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Android optimieren: 8 Tipps für das Smartphone-Tuning

Mit ein bisschen Tuning, holst Du mehr aus Deinem Android-Phone heraus.
Mit ein bisschen Tuning, holst Du mehr aus Deinem Android-Phone heraus. (©flickr/ Rob Buhlmann 2016)

Wie leistungsfähig ein Android-Smartphone ist, hängt nicht nur vom Hersteller ab. Durch umfangreiches Optimieren können auch die Nutzer selbst entscheiden, wie viel Performance, Akkulaufzeit oder Speicher sie aus ihrem Gerät herauskitzeln.

Die meisten Smartphone-Hersteller tun mittlerweile viel dafür, dass ihre Geräte optimal laufen. Trotzdem hast Du als Nutzer immer auch selbst die Möglichkeit, die Performance Deines Handys zu verbessern. Denn schließlich hängt es auch von Deinem Nutzungsverhalten sowie von Deinen Apps und sonstigen Daten ab, wie gut das Smartphone im Alltag performt. Wir geben Dir 8 Tipps, mit welchen Kniffen Du Android optimieren kannst.

1. Energiefresser-Apps finden und loswerden

Wenn es darum geht, Akkulaufzeit und Datenverbrauch zu optimieren, solltest Du auf damit anfangen, die Apps, die auf dem Smartphone installiert sind, mal genauer unter die Lupe zu nehmen. Android bietet Dir zum Glück umfassende und sehr übersichtliche Tools, mit denen Du herausfinden kannst, welche Anwendungen die meiste Akkuleistung und am meisten Datenvolumen verbrauchen.

Wenn Du beispielsweise wissen möchtest, wie es um den Akkuverbrauch deines Gerätes bestellt ist, solltest Du unter "Einstellungen > Akku" nachschauen (je nach Hersteller kann der Menüpfad etwas abweichen). Dort listet Android normalerweise auf, welche Apps und Funktionen seitdem seit dem letzten Aufladen die meiste Akkuleistung gezogen haben. Im Normalfall sollten hier der Mobilfunk-Standby und das Display an oberster Stelle stehen beziehungsweise die Apps, die Du selbst am häufigsten nutzt.

 Das Smartphone zeigt Dir auf Wunsch die schlimmsten Akkufresser. fullscreen
Das Smartphone zeigt Dir auf Wunsch die schlimmsten Akkufresser. (©Screenshot Google/ TURN ON 2016)

Sollten sich hier unerwarteter Weise Apps auf den ersten Plätzen tummeln, die Du gar nicht häufig nutzt, dann handelt es sich wohl um extreme Akkufresser, die Du am besten löschen beziehungsweise gegen alternative Apps austauschen kannst. Ein paar der schlimmsten Akkufresser-Apps haben wir in dieser Übersicht für Dich zusammengefasst.

2. Datenfresser-Apps aufspüren und vernichten

Neben der Akkuleistung knabbern viele Apps auch beharrlich am Datenvolumen des Smartphones. Die schlimmsten Übeltäter kannst Du unter "Einstellungen > Datennutzung > Mobile Datennutzung" einsehen (auch hier kann der Dateipfad je nach Hersteller etwas abweichen). Hier sollten sich normalerweise die Apps tummeln, die Du unterwegs am meisten nutzt. Sollten sich unerwartet ein paar andere Apps finden, dann sind das wohl die schlimmsten Datenfresser auf dem Smartphone. Auch hier solltest Du überlegen, ob Du diese Apps nicht löschen oder austauschen kannst. Alternativ kannst du auch versuchen, den Datenhunger einiger Apps zu bändigen. Wie das geht, verraten wir Dir in diesem Ratgeber.

 Auch den Datenverbrauch von Apps kannst Du genau überwachen. fullscreen
Auch den Datenverbrauch von Apps kannst Du genau überwachen. (©Screenshot Google/ TURN ON 2016)

3. Alternative Apps nutzen

Für viele Apps, die standardmäßig auf dem Smartphone installiert sind, gibt es schlankere Alternativen die weniger Daten verbrauchen und weniger Akkuleistung fressen. Das gilt zum Beispiel für Webbrowser. Zwar sind der Chrome-Browser von Google oder der Internet-Browser von Samsung schon recht effizient, trotzdem gibt es beispielsweise mit Opera Mini einen Android-Webbrowser, der noch etwas effizienter Arbeitet. Dieser lädt im Vergleich zu anderen Webbrowsern nur datenreduzierte Mini-Versionen der aufgerufenen Websites auf das Smartphone herunter, was für einen reduzierteren Datenverbrauch sorgt.

Für Facebook-Junkies bietet sich als Alternative zur normalen Facebook-App beispielsweise Facebook Lite an. Diese ist extrem schlank, verzichtet auf unnötige Animationen und hat eine Chat-Funktion bereits integriert. Dafür läuft sie nicht ganz so flüssig wie der große Bruder. Als weitere Alternative bietet es sich an, Facebook einfach in der Browser-Ansicht zu verwenden. Die meisten Funktionen des sozialen Netzwerks stehen Dir nämlich auch dann zur Verfügung.

 Opera Mini gilt als sehr effizienter Browser. fullscreen
Opera Mini gilt als sehr effizienter Browser. (©Screenshot Opera/ TURN ON 2016)

4. Neuen Launcher nutzen

Neben den installierten Apps lohnt es sich unter Umständen auch, den Launcher des Smartphones zu wechseln. Je nachdem wie viel Ballast der Hersteller in seine Nutzeroberfläche packt, kann diese nämlich auch ein echter Performance-Killer sein. Ein ganz schlanker Launcher ist der Kiss Launcher, der die Nutzeroberfläche des Smartphones auf das Nötigste reduziert. Die beliebten Nutzeroberflächen Nova Launcher und Holo Launcher gelten ebenfalls als relativ ressourcenschonend.

 Der Kiss Launcher bietet eine extrem simple Nutzeroberfläche. fullscreen
Der Kiss Launcher bietet eine extrem simple Nutzeroberfläche. (©Screenshot Neamar/ TURN ON 2016)

5. Unnötige Apps deinstallieren oder deaktivieren

Jede App, die auf dem Smartphone installiert ist, knabbert ein klein wenig an der Performance, an der Datennutzung und natürlich auch am Akku. Das tut sie selbst dann, wenn Du ihr gar keine weitere Beachtung schenkst. Im Normalfall sind die Einbußen, die eine App auf diese Weise verursacht, verschwindend gering. Wenn Du jedoch viele Apps auf dem Gerät hast, die Du eigentlich gar nicht benutzt oder brauchst, summiert sich das recht schnell.

Daher ist es sinnvoll nicht benötigte Apps nicht auf dem Smartphone versauern zu lassen, sondern diese einfach zu deinstallieren. Wenn es sich um System- oder Hersteller-Apps handelt, die sich ohne Root nicht deinstallieren lassen, so kannst Du sie zumindest deaktivieren. Das klappt unter "Einstellungen > Apps" und dann im Untermenü der jeweiligen Applikation.

 Auf Wunsch lässt sich fast jede App deaktivieren. fullscreen
Auf Wunsch lässt sich fast jede App deaktivieren. (©Screenshot Google/ TURN ON 2016)

6. Tuning-Apps verwenden

Ein etwas kritischer Punkt ist die Verwendung von sogenannten Tuning-Apps. Im Google Play Store tummelt sich eine ganze Armada von Applikationen, die Dir versprechen, die Performance des Smartphones zu verbessern. In vielen Fällen ist das leider ausgemachter Mumpitz und oftmals saugen die Apps sogar mehr Performance als sie am Ende einsparen.

Eine Tuning-App, die dennoch sinnvoll ist, nennt sich Clean Master. Sie hilft Dir nämlich dabei, unnötigen Datenballast auf dem Smartphone zu finden und diesen anschließend loszuwerden. Außerdem kann Dir die App dabei helfen, andere überflüssige Apps schneller aufzuspüren. Bevor Du mit Clean Master wahllos Dinge von Deinem Smartphone löschst, solltest Du dennoch lieber einmal zu oft als zu wenig hinschauen. Hin und wieder kann es nämlich vorkommen, dass die App etwas löscht, was Du eigentlich noch behalten wolltest.

7. Animationen abschalten

Im Alltag tut Android ziemlich viel dafür, damit das Starten von Apps oder das Wechseln zwischen verschiedenen Screens butterweich wirkt, indem es kleine aber feine Animationen für Bildschirmwechsel nutzt. Wenn du auf Deinem Smartphone dringend die Performance verbessern möchtest, kannst Du diese Mini-Animationen jedoch abschalten oder zumindest verkürzen.

 Animationen kannst Du in den Entwickleroptionen ausschalten. fullscreen
Animationen kannst Du in den Entwickleroptionen ausschalten. (©Screenshot Google/ TURN ON 2016)

Um das zu tun, musst Du zunächst die "Entwickleroptionen" auf dem Smartphone freischalten. Das funktioniert, indem Du unter "Einstellungen > Telefoninfo > Software-Informationen" siebenmal hintereinander auf die Schaltfläche "Build-Nummer" tippst. Dann erscheint eine Nachricht, dass die "Entwickleroptionen" aktiviert wurden. Das entsprechende Untermenü findest Du anschließend als neuen Menüpunkt in den "Einstellungen".

Im "Entwicklermodus" setzt Du dann einfach die Werte unter "Maßstab von Fensteranimationen", "Übergangsanimationen" und "Animatorzeit" von 1,0 auf 0,5 herunter. Aber Vorsicht bei anderen Einstellungen in den Entwickleroptionen. Diese sind nicht für Laien gedacht und können die Funktionsfähigkeit des Smartphones beeinträchtigen.

8. Daten auf eine SD-Karte auslagern

Dieser Tipp hat nichts mit Performance, Datenverbrauch oder Akkulaufzeit zu tun. Trotzdem ist die Erweiterung des Smartphone-Speichers per MicroSD-Karte einer der praktischsten Tuning-Tipps, die es für Android-Smartphones gibt. Mit einer solchen Karte bist Du flexibel, was den Datenspeicher des Gerätes angeht, denn Du kannst ihn jederzeit für relativ wenig Geld updaten. Bei eingelegter MicroSD-Karte hast Du die Möglichkeit, verschiedene Daten wie Fotos, Videos oder Musik auf die Karte auszulagern. Selbst Apps lassen sich teilweise oder komplett auf den externen Speicher verlagern. Wie genau Du Daten vom internen Speicher des Android-Smartphones auf eine MicroSD-Karte verschieben kannst, erklärt dieser Ratgeber.

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