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Android Auto: Alle Infos zu Apps, Nachrüsten & Problemen

Mit Android Auto kannst Du Google Maps bequem in Deinem Fahrzeug nutzen.
Mit Android Auto kannst Du Google Maps bequem in Deinem Fahrzeug nutzen. (©Google 2017)

Nicht nur Apple hat mit CarPlay eine Lösung für das Connected Car am Start, auch Google zielt mit Android Auto in die gleiche Richtung ab. Was Android Auto überhaupt leistet, was für Apps unterstützt werden und ob sich das System nachrüsten lässt, klären wir in der folgenden Übersicht.

Mit Android Auto kannst Du Dein Android-Smartphone mit dem Dashboard Deines Wagens verbinden und so etwa Google Maps für die Navigation nutzen. Dadurch kannst Du die Features von Android-Apps mit den Vorteilen eines fest verbauten Systems kombinieren, insbesondere hinsichtlich der fürs Auto optimierten Bedienelemente. Das hat natürlich den Vorteil, dass Du während der Fahrt nicht auf Dein Android-Smartphone blicken musst, sondern alles bequem über Android Auto steuern kannst.

1. Das sind die Voraussetzungen für Android Auto

 Ein Android-Smartphone mit mindestens Android 5.0 Lollipop wird für Android Auto vorausgesetzt. fullscreen
Ein Android-Smartphone mit mindestens Android 5.0 Lollipop wird für Android Auto vorausgesetzt. (©CC: Flickr/TechStage 2015)

Zunächst einmal benötigst Du für Android-Auto ein kompatibles Android-Smartphone, auf dem mindestens Android 5.0 Lollipop installiert ist. In den Einstellungen Deines Smartphones kannst Du prüfen, welche Software-Version Du aktuell installiert hast. Und: Ein kompatibles Fahrzeug oder Aftermarket-Radio wird ebenso benötigt. Autobauer wie Audi, Ford oder auch Volkswagen haben entsprechende Fahrzeuge mit Android Auto im Angebot.

2. So funktioniert die Verbindung zwischen Android Auto und Smartphone

 Während der Einrichtung muss das Smartphone per USB-Kabel mit dem Dashboard verbunden werden. fullscreen
Während der Einrichtung muss das Smartphone per USB-Kabel mit dem Dashboard verbunden werden. (©Google 2017)

Die Verbindung zwischen Smartphone und Android Auto erfolgt ganz klassisch per Kabel, eine ausschließliche Wireless-Lösung wird derzeit noch nicht angeboten. Nachdem Du beide Geräte mit einem USB-Kabel verbunden hast, wird Android Auto auf Deinem Mobiltelefon ausgeführt. Anschließend wird das System zahlreiche Apps aktualisieren müssen, damit diese im Fahrzeug genutzt werden können, etwa Google Maps. Schließlich musst Du Dein Smartphone noch per Bluetooth koppeln, um Android Auto nutzen zu können.

3. Diese Apps sind mit Android Auto kompatibel

 Spotify, Skype und Co.: Diese und andere Apps sind mit Android Auto kompatibel. fullscreen
Spotify, Skype und Co.: Diese und andere Apps sind mit Android Auto kompatibel. (©Google 2017)

War das Angebot an kompatiblen Apps zum Start von Android Auto vergleichsweise überschaubar, so können mittlerweile etwas mehr als 50 Programme genutzt werden, darunter etwa Skype, WhatsApp oder auch Spotify. Das Angebot dürfte zukünftig noch ausgebaut werden. Google kontrolliert jedoch penibel, welche Apps für Android Auto zugelassen werden. Video-Apps wie YouTube, Netflix und Co. werden aus verständlichen Gründen aber nicht angeboten.

4. Sprachsteuerung wie auf dem Android-Smartphone

 Per Sprachsteuerung kannst Du bequem Deine Musikwiedergabe steuern. fullscreen
Per Sprachsteuerung kannst Du bequem Deine Musikwiedergabe steuern. (©Google 2017)

Ja, Android Auto kannst Du ganz bequem per Spracheingabe bedienen, etwa für die Wahl einer Telefonnummer, für die Wiedergabe von Musik oder auch für das Starten der Navigation. Dabei beschränken sich die Sprachbefehle auf die kompatiblen Apps, die Klimaanlage oder das Autoradio kannst Du per Stimme nicht steuern. Die meisten Anwendungen erfordern dabei eine mobile Datenverbindung, ohne diese ist die Funktionalität mancher Apps eingeschränkt.

5. Android Auto nachrüsten: Geht das?

Klar, nicht jeder, der Android Auto nutzen will, wird sich gleich ein neues und kompatibles Fahrzeug für diesen Zweck zulegen. Doch: Nachrüsten lassen sich bestehende Systeme nur in den wenigsten Fällen. Die meisten Autobauer erteilten diesem verständlichen Wunsch eine Absage, einzig Hyundai bildet hier eine Ausnahme. Aber natürlich kann das bestehende Entertainment-System durch ein Android Auto-kompatibles Touchscreen-Display ersetzt werden. Zu nennen ist etwa der Pioneer AVIC8100NEX, der neben Android Auto auch Apple CarPlay unterstützt. Kostenpunkt: Etwa 870 US-Dollar.

6. Das kannst Du bei Problemen mit Android Auto tun

 Bei Problemen: Halte die Sprachbefehlstaste am Lenkrad bis zum Signalton gedrückt. fullscreen
Bei Problemen: Halte die Sprachbefehlstaste am Lenkrad bis zum Signalton gedrückt. (©Google 2017)

Falls Du Probleme mit Android Auto hast, solltest Du zunächst einmal das verwendete USB-Kabel überprüfen. Google selbst empfiehlt die Nutzung eines hochwertigen Kabels. Dieses sollte kürzer als 1,8 Meter sein, auf eine Verlängerung solltest Du verzichten. Probiere gegebenenfalls auch ein anderes USB-Kabel aus. Bestehen weiterhin Probleme, stelle sicher, dass das Entertainment-System aktiviert ist und starte es gegebenenfalls neu. Falls Du ein kompatibles Gerät von Pioneer oder Kenwood nutzt, schaue auf den Webseiten der Hersteller nach, ob ein Firmware-Update für das jeweilige Modell vorliegt.

Bei Problemen mit der Sprachsteuerung kannst Du folgende Schritte probieren. Wenn Du die Sprachbefehlstaste am Lenkrad verwendest, halte diese so lange gedrückt, bis Du den Signalton hörst. Solltest Du nicht ausreichend lange drücken, wird Android Auto möglicherweise automatisch beendet und muss neu gestartet werden. Beginne mit dem Sprechen erst, wenn Du den Signalton gehört hast – erst dann ist Android Auto bereit für Deine Sprachbefehle.

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