern auch ein Konversationsbereich in den Benachrichtigungen. Dort werden alle Unterhaltungen aus den verschiedenen Chat-Apps an einem Ort versammelt.

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In den Benachrichtigungen wird es einen Bereich für Konversationen geben. Bild: © Android Authority 2020

3. Bilder von den Benachrichtigungen aus verschicken

Sofern eine App das Einfügen von Bildern unterstützt, wird es in Android 11 möglich sein, das gleich von den Benachrichtigungen aus zu erledigen. Sobald Du eine Benachrichtigung mit einer neuen Mitteilung erhältst, kannst Du also gleich mit einem Bild antworten.

4. Einmalige App-Berechtigungen

Apps verlangen gerne nach Berechtigungen wie dem Zugriff auf Kamera, Mikrofon oder Standort. Android 11 erlaubt es den Nutzern, einer App solche Berechtigungen für nur einen Einsatz zu erteilen. Das nächste Mal, wenn Du die App öffnest, wirst Du die Berechtigung also erneut erteilen können.

5. Benachrichtigungen für Kamera, Videos und Musik abstellen

Beim Fotografieren, Musikhören und beim Betrachten eines Videos  störten bislang gerne eintreffende Benachrichtigungen mit ihrem Ankündigungston. Android 11 erlaubt das Abschalten von Klingeltönen, Alarmen und Benachrichtigungen, sobald die Kamera-App geöffnet ist beziehungsweise Musik oder ein Video abgespielt wird.

6. Besserer Schutz von Daten auf dem Handy-Speicher

Apps greifen gerne auf Daten anderer Apps oder gar auf den gesamten Speicher des Handys zu. In Zukunft werden Dateimanager-Apps eine Erlaubnis von Google benötigen, um beim Nutzer die Berechtigung auf den Speicherzugriff anfragen zu dürfen. Andere Apps dürfen standardmäßig nur noch auf ihre eigenen Daten zugreifen, das dann ohne erforderliche Berechtigung. Sofern sie etwa auf Fotos zugreifen möchten, um sie teilen zu können, müssen sie beim Benutzer um eine Erlaubnis dafür bitten.

7. Drei biometrische Sicherheitsstufen

Zukünftig wird es eine schwache, starke und eine "Geräteberechtigung"-Stufe für die biometrischen Sperrmethoden des Handys geben. Besonders sensible Daten sollten besser mit der Methode der höchsten Stufe gesichert werden, etwa durch 3D-Gesichtsentsperrung oder die kapazitiven Fingerabdrucksensoren. Offenbar wirst Du in Android 11 andere Daten mit schwächeren und dafür vielleicht bequemeren Methoden sichern können.

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Der Fingerabdrucksensor des Motorola Zoom arbeitet mit einem optischen Sensor. Bild: © TURN ON 2019

8. Hintergrundzugriff von Apps auf Kamera, Standort und Mikrofon erschwert

Einige Apps sind berüchtigt dafür, den Standortverlauf im Hintergrund zu verfolgen. So erfahren sie, wo sich der Nutzer aufhält. Google möchte dagegen entschieden vorgehen, wohl mit Ausnahme der hauseigenen Anwendungen wie Google Maps.  Bis zum November 2020 müssen Apps, die dauerhaft auf Standortinformationen zugreifen wollen, gegenüber Google eine gute Begründung dafür liefern – andernfalls fliegen sie aus dem Play Store.

Außerdem muss der Nutzer künftig gesondert in den Einstellungen den Apps eine Berechtigung auf den dauerhaften Standortzugriff gewähren, eine Abfrage beim Android-11-Start genügt nicht mehr.

9. Optimierung von Apps für 5G-Netze

Die App-Entwickler werden prüfen können, ob Dir die schnellste 5G-Verbindung zur Verfügung steht. Falls ja, können sie bestimmte Features ihrer Apps freischalten oder aktivieren, etwa eine bessere Grafik oder höher aufgelöste Videos.

10. Anpassung für Lochkameras und Wasserfall-Displays

App-Entwickler werden ihre Software besser an neue Displayarten anpassen können. Gemeint sind diesmal die Selfie-Kameras in einem Loch im Bildschirm sowie die "Wasserfall"-Displays, die an den Seiten ein gutes Stück hinunterreichen. Auch die Ränder solcher Displays sollen sich verwenden lassen.

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Bei der Galaxy-S20-Serie kommt die Selfie-Kamera in einem Loch im Display unter. Bild: © TURN ON 2020

11. Bildschirm-Aufnahme

Schon Android 10 sollte eigentlich die Aufzeichnung von Bildschirminhalten unterstützen. Das sogenannte "Screen Recording" soll nun in Android 11 das Erfassen des Bildschirmgeschehens erlauben. Dafür gibt es eine eigens entwickelte Benutzeroberfläche.

12. Low-Latency-Modus für Games-Streaming

Speziell für das Streaming von Games – man denke an Google Stadia oder GeForce Now – wird Android 11 einen Low-Latency-Modus einführen. Dieser soll die Zeit zwischen dem Betätigen des Touchscreens oder eines Buttons und der Handlung der Spielfigur auf dem Display reduzieren. So soll Games-Streaming flüssiger funktionieren.

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Games-Streaming via Google Stadia profitiert vom Low-Latency-Modus. Bild: © YouTube/Adam Savage’s Tested 2019

13. Viele kleine Optimierungen

Zu den größeren Veränderungen gesellen sich viele kleine Anpassungen. Der Dark Mode wird zum Beispiel verlässlicher automatisch aktiviert, die Bluetooth-Verbindung wird im Flugmodus aufrechterhalten und es gibt einen neu geordneten "Bitte nicht stören"-Bereich.

Der Release von Android 11 findet vermutlich im September 2020 statt.

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